Tifosi töten Polizisten: Serie A abgesagt
Tifosi töten Polizisten: Serie A abgesagt
Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen am Rande des sizilianischen Derbys in der Serie A zwischen Catania und Palermo ist ein 38-jähriger Polizist getötet und mehr als 70 Menschen verletzt worden. Daraufhin sagte der italienische Fußballverband alle Profispiele des Wochenendes ab.
Filippo Raciti, ein Bereitschaftspolizist aus der sizilianischen Stadt Catania, wollte bei Schlägereien vor dem Stadion Angelo Massimino eingreifen, als er von einem Feuerwerkskörper im Gesicht getroffen wurde. Kurz nach seiner Ankunft im Krankenhaus Garibaldi von Catania erlag der zweifache Familienvater seinen schweren Verletzungen.
Schon vor dem Match hatte es rund um das Stadion schwere Krawalle gegeben. Diese setzten sich auch während des Spiels fort. Die Begegnung musste in der 2. Halbzeit für eine halbe Stunde unterbrochen werden, weil Feuerwerkskörper auf das Spielfeld niedergingen und die Polizei mit einem Tränengaseinsatz vorrückte.
Neben allen Spielen in den Profiligen wurde auch das Länderspiel am Mittwoch in Siena gegen Rumänien abgesagt. Für Montag wurde ein Krisengipfel des FIGC mit dem Nationalen Olympischen Komitee (CONI) und der Regierung in Rom einberufen.
"So eine drastische Entscheidung ist in Italien bisher noch nie getroffen worden", kommentierte die Nachrichtenagentur Ansa. "Es wird nicht weitergespielt, bis diese Gewalttäter nicht gefasst sind. Dies sind kriminelle Akte und als solche müssen sie bekämpft werden", sagte Luca Pancalli, der kommissarische Präsident des Italienischen Fußball-Verbandes (FIGC)
Nach dem Spiel, das Palermo mit 2:1 gewann, mussten die Spieler und Betreuer Palermos lange im Stadion ausharren, ehe die Polizei es für sicher hielt, sie vom Gelände zu eskortieren.
Die Zukunft des italienischen Fußballs steht damit mehr denn je in den Sternen. Das Derby war von Anfang an als Sicherheitsrisiko angesehen worden und extra auf den Freitagabend verlegt worden. Schon das Hinspiel im September 2006 war von schweren Ausschreitungen geprägt gewesen. Schon einmal in dieser Saison war der Aufsteiger aus Catania wegen schwerer Ausschreitungen mit einer Stadionsperre belegt worden.
Die Absage des kompletten Spieltags vom Wochenende trifft auch das für den Sonntagabend geplante Spitzenspiel zwischen Inter und der AS Roma. Mittelfristig dürften die neuerlichen Ausschreitungen auch die italienische EM-Bewerbung für 2012 gefährden, die nach zahlreichen Skandalen und Problemen ohnehin schon unter massiver Kritik stand.
sportbild.de
Filippo Raciti, ein Bereitschaftspolizist aus der sizilianischen Stadt Catania, wollte bei Schlägereien vor dem Stadion Angelo Massimino eingreifen, als er von einem Feuerwerkskörper im Gesicht getroffen wurde. Kurz nach seiner Ankunft im Krankenhaus Garibaldi von Catania erlag der zweifache Familienvater seinen schweren Verletzungen.
Schon vor dem Match hatte es rund um das Stadion schwere Krawalle gegeben. Diese setzten sich auch während des Spiels fort. Die Begegnung musste in der 2. Halbzeit für eine halbe Stunde unterbrochen werden, weil Feuerwerkskörper auf das Spielfeld niedergingen und die Polizei mit einem Tränengaseinsatz vorrückte.
Neben allen Spielen in den Profiligen wurde auch das Länderspiel am Mittwoch in Siena gegen Rumänien abgesagt. Für Montag wurde ein Krisengipfel des FIGC mit dem Nationalen Olympischen Komitee (CONI) und der Regierung in Rom einberufen.
"So eine drastische Entscheidung ist in Italien bisher noch nie getroffen worden", kommentierte die Nachrichtenagentur Ansa. "Es wird nicht weitergespielt, bis diese Gewalttäter nicht gefasst sind. Dies sind kriminelle Akte und als solche müssen sie bekämpft werden", sagte Luca Pancalli, der kommissarische Präsident des Italienischen Fußball-Verbandes (FIGC)
Nach dem Spiel, das Palermo mit 2:1 gewann, mussten die Spieler und Betreuer Palermos lange im Stadion ausharren, ehe die Polizei es für sicher hielt, sie vom Gelände zu eskortieren.
Die Zukunft des italienischen Fußballs steht damit mehr denn je in den Sternen. Das Derby war von Anfang an als Sicherheitsrisiko angesehen worden und extra auf den Freitagabend verlegt worden. Schon das Hinspiel im September 2006 war von schweren Ausschreitungen geprägt gewesen. Schon einmal in dieser Saison war der Aufsteiger aus Catania wegen schwerer Ausschreitungen mit einer Stadionsperre belegt worden.
Die Absage des kompletten Spieltags vom Wochenende trifft auch das für den Sonntagabend geplante Spitzenspiel zwischen Inter und der AS Roma. Mittelfristig dürften die neuerlichen Ausschreitungen auch die italienische EM-Bewerbung für 2012 gefährden, die nach zahlreichen Skandalen und Problemen ohnehin schon unter massiver Kritik stand.
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Das hat Sport "zum Glück" nix zu tun
Das der Sport als Plattform herhalten muss, ist eine Schande.
Da muss kräftig aufgeräumt und hart durchgegriffen werden.
Leider wird dies mal wieder auch Auswirkungen auf das Polizeiverhalten in und um deutsche Stadien haben. Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Das der Sport als Plattform herhalten muss, ist eine Schande.
Da muss kräftig aufgeräumt und hart durchgegriffen werden.
Leider wird dies mal wieder auch Auswirkungen auf das Polizeiverhalten in und um deutsche Stadien haben. Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Erfolgreich zu sein, setzt zwei Dinge voraus: Klare Ziele und den brennenden Wunsch, sie zu erreichen.
- Johann Wolfgang von Goethe -
Die Mehrheit? Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen. Der Staat muß untergehen, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.
- Friedrich Schiller -
Don't argue with idiots. They'll drag you down to their level and beat you with experience.
- empirische Untersuchungen -
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Bluebyte
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Grad kam im Radio dass Strafmaßnahmen verabschiedet wurden, in Stadien ohne die neu vorgeschriebenen Sicherheitsordnungen darf in Zukunft nicht mehr gespielt werden u.a. soll das lückenlose Videoüberwachung und ein elektrisches Karteneintrittssystem enthalten. Im Moment würden aber nur 6 Stadiend ies erfüllen. Falls das in anderen Stadien nicht geändert wird, müssen die Teams dort ohne Zuschauer spielen.
Ganz entscheidend wurde es dann zum Schluss: Die Polizei kann nun Stadionverbote auch nur beim Verdacht einer kriminellen Handlung aussprechen, auch gegen Minderjährige.
Ganz entscheidend wurde es dann zum Schluss: Die Polizei kann nun Stadionverbote auch nur beim Verdacht einer kriminellen Handlung aussprechen, auch gegen Minderjährige.
Am Wochenende rollt der Ball in Italien wieder
Bei der Notstandssitzung der italienischen Fußball-Liga ist die Entscheidung gefallen, den Spielbetrieb der ersten und zweiten Liga am kommenden Wochenende wieder aufzunehmen. Dies gab Adriano Galliani, Vizepräsident des AC Mailand, am Dienstag bekannt. Ausgetragen werden entsprechend dem ursprünglichen Terminplan die Begegnungen des 24. Spieltages.
Die 23. Runde, die wegen der schweren Krawalle mit dem Tod eines Polizisten in Catania abgesagt wurde, soll am 17. und 18. April nachgeholt werden. Zu den brisantesten Begegnungen am kommenden Wochenende zählt das sizilianische Derby zwischen Catania und Messina.
Galliani berichtete, dass Milan und Lokalrivale Inter Mailand 16 Millionen Euro ausgeben werden, um die Sicherheitsstandards des Giuseppe-Meazza-Stadions zu erhöhen. Die Klubs der italienischen Serie A und Serie B einigten sich außerdem, jeweils 10.000 Euro für die Familien des in Catania getöteten Polizisten Filippo Raciti und des Klubmanagers Ermanno Licursi zu zahlen, der bei Krawallen im süditalienischen Luzzi ebenfalls ums Leben gekommen war.
a1sport.de
Bei der Notstandssitzung der italienischen Fußball-Liga ist die Entscheidung gefallen, den Spielbetrieb der ersten und zweiten Liga am kommenden Wochenende wieder aufzunehmen. Dies gab Adriano Galliani, Vizepräsident des AC Mailand, am Dienstag bekannt. Ausgetragen werden entsprechend dem ursprünglichen Terminplan die Begegnungen des 24. Spieltages.
Die 23. Runde, die wegen der schweren Krawalle mit dem Tod eines Polizisten in Catania abgesagt wurde, soll am 17. und 18. April nachgeholt werden. Zu den brisantesten Begegnungen am kommenden Wochenende zählt das sizilianische Derby zwischen Catania und Messina.
Galliani berichtete, dass Milan und Lokalrivale Inter Mailand 16 Millionen Euro ausgeben werden, um die Sicherheitsstandards des Giuseppe-Meazza-Stadions zu erhöhen. Die Klubs der italienischen Serie A und Serie B einigten sich außerdem, jeweils 10.000 Euro für die Familien des in Catania getöteten Polizisten Filippo Raciti und des Klubmanagers Ermanno Licursi zu zahlen, der bei Krawallen im süditalienischen Luzzi ebenfalls ums Leben gekommen war.
a1sport.de
Felix B. hat geschrieben:Grad kam im Radio dass Strafmaßnahmen verabschiedet wurden, in Stadien ohne die neu vorgeschriebenen Sicherheitsordnungen darf in Zukunft nicht mehr gespielt werden u.a. soll das lückenlose Videoüberwachung und ein elektrisches Karteneintrittssystem enthalten. Im Moment würden aber nur 6 Stadiend ies erfüllen. Falls das in anderen Stadien nicht geändert wird, müssen die Teams dort ohne Zuschauer spielen.
Die "neuen" Bestimmungen gibt es laut Zeitungsberichten übrigens schon seit Juni 2005, nur hat das bisher anscheinend niemand interessiert.
Randale kommt Catania und Italien teuer zu stehen
Rom (dpa) - 14.02.2007, 19:02 Uhr
Catanias Fußball-Randalierer treiben ihren eigenen Club in den Ruin und gefährden Italiens Europameisterschafts-Bewerbung für 2012.
Wegen der tödlichen Krawalle beim Spiel gegen den FC Palermo am 2. Februar verurteilte das Sportgericht des italienischen Fußballverbands (FIGC) den Club zu einer langen Stadionsperre bis zum Saisonende. «Damit wird die Stadt in die Knie gezwungen, das ist das Ende des Fußballs hier», klagte Club-Geschäftsführer Pietro Lo Monaco.
Die Provinz Catania kündigte an, den Fußballverband wegen der Entscheidung des Sportgerichts auf Schadenersatz zu verklagen. «Der Provinz von Catania, den Sportlern, dem Club und den Fans wird schwerer Schaden zugefügt», teilte der Sprecher der Provinzregierung mit. Die Betroffenen seien bereits durch einige Dutzend Personen geschädigt worden, die die Fußballspiele für ihre kriminellen Aktionen nutzten. Über die Höhe der Forderung wurde nichts verlautbart. Allein der Verein muss nach Meinung von Experten mit Verlusten im hohen zweistelligen Millionen-Bereich rechnen.
Nicht nur Catania, ganz Italien kommen die Ausschreitungen teuer zu stehen, fürchtet der kommissarische FIGC-Präsident Luca Pancalli: «Die tragischen Ereignisse von Catania können selbstverständlich Auswirkungen haben», sagte Pancalli, besorgt um Italiens Chancen bei der Vergabe der EM 2012 am 18. April. Den Italienern bleibt nur die Hoffnung, dass die UEFA die Gewalt im Fußball als länderübergreifendes Problem erkennt und das harte Durchgreifen von Regierung und Verband in Rom würdigt.
In Sizilien dagegen schwindet die Hoffnung auf einen Neubeginn. Der ohnehin nicht gerade reiche Club muss nach dem Urteil des Sportgerichts alle Saisonspiele nicht nur in einem fremden Stadion, sondern auch noch vor leeren Rängen austragen. Hinzu kommt eine Geldstrafe von 50 000 Euro.
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Club-Manager Lo Monaco beklagt, dass an Catania ein Exempel statuiert werde. «Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Anscheinend glaubt man, dass es gute Fans nur in Turin und Mailand gibt, nicht aber bei uns», kritisierte Lo Monaco das Urteil von Sportrichter Gianpaolo Tosel. Seine nächsten «Heimspiele» wird Catania gegen Florenz in Rimini und gegen Inter Mailand in Cesena austragen.
Das Stadion «Massimino» in Catania verwaist derweil. Noch rund 30 Tage bleibt es ohnehin von der Staatsanwaltschaft für die Spurensicherung beschlagnahmt. Das Sportgericht bestätigte, dass der 38-jährige Polizist Filippo Raciti vermutlich mit einem im Stadion herausgerissenen Eisenstück getötet wurde. Gegen zwei Randalierer wird weiterhin wegen Mordverdachts ermittelt.
Den Preis für die Randale zahlen vor allem die Clubs, deren Stadien nicht den von der Regierung in der vergangenen Woche verschärften Sicherheitsgesetzen entsprechen. So musste auch Livorno Calcio sein UEFA-Pokalspiel gegen Espanyol Barcelona vor leeren Rängen austragen. «Die Sicherheitsvorschriften verbieten uns, das Stadion für Publikum zu öffnen», sagte Livornos Bürgermeister Alessandro Cosimi nach einem Treffen mit dem nationalen Sicherheitsrat.
fussball24.de
Rom (dpa) - 14.02.2007, 19:02 Uhr
Catanias Fußball-Randalierer treiben ihren eigenen Club in den Ruin und gefährden Italiens Europameisterschafts-Bewerbung für 2012.
Wegen der tödlichen Krawalle beim Spiel gegen den FC Palermo am 2. Februar verurteilte das Sportgericht des italienischen Fußballverbands (FIGC) den Club zu einer langen Stadionsperre bis zum Saisonende. «Damit wird die Stadt in die Knie gezwungen, das ist das Ende des Fußballs hier», klagte Club-Geschäftsführer Pietro Lo Monaco.
Die Provinz Catania kündigte an, den Fußballverband wegen der Entscheidung des Sportgerichts auf Schadenersatz zu verklagen. «Der Provinz von Catania, den Sportlern, dem Club und den Fans wird schwerer Schaden zugefügt», teilte der Sprecher der Provinzregierung mit. Die Betroffenen seien bereits durch einige Dutzend Personen geschädigt worden, die die Fußballspiele für ihre kriminellen Aktionen nutzten. Über die Höhe der Forderung wurde nichts verlautbart. Allein der Verein muss nach Meinung von Experten mit Verlusten im hohen zweistelligen Millionen-Bereich rechnen.
Nicht nur Catania, ganz Italien kommen die Ausschreitungen teuer zu stehen, fürchtet der kommissarische FIGC-Präsident Luca Pancalli: «Die tragischen Ereignisse von Catania können selbstverständlich Auswirkungen haben», sagte Pancalli, besorgt um Italiens Chancen bei der Vergabe der EM 2012 am 18. April. Den Italienern bleibt nur die Hoffnung, dass die UEFA die Gewalt im Fußball als länderübergreifendes Problem erkennt und das harte Durchgreifen von Regierung und Verband in Rom würdigt.
In Sizilien dagegen schwindet die Hoffnung auf einen Neubeginn. Der ohnehin nicht gerade reiche Club muss nach dem Urteil des Sportgerichts alle Saisonspiele nicht nur in einem fremden Stadion, sondern auch noch vor leeren Rängen austragen. Hinzu kommt eine Geldstrafe von 50 000 Euro.
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Club-Manager Lo Monaco beklagt, dass an Catania ein Exempel statuiert werde. «Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Anscheinend glaubt man, dass es gute Fans nur in Turin und Mailand gibt, nicht aber bei uns», kritisierte Lo Monaco das Urteil von Sportrichter Gianpaolo Tosel. Seine nächsten «Heimspiele» wird Catania gegen Florenz in Rimini und gegen Inter Mailand in Cesena austragen.
Das Stadion «Massimino» in Catania verwaist derweil. Noch rund 30 Tage bleibt es ohnehin von der Staatsanwaltschaft für die Spurensicherung beschlagnahmt. Das Sportgericht bestätigte, dass der 38-jährige Polizist Filippo Raciti vermutlich mit einem im Stadion herausgerissenen Eisenstück getötet wurde. Gegen zwei Randalierer wird weiterhin wegen Mordverdachts ermittelt.
Den Preis für die Randale zahlen vor allem die Clubs, deren Stadien nicht den von der Regierung in der vergangenen Woche verschärften Sicherheitsgesetzen entsprechen. So musste auch Livorno Calcio sein UEFA-Pokalspiel gegen Espanyol Barcelona vor leeren Rängen austragen. «Die Sicherheitsvorschriften verbieten uns, das Stadion für Publikum zu öffnen», sagte Livornos Bürgermeister Alessandro Cosimi nach einem Treffen mit dem nationalen Sicherheitsrat.
fussball24.de
Fünf Randalierer von Catania wieder frei
Catania (dpa) - 22.02.2007, 11:36 Uhr
Drei Wochen nach den schweren Fußball-Krawallen in Catania sind fünf Randalierer aus der Untersuchungshaft entlassen worden.
Für vier ordnete das Gericht Hausarrest an, einer muss sich täglich auf einer Polizeiwache melden. Ein 17-Jähriger ist weiterhin in Haft. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Mordverdachts. Der Minderjährige soll dem 38-jährigen Polizisten Filippo Raciti vor dem Stadion mit einer Eisenstange die tödlichen Verletzungen zugefügt haben.
Catanias Staatsanwalt Renato Papa kritisierte die Entlassung der Randalierer aus der Untersuchungshaft. «Wir werden in Berufung gehen», sagte Papa. Auch die Polizei protestierte.
Nach den schweren Ausschreitungen beim Erstliga-Spiel zwischen Catania Calcio und dem FC Palermo hatte die italienische Regierung die Sicherheitsvorschriften deutlich verschärft und alle Ausnahmegenehmigungen aufgehoben. In Stadien, die nicht den Vorschriften entsprechen, darf derzeit nicht vor Publikum gespielt werden. Der Italienische Fußballverband (FIGC) sperrte das Stadion in Catania bis zum Saisonende und verurteilte den Club zu Heimspielen ohne Publikum in neutralen Stadien.
fussball24.de
Catania (dpa) - 22.02.2007, 11:36 Uhr
Drei Wochen nach den schweren Fußball-Krawallen in Catania sind fünf Randalierer aus der Untersuchungshaft entlassen worden.
Für vier ordnete das Gericht Hausarrest an, einer muss sich täglich auf einer Polizeiwache melden. Ein 17-Jähriger ist weiterhin in Haft. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Mordverdachts. Der Minderjährige soll dem 38-jährigen Polizisten Filippo Raciti vor dem Stadion mit einer Eisenstange die tödlichen Verletzungen zugefügt haben.
Catanias Staatsanwalt Renato Papa kritisierte die Entlassung der Randalierer aus der Untersuchungshaft. «Wir werden in Berufung gehen», sagte Papa. Auch die Polizei protestierte.
Nach den schweren Ausschreitungen beim Erstliga-Spiel zwischen Catania Calcio und dem FC Palermo hatte die italienische Regierung die Sicherheitsvorschriften deutlich verschärft und alle Ausnahmegenehmigungen aufgehoben. In Stadien, die nicht den Vorschriften entsprechen, darf derzeit nicht vor Publikum gespielt werden. Der Italienische Fußballverband (FIGC) sperrte das Stadion in Catania bis zum Saisonende und verurteilte den Club zu Heimspielen ohne Publikum in neutralen Stadien.
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Italiens Senat verabschiedet Anti-Gewalt-Gesetz
Rom (dpa) - 07.03.2007, 17:03 Uhr
Der italienische Senat hat ein Gesetz mit Maßnahmen zur Bekämpfung der Gewalt im Fußball verabschiedet. 246 Senatoren stimmten für das Gesetz, es gab fünf Enthaltungen und keine Gegenstimme.
Dem im vergangenen Monat von der Regierung verabschiedeten Paket zufolge drohen gewalttätigen Fans bis zu zehn Jahre Haft, wenn sie einen Polizisten verletzen. Bei schweren Verletzungen müssen die Verantwortlichen mit 18 Jahren Gefängnis rechnen.
Wer Spruchbänder mit rassistischem Inhalt in Stadien zeigt, kann zu fünf Jahren Haft verurteilt werden. Jeder einzelne Fan darf demnächst nur noch vier statt bisher maximal zehn Eintrittskarten kaufen. Bis Ende des Monats muss nun noch die Abgeordnetenkammer über das Gesetz abstimmen.
fussball24.de
Rom (dpa) - 07.03.2007, 17:03 Uhr
Der italienische Senat hat ein Gesetz mit Maßnahmen zur Bekämpfung der Gewalt im Fußball verabschiedet. 246 Senatoren stimmten für das Gesetz, es gab fünf Enthaltungen und keine Gegenstimme.
Dem im vergangenen Monat von der Regierung verabschiedeten Paket zufolge drohen gewalttätigen Fans bis zu zehn Jahre Haft, wenn sie einen Polizisten verletzen. Bei schweren Verletzungen müssen die Verantwortlichen mit 18 Jahren Gefängnis rechnen.
Wer Spruchbänder mit rassistischem Inhalt in Stadien zeigt, kann zu fünf Jahren Haft verurteilt werden. Jeder einzelne Fan darf demnächst nur noch vier statt bisher maximal zehn Eintrittskarten kaufen. Bis Ende des Monats muss nun noch die Abgeordnetenkammer über das Gesetz abstimmen.
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