Abwehrspieler Jens Nowotny ist nach einer Absprache mit Bundestrainer Joachim Löw weiterhin ein Kandidat für die deutsche Nationalmannschaft. Der frühere Leverkusener, zurzeit in Diensten des kroatischen Meisters Dinamo Zagreb, bezeichnete eine Teilnahme an der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz als "Traum", für den er jedoch nicht "nochmal alles opfern" werde.
"Ich habe bewusst auf meinen Rücktritt verzichtet. Ich habe mit Jogi Löw die gleiche Abmachung wie mit Jürgen Klinsmann: Der Trainer will Jüngere testen. Aber Löw will, dass ich da bin, bereit stehe", erklärte der 32-Jährige in einem Interview mit dem Kölner "Sonntag-Express". Zuvor waren Nowotnys Ambitionen hinsichtlich seiner DFB-Laufbahn noch nicht bekannt gewesen.
Zuletzt war der WM-Teilnehmer, der im Spiel um Platz drei gegen Portugal seinen einzigen Einsatz bekam, bei Löws Debüt als Klinsmann-Nachfolger im August gegen Schweden (3:0) in Gelsenkirchen mit von der Partie (kicker-Note 3).
Zu einer Teilnahme an der Europameisterschaft sagte Nowotny weiter: "Wenn ich fit bin, kann ich mir das vorstellen. Das wäre ein Traum. Aber es ist nicht so, dass ich dem jetzt nochmal alles opfere."
Seine Laufbahn will der Defensivspezialist, der seit Juli 2006 in Zagreb spielt, nach Ablauf seines bis 2009 laufenden Vertrags in Zagreb beenden. "Dann bin ich 35, dann ist Schluss – ganz klar", sagte Nowotny.
kicker.de
Ja nee is´ klar... :?
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Nowotny verlässt Dinamo Zagreb
Zagreb (dpa) - 12.01.2007, 09:51 Uhr
Der von zahlreichen Verletzungen geplagte Fußball- Nationalspieler Jens Nowotny hat nach nur einem halben Jahr Dinamo Zagreb verlassen.
Der Spieler sei an seinem 33. Geburtstag am 11. Januar von Zagreb aus mit seinem Auto in Richtung Deutschland abgereist, schreibt die Zagreber Zeitung «Vecernji list». Er und Dinamo trennen sich «als Freunde», soll Nowotny dem Blatt gesagt haben.
Nowotny war im Sommer 2006 nach der Fußball-Weltmeisterschaft von Bayer Leverkusen nach Zagreb gewechselt, konnte aber wegen einer Knieoperation nur zehn Mal eingesetzt werden. Zur Zeit laboriert der 48-malige Nationalspieler an einer Meniskusverletzung. In Deutschland wolle er sich operieren lassen, sagte er in Zagreb. Nowotny hatte bei Dinamo einen mit zwei Millionen Euro dotierten Dreijahresvertrag unterzeichnet.
Der Körper spielt nicht mehr mit: Nationalspieler Nowotny hört auf
Die Karriere von Jens Nowotny war immer geprägt von Leidenschaft für den Fußball und dem Leid nach zahlreichen Verletzungen. Nach 334 Bundesliga- und 48 Länderspielen sowie einem letzten Intermezzo beim kroatischen Erstligisten Dinamo Zagreb hat der 33 Jahre alte Abwehrspieler seine Laufbahn für beendet erklärt.
«Es hat nicht mehr gereicht. Die neuerliche Verletzung gab den Ausschlag», begründete Nowotny in einem Gespräch mit dem Sportmagazin «Kicker» (Montag-Ausgabe) seinen Rücktritt.
Nach seinem Wechsel im Sommer 2006 nach Zagreb, wo er einen mit zwei Millionen Euro dotierten Vertrag bis 2009 unterschrieben hatte, kam er nur auf zehn Einsätze - und musste am Ende nach einem Meniskusschaden passen. «Ich habe gesundheitlich sicher schon schlimmere Zeiten erlebt», meinte Nowotny zwar. Doch die Plackerei, sich nach einer zehnmonatigen Pause wieder herankämpfen zu müssen, wollte er nicht noch einmal auf sich nehmen. Bitterkeit empfindet der einst jüngste Libero der Bundesliga, der im Mai 1992 mit 18 Jahren beim Karlsruher SC sein Debüt im Oberhaus gab, nach seinem Rücktritt
nicht: «Ich habe immer gesagt, wenn Schluss ist, ist Schluss. Ohne Wenn und Aber, das gehört zur Karriere dazu.»
Der «Abwehrchef zwischen Leid und Mitleid», wie er einst tituliert wurde, hatte stets auch seinen Körper zum Gegner. In Karlsruhe erlitt er 1991 seinen ersten von vier Kreuzbandrissen. Ein Mittelfußbruch und weitere Blessuren, die seinen Einstand in der Nationalmannschaft bis zum April 1997 im WM-Qualifikationsspiel gegen die Ukraine hinauszögerten, kamen hinzu. Zu diesem Zeitpunkt spielte er bereits bei Bayer 04 Leverkusen, wo Trainer Christoph Daum den 22-Jährigen zum jüngsten Bundesliga-Kapitän machte.
Trotz seiner Jugend nahm Nowotny schnell eine Führungsrolle im Team ein, ließ diese Souveränität in der Nationalmannschaft jedoch oft vermissen. Kritiker warfen ihm ein gewisses Phlegma und Defizite beim Organisieren der Abwehr mangels lautstarker Anweisungen vor.
«Das tue ich nicht, das wäre nur für die Galerie», konterte der Profi ohne Allüren, dem sportlich der Makel des «Ewigen Zweiten» anhaftet.
Mit den Leverkusenern wurde er vier Mal deutscher Vizemeister.
Als Nationalspieler nahm er an zwei Europameisterschaften (2000 und 2004) teil, schaffte zur WM 2006 in Deutschland überraschend sein Comeback und wurde Dritter. «Zwei Titel habe ich ja. Die meisten Platzverweise in der Bundesliga und wohl auch die meisten Kreuzbandrisse», sagte Nowotny, der insgesamt acht Mal vorzeitig vom Platz musste, nicht ohne Sarkasmus.
Nicht ganz freiwillig war der Abschied von Bayer 04 nach zehnjährigem Engagement. Juristische Verfahren, die er unter anderem gegen den Club wegen Lohnfortzahlung nach erneutem Kreuzbandriss anstrengte, waren der Anfang vom Ende. Der Abschied als Profi soll nun auch ein Abschied vom Fußball sein. «Ich habe bereits Gespräche über meine berufliche Zukunft geführt, weit weg vom Fußball», sagte Nowotny. Sein Traum es ist, einen Jugendroman zu schreiben.
dpa
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Tja, zur Zeit scheinen ja einige die Fussballschuhe an den Nagel zu hängen... Aber kein Wunder wenn man soviele schwere Verletzungen wie die beiden durchmachen musste. Wünsch beiden viel Erfolg im Leben nach dem Fussball was zumindest bei Nowotny auch der Fall sein wird