Adidas bleibt DFB-Ausrüster

Alles, was nicht mit unseren Blauen zu tun hat
Benutzeravatar
gerko
Kickers-Fan
Beiträge: 3060
Registriert: Sonntag 20. August 2006, 07:44

Adidas bleibt DFB-Ausrüster

Beitrag von gerko »

Der amerikanische Sportartikel-Hersteller Nike bläst mit einer lukrativen Offerte für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) von jährlich 50 Millionen Euro zum Angriff auf den deutschen Branchenriesen adidas.

Nach Informationen der «Frankfurter Allgemeine Zeitung» will Nike diese Summe dem DFB als Ausrüster ab 2011 acht Jahre lang überweisen. Der bisherige DFB- Partner adidas lässt dem größten Sportverband Deutschlands per annum zehn bis elf Millionen Euro an Geld- und Sachleistungen zukommen.

Der DFB nennt zwar keine Details, bezeichnete die Nike-Offerte jedoch als wirtschaftlich sehr interessant. «Daran kann man nicht einfach vorbei gehen. Das ist viel Geld, das der Fußball gut nutzen kann», sagte Werner Hackmann, Präsident des Ligaverbandes der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und DFB-Vizepräsident, der «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung». Die DFL erhält jährlich 18 Prozent aus den DFB-Einnahmen.

Der Vorstoß von Nike kommt dem DFB nicht ungelegen. Nach dem sommerlichen «Schuhstreit», in dessen Folge die Nationalspieler bei Länderspielen nun das Schuhwerk ihrer persönlichen Ausrüster tragen dürfen, war die Position in den Verhandlungen mit adidas über eine Verlängerung des bis 2010 gültigen Vertrages geschwächt. Die Herzogenauracher hatten in einer ersten Reaktion verkündet, dass sich beide Seiten bereits am 31. August auf eine Zusammenarbeit bis 2014 verständigt hätten. Dem widersprach Hackmann energisch. «Es gibt nur Absichtserklärungen. Über wirtschaftliche Eckpunkte ist noch gar nicht gesprochen worden. Die Position von adidas ist verständlich, aber rechtlich nicht haltbar», sagte der DFL-Chef.
Zuletzt geändert von gerko am Dienstag 21. August 2007, 19:02, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
B.
Kickers-Fan
Beiträge: 2474
Registriert: Freitag 25. August 2006, 23:23

Beitrag von B. »

Ich will PUMA!

So wie die Kickers früher, das war cool!!!

Und jetzt? Jetzt spiel ein bedeutungsloser Vorstadtclub in...genau, PUMA!
one tear for summer past - a smile for winter to be.
Überlinger

Beitrag von Überlinger »

Adidas ist mir lieber!

Aber ist ja auch egal. Die produzieren eh alle in Rumänien und nicht in Deutschland, deshalb kann ich die alle nicht ab!
Benutzeravatar
GelsenKickers
Administrator / Moderator
Beiträge: 6895
Registriert: Dienstag 19. August 2003, 09:29
Wohnort: Gelsenkirchen

Beitrag von GelsenKickers »

B. hat geschrieben:Ich will PUMA!

So wie die Kickers früher, das war cool!!!
Früher?

Wieviel früher?

Denn vor der Saison 1982/83 spielten die Blauen in adidas.
Benutzeravatar
Oeffinger
Kickers-Fan
Beiträge: 2482
Registriert: Montag 8. Mai 2006, 08:25
Wohnort: Oeffingen

Beitrag von Oeffinger »

Überlinger hat geschrieben:Adidas ist mir lieber!

Aber ist ja auch egal. Die produzieren eh alle in Rumänien und nicht in Deutschland, deshalb kann ich die alle nicht ab!
Genau, da denkt man komm kaufsch was von ner deutschen Firma, aber eh alles Taiwan, Indonesien etc.

Glaub der einzige Sportartikelhersteller der noch in Deutschland produziert ist Trigema :evil:
SZENE-F

Sektion - Oeffingen
beobachter
Kickers-Fan
Beiträge: 106
Registriert: Samstag 4. September 2004, 20:15
Wohnort: heilbronn

Beitrag von beobachter »

Oeffinger hat geschrieben:
Überlinger hat geschrieben: Glaub der einzige Sportartikelhersteller der noch in Deutschland produziert ist Trigema :evil:
JAKO 8)

kommt von JAgst/KOcher, also auch noch sehr regional...
eine sehr aufstrebende marke wenn man mal die kleineren vereine anschaut... :shock:
peeknockyo

Beitrag von peeknockyo »

Ich bin ja alles andere als konservativ, aber ADIDAS muss bleiben, das hat Tradition und außerdem verdanken wir den WM-Titel 54 auch Adi Dassler aufgrund seiner inovativen Schraubstollen!
Benutzeravatar
DirtyToby
Kickers-Fan
Beiträge: 8181
Registriert: Samstag 16. Oktober 2004, 17:36
Wohnort: Ostfildern

Beitrag von DirtyToby »

Bin auch absolut für ADIDAS. Jako ist glaub ich auch der Ausrüster vom KSC; oder?
Stuttgarter Kickers - Der Ex-Profiverein für alle, die keinen Profiverein brauchen.
Benutzeravatar
Roland
Kickers-Fan
Beiträge: 5524
Registriert: Sonntag 13. August 2006, 19:24
Wohnort: Weil der Stadt

Beitrag von Roland »

DirtyToby hat geschrieben:Bin auch absolut für ADIDAS. Jako ist glaub ich auch der Ausrüster vom KSC; oder?
KSC und ein paar mehr:
http://www.jako.de/de/vereine/fussball
Benutzeravatar
Rael
Kickers-Fan
Beiträge: 783
Registriert: Dienstag 19. August 2003, 11:37
Wohnort: Bremen
Kontaktdaten:

Beitrag von Rael »

Oeffinger hat geschrieben:Glaub der einzige Sportartikelhersteller der noch in Deutschland produziert ist Trigema :evil:
Ja, die sind ziemlich cool. :lol:

Bild

MfG
Rael
Ja ja.
Benutzeravatar
Martin
Account auf Bewährung
Beiträge: 5433
Registriert: Montag 8. September 2003, 11:05
Wohnort: Stuttgart
Kontaktdaten:

Beitrag von Martin »

ich fände es auch besser wenn die dfb-elf weiter mit adidas ausgerüstet wird. wäre mal interessant zu wissen, was adidas jedes jahr zahlt, weil die 50 millionen könnte schon ein sehr lukratives angebot sein
Benutzeravatar
Dude
Kickers-Fan
Beiträge: 645
Registriert: Montag 4. Dezember 2006, 08:04
Wohnort: daheim

Beitrag von Dude »

Martin hat geschrieben:ich fände es auch besser wenn die dfb-elf weiter mit adidas ausgerüstet wird. wäre mal interessant zu wissen, was adidas jedes jahr zahlt, weil die 50 millionen könnte schon ein sehr lukratives angebot sein
siehe oben:
Der bisherige DFB- Partner adidas lässt dem größten Sportverband Deutschlands per annum zehn bis elf Millionen Euro an Geld- und Sachleistungen zukommen.
Benutzeravatar
butcher
Kickers-Fan
Beiträge: 208
Registriert: Montag 18. September 2006, 12:09
Wohnort: Stuttgart-Uhlbach

Beitrag von butcher »

Adidas hat seit Jahren die langweiligsten Trikots. WM-Trikot inklusive. Und das rot-schwarze war sowieso ein Griff ins Klo.
Puma wäre cool, aber bitte auch mit neuem Design. Nike macht richtig geile Trikots. Da passt alles. Farbe, Design aber leider aus fuckin´ america.
Richtig cool wäre der underdog "do you football", die z.B. die endgeilen Trikots von Pauli geschneidert haben. So ein cooles schwarzes Schocker-Trikot für Ballack, Klose und Co wär doch genial...
Benutzeravatar
DirtyToby
Kickers-Fan
Beiträge: 8181
Registriert: Samstag 16. Oktober 2004, 17:36
Wohnort: Ostfildern

Beitrag von DirtyToby »

Gestern ist mir mal wieder aufgefallen, dass Uhlsport mitlerweile auch übelst viele Vereine ausrüstet. In der Regio Nord spielen einige Vereine in Uhlsport und in der zweiten Buli war gestern Duisburg auch in Uhlsport unterwegs
Stuttgarter Kickers - Der Ex-Profiverein für alle, die keinen Profiverein brauchen.
Benutzeravatar
gerko
Kickers-Fan
Beiträge: 3060
Registriert: Sonntag 20. August 2006, 07:44

Beitrag von gerko »

Ich habe gesehen, daß Cottbus, Bielefeld und Reutlingen von Saller ausgerüstet wird. Diese Firma hatte ich bisher noch nie bemerkt.
Benutzeravatar
svk-bombenfan06
Kickers-Fan
Beiträge: 821
Registriert: Montag 7. August 2006, 12:35
Kontaktdaten:

Beitrag von svk-bombenfan06 »

Die sollen den bessten Ausrüster nehmen:Uhlsport 8)
Uri Geller verbiegt Löffel,


Chuck Norris verbiegt Uri Geller!
Benutzeravatar
Roland
Kickers-Fan
Beiträge: 5524
Registriert: Sonntag 13. August 2006, 19:24
Wohnort: Weil der Stadt

Beitrag von Roland »

"Früher" gabs ja eigentlich nur Adidas und Puma. Statistiken sind hier ja allgemein beliebt. Hier die Ausrüster-Statistik:

Bundesliga: Adidas (4), Puma (2), Nike (4), Kappa (1), Saller (2), Jako (2), Diadora (1), Lotto (2)

2. Bundesliga: Adidas (3), Puma (2), Nike (3), Lotto (1), Jako (3), Masita (1), Uhlsport (1), Kappa (2), Umbro (1), Goool (1), Hummel (1)

RL Süd: Adidas (5), Puma (2), Uhlsport (1), Dragon Sport (1), Nike (3), Jako (2), Kappa (2), Legea (1), Saller (1)
Benutzeravatar
gerko
Kickers-Fan
Beiträge: 3060
Registriert: Sonntag 20. August 2006, 07:44

Beitrag von gerko »

Aus fussball24.de von heute:

DFB durch Nike-Angebot «moralisch unter Druck»

DFB-Präsident Zwanziger fühlt sich durch das Angebot des amerikanischen Sportartikelherstellers Nike, mit 50 Millionen Euro pro Jahr den deutschen Konkurrenten adidas als Ausrüster der Fußball-Nationalmannschaft abzulösen, «moralisch unter Druck».

Der DFB-Präsident kündigte in einem Interview mit der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» an, die Details des Nike-Angebots zu prüfen. «Cash ist das eine. Aber eine Partnerschaft mit einem Ausrichter muss auch gelebt werden. Da steckt mehr dahinter. Wenn wir das mit Nike geklärt haben, wird es ein weiteres Gespräch mit adidas auf der Führungsebene geben. Wir gehen Schritt für Schritt vor. Wir sind ergebnisoffen», sagte Zwanziger. Der langjährige Partner adidas soll jährlich den Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit rund 10 Millionen Euro unterstützen.

Zwanziger macht sich zudem für die Präsidentschaft von Thomas Bach im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) stark. «Ein IOC-Präsident Bach wäre für Deutschland ein erstrebenswertes Ziel. Wenn ich es entscheiden dürfte, wäre er morgen IOC-Präsident. Von der Qualität erfüllt er alle Voraussetzungen», sagte der DFB-Präsident und spricht von einem neuen Verhältnis zwischen den beiden wichtigsten deutschen Sportorganisationen: «Früher herrschte Abgrenzung, jetzt gibt es wechselseitige Unterstützung.» Thomas Bach sei der Beste, «den wir kriegen konnten für den Sport».
Benutzeravatar
Marcusch
Kickers-Fan
Beiträge: 280
Registriert: Mittwoch 24. August 2005, 11:41
Wohnort: Stuttgart

Beitrag von Marcusch »

:lol: :lol: :lol:
Blau/Weiß meine Liebe

SCHLUß MIT DER KOMMERZIALISIERUNG UNSERES FUßBALLS UND DER POLIZEIWILLKÜR

angemeldet am 05.02.2005 (Beiträge +25)
Benutzeravatar
Roland
Kickers-Fan
Beiträge: 5524
Registriert: Sonntag 13. August 2006, 19:24
Wohnort: Weil der Stadt

Beitrag von Roland »

Adidas-Angebot zu niedrig

In den anstehenden Verhandlungen über einen neuen Ausrüstervertrag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hofft Präsident Theo Zwanziger auf ein verbessertes Angebot des bisherigen Partners adidas und die Unterstützung von Bayerns Münchens Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge.

"Vielleicht gelingt es Rummenigge durch seine glänzenden Beziehungen nach Herzogenaurach, dass wir von dort auch eine gute Offerte erhalten, damit sich das Problem nicht stellt", sagt Zwanziger in einem Interview mit der Bild-Zeitung. Zugleich sprach er von der "schwersten Entscheidung des Jahres" für das DFB-Präsidium sprach.

Der amerikanische Sportartikel-Hersteller Nike möchte den DFB ab 2011 für zunächst acht Jahre ausrüsten. Angeblich will das Unternehmen dafür rund 500 Millionen Euro an den DFB zahlen.

Der bisherige Ausrüster adidas, seit 1954 an der Seite des DFB, geht seinerseits davon aus, dass gemäß einer mündlichen Vereinbarung vom vergangenen Sommer der bestehende Kontrakt bis mindestens 2014 verlängert wird. adidas zahlt allerdings nach Schätzungen gerade mal ein Sechstel der vom Konkurrenten gebotenen Summe.

Dilemma für den DFB

"Dieses Angebot hat uns geehrt. Wir spüren, dass das Interesse am deutschen Fußball weiter gestiegen ist. Auf der anderen Seite beschert es uns einen klaren Konflikt mit einem langjährigen Partner", sagt Zwanziger.

Der 61-Jährige stellt aber klar: "Zuerst verhandeln wir mit adidas, ob wir Leistung und Gegenleistung in ein richtiges Verhältnis bringen können. Es geht hier um eine wirtschaftliche Zusammenarbeit und weniger um Tradition. Ob mit adidas oder Nike -wenn es zu einem Mehrerlös kommt, werden wir ganz klar offen legen, wie das Geld verwendet wird", erklärt Zwanziger.

Dass es zu einem Konflikt mit der Liga kommt, glaubt der DFB-Boss nicht -obwohl Rummenigge angekündigt hatte, dass Bayern-Nationalspieler kaum in einem Nike-Trikot spielen werden. "Rummenigge ist durch die Liga ja auch in die Entscheidung eingebunden. Bisher hatten Spieler von Nike-Klubs wie Hertha kein Problem, bei uns in adidas zu spielen", wiegelte Zwanziger ab.

Höhere Prämien für Nationalspieler

Falls es zu einem Abschluss kommen sollte, der die wirtschaftliche Seite des Verbandes stark verbessert, sollen auch die Nationalspieler von diesem Geldsegen profitieren: "Ohne Miroslav Klose, Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski hätten wir ja auch kein Nationalteam. Deshalb wäre es in Ordnung, wenn die Frage nach höheren Prämien gestellt würde."

Wichtig sei aber, dass für den Entwicklungsbereich des DFB ein erheblicher Anteil übrig bleiben müsse. Denn nur dann hätte die Basis Verständnis für die Profis.

Quelle: http://www.n-tv.de/754000.html
Benutzeravatar
G.Regor
Kickers-Fan
Beiträge: 471
Registriert: Dienstag 7. Oktober 2003, 15:47
Wohnort: Genf
Kontaktdaten:

Beitrag von G.Regor »

Roland hat geschrieben: "Ohne Miroslav Klose, Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski hätten wir ja auch kein Nationalteam."
Haha, so einen saublöden Satz hab ich auch selten gelesen. Natürlich hätten wir dann trotzdem eins, eben mit Hanke, Freier und Brdaric...
***Abteilung Ostafrika***
Benutzeravatar
pipes
Kickers-Fan
Beiträge: 2567
Registriert: Montag 10. April 2006, 20:05
Wohnort: 73760 Ostfildern

Beitrag von pipes »

Roland hat geschrieben:Dass es zu einem Konflikt mit der Liga kommt, glaubt der DFB-Boss nicht -obwohl Rummenigge angekündigt hatte, dass Bayern-Nationalspieler kaum in einem Nike-Trikot spielen werden.
Quelle: http://www.n-tv.de/754000.html
Soll das ein Witz sein??? Die Diskussion um die Schuhe kann ich ja noch verstehen, aber warum sollte man nicht mit einem Nike-Trikot auflaufen?
Sag mal, spinnen denn mittlerweile alle die etwas mit Fußball zu tun haben???
Ich mag keine Leute, die einfach mitten im Satz
Benutzeravatar
gerko
Kickers-Fan
Beiträge: 3060
Registriert: Sonntag 20. August 2006, 07:44

Beitrag von gerko »

pipes hat geschrieben: Soll das ein Witz sein??? Die Diskussion um die Schuhe kann ich ja noch verstehen, aber warum sollte man nicht mit einem Nike-Trikot auflaufen?
Sag mal, spinnen denn mittlerweile alle die etwas mit Fußball zu tun haben???
Leider hat Fußball in diesen Ebenen immer wenig mit Fußball zu tun. Da ist diese Sportart nur noch Mittel zum Zweck.
Benutzeravatar
gerko
Kickers-Fan
Beiträge: 3060
Registriert: Sonntag 20. August 2006, 07:44

Beitrag von gerko »

Streit um Ausrüster eskaliert

Der eskalierte Streit um einen möglichen Wechsel des Ausrüsters bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat DFB-Präsident Theo Zwanziger auf den Plan gerufen.

Nachdem sich DFB-Teammanager Oliver Bierhoff und Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gegenseitig verbal attackiert hatten, griff Zwanziger persönlich ein. «Es macht für mich keinen Sinn, wenn zwei verdiente Nationalspieler aufeinander losgehen», sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) der «Bild»-Zeitung. Er wolle sich um ein Friedens-Gespräch zwischen Bierhoff, Rummenigge und Liga-Chef Werner Hackmann bemühen. Mit dem Bayern-Vorstand hat Zwanziger bereits telefoniert, auch einen Kontakt zwischen Bierhoff und Rummenigge soll es schon gegeben haben.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist das Angebot des US-amerikanischen Sportartikel-Herstellers Nike, der dem DFB ab 2011 einen Ausrüstervertrag über zunächst acht Jahre mit einem Gesamtvolumen von angeblich 500 Millionen Euro angeboten hatte. Allerdings hatte der Verband zur Schlichtung des so genannten Schuhkriegs in der deutschen Nationalelf - einige Nationalspieler wollten unter Androhung eines Boykotts vor dem EM-Qualifikationsspiel Anfang September 2006 in Stuttgart gegen Irland (1:0) nicht mehr in den Schuhen des langjährigen DFB-Partners adidas spielen - angekündigt, den Vertrag mit adidas vorzeitig um weitere vier Jahre bis zur übernächsten Weltmeisterschaft 2014 in Südamerika zu verlängern. Dies war vom DFB auch offiziell als Kompromiss-Lösung verbreitet worden.

Nachdem Rummenigge geäußert hatte, dass er sich nicht vorstellen könne, «dass ein Spieler von Bayern München jemals in einem deutschen Nationaltrikot von Nike auflaufen» werde, konterte Bierhoff scharf. «Rein faktisch bleibt dem FC Bayern gar keine Wahl. Laut Statuten müssen sie jeden Spieler abstellen, den wir für die Nationalmannschaft anfordern. Sonst können wir den Spieler durch die FIFA für Bayern sperren lassen», äußerte der Nationalmannschafts-Manager in der «Sport Bild».

Rummenigge legte in der «Bild» nach, Bayern-Spieler würden «im Nike-Trikot an keinem einzigen Werbetermin des DFB mehr teilnehmen». Bierhoff wiederum kommentierte beim Internet-Anbieter «Sport 1»: «Bayern München hat adidas nicht nur als Partner, sondern auch als Anteilseigner. Da ist es vollkommen verständlich, dass sie da auch Position für sie beziehen.»

Rummenigge warf Bierhoff, der früher als Repräsentant für Nike gearbeitet hatte und jetzt seine eigene Vermarktungsfirma gründete, sogar Eigeninteresse vor. «Der DFB sollte aufpassen, dass die Ich-AG vom Starnberger See nicht außer Kontrolle gerät.» Rummenigge weiter: «Es geht hier nur um Kohle und Eigeninteressen.»

Der langjährige Partner adidas, der rund elf Millionen Euro pro Jahr an den DFB überweisen soll, geht weiter von einer Vertragslaufzeit bis 2014 aus. Möglicherweise schon in den nächsten Tagen wird DFB-Präsident Zwanziger, der die Entscheidung über die Ausrüster-Zukunft als «schwerste» in seiner bisherigen Amtszeit bezeichnete, mit den adidas-Chefs zusammentreffen.

fussball24.de
Benutzeravatar
pipes
Kickers-Fan
Beiträge: 2567
Registriert: Montag 10. April 2006, 20:05
Wohnort: 73760 Ostfildern

Beitrag von pipes »

gerko hat geschrieben:Nachdem Rummenigge geäußert hatte, dass er sich nicht vorstellen könne, «dass ein Spieler von Bayern München jemals in einem deutschen Nationaltrikot von Nike auflaufen» werde, konterte Bierhoff scharf. «Rein faktisch bleibt dem FC Bayern gar keine Wahl. Laut Statuten müssen sie jeden Spieler abstellen, den wir für die Nationalmannschaft anfordern. Sonst können wir den Spieler durch die FIFA für Bayern sperren lassen», äußerte der Nationalmannschafts-Manager in der «Sport Bild».
Dem Rummenigge gehört mal gewaltig der Arsch versohlt. Vielleicht können die Nationalspieler in Zukunft ja jeder auch noch mit seinem privaten/Vereinswerbepartner auflaufen. Sieht doch bestimmt ganz nett aus, wenn wir dann in der Nationalmannschaft drei oder vier verschiedene Deutschlandtrikots mit insgesamt 6 verschiedenen Werbepartner haben. :roll:

Warum macht mir Fußball immer weniger Spaß? Kohle, Kohle, Kohle, nur noch dieses scheiss Geld zählt. Ich habe diese Anti-Kommerz Sprüche nicht wirklich befürwortet, aber mittlerweile kann ich mich da zu 100% anschliessen.
Macht unseren Fußball nicht kaputt :!: :!:
Ich mag keine Leute, die einfach mitten im Satz
peeknockyo

Beitrag von peeknockyo »

[quote="butcher"]Adidas hat seit Jahren die langweiligsten Trikots. WM-Trikot inklusive. Und das rot-schwarze war sowieso ein Griff ins Klo.
[quote]

haha, wer hätte gedacht das deutschland nach 1945 nochmal in den farben schwarz-weiß-rot aufläuft? :lol:
Benutzeravatar
Dude
Kickers-Fan
Beiträge: 645
Registriert: Montag 4. Dezember 2006, 08:04
Wohnort: daheim

Beitrag von Dude »

jetzt müssen sie sich zwischen Tradition und Geld entscheiden. Gar nicht so einfach für den DFB. Da bin ich ja doll gespannt wie das aus geht.
Benutzeravatar
Killerauge
Kickers-Fan
Beiträge: 1108
Registriert: Mittwoch 2. März 2005, 12:00

Beitrag von Killerauge »

peeknockyo hat geschrieben: 1945
:?:
***TIPPSPIELSIEGER 2007***
Benutzeravatar
Ralphonso
Kickers-Fan
Beiträge: 4202
Registriert: Dienstag 19. August 2003, 07:14
Wohnort: Absurdistan

Beitrag von Ralphonso »

Killerauge hat geschrieben:
peeknockyo hat geschrieben: 1945
:?:
ja, so ist es halt, wenn man den "feind" nicht richtig kennt, aber groß mitschreien möchte... :roll:
Benutzeravatar
CDS
Kickers-Fan
Beiträge: 152
Registriert: Donnerstag 10. August 2006, 10:24

Beitrag von CDS »

Ralphonso hat geschrieben: ja, so ist es halt, wenn man den "feind" nicht richtig kennt, aber groß mitschreien möchte... :roll:
Das Datum stimmt doch :?
Überlinger

Beitrag von Überlinger »

Schlimm wenn man die alte Reichsfahne mit dem Hakenkreuz verwechselt... :roll:
Benutzeravatar
pupskopf
Kickers-Fan
Beiträge: 943
Registriert: Donnerstag 26. Januar 2006, 17:52
Wohnort: Windhuk

Beitrag von pupskopf »

na ja gut, die farben stimmen. aber nur auf den fahnen. schwarz-weiß-rote trikots haben sich bei mir jetzt nach "jahrelanger" lektüre verschiedener fussball-almanachs auch nicht gerade ins gedächtnis gebrannt...
"Don't say, that you have the cat in the sack, when you don't have the cat in the sack!"
Giovanni Trappatoni

BlueBoys - Sektion Deutsch-Südwest
peeknockyo

Beitrag von peeknockyo »

hakenkreuzfahne = schwarz weiß rot...

@pupskopf: war nicht darauf bezogen dass es das schonmal gab, war eher so ein umgangssprachliches "nochmal" :wink:
Benutzeravatar
gerko
Kickers-Fan
Beiträge: 3060
Registriert: Sonntag 20. August 2006, 07:44

Beitrag von gerko »

DFB setzt adidas unter Zugzwang
Frankfurt/Main (dpa) - 30.01.2007, 16:30 Uhr

Mit dem 600-Millionen-Euro-Traumangebot von Nike und einem Universitäts-Gutachten im Rücken setzt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seinen langjährigen Partner adidas im Poker um den Ausrüstervertrag für die Nationalmannschaft unter Zugzwang.

«Ich kann nicht sagen: Ich verkaufe ein Produkt für ein Sechstel von dem, was ein anderer mir bietet», sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger nach einem «sehr guten» Gespräch mit adidas-Chef Herbert Hainer in Frankfurt/Main.

Laut dem vom Mainzer Rechtsprofessors Mathias Habersack erstellten Gutachten, das der DFB dem Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach zu dessen eigener Prüfung überreichte, ist der Verband derzeit nicht über 2011 hinaus an adidas gebunden. Der DFB könnte somit auf die vom selben Jahr aus geltende Nike-Offerte eingehen. Allerdings ist das offenbar gar nicht im Sinne des DFB. «Wir wünschen uns eine Fortsetzung mit adidas unter den neuen Bedingungen des Nike-Angebots», sagte Zwanziger und forderte das Unternehmen aus Herzogenaurach somit zu einem deutlich verbesserten Angebot auf.

Sollten beide Partner nach der Prüfung des Gutachtens indes noch immer unterschiedliche Rechtsauffassungen über die Gültigkeit eines im vergangenen Jahr nicht schriftlich besiegelten Vertrags für die Jahre 2011 bis 2014 haben, soll ein Schiedsgericht entscheiden. «Wir müssen Klarheit haben», so der DFB-Boss.

Zwanziger, selber Jurist, ist sich aber auch sicher: «Es gab aus unserem Blickwinkel noch keine abschließende vollständige Einigung über die wirtschaftlichen Daten.» Der DFB-Chef machte deutlich, dass die mehr als 50 Jahre währende Partnerschaft mit adidas großes Gewicht habe, er die Nike-Offerte nicht einfach ignorieren könne.
Click here to find out more!

«Ich habe nicht ohne weiteres das Recht, mit Blick auf die Gemeinnützigkeit ein gutes Angebot zu verraten», betonte Zwanziger, der bereits von seiner «schwersten Entscheidung» als DFB-Präsident gesprochen hatte, und verwies auf seine treuhänderische Funktion über das Verbandsvermögens. Der DFB habe wiederum aber keinerlei Interesse, vertragsbrüchig mit adidas zu werden, sollte festgestellt werden, dass es bereits zu einem rechtsgültigen Kontrakt gekommen sei: «Ich kann nicht etwas machen, was mir anschließend ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren einbringt.»

Nachdem es im vergangenen Jahr während der WM zu einem öffentlich ausgetragenen Schuhstreit in der Nationalmannschaft gekommen war, hatte Ausrüster adidas auf Bitten der wiederum von Profis wie Jens Lehmann, Miroslav Klose und Christoph Metzelder unter Druck gesetzten DFB-Spitze zugestimmt, dass die Nationalspieler auch in Schuhen von Konkurrenz-Unternehmen bei Länderspielen auflaufen dürfen. Im Gegenzug soll der DFB mündlich eine Vertragsverlängerung bis 2014 akzeptiert haben. «Es gehört zu einem Vertrag ein bisschen mehr, als sich nur in die Augen zu sehen», sagte Zwanziger nun.

Das Nike-Angebot stellte die DFB-Spitze dann vor ungeahnte Probleme. 500 Millionen Euro will das Unternehmen für acht Jahre zahlen, hinzu kommen 50 Millionen für die Unterschrift und weitere 50 Millionen für den Frauen- und Mädchenfußball. Dies bestätigte Zwanziger.

Er dementierte dagegen etwaige Verstrickungen von Oliver Bierhoff, der früher selbst für Nike warb. Diese Fragen gehörten nicht in den Tätigkeitsbereich des Nationalteam-Managers, betonte Zwanziger. Bierhoff war zuletzt heftig von Karl-Heinz Rummenigge kritisiert worden. Der Vorstandschef des FC von Bayern München, bei dem adidas Anteile an der Profi-AG besitzt, hatte sogar gedroht, Bayern-Spieler nicht für einen von Nike gesponsertes DFB-Team abzustellen. Dazu ist der Verein allerdings nach internationalen Statuten verpflichtet.

fussball24.de
Benutzeravatar
gerko
Kickers-Fan
Beiträge: 3060
Registriert: Sonntag 20. August 2006, 07:44

Beitrag von gerko »

Ausrüsterstreit: Bierhoff droht mit Rücktritt

Im Streit um den Ausrüstervertrag für die Fußball- Nationalmannschaft zwischen den Sportartikelherstellern adidas und Nike droht DFB-Manager Oliver Bierhoff mit seinem Rücktritt.

Er sehe sich in der Affäre als Prügelknabe missbraucht, sagte Bierhoff in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung»: «Ich habe das beim DFB auch schon angesprochen, und wenn es so sein sollte, dass ich das Problem bin, dann habe ich damit auch kein Problem. Dann lasse ich den Job sein, dann gehe ich halt.»

Bierhoff, der vor seinem DFB-Engagement jahrelang Nike-Repräsentant war, bemängelt insbesondere, dass ihn der DFB selbst aus den Ausrüsterverhandlungen heraushalte, obwohl die auch in seine Zuständigkeit fielen. Bierhoff räumt ein, die 500-Millionen-Euro-Offerte Nikes an den Verband im November 2006 persönlich beim DFB abgegeben zu haben. Dabei habe er selbst keine «Details, aber die Eckpunkte» des Angebots gekannt.

«Mich erbost die Dreistigkeit all der Unterstellungen. Eigentlich ist es doch ein Kompliment, wenn man mir zutraut, das ich einem großen Konzern eine halbe Milliarde aus dem Kreuz leiere», sagte Bierhoff. «Wäre das so, dann müsste mir der DFB eine Statue vors Haus stellen, dann hätte ich dem Verband ja eine Unmenge Geld eingebracht.»

Aus seiner Sicht sei noch kein rechtsverbindlicher Vertrag zwischen dem DFB und adidas ab 2011 zu Stande gekommen, sagte Bierhoff. Vielmehr sei Ausgangspunkt der Verhandlungen im Sommer 2006 der Schuhstreit in der Nationalmannschaft gewesen. Damals habe adidas «auf den Deal Schuhfreigabe gegen Vertragsverlängerung spekuliert». Er sei auch in diese Verhandlungen nicht eingebunden worden.

Die Anschuldigungen von Bayern Münchens Vorstandsvorsitzendem Karl-Heinz Rummenigge, der ihm unseriöses Verhalten vorgeworfen und ihn als «Ich-AG am Starnberger See» bezeichnet hatte, weist Bierhoff als «lächerlich» zurück. Vielmehr sei Rummenigges Drohung, keine Bayern-Spieler mehr fürs Nationalteam abzustellen, «respektlos» gegenüber anderen Vereinen, die gleichfalls andere Ausrüster hätten, jedoch keine solche Drohungen ausstießen.

Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller adidas beharrt unterdessen darauf, dass die Vereinbarungen bis 2014 gültig sind. «Wir gehen auch nach dem Gutachten des DFB davon aus, dass der Vertrag bereits verlängert wurde», sagte Unternehmenssprecher Jan Runau der dpa. adidas werde zu dem von dem Mainzer Rechtsprofessor Mathias Habersack erstellten Gutachten innerhalb der nächsten zwei Wochen Stellung nehmen.

Habersack war zu dem Schluss gekommen, dass der DFB nicht über 2011 hinaus an adidas gebunden ist. Der Verband könnte dann die 600-Millionen-Euro-Offerte des US-Konkurrenten Nike annehmen. Nike bietet 50 Millionen Euro pro Jahr, adidas zahlt derzeit nur 10 bis 11 Millionen Euro. Ein Vereinbarung mit adidas für die Jahre 2011 bis 2014 war nicht schriftlich besiegelt worden.

Eine Erhöhung des adidas-Angebots stehe derzeit nicht zur Debatte, unterstrich Runau. Vorstandschef Herbert Hainer hatte der «Financial Times Deutschland» gesagt, eine Aufstockung «könnte ein Diskussionsthema werden». Zuvor werde adidas aber rechtliche Fragen der Laufzeit des derzeit geltenden Vertrages prüfen. «Wir stehen auf dem Standpunkt, dass wir mit dem DFB einen Vertrag bis 2014 haben», bekräftigte Hainer.

fussball24.de
JackDalton
Kickers-Fan
Beiträge: 210
Registriert: Montag 14. August 2006, 14:53
Wohnort: offiziell: Stuttgart. Mit dem Kopf immer noch irgendwie in: Valladolid, España

Beitrag von JackDalton »

Alles klar, und ab 2012 muss die Mannschaftsaufstellung vor jedem Länderspiel von Adidas oder Nike abgesegnet werden. :roll:
"Kopfball, abgewehrt - aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen,
Rahn schießt,
Tooooooor, Tooooooor, Toooooor, Toooooor!"
Benutzeravatar
gerko
Kickers-Fan
Beiträge: 3060
Registriert: Sonntag 20. August 2006, 07:44

Beitrag von gerko »

Umfrage: Mehrheit für DFB-Sponsorenwechsel
Düsseldorf (dpa) - 05.02.2007, 13:59 Uhr

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat durch eine repräsentative Umfrage den Ausrüsterstreit um seinen Partner adidas weiter angeheizt.

Laut der vom DFB in Auftrag gegebenen Befragung sprechen sich 72 Prozent der Deutschen für einen Sponsorenwechsel zum US-Konzern Nike aus, sofern der Verband die Mehreinnahmen in die Nachwuchsförderung investiert. «Wir wollten sehen, wie die Einstellung auch in den 27 000 Vereinen ist, ob ein Wechsel gewollt ist», begründete der zuletzt in die Kritik geratene Teammanager Oliver Bierhoff in Düsseldorf die bislang einmalige Maßnahme. Dem DFB liegt von Nike eine 500 Millionen-Euro-Offerte vor.

fussball24.de
Benutzeravatar
Soulfly
Kickers-Fan
Beiträge: 2331
Registriert: Dienstag 19. August 2003, 12:55
Wohnort: Kornwestheim

Beitrag von Soulfly »

Ich versteh das alles nicht.
Will der DFB mit dieser Befragung etwa den Ausrüsterwechsel
rechtfertigen? Wozu?
Wenn Nike mehr bietet, bekommt halt Nike den Zuschlag. So what.


BTW: Adidas kann sich sicher sein, dass ich weiterhin meinen "Kaiser 5"
treu bleibe. 8)
Hold Your Fire
Benutzeravatar
Felix B.
Forengott a.D.
Beiträge: 9057
Registriert: Montag 18. August 2003, 23:05
Wohnort: Regensburg / Abstatt

Beitrag von Felix B. »

Die Umfrage war wahrscheinlich auf die DFB Geschäftsstelle begrenzt :roll:
Benutzeravatar
gerko
Kickers-Fan
Beiträge: 3060
Registriert: Sonntag 20. August 2006, 07:44

Beitrag von gerko »

Beckenbauer kritisiert Ausrüster-Streit

Im Streit um den zukünftigen Ausrüster der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat Franz Beckenbauer die Beteiligten hart kritisiert und die Lösung weiter als offen eingestuft.

«Ich halte diesen Weg für völlig verkehrt. Das hätte man intern lösen müssen und lösen können. Was dabei letztlich heraus kommt, ich weiß es nicht», sagte DFB-Präsidiumsmitglied Beckenbauer in Berlin, wo er in der mexikanischen Botschaft für sein Wirken als Sportler, Trainer und WM-Chef den «Aguila Azteka» erhielt. Es ist die höchste Auszeichnung, die Mexiko für Ausländer vergibt.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte einen Tag zuvor eine repräsentative Umfrage zum möglichen Wechsel von Traditionspartner adidas zum amerikanischen Sportartikel-Konzern Nike präsentiert, nach der 72 Prozent der Deutschen für einen Sponsoren-Wechsel zum US-Konzern sind, sofern der Verband die Mehreinnahmen in die Nachwuchsförderung und den Bau von Bolzplätzen in Schulen und Vereinen investieren würde. Ohne ökonomischen und sozialen Hintergrund gaben nur 19 Prozent der Befragten eine Abkehr vom langjährigen DFB-Partner die Zustimmung.

«Es ist schade, dass es überhaupt soweit gekommen ist. Man hätte das viel früher im Vorfeld erledigen können und nicht sofort alles in die Öffentlichkeit hinaus posaunen. Das weckt nur Geister, die eigentlich gar nichts damit zu tun haben», erklärte Beckenbauer, der als persönlicher Repräsentant und Bayern-Präsident seit vielen Jahren eng mit dem Herzogenauracher Sportartikel-Hersteller adidas verbunden ist. Auf der anderen Seite hat der «Kaiser» Sitz und Stimme im DFB-Präsidium, das letztlich entscheiden muss. Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff, dem Kritiker als ehemaligen Repräsentanten Nähe zu Nike vorwerfen, hatte auf den gestiegenen Wert der Nationalelf und eine marktgerechte Vergütung verwiesen.

undestrainer Joachim Löw und die Spieler der Nationalmannschaft, von denen einige mit Ausrüster-Einzelverträgen ausgestattet sind, hielten sich offiziell aus dem Streit heraus. «Das wird bei uns nicht thematisiert und auch von den Spielern nicht diskutiert. Das ist eine Entscheidung, die auf anderer Ebene fällt», sagte Löw einen Tag vor dem Test-Länderspiel gegen die Schweiz in Düsseldorf. «Ich trage, was mein Arbeitgeber mir zur Verfügung stellt», schloss der Bundestrainer an.

szon.de
Antworten