Casino Royale ist der bisher erfolgreichste James Bond-Film
Casino Royale ist der bisher erfolgreichste James Bond-Film
"Casino Royale" ist der erfolgreichste Bond-Film aller Zeiten. Der Actionstreifen mit Daniel Craig spielte bis gestern (27.12.) rund 470 Millionen Euro weltweit ein und überholte damit seinen Vorgänger "Die Another Day" aus dem Jahr 2002. Dieser brachte es auf 445 Millionen Euro. Dem Vergleich mit anderen Kassenschlagern kann "Casino Royale" aber nicht standhalten - das Drama "Titanic" bescherte den Kinokassen im Jahr 1997 knapp 2 Milliarden Euro.
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Eins vorneweg:
Ich finde den neuen Bond richtig gut. Sowohl Craig als
Darsteller als auch den Film ansich.
Es war notwendig, nach der Brosnan-Ära wieder einen anderen
Weg einzuschlagen. Und wenn das Kinopublikum das honoriert
finde ich es natürlich umso besser. Weil der neue/alte Stil
gefällt mir außerordentlich.
Ich finde den neuen Bond richtig gut. Sowohl Craig als
Darsteller als auch den Film ansich.
Es war notwendig, nach der Brosnan-Ära wieder einen anderen
Weg einzuschlagen. Und wenn das Kinopublikum das honoriert
finde ich es natürlich umso besser. Weil der neue/alte Stil
gefällt mir außerordentlich.
Hold Your Fire
Hab gestern mal Goldeneye angeschaut und ich fand den nicht mehr so gut, nachdem ich CR gesehen hab. Auch Brsonan, den ich immer echt spitze fand hat mir da nicht mehr so gut gefallen. Da ist Daniel Craig doch besser.
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Hab jeden Bond gesehen den es gibt und das nicht nur einmal ;) Hab auch schon Bücher von Ian Fleming gelesen.VinceVega hat geschrieben:Habt ihr die anderen "bonds" auch gesehen?
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Kickersandy
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Find ihn relativ gut.
Mit den alten Connery-Bonds kann er ganz klar net mithalten, was aber nix ausmacht, da des meiner Meinung nach eh ein Apfel mit Birnen - Vergleich wäre. Die alten spielen in ner ganz anderen Zeit, zu anderen Voraussetzungen.
Die neuen werden für ein anderes, breiteres Publikum gedreht. Darum find ich kann man Casino Royal auch nur mit den Bonds nach 1989 vergleichen. Und da ist er der mit Abstand beste.
Mit Casino Royal haben die Macher das getan was sie schon bei GoldenEye hätten tun sollen, sich aber vielleicht net getraut haben.
Den Bond net neu erfinden, aber deutlich überarbeiten und an "eine neue Zeit anpassen"
Die vorigen waren ,wie ich finde, alle zu sehr an die ganz alten angelehnt und in gewisser Weise "Abklatsche" (soll jetzt net heissen soll, dass sie nicht sehenswert sind). Das ganze hat dazu geführt, dass die neueren immer "kitschiger" und "überdrehter" wurden. Aber Geschmackssache, klar.
Mit Casio Royal gibts jetzt mal was Neues, was Anderes.
Mir hats gefallen.
Grüßle
Mit den alten Connery-Bonds kann er ganz klar net mithalten, was aber nix ausmacht, da des meiner Meinung nach eh ein Apfel mit Birnen - Vergleich wäre. Die alten spielen in ner ganz anderen Zeit, zu anderen Voraussetzungen.
Die neuen werden für ein anderes, breiteres Publikum gedreht. Darum find ich kann man Casino Royal auch nur mit den Bonds nach 1989 vergleichen. Und da ist er der mit Abstand beste.
Mit Casino Royal haben die Macher das getan was sie schon bei GoldenEye hätten tun sollen, sich aber vielleicht net getraut haben.
Den Bond net neu erfinden, aber deutlich überarbeiten und an "eine neue Zeit anpassen"
Die vorigen waren ,wie ich finde, alle zu sehr an die ganz alten angelehnt und in gewisser Weise "Abklatsche" (soll jetzt net heissen soll, dass sie nicht sehenswert sind). Das ganze hat dazu geführt, dass die neueren immer "kitschiger" und "überdrehter" wurden. Aber Geschmackssache, klar.
Mit Casio Royal gibts jetzt mal was Neues, was Anderes.
Mir hats gefallen.
Grüßle
@Hanni
Endlich jemand der mir aus der Seele spricht.
Sonst hört man ja imme rnur Pauschal, Connery ist der beste ohne das man mal sich anschaut zu welcher Zeit die Filme gedreht wurden. Sicherlich ist Connery ein guter Bond aber er hat die Rolle ja erst bekannt gemacht und deshalb misst jeder einen neuen Bond an Connery.
Ich finde man muß den neuen Bond mit Brosnan und Dalton vergleichen, ein Vergleich mit Connery und Moore ist hier nicht möglich.
Endlich jemand der mir aus der Seele spricht.
Sonst hört man ja imme rnur Pauschal, Connery ist der beste ohne das man mal sich anschaut zu welcher Zeit die Filme gedreht wurden. Sicherlich ist Connery ein guter Bond aber er hat die Rolle ja erst bekannt gemacht und deshalb misst jeder einen neuen Bond an Connery.
Ich finde man muß den neuen Bond mit Brosnan und Dalton vergleichen, ein Vergleich mit Connery und Moore ist hier nicht möglich.
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- Soulfly
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Brosnan war meiner Meinung nach ein guter Bond-Darsteller.
Nur durfte er nicht die besten Filme drehen. Wobei "Goldeneye"
und "Der Morgen stirbt nie" noch ganz in Ordnung sind.
Mir war die "MI-6 Apparat" zu aufgeblasen.
Viel zu viele Leute durften da mitreden.
Zu viele interne Intrigen.
Klassisch mit Moneypenny, Q und M ist es mir
am liebsten.
Nur durfte er nicht die besten Filme drehen. Wobei "Goldeneye"
und "Der Morgen stirbt nie" noch ganz in Ordnung sind.
Mir war die "MI-6 Apparat" zu aufgeblasen.
Viel zu viele Leute durften da mitreden.
Zu viele interne Intrigen.
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Brosman hat den Typischen Bond recht gut verkörpert, fand ihn auch nicht schlecht. Die Filme (außer vielleicht GoldeEye) fand ich halt net besonders gut. Vor allem Stirb an einer anderen Tag, war der schlechteste Bond aller Zeiten, nur noch übertrieben und kitschig.
Da ist mir die Pokerrunde im Neuen zehn mal lieber.
Da ist mir die Pokerrunde im Neuen zehn mal lieber.
Sehr geiler Film, hab ihn gestern gesehen! Kann nichts schlechtes daran finden...und die "Fehler" die es im Film gibt sind mir obwohl ich schon vorher wußte nicht aufgefallen...!
Cooler Film, nur hat er im vergleich zu den anderen Bonds weniger Mädels
Cooler Film, nur hat er im vergleich zu den anderen Bonds weniger Mädels
Wir haben immer gesagt,
dass wir das Land hier furchtbar lieben,
Balsam für die Seele,
wie wir euch damit provozieren.
Ihr seid dumm, dumm und naiv,
wenn Ihr denkt, Heimatliebe ist gleich Politik.
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tja, nur leider nicht james´ typ :wink:Hanni hat geschrieben:des macht nix, die Fuddel vom Schatzamt zählt für zwei :wink:Cooler Film, nur hat er im vergleich zu den anderen Bonds weniger Mädels
"Don't say, that you have the cat in the sack, when you don't have the cat in the sack!"
Giovanni Trappatoni
BlueBoys - Sektion Deutsch-Südwest
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Casino Royale' für Kostümdesigner-Award nominiert
Los Angeles - Die Kostümdesigner Hollywoods haben jetzt ihre Nominierten in Sachen beste Kostüme bekannt gegeben. Abräumen könnten die Filme "Casino Royale", "Der Teufel trägt Prada", "The Queen" und "Little Miss Sunshine". Außerdem stehen die Blockbuster "Fluch der Karibik", "Dreamgirls" und "Marie Antoinette" auf der Liste. Die Awards der Kostümdesigner werden am 17. Februar in Los Angeles verliehen. Moderieren wird das Ganze Schauspielerin Jane Kaczmarek von "Malcom mittendrin". Awards übergeben werden Sandra Bullock und Helen Mirren.
viviano.de
Los Angeles - Die Kostümdesigner Hollywoods haben jetzt ihre Nominierten in Sachen beste Kostüme bekannt gegeben. Abräumen könnten die Filme "Casino Royale", "Der Teufel trägt Prada", "The Queen" und "Little Miss Sunshine". Außerdem stehen die Blockbuster "Fluch der Karibik", "Dreamgirls" und "Marie Antoinette" auf der Liste. Die Awards der Kostümdesigner werden am 17. Februar in Los Angeles verliehen. Moderieren wird das Ganze Schauspielerin Jane Kaczmarek von "Malcom mittendrin". Awards übergeben werden Sandra Bullock und Helen Mirren.
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"Casino Royal" ist im übrigen der erste Bond-Streifen der durch die Medienzensur in China gekommen ist. Lief diese Woche in den dortigen Kinos an. Dafür ist Hollywood sogar bereit die Bedingungen der Chinesischen Regierung zu akzeptieren: Nur 18% (statt der üblichen ca. 50%) der Einnahmen werden an den Verleiher abgegeben.
Werde auch DU Fansponsor der Stuttgarter Kickers !!!!!!!
Informationen gibt es unter 12für11.de
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Daniel Craig wurde eine Raubkopie von "Casino Royale" angeboten
30.01.2007
BEIJING - Daniel Craig ist bei der China-Premiere von "Casino Royale" eine Raubkopie seines eigenen Films angeboten worden. Wie der Online-Dienst "FemaleFirst.co.uk" berichtet, reiste der Schauspieler gestern (29.01.) nach Beijing, China, um dort den neuen James Bond-Streifen vorzustellen. Auf der Straße bot ihm dann ein DVD-Verkäufer eine Raubkopie des Bond-Streifens für 1,50 Dollar an. Craig sagte dazu: "Jemand hat mir letzte Nacht versucht Kopien zu verkaufen. Ich trug einen Hut und eine Brille und er hat mich nicht erkannt. Es hat mich traurig gemacht." Ins Kino zu gehen sei eine großartige Erfahrung und einen Film als schlechte Kopie zu sehen, mache den ganzen Zauber des Streifens kaputt.
die-news.de
30.01.2007
BEIJING - Daniel Craig ist bei der China-Premiere von "Casino Royale" eine Raubkopie seines eigenen Films angeboten worden. Wie der Online-Dienst "FemaleFirst.co.uk" berichtet, reiste der Schauspieler gestern (29.01.) nach Beijing, China, um dort den neuen James Bond-Streifen vorzustellen. Auf der Straße bot ihm dann ein DVD-Verkäufer eine Raubkopie des Bond-Streifens für 1,50 Dollar an. Craig sagte dazu: "Jemand hat mir letzte Nacht versucht Kopien zu verkaufen. Ich trug einen Hut und eine Brille und er hat mich nicht erkannt. Es hat mich traurig gemacht." Ins Kino zu gehen sei eine großartige Erfahrung und einen Film als schlechte Kopie zu sehen, mache den ganzen Zauber des Streifens kaputt.
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Na ich hoff doch, das die Filme Original waren die ich so gesehen hab.
Aber was das Kino angeht, also 5,90 EUR find ich ok., 6,90 EUR das muss schon der große Kinosaal sein, aber 8,50 EUR ist schon heftig ...
vor allem wenn man sich teilweise die Dreckhölen anschaut in die man sich setzen soll und dann noch die Klappskallis neben sich sitzen hat die offensichtilich an Hörverlust leiden oder die mit ihren Handys wohl auf Bereitschaft sind.
Im Gegensatz dazu kostet ne DVD viel weniger, man kann Leute einladen dazu, die kostet das gleiche, man kann sich gemütlich auf die Couch fleezen und vorskippen wenns öde wird oder auf Pause drücken wenn man die Stiefmütterchen wässern möchte ...
aber Kino ist schon auch ne feine Sache :)
Aber was das Kino angeht, also 5,90 EUR find ich ok., 6,90 EUR das muss schon der große Kinosaal sein, aber 8,50 EUR ist schon heftig ...
vor allem wenn man sich teilweise die Dreckhölen anschaut in die man sich setzen soll und dann noch die Klappskallis neben sich sitzen hat die offensichtilich an Hörverlust leiden oder die mit ihren Handys wohl auf Bereitschaft sind.
Im Gegensatz dazu kostet ne DVD viel weniger, man kann Leute einladen dazu, die kostet das gleiche, man kann sich gemütlich auf die Couch fleezen und vorskippen wenns öde wird oder auf Pause drücken wenn man die Stiefmütterchen wässern möchte ...
aber Kino ist schon auch ne feine Sache :)
Daniel Craig gewinnt für Bond-Rolle ersten Filmpreis
London (dpa) Der britische Schauspieler Daniel Craig hat für seine neue Rolle als James Bond seinen ersten Preis erhalten. Bei der Vergabe der «Evening Standard»-Filmpreise wurde der 38-Jährige in London als bester Schauspieler gewürdigt. Craig ist für seine Rolle in «Casino Royale» auch für den wichtigsten britischen Filmpreis Bafta nominiert. Der von den Kritikern teils hoch gelobte Film ist inzwischen auch kommerziell die erfolgreichste Bond-Verfilmung aller Zeiten.
szon.de
London (dpa) Der britische Schauspieler Daniel Craig hat für seine neue Rolle als James Bond seinen ersten Preis erhalten. Bei der Vergabe der «Evening Standard»-Filmpreise wurde der 38-Jährige in London als bester Schauspieler gewürdigt. Craig ist für seine Rolle in «Casino Royale» auch für den wichtigsten britischen Filmpreis Bafta nominiert. Der von den Kritikern teils hoch gelobte Film ist inzwischen auch kommerziell die erfolgreichste Bond-Verfilmung aller Zeiten.
szon.de
Bei Deutschen beliebt: Zocken wie in «Casino Royale»
Berlin/dpa. Stundenlange Übertragungen im Fernsehen und Filme wie «Casino Royale» oder «Der Clou» haben die Deutschen zunehmend zum Pokern inspiriert. Profis und Psychologen versprechen jetzt Hilfe beim Kartenspielen.
Rund 2,9 Millionen Zocker soll es nach dem Verband der deutschen Automatenindustrie mittlerweile im World Wide Web geben, «reale» Spielcasinos und Turniere werden regelrecht gestürmt. Und in Kursen lassen sich viele Leute die Grundlagen des Pokerspiels beibringen.
Horst ist mit seiner Frau zu einem Kurs ins Berliner Ullsteinhaus gekommen, um für 88 Euro in vier Stunden sein Wissen zu erweitern. «Wir haben immer viel mit unseren Kindern gespielt und sehen das Pokern als eine Charakterschule», sagt der weißhaarige Mann. Damit trifft er auch den Ton des Psychologen Stefan Schüttler, der den Grundkurs zusammen mit seiner Frau Nannette, einer Physiotherapeutin, betreut. «Es geht nicht darum Profit zu machen, sondern mit seinen Ängsten und seinem Frust umgehen zu können», sagt der Psychotherapeut.
Die Spieler werden von den Profis in ängstliche «Fische», solide «Rocks» und gefährliche «Lions» unterteilt und beim Spiel mit den Plastikchips analysiert. Und gerade der Risikomanager, der im wahren Leben mit großen Geldsummen jongliert, entpuppt sich nach Einschätzung der Physiotherapeutin, die jegliches Mundzucken und Augenzwinkern registriert haben soll, als «unsicher» und «ungefährlich». «Achtet besonders auf die Halsschlagader, die puckert, wenn jemand eine gute Hand hat», verrät Leiter Llamar.
«Die gute Hand» kennt Ilona Füchtenschnieder vom Fachverband Glücksspielsucht in Berlin auch. «Jeder Süchtige schätzt seine Chancen zu hoch ein», sagt sie. 98 Prozent der Spieler betreiben ein Nullsummenspiel - sie gehen mit keinem Euro mehr nach Hause. Geschätzte 250 000 bis 400 000 Spielsüchtige soll es ihrer Meinung nach in Deutschland geben - Tendenz steigend. Die Schwelle, zu viel Geld einzusetzen, sei durch die Unverbindlichkeit von Online-Casinos extrem herabgesetzt worden. «Vor dem Computer muss keiner chic aussehen, und der Mausklick, um seinen Einsatz zu erhöhen, ist schnell getan», so Füchtenschnieder. Dass es sich beim Pokern auch um ein Glücksspiel handelt, werde häufig verschleiert.
Zum Ärger vieler Psychologen, die sich zunehmend Sorgen um süchtige Menschen machen, bleibt das Pokerspielen von staatlichen Verboten im Vergleich zu anderen Spielverführungen unberührt. Zum Schutz der Spielsüchtigen zum Beispiel in Wettbüros, beim Lottospiel und Spiel im Internet hat der Staat und haben Gerichte eingegriffen, während das Kartentricksen mit dem großen Bluff sich zur Zeit noch ausdehnen kann.
Die jüngsten Teilnehmer der Pokerschule scheinen indes schon begriffen zu haben, dass man Gewinn nicht planen kann. «Wir würden das nie beruflich betreiben», sagt der 27-jährige Publizistik-Student André nach dem Seminar. Es bleibe immer ein Glücksfaktor von etwa 20 Prozent. «Achtzig Prozent», ergänzt Maschinenbau-Student Oliver, «wenn man gegen gleich gute Leute spielt.»
mz-web.de
Berlin/dpa. Stundenlange Übertragungen im Fernsehen und Filme wie «Casino Royale» oder «Der Clou» haben die Deutschen zunehmend zum Pokern inspiriert. Profis und Psychologen versprechen jetzt Hilfe beim Kartenspielen.
Rund 2,9 Millionen Zocker soll es nach dem Verband der deutschen Automatenindustrie mittlerweile im World Wide Web geben, «reale» Spielcasinos und Turniere werden regelrecht gestürmt. Und in Kursen lassen sich viele Leute die Grundlagen des Pokerspiels beibringen.
Horst ist mit seiner Frau zu einem Kurs ins Berliner Ullsteinhaus gekommen, um für 88 Euro in vier Stunden sein Wissen zu erweitern. «Wir haben immer viel mit unseren Kindern gespielt und sehen das Pokern als eine Charakterschule», sagt der weißhaarige Mann. Damit trifft er auch den Ton des Psychologen Stefan Schüttler, der den Grundkurs zusammen mit seiner Frau Nannette, einer Physiotherapeutin, betreut. «Es geht nicht darum Profit zu machen, sondern mit seinen Ängsten und seinem Frust umgehen zu können», sagt der Psychotherapeut.
Die Spieler werden von den Profis in ängstliche «Fische», solide «Rocks» und gefährliche «Lions» unterteilt und beim Spiel mit den Plastikchips analysiert. Und gerade der Risikomanager, der im wahren Leben mit großen Geldsummen jongliert, entpuppt sich nach Einschätzung der Physiotherapeutin, die jegliches Mundzucken und Augenzwinkern registriert haben soll, als «unsicher» und «ungefährlich». «Achtet besonders auf die Halsschlagader, die puckert, wenn jemand eine gute Hand hat», verrät Leiter Llamar.
«Die gute Hand» kennt Ilona Füchtenschnieder vom Fachverband Glücksspielsucht in Berlin auch. «Jeder Süchtige schätzt seine Chancen zu hoch ein», sagt sie. 98 Prozent der Spieler betreiben ein Nullsummenspiel - sie gehen mit keinem Euro mehr nach Hause. Geschätzte 250 000 bis 400 000 Spielsüchtige soll es ihrer Meinung nach in Deutschland geben - Tendenz steigend. Die Schwelle, zu viel Geld einzusetzen, sei durch die Unverbindlichkeit von Online-Casinos extrem herabgesetzt worden. «Vor dem Computer muss keiner chic aussehen, und der Mausklick, um seinen Einsatz zu erhöhen, ist schnell getan», so Füchtenschnieder. Dass es sich beim Pokern auch um ein Glücksspiel handelt, werde häufig verschleiert.
Zum Ärger vieler Psychologen, die sich zunehmend Sorgen um süchtige Menschen machen, bleibt das Pokerspielen von staatlichen Verboten im Vergleich zu anderen Spielverführungen unberührt. Zum Schutz der Spielsüchtigen zum Beispiel in Wettbüros, beim Lottospiel und Spiel im Internet hat der Staat und haben Gerichte eingegriffen, während das Kartentricksen mit dem großen Bluff sich zur Zeit noch ausdehnen kann.
Die jüngsten Teilnehmer der Pokerschule scheinen indes schon begriffen zu haben, dass man Gewinn nicht planen kann. «Wir würden das nie beruflich betreiben», sagt der 27-jährige Publizistik-Student André nach dem Seminar. Es bleibe immer ein Glücksfaktor von etwa 20 Prozent. «Achtzig Prozent», ergänzt Maschinenbau-Student Oliver, «wenn man gegen gleich gute Leute spielt.»
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