Trümmerhaufen Kickers
Verfasst: Freitag 3. April 2009, 01:19
Trümmerhaufen Kickers
Es brennt an allen Ecken und Enden
Von HELMUT HEIMANN
Schlimmer geht‘s wirklich nimmer...
Nach der 0:3-Pleite im Stadt-Derby gegen den VfB II liegen die Stuttgarter Kickers in Trümmern. Beim Schlusslicht der 3. Liga brennt es an allen Ecken und Enden.
Der Präsident: Dirk Eichelbaum (44) ist führungsschwach, sitzt die meisten Probleme aus. Er hat keine klaren Konzepte. Wirkt hilflos und völlig überfordert. „Sollen wir alle erschießen?“ Mehr fiel ihm nach dem Gruselkick auf die Frage nach Konsequenzen nicht ein. Der frisch verliebte Rechtsanwalt hat offensichtlich immer weniger Zeit für die Blauen. Denn: Zu Sitzungen und auch zu Spielen kommt er nicht selten zu spät.
Der Trainer: Edgar Schmitt (45) hat die Wende bisher nicht geschafft. Vorgänger Stefan Minkwitz (40) wurde als Letzter mit fünf Punkten Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz gefeuert. 21 Spiele später unter Euro-Eddy sind die Blauen immer noch Schlusslicht mit vier Punkten Rückstand aufs rettende Ufer.
Schmitt würfelt die Elf durcheinander, spielte nur zweimal in Folge mit der selben Startformation. Er lässt mal mit Mittelfeldraute kicken, mal mit drei Abfangjägern, mal nur mit einer Spitze, dann mit zwei. Der Druck auf den Coach steigt. „Bei seiner Verpflichtung sagte er, dass er den Klassenerhalt mit dem vorhandenen Kader schafft. In der Winterpause bekam er dennoch fünf Neue. Nun ist er gefordert“, sagt Präsidiumsmitglied Dieter Wahl (60).
Die Mannschaft: Kein Biss, kein Mumm, keine Leidenschaft, kein Aufbäumen. Das Team ist total verunsichert, leblos. Die wenigen Führungspersönlichkeiten wie Kapitän Alexander Rosen (29) spielen seit Saisonbeginn unter Normalform.
Die Liquidität: „Mir kam es vor, als sollte ich mich von der Tribüne stürzen“, meinte Schatzmeister Friedrich Kummer (49) nach dem Rumpelfußball gegen den VfB II. „Das kostet uns mindestens tausend Zuschauer am Dienstag gegen Offenbach.“
Dabei sind die Blauen auf jeden Cent angewiesen. Denn: Bis Saisonende droht ein Loch im Etat von mehr als 300000 Euro.
Kein Wunder, dass Sponsoren immer mal wieder Löcher stopfen müssen. So überwies Gazi zusätzlich 10000 Euro – ohne Gegenleistung. Der Hauptsponsor bezahlt auch einen Teil des Gehalts von Rückkehrer Mustafa Parmak (26).
Trotz der vielen Probleme bleibt Trainer Schmitt dabei: „Wir werden es schaffen.“ Woher er wohl seine Zuversicht nimmt..?

http://www.bild.de
Es brennt an allen Ecken und Enden
Von HELMUT HEIMANN
Schlimmer geht‘s wirklich nimmer...
Nach der 0:3-Pleite im Stadt-Derby gegen den VfB II liegen die Stuttgarter Kickers in Trümmern. Beim Schlusslicht der 3. Liga brennt es an allen Ecken und Enden.
Der Präsident: Dirk Eichelbaum (44) ist führungsschwach, sitzt die meisten Probleme aus. Er hat keine klaren Konzepte. Wirkt hilflos und völlig überfordert. „Sollen wir alle erschießen?“ Mehr fiel ihm nach dem Gruselkick auf die Frage nach Konsequenzen nicht ein. Der frisch verliebte Rechtsanwalt hat offensichtlich immer weniger Zeit für die Blauen. Denn: Zu Sitzungen und auch zu Spielen kommt er nicht selten zu spät.
Der Trainer: Edgar Schmitt (45) hat die Wende bisher nicht geschafft. Vorgänger Stefan Minkwitz (40) wurde als Letzter mit fünf Punkten Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz gefeuert. 21 Spiele später unter Euro-Eddy sind die Blauen immer noch Schlusslicht mit vier Punkten Rückstand aufs rettende Ufer.
Schmitt würfelt die Elf durcheinander, spielte nur zweimal in Folge mit der selben Startformation. Er lässt mal mit Mittelfeldraute kicken, mal mit drei Abfangjägern, mal nur mit einer Spitze, dann mit zwei. Der Druck auf den Coach steigt. „Bei seiner Verpflichtung sagte er, dass er den Klassenerhalt mit dem vorhandenen Kader schafft. In der Winterpause bekam er dennoch fünf Neue. Nun ist er gefordert“, sagt Präsidiumsmitglied Dieter Wahl (60).
Die Mannschaft: Kein Biss, kein Mumm, keine Leidenschaft, kein Aufbäumen. Das Team ist total verunsichert, leblos. Die wenigen Führungspersönlichkeiten wie Kapitän Alexander Rosen (29) spielen seit Saisonbeginn unter Normalform.
Die Liquidität: „Mir kam es vor, als sollte ich mich von der Tribüne stürzen“, meinte Schatzmeister Friedrich Kummer (49) nach dem Rumpelfußball gegen den VfB II. „Das kostet uns mindestens tausend Zuschauer am Dienstag gegen Offenbach.“
Dabei sind die Blauen auf jeden Cent angewiesen. Denn: Bis Saisonende droht ein Loch im Etat von mehr als 300000 Euro.
Kein Wunder, dass Sponsoren immer mal wieder Löcher stopfen müssen. So überwies Gazi zusätzlich 10000 Euro – ohne Gegenleistung. Der Hauptsponsor bezahlt auch einen Teil des Gehalts von Rückkehrer Mustafa Parmak (26).
Trotz der vielen Probleme bleibt Trainer Schmitt dabei: „Wir werden es schaffen.“ Woher er wohl seine Zuversicht nimmt..?

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