Interview mit Dirk Schuster in den Stuttgarter Nachrichten
Verfasst: Dienstag 2. Juni 2009, 17:16
Kickers-Trainer Schuster:
"Wir wollen Power-Fußball spielen"
"Direkter Wiederaufstieg wäre utopisch", der neue Kickers-Trainer Schuster über seine sportlichen Pläne
Stuttgart - Dirk Schuster ist der Mann, der die Stuttgarter Kickers nach dem Abstieg in die Regionalliga sportlich wieder auf Kurs bringen soll.
Hallo Herr Schuster, sind Sie wieder im Urlaub?
Ja, das bin ich. Aber nicht sehr lange. Am Donnerstag geht es wieder zurück.
Vergangenen Freitag sind Sie schon einmal zurückgeflogen.
Stimmt, die Verantwortlichen der Stuttgarter Kickers hatten noch einmal um einen Termin gebeten, also habe ich meinen Spanien-Urlaub unterbrochen. Das erste Gespräch war schon sehr positiv gewesen, nun waren noch einige kleinere Dinge zu regeln, dann haben wir uns geeinigt.
Nun sind Sie also Kickers-Trainer. Keine leichte Aufgabe.
Nein, sicher nicht. Vor allem natürlich wegen des Abstiegs, und finanziell sind die Kickers ja auch nicht auf Rosen gebettet.
Was macht die Aufgabe dennoch so reizvoll für Sie?
So ein Abstieg ist doch auch immer eine Chance auf einen echten Neuanfang. Und genau den gilt es nun zu planen. Wir wollen mit vielen jungen Spielern aus der Region wieder ein gutes Bild der Kickers abgeben.
Werden da noch viele Spieler der Abstiegs-Mannschaft dabei sein?
Das muss man sehen. Ich habe am Wochenende auf jeden Fall schon einmal Gas gegeben und versucht, alle aktuellen Spieler zu erreichen. Ich muss ja auch wissen, wer sich überhaupt vorstellen könnte, den Karren, den sie in den Dreck gefahren haben, wieder mit rauszuziehen.
Wer hilft Ihnen bei der Zusammenstellung des Kaders? Wird Ihnen noch ein Sportdirektor zur Seite gestellt?
Nein. Was das Sportliche betrifft bin ich der Chef. Aber ich habe schon Kontakt zu Björn Hinck, dem Trainer der zweiten Mannschaft, aufgenommen. Außerdem möchte ich Alexander Malchow gerne als Co-Trainer haben, dazu Dennis Rudel als Torwarttrainer - ich denke, so haben wir eine Menge Kompetenz zusammen, was den Fußball hier in der Region angeht.
Und welches Ziel wollen Sie mit der neuen Truppe erreichen?
Natürlich haben wir auch über Zielsetzungen gesprochen. Aber jetzt, da wir noch nicht einmal einen Kader zusammenhaben, sollten wir öffentlich darüber nicht reden. Das können wir zu gegebener Zeit immer noch tun.
An einen direkten Wiederaufstieg denken Sie aber nicht.
Das wäre doch auch utopisch. Die Stuttgarter Kickers befinden sich in einer Phase der Konsolidierung. Wichtig ist mir zunächst einmal die Art und Weise, wie wir uns präsentieren.
Was sind Ihre Vorstellungen?
Wir wollen Power-Fußball spielen. Das heißt, dass wir immer alles versuchen müssen, um das Spiel zu gewinnen. Klar, es kann sein, dass ab und zu eine andere Mannschaft besser ist, aber wir müssen zumindest immer alles geben. Außerdem ist mir Disziplin - auf dem Platz und außerhalb des Platzes - sehr wichtig.
Wie gut kennen Sie die Kickers eigentlich?
Ich wohne zwar in Karlsruhe, habe den Club in den vergangenen Monaten aber interessiert verfolgt. Viel mehr als andere Mannschaften der dritten Liga. Schließlich habe ich einst mit Stefan Minkwitz zusammengespielt, beim KSC war ich dann in einem Team mit Edgar Schmitt, und mit Rainer Kraft habe ich den Trainerlehrgang absolviert.
Den Sie dann als Lehrgangsbester abgeschlossen haben.
Ja, das stimmt.
Bei den Kickers gab es schon einmal einen Trainer, der Lehrgangsbester war.
Ich weiß. Und ich finde, dass Robin Dutt damals bei den Kickers hervorragende Arbeit gemacht hat - und auch jetzt in Freiburg macht.
Dirk Preiß
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"Wir wollen Power-Fußball spielen"
"Direkter Wiederaufstieg wäre utopisch", der neue Kickers-Trainer Schuster über seine sportlichen Pläne
Stuttgart - Dirk Schuster ist der Mann, der die Stuttgarter Kickers nach dem Abstieg in die Regionalliga sportlich wieder auf Kurs bringen soll.
Hallo Herr Schuster, sind Sie wieder im Urlaub?
Ja, das bin ich. Aber nicht sehr lange. Am Donnerstag geht es wieder zurück.
Vergangenen Freitag sind Sie schon einmal zurückgeflogen.
Stimmt, die Verantwortlichen der Stuttgarter Kickers hatten noch einmal um einen Termin gebeten, also habe ich meinen Spanien-Urlaub unterbrochen. Das erste Gespräch war schon sehr positiv gewesen, nun waren noch einige kleinere Dinge zu regeln, dann haben wir uns geeinigt.
Nun sind Sie also Kickers-Trainer. Keine leichte Aufgabe.
Nein, sicher nicht. Vor allem natürlich wegen des Abstiegs, und finanziell sind die Kickers ja auch nicht auf Rosen gebettet.
Was macht die Aufgabe dennoch so reizvoll für Sie?
So ein Abstieg ist doch auch immer eine Chance auf einen echten Neuanfang. Und genau den gilt es nun zu planen. Wir wollen mit vielen jungen Spielern aus der Region wieder ein gutes Bild der Kickers abgeben.
Werden da noch viele Spieler der Abstiegs-Mannschaft dabei sein?
Das muss man sehen. Ich habe am Wochenende auf jeden Fall schon einmal Gas gegeben und versucht, alle aktuellen Spieler zu erreichen. Ich muss ja auch wissen, wer sich überhaupt vorstellen könnte, den Karren, den sie in den Dreck gefahren haben, wieder mit rauszuziehen.
Wer hilft Ihnen bei der Zusammenstellung des Kaders? Wird Ihnen noch ein Sportdirektor zur Seite gestellt?
Nein. Was das Sportliche betrifft bin ich der Chef. Aber ich habe schon Kontakt zu Björn Hinck, dem Trainer der zweiten Mannschaft, aufgenommen. Außerdem möchte ich Alexander Malchow gerne als Co-Trainer haben, dazu Dennis Rudel als Torwarttrainer - ich denke, so haben wir eine Menge Kompetenz zusammen, was den Fußball hier in der Region angeht.
Und welches Ziel wollen Sie mit der neuen Truppe erreichen?
Natürlich haben wir auch über Zielsetzungen gesprochen. Aber jetzt, da wir noch nicht einmal einen Kader zusammenhaben, sollten wir öffentlich darüber nicht reden. Das können wir zu gegebener Zeit immer noch tun.
An einen direkten Wiederaufstieg denken Sie aber nicht.
Das wäre doch auch utopisch. Die Stuttgarter Kickers befinden sich in einer Phase der Konsolidierung. Wichtig ist mir zunächst einmal die Art und Weise, wie wir uns präsentieren.
Was sind Ihre Vorstellungen?
Wir wollen Power-Fußball spielen. Das heißt, dass wir immer alles versuchen müssen, um das Spiel zu gewinnen. Klar, es kann sein, dass ab und zu eine andere Mannschaft besser ist, aber wir müssen zumindest immer alles geben. Außerdem ist mir Disziplin - auf dem Platz und außerhalb des Platzes - sehr wichtig.
Wie gut kennen Sie die Kickers eigentlich?
Ich wohne zwar in Karlsruhe, habe den Club in den vergangenen Monaten aber interessiert verfolgt. Viel mehr als andere Mannschaften der dritten Liga. Schließlich habe ich einst mit Stefan Minkwitz zusammengespielt, beim KSC war ich dann in einem Team mit Edgar Schmitt, und mit Rainer Kraft habe ich den Trainerlehrgang absolviert.
Den Sie dann als Lehrgangsbester abgeschlossen haben.
Ja, das stimmt.
Bei den Kickers gab es schon einmal einen Trainer, der Lehrgangsbester war.
Ich weiß. Und ich finde, dass Robin Dutt damals bei den Kickers hervorragende Arbeit gemacht hat - und auch jetzt in Freiburg macht.
Dirk Preiß
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