Seite 1 von 1
Spielbericht: Kickers - OFC
Verfasst: Dienstag 7. April 2009, 21:31
von Steffen FFC
http://www.kicker.de:
Schwaben verlieren den Anschluss
Mesic trifft spät für die Gäste
Eine bittere Niederlage mussten die Stuttgarter Kickers gegen die Kickers Offenbach hinnehmen. Lange hielt der Tabellenletzte mit, erst in der Schlussphase entschieden die Gäste die Partie für sich. Während die Schwaben den Anschluss verlieren, nimmt Offenbach drei wichtige Punkte mit ins Aufstiegsrennen.
Bei den Stuttgarter Kickers nahm Trainer Edgar Schmitt nach der 0:3-Derbypleite beim VfB Stuttgart II zwei Veränderungen vor: Parmak und Landeka ersetzten Ortlieb und Deigendesch.
Offenbachs Coach Hans-Jürgen Boysen veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum torlosen Remis gegen Paderborn ebenfalls auf zwei Positionen: Damm und Hysky machten Platz für Huber und Goldschmitt.
Im Gazi-Stadion auf der Waldau entwickelte sich vor 4030 Zuschauern zunächst eine muntere Partie. Die ganz klaren Torchancen blieben aber hüben wie drüben aus. Die beste Einschusschance hatte Landeka für die Schwaben. Nach eienr Ecke hatte sich Orlando den Ball erkämpft und für seinen Mitspieler aufgelegt, der dann allerdings weit drüber schoss.
Dann musste Schmitt bereits früh tauschen und brachte für den verletzten Steinle Ortlieb in die Partie (31.). Das Spiel blieb hart umkämpft, ohne dass sich ein Team entscheidend durchsetzen konnte. Zinnow gab kurz vor der Pause noch einen Schuss für den OFC ab, ehe ein heftiger Regenschauer über Stuttgart niederging. Die letzte Möglichkeit hatte dann Morys, aber Keeper Salz war zur Stelle.
Nach dem Wechsel ging auf beiden Seiten wenig zusammen. So versuchte es Morys mit einem Schuss aus spitzem Winkel, der allerdings am langen Pfosten vorbeistrich. Bei den Schwaben versuchte sich Gambo erfolglos aus der Distanz. Die klaren Möglichkeiten fehlten aber.
In der Schlussphase drehten die Gäste nochmal auf. Zunächst konnte Keeper Salz gegen Zinnow noch klären. in der 84. Minute musste er sich dann Mesic geschlagen geben, der den 1:0-Endstand erzielte.
Für die Stuttgarter Kickers wird es im Abstiegkampf jetzt nicht einfacher, denn am nächsten Sonntag geht es in Berlin gegen den Ligaprimus Union. Offenbach hat Fortuna Düsseldorf zu Gast und spielt damit gegen einen direkten Aufstiegskonkurrenten.
Re: Spielbericht: Kickers - OFC
Verfasst: Dienstag 7. April 2009, 22:01
von dimmu
Quelle: Kickers Homepage
0:1-Heimniederlage für die Kickers gegen Offenbach
Es war so ein typische Spiel: Wenn eine Mannschaft wie die Kickers im Keller steht, verliert man so eine Partie wie heute Abend vor den 4030 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau. Und wenn man wie die Offenbacher oben mitspielt, dann fällt der Treffer eben und das glücklichere Team gewinnt mit 1:0.
Die Stuttgarter Kickers zeigten über 75 Minuten eine gute Partie, erspielten sich ihre Chancen, doch versäumten es den Treffer zu machen bzw. scheiterten am OFC-Keeper Wulnikowsi. So kam es wie es kommen musste: In den Schlussminuten spang der Ball an das Knie von Mirnes Mesic und von dort ins Tor zum 0:1 für den OFC.
Re: Spielbericht: Kickers - OFC
Verfasst: Dienstag 7. April 2009, 22:02
von dimmu
Quelle: Offenbach Homepage
Mesic entscheidet Spiel in der alten Heimat – „Ein Schweinesieg!“
Dienstag, 7. April 2009
ImageMit einem späten Treffer kurz vor Schluss haben die Offenbacher Kickers am Abend den dritten Auswärtssieg der Saison feiern können. Ausgerechnet Mirnes Mesic gelang im Spiel bei seinem früheren Arbeitgeber das spielentscheidene Tor sechs Minuten vor dem Ende, Vom einem „Schweinesieg“ sprach Torwart Robert Wulnikowski nach dem 1:0 bei den Stuttgarter Kickers.. Trainer Hans-Jürgen Boysen war nicht nur zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, stellte aber fest: „Heute kann sich ganz Offenbach über die drei Punkte freuen.“.
Alexander Huber kehrte nach überstandener Verletzung in die Anfangsformation zurück, Daniel Damm musste dafür zurück auf die Bank. Ansonsten schickte Hans-Jürgen Boysen zu Beginn die gleiche Mannschaft aufs Feld, die zuletzt den Tabellenzweiten aus Paderborn am Rande einer Niederlage hatte. Suat Türker saß als Joker draußen.
Zu Beginn entwickelte sich ein flottes Spiel, in dem der OFC nach zehn Minuten die erste Möglichkeit hatte. Stefan Haas scheiterte mit einem Flachschuss aus 18 Metern, sein Ball ging knapp links am Tor der Gastgeber vorbei. Zuvor jedoch hatte Schiedsrichter Marco Achmüller ein Foul gesehen und gab, nachdem die Kickers den abgewarteten Vorteil nicht nutzen konnten, Freistoß für den OFC. Doch Torwart Manuel Salz hatte keine Schwierigkeiten mit dem Schlenzer von Becker. Vier Minuten später hatten die Offenbacher dann Glück, als Josip Landeka nach schöner Vorarbeit von Orlando Smeekes aus zwölf Metern der Ball über den Fuß rutschte und das Leder aus einer eigentlich guten Position heraus weit über das Tor von Robert Wulnikowski ging.
Nach 20 Minuten verlangsamten beide Mannschaften das Tempo, die 4.030 Zuschauer im GAZI-Stadion, darunter knapp 1000 Offenbacher, sahen mehr und mehr ein zerfahrenes Spiel, in dem die Chancen bis zur Halbzeit Seltenheitscharakter hatten. Dreimal kam der OFC noch gefährlich in den gegnerischen Strafraum. In der 27.Minute verdribbelte sich zunächst Matthias Morys vor Torwart Salz, vier Minuten später musste sich der Torwart der Gastgeber ganz lange strecken, bei einem halbhohen Distanzschuss von Becker. Und der Offenbacher Mittelfeldspieler vergab auch kurz vor dem Halbzeitpfiff die letzte Chance für den OFC. Mittlerweile hatte strömender Regen eingesetzt. Hubers Flanke von der rechten Seite klärte die Stuttgarter Abwehr nicht konsequent genug, Becker jedoch vergab aus 18 Metern. Die Gastgeber hatten ihre anfänglichen Offensivbemühungen nun ganz eingestellt, trotzdem blieb es zur Pause beim torlosen Unentschieden.
Nach dem Wechsel erwischten die Gastgeber zunächst den besseren Start. Nach einem Eckball in der 51.Minute musste sich Robert Wulnikowski trotz seiner 1,92 Meter Körpergröße ganz lang machen, als der Stuttgarter Verteidiger Torsten Traub aus dem Gewühl heraus den Offenbacher Torwart mit einem Heber fast überlistet hätte. Zwei Minuten später hatte der OFC dann eine gute Kontergelegenheit, Morys schickte Zinnow, der am gegnerischen Strafraum den Ball, noch behindert durch einen Gegenspieler, quer legen konnte auf den eingewechselten Fröhlich, doch der schoss rechts am Tor vorbei. Kurz danach verstärkte Hans-Jürgen Boysen seine Offensive und brachte Suat Türker als zweiten Stürmer für den defensiv ausgerichteten Christian Pospischil.
Doch auch beim Schuss von Fröhlich in der 67.Minute aus halblinker Position, nach Zuspiel von Schutzbach, fehlte die Genauigkeit und der Torjubel der mitgereisten Offenbacher Fans lies weiter auf sich warten. Die Kickers kämpften in der Schlussphase, wurden aber erst sechs Minuten vor dem Ende für ihre Bemühungen belohnt. Nachdem Torwart Salz bei einen Schuss von Haas zunächst noch die Finger dazwischen hatte, fiel der Ball Mirnes Mesic vor der Füße, der aus kurzer Distanz keine Gnade mit seinem früheren Arbeitgeber hatte und das Leder zum spielentscheidenden Tor über die Linie drückte.
Re: Spielbericht: Kickers - OFC
Verfasst: Dienstag 7. April 2009, 22:04
von Kickers-Louis
Ist das ein Witz - gutes Spiel der Kickers ??????????? Erbärmlich nicht gut - Spieler sollen sich schämen!
Re: Spielbericht: Kickers - OFC
Verfasst: Freitag 10. April 2009, 22:59
von Blauer Bub
Bezieht sich zwar nicht nur auf das Spiel des OFC gegen uns, sondern allgemein auf Mirnes Mesic, aber ist zwei Tage nach dem Spiel erschienen und Mesic' Siegtor gegen uns wird zum Tenor des Artikels beigetragen haben, deshalb stelle ich ihn hier rein:
Quelle: Frankfurter Rundschau 09.04.2009
Die Rückkehr des Dauerläufers
Stürmer Mirnes Mesic hat beim OFC nach überstandenem Mittelfußbruch seinen Wert eindrucksvoll bewiesen
VON ANDREAS HUNZINGER
Fußballer kennen ihren Körper, heißt es. Manchmal aber werden selbst Routiniers von ihrer Physis überrascht. So ist es Mirnes Mesic,31, ergangen. Und doch hat der Angreifer des Drittligisten Kickers Offenbach mit Verwunderung registriert, wie schnell er fit werden kann.
Vor knapp drei Wochen war der Bosnier nach seinem im vergangenen Dezember erlittenen Mittelfußbruch wieder ins Training eingestiegen und hat seitdem bereits wieder zweieinhalb Spiele bestritten. "Es ist fast ein Wunder", sagt Mesic. Gerade weil er ein Stürmertyp ist, der von seiner Laufstärke lebt und als oftmals einzige Spitze beim OFC ordentlich Kilometer schrubbt. Trainer Hans-Jürgen Boysen wird es indes sehr recht gewesen sein, dass der 1,80 Meter große und 70 Kilogramm schwere Stürmer wieder da ist. Vor allem am vergangenen Dienstag zeigte Mesic seinen Wert, als er im Duell bei seinem Ex-Klub Stuttgarter Kickers den Siegtreffer zum 1:0 erzielte.
ANZEIGE
Mesic hat sein fünftes Saisontor gefreut und bedrückt. Für den Tabellenletzten aus der schwäbischen Landeshauptstadt, bei dem er dreieinhalb Jahre verbrachte, "tut es mir ein bisschen leid". Aber wichtiger seien die Punkte für den OFC, auch wenn Mesic von gestiegenen Chancen auf den Relegationsplatz drei nichts wissen will. "Wenn wir so spielen wie in Stuttgart, brauchen wir vom Aufstieg nicht reden", sagt er. Wohlwissend, dass der OFC bei einem Sieg im Heimspiel am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf wieder auf Schlagweite herankommen könnte.
Zweite Liga noch im Kopf
Abgeschrieben hat Mesic die zweite Liga noch nicht. Auch aus persönlichen Gründen. Bislang stehen für den Torschützenkönig der Saison 2006/2007 in der Regionalliga Süd lediglich 19 Einsätze zu Buche. Drei für die TSG Hoffenheim, wo er nach dem Aufstieg in die zweite Liga 2007 keine Chance mehr sah, weil zwei Stürmer namens Chinedu Obasi und Demba Ba verpflichtet wurden. Und 16 für Freiburg, wo er keine guten Karten mehr hatte, nachdem im Sommer 2008 ein gewisser Suat Türker vom OFC gekommen war.
Kurioserweise ist Türker jetzt in Offenbach wieder sein Konkurrent, und Mesics schnelles Comeback war auch dem Umstand geschuldet, dass Türker jüngst am Knie verletzt war. Mesic fühlt sich durch dessen Rückkehr nicht zusätzlich unter Druck. "Ich kann mir vorstellen, dass wir auch zusammen vorne spielen können - wenn es der Trainer so will." Bleibt Boysen allerdings bei seinem bevorzugten System mit einer Spitze, kann Mesic den Konkurrenzkampf selbstbewusst antreten. Argumente hat er zuletzt genug gesammelt.