Sollen "Killerspiele" verboten werden?
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Überlinger
Sollen "Killerspiele" verboten werden?
Killerspiele: Zypries gegen Strafverschärfung
Auf die Rufe der Politiker folgen die Zweifel der Experten: Das von Bayern und Niedersachsen geplante Verbot so genannter Killerspiele für den Computer halten Fachleute kaum für sinnvoll.
Vor allem warnen sie davor, Computerspiele alleine für Amokläufe wie jüngst im westfälischen Emsdetten verantwortlich zu machen. "Mit einem Verbot der Killerspiele kann man unsere Jugend nicht harmloser machen, das ist nur ein kleines Zahnrad in einem ganzen System", sagte der Medienwissenschaftler Christoph Klimmt aus Hannover. Bei Amokläufern handele es sich um "krasse Einzelfälle".
"Ein solches Gesetz bewirkt nur eine Kriminalisierung von Kindern und Jugendlichen, nicht aber ihren Schutz", sagt die Leiterin der niedersächsischen Landesstelle Jugendschutz, Andrea Urban. Ein Gesetz würde junge Leute nicht davon abhalten, weiter zu spielen. Gebe es die Software nicht mehr im Geschäft zu kaufen, könnte sie schließlich wie gehabt im Internet besorgt oder unter der Hand getauscht und verliehen werden. "Wer sich etwas beschaffen will, der wird es auch bekommen", sagt auch Theresia Höynck, Juristin am Kriminologischen Forschungsinstitut Hannover.
Überhaupt sei der Schutz vor gewalttätigen Spielen in Deutschland rechtlich schon ausreichend geregelt, sagt Urban. "Wir haben ja bereits die strengsten Gesetze der Welt." Wichtiger sei nun, dass Pädagogen und auch Eltern sich endlich ausgiebig mit dem Medienkonsum der jungen Leute beschäftigten. "Sie sind bisher kaum in der Lage zu verstehen, was die Kinder da überhaupt machen."
Was in den Spielen tatsächlich passiert ist aber nicht mehr nur den Eltern oft völlig schleierhaft. Auch die Hersteller selbst haben immer weniger Kontrolle über die Inhalte, sagt Marek Klingelstein von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) in Berlin. Moderne Online-Spiele können heute von den Teilnehmern selbst umfangreich erweitert werden - und nicht selten bekommt ein harmloses Abenteuer dann plötzlich eine blutrünstige Wendung. "Dann ist die Gemeinschaft aller Spieler gefragt, das Spiel zu kontrollieren", sagt er. Ohnehin fehle die rechtlich Handhabe, solche Internet-Spiele abzuschalten, sagte Urban "Die Produzenten sitzen in Japan, Amerika oder sonstwo. Außer an sie zu appellieren, können wir gar nichts machen."
Trotz ihrer Ablehnung des geplanten Verbots - ein Zusammenhang zwischen Gewalt in Computerspielen und Gewalt in der Realität ist bei den Fachleuten unbestritten. So zeigten Forschungsergebnisse in den vergangenen Jahren, dass der intensive Gebrauch von Gewaltspielen das antisoziale Verhalten der Jugendlichen verschlimmere, sagt Klimmt. Jugendliche mit familiären Problemen, schulischen Schwierigkeiten und Problemen im Freundeskreis seine besonders anfällig. Vor allem 12- bis 18-jährige Jungen hätten ein enormes Interesse an den brutalen Spielen. Das habe mit der Suche nach der Männlichkeit zu tun, und diese ließe sich mit einem Verbot nicht verhindern.
Quelle: dpa
Auf die Rufe der Politiker folgen die Zweifel der Experten: Das von Bayern und Niedersachsen geplante Verbot so genannter Killerspiele für den Computer halten Fachleute kaum für sinnvoll.
Vor allem warnen sie davor, Computerspiele alleine für Amokläufe wie jüngst im westfälischen Emsdetten verantwortlich zu machen. "Mit einem Verbot der Killerspiele kann man unsere Jugend nicht harmloser machen, das ist nur ein kleines Zahnrad in einem ganzen System", sagte der Medienwissenschaftler Christoph Klimmt aus Hannover. Bei Amokläufern handele es sich um "krasse Einzelfälle".
"Ein solches Gesetz bewirkt nur eine Kriminalisierung von Kindern und Jugendlichen, nicht aber ihren Schutz", sagt die Leiterin der niedersächsischen Landesstelle Jugendschutz, Andrea Urban. Ein Gesetz würde junge Leute nicht davon abhalten, weiter zu spielen. Gebe es die Software nicht mehr im Geschäft zu kaufen, könnte sie schließlich wie gehabt im Internet besorgt oder unter der Hand getauscht und verliehen werden. "Wer sich etwas beschaffen will, der wird es auch bekommen", sagt auch Theresia Höynck, Juristin am Kriminologischen Forschungsinstitut Hannover.
Überhaupt sei der Schutz vor gewalttätigen Spielen in Deutschland rechtlich schon ausreichend geregelt, sagt Urban. "Wir haben ja bereits die strengsten Gesetze der Welt." Wichtiger sei nun, dass Pädagogen und auch Eltern sich endlich ausgiebig mit dem Medienkonsum der jungen Leute beschäftigten. "Sie sind bisher kaum in der Lage zu verstehen, was die Kinder da überhaupt machen."
Was in den Spielen tatsächlich passiert ist aber nicht mehr nur den Eltern oft völlig schleierhaft. Auch die Hersteller selbst haben immer weniger Kontrolle über die Inhalte, sagt Marek Klingelstein von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) in Berlin. Moderne Online-Spiele können heute von den Teilnehmern selbst umfangreich erweitert werden - und nicht selten bekommt ein harmloses Abenteuer dann plötzlich eine blutrünstige Wendung. "Dann ist die Gemeinschaft aller Spieler gefragt, das Spiel zu kontrollieren", sagt er. Ohnehin fehle die rechtlich Handhabe, solche Internet-Spiele abzuschalten, sagte Urban "Die Produzenten sitzen in Japan, Amerika oder sonstwo. Außer an sie zu appellieren, können wir gar nichts machen."
Trotz ihrer Ablehnung des geplanten Verbots - ein Zusammenhang zwischen Gewalt in Computerspielen und Gewalt in der Realität ist bei den Fachleuten unbestritten. So zeigten Forschungsergebnisse in den vergangenen Jahren, dass der intensive Gebrauch von Gewaltspielen das antisoziale Verhalten der Jugendlichen verschlimmere, sagt Klimmt. Jugendliche mit familiären Problemen, schulischen Schwierigkeiten und Problemen im Freundeskreis seine besonders anfällig. Vor allem 12- bis 18-jährige Jungen hätten ein enormes Interesse an den brutalen Spielen. Das habe mit der Suche nach der Männlichkeit zu tun, und diese ließe sich mit einem Verbot nicht verhindern.
Quelle: dpa
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Überlinger
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Wirklich absoluter Quatsch, so ein Verbot. Wenn ich schaue wieviel Leute in ihrer Jugend oder noch heute diese bösen Killerspiele gespielt haben und nicht Amok gelaufen sind... Ich möchte mal behaupten dass mindestens 50% der Leute hier im Forum schon mehrere "Menschen am PC getötet" (Ziat aus dem radio) haben... Und witzigerweise sitzen diese noch nicht im Knast wegen Amok laufens.
Wie gesagt, wer zocken will wird es auch tun ! Man kommt IMMER an seine Wünsche (in dem Fall Killerspiele) ran, egal wie ! Außerdem wäre es ein viel zu großer Aufwand alles zu kontrollieren bzw alles vom Markt zu nehmen... Es gibt dazu ja auch noch das Internet... Ich muss sagen, ich zock auch ab und zu mal gerne solche Games (allerdings auf der Konsole). Ich verliere dabei nie die eigene Kontrolle, vielleicht verlieren aber andre die Kontrolle... Schwachmaten wirds aber immer und überall geben !
- pipes
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und wer garantiert überhaupt, dass es sich um eine "echte" Ankündigung gehandelt hat und nicht um eine fingierte, damit zwei Bundesländer das Verbot endlich in die Gänge kriegen?BunnyCheckerGott hat geschrieben:Meiner Meinung nach ist das Amokgetue grad sowieso nur ne Möglichkeit für manche Persönlichkeiten sich ein wenig zu profilieren...
Über seine IP hätte man den doch schon nach kurzer Zeit haben müssen, so wie mittlerweile alle Provider alles aufzeichnen müssen.
Schon sehr komisch, dass man ihn noch immer nicht hat. :?
Ich mag keine Leute, die einfach mitten im Satz
an ne fingierte ankündigung hat ich noch gar nicht gedacht.
meiner ansicht nach müssten die den wirklcih schon längst gefunden haben.
ich mein er hat es ja über counterstrike bekanntgegeben.
serverlog>steam oder won id>e-mail addy>vom e-mail provider die ip besorgen oder e-mail konto durchsuchen > mit ip zum provider> man hat ihn
natürlich gibt es einige tricks wie der kerl sich im internet "verstecken" kann. die frage ist hat er das getan? vermutlich eher nicht. und gerade die steamID wäre auf jedenfall herausfinden zu wesen.
Ich mein die Jungs die anzeige erstattet haben, die werden sich ja wohl den Nickname des Typens oder den Server gemerkt haben. (Wenn ich sowas ernst nehm dann probier ich mir schon das zu merken).
mit der steamid lassen sich sämtliche nicknames erfragen die der kerl hatte.
und wenn er tatsächlcih seine ip verschleiert hat was beim online zocken schwerer is wie beim surfen dann stellt die polizei einfach ne website on auf der erfragt wird wer leute unter diesem nick kennt die in bw wohnen.
letztendlich glaubich eh nich dass das ne echte androhung war, nur irgend n cs-kiddie das auf dem server aufregen erregen wollte und vermutlich NIE erwartet hat dass das ganze solche wellen schlägt.
zum topic:
killerspiele verbot: nein!
wie schon einige vorposter erwähnt haben werden hier reaktion und auslöser verwechselt
nicht
Killerspiele machen nicht gewalttätige Menschen.
Gewalttätige Menschen spielen Killerspiele.
Nicht alle Killerspielspieler sind gewalttätige Menschen.
Sonst würde ja wohl jeder 3 Junge zwischen 15 und 25 Amoklaufen.
Anstatt die Ursachen in der fiktiven Welt zu suchen sollte sich mal die reale Welt anguggen und sich fragen ob es dort etwas gibt was die Menschen psychisch krank macht.
meiner ansicht nach müssten die den wirklcih schon längst gefunden haben.
ich mein er hat es ja über counterstrike bekanntgegeben.
serverlog>steam oder won id>e-mail addy>vom e-mail provider die ip besorgen oder e-mail konto durchsuchen > mit ip zum provider> man hat ihn
natürlich gibt es einige tricks wie der kerl sich im internet "verstecken" kann. die frage ist hat er das getan? vermutlich eher nicht. und gerade die steamID wäre auf jedenfall herausfinden zu wesen.
Ich mein die Jungs die anzeige erstattet haben, die werden sich ja wohl den Nickname des Typens oder den Server gemerkt haben. (Wenn ich sowas ernst nehm dann probier ich mir schon das zu merken).
mit der steamid lassen sich sämtliche nicknames erfragen die der kerl hatte.
und wenn er tatsächlcih seine ip verschleiert hat was beim online zocken schwerer is wie beim surfen dann stellt die polizei einfach ne website on auf der erfragt wird wer leute unter diesem nick kennt die in bw wohnen.
letztendlich glaubich eh nich dass das ne echte androhung war, nur irgend n cs-kiddie das auf dem server aufregen erregen wollte und vermutlich NIE erwartet hat dass das ganze solche wellen schlägt.
zum topic:
killerspiele verbot: nein!
wie schon einige vorposter erwähnt haben werden hier reaktion und auslöser verwechselt
nicht
Killerspiele machen nicht gewalttätige Menschen.
Gewalttätige Menschen spielen Killerspiele.
Nicht alle Killerspielspieler sind gewalttätige Menschen.
Sonst würde ja wohl jeder 3 Junge zwischen 15 und 25 Amoklaufen.
Anstatt die Ursachen in der fiktiven Welt zu suchen sollte sich mal die reale Welt anguggen und sich fragen ob es dort etwas gibt was die Menschen psychisch krank macht.
Sometimes antisocial
Always antifascist
Always antifascist
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Bluebyte
Die größte Gefahr geht durch die Verbreitung realer Vorbilder aus. Welcher Politiker denkt wohl daran, die öffentlichen Medien zu zensieren? Diese Plattform erst macht es möglich das so viele zur Nachahmung schreiten. Selbstmord-Attentäter werden auch erst durch reale Filmaufnahmen glorifizert und anderen zum Vorbild verbreitet. Killerspiele gehören m.E. nicht zu deren Gehirnwäsche.
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moehringer
- Kickers-Fan
- Beiträge: 1351
- Registriert: Montag 27. Oktober 2003, 18:39
Re: Sollen "Killerspiele" verboten werden?
Diese Probleme können (Mit-)ursache für jedwede Forum von Jugenddelinquenz sein. Da unsere Politiker wie schon oft bewiesen aber über eine mangelhafte Weitsicht verfügen, verbieten sie lieber Computerspiele, statt sich um die wirklichen Probleme der Jugendlichen zu kümmern und versäumen es den Heranwachsenden Perspektiven und Alternativen aufzuzeigen...Überlinger hat geschrieben: Jugendliche mit familiären Problemen, schulischen Schwierigkeiten und Problemen im Freundeskreis seien besonders anfällig...
Quelle: dpa
Re: Sollen "Killerspiele" verboten werden?
In der Politik gibt es generell keine Ursachenbekämpfung mehr. So dürften Ärzte nicht arbeiten.moehringer hat geschrieben:Diese Probleme können (Mit-)ursache für jedwede Forum von Jugenddelinquenz sein. Da unsere Politiker wie schon oft bewiesen aber über eine mangelhafte Weitsicht verfügen, verbieten sie lieber Computerspiele, statt sich um die wirklichen Probleme der Jugendlichen zu kümmern und versäumen es den Heranwachsenden Perspektiven und Alternativen aufzuzeigen...Überlinger hat geschrieben: Jugendliche mit familiären Problemen, schulischen Schwierigkeiten und Problemen im Freundeskreis seien besonders anfällig...
Quelle: dpa
Es ist eben viel einfacher, so ein Verbot auszusprechen, als zu versuchen, die Ursachen herauszufinden und zu bekämpfen.
Da werden finanzielle Mittel für Jugenzentren und ordentliche Kinderbetreuung gestrichen, dafür finanziert man den Bürokratismus, der für dieses Schwachsinnsverbot nötig ist. Bravo!
@ Henning: Du warst schneller ;-)
Da werden finanzielle Mittel für Jugenzentren und ordentliche Kinderbetreuung gestrichen, dafür finanziert man den Bürokratismus, der für dieses Schwachsinnsverbot nötig ist. Bravo!
@ Henning: Du warst schneller ;-)
- pipes
- Kickers-Fan
- Beiträge: 2567
- Registriert: Montag 10. April 2006, 20:05
- Wohnort: 73760 Ostfildern
Ja, sagt mir was :-)Ralphonso hat geschrieben:sagt dir der begriff proxy was?
Wenn er in einem CS Forum unterwegs ist, dann hat er schon hunderte Spuren hinterlassen. Wäre hier im Forum auch nicht anders.
Im übrigen sorgt ein Proxy nicht zwingend für anonymes surfen, die Hauptaufgaben liegen wo anders.
Ich mag keine Leute, die einfach mitten im Satz