Fußball-Weltmeister von 1990 wird Trainer der Urawa Red Diamonds
Guido Buchwald zieht´s zurück nach Japan
Walddorfhäslach - Den früheren Fußball-Nationalspieler Guido Buchwald zieht es zurück nach Japan. Der 41 Jahre alte Weltmeister von 1990 wird Trainer der Urawa Red Diamonds in der J-League. "Ich habe mündlich mein Okay gegeben", sagte er. "Ich muss in dieser Woche nur noch ein paar Kleinigkeiten im Vertrag abchecken." Buchwald spielte von 1994 bis '97 in Urawa und hatte dort zuletzt einen Beratervertrag.
Als Sportdirektor beim Karlsruher SC hatte Buchwald 2001 aufgehört, danach war er in gleicher Funktion, aber in Teilzeitarbeit bei den Stuttgarter Kickers tätig. Jetzt versucht sich der langjährige Profi des VfB Stuttgart erstmals als Coach. "Das ist eine tolle und reizvolle Aufgabe", meinte er. "Ich wollte einfach ins Trainergeschäft reingehen. Das wusste ich schon länger, aber der Verein musste passen."
Hohes Ansehen bei Ex-Klub
Im japanischen Fußball und vor allem in Urawa, einer Vorstadt von Tokio, genießt Buchwald seit seinem Profi-Dasein dort höchstes Ansehen. Die Red Diamonds belegten in der abgelaufenen Saison den sechsten Platz und wurden Pokalsieger. "Die Erwartungen sind schon da, dass wir irgendwann mal Meister werden." Als Berater hatte Buchwald geholfen, die Infrastruktur zu verbessern, und in den letzten Jahren auch ausländische Spieler beobachtet.
Co-Trainer Engels soll Sprachbarriere überwinden
Als Assistent bekommt der Schwabe nun Gert Engels (früher Alemannia Aachen) zur Seite gestellt, der bereits seit 20 Jahren im Land der aufgehenden Sonne lebt und fließend Japanisch spricht. "Meine Sprachkenntnisse sind doch sehr bescheiden", räumte Buchwald ein, der zuletzt auch in der Büro- und Kommunikationsbranche tätig war. Sein Engagement bei den Red Diamonds wird zunächst auf ein Jahr befristet sein, seine Frau Sylvia sowie seine Söhne Julian und Yannik bleiben zumindest bis zum Sommer in Walddorfhäslach wohnen. Die Saison in seiner zweiten Heimat fängt am 13. März an, im Januar will Buchwald seine Arbeit aufnehmen.
Der 76-malige Nationalspieler absolvierte in der J-League 127 Spiele (11 Tore). Als Bundesliga-Profi war er 1984 und '92 mit dem VfB deutscher Meister. Seine sportliche Karriere beendete er 1999 beim Zweitligisten Karlsruher SC.
http://rhein-zeitung.de/on/03/12/10/spo ... st3.html?a
--------------------------------------------------------------------
Zurück in die japanische Heimat
Guido Buchwald geht zum zweiten Mal zu den Red Diamonds Urawa – diesmal als Trainer.
Von Martin Hägele
Irgendwann in den nächsten Tagen wird von Walddorfhäslach ein Fax nach Fernost gehen, dann ist auch das Kleingedruckte im Vertrag zwischen Red Diamonds Urawa und Guido Buchwald bis ins letzte geklärt; und der populärste Klub der J-League bekommt zum zweiten Mal einen deutschen Weltmeister – diesmal allerdings als Trainer.
Mündlich sind sich Guido-san und die Mitsubishi-Manager schon länger einig; das ganze Wochenende über stahlen die Schlagzeilen über die bevorstehende Rückkehr des berühmtesten aller Roten Diamanten dem Turnier des Ostasiatischen Fußballverbandes zwischen den beiden WM-Veranstaltern Japan und Südkorea, den Hongkong-Chinesen und den richtigen Chinesen unter Trainer Arie Haan in Tokio die Show. Er freue sich sehr auf diesen Job, sagt Buchwald, für ihn sei Japan eine zweite Heimat, nachdem er als Spieler über drei Jahre lang dort gelebt habe.
Einmal Held, immer Held
Viele seiner Freunde haben ihm schon länger zu diesem Schritt geraten, denn nirgendwo ist der Mittelfeldspieler aus Franz Beckenbauers Weltmeistertruppe von 1990 prominenter als in Nippons Fußballszene. Wenn nicht hier, wo sonst könnte die zweite Karriere des sportlichen Vorbilds wieder Schwung bekommen, erst recht nachdem Buchwalds erste Schritte ins Management unter keinem guten Stern gestanden hatten.
Die Aufgaben, die erst beim Karlsruher SC und später bei den Stuttgarter Kickers auf den Manager Buchwald zukamen, sind ohne die entsprechende Unterstützung eine Nummer zu groß für den gelernten Elektro-Installateur und Jung-Unternehmer in der Büro- und Kommunikationsbranche gewesen.
In Urawa, einer Vorstadt der 17-Millionen-Metropole, braucht sich der 41-Jährige nicht mit Vorurteilen oder einem kritischen Umfeld herumzuplagen. Wer in Japan einmal zum Held wurde, bleibt für immer Held. Und es gibt nur ganz wenige Gai-jin, wie hier die Fremden genannt werden, die einen solchen Status besitzen.
Die Ehrenrunde, die der Urawa-Spieler mit der Nummer 6 nach seinem letzten Auftritt auf einem Schimmel reitend absolvierte, gehört neben dem WM-Triumph von Rom und dem Kopfballtor in Leverkusen, das die Deutsche Meisterschaft 1992 zu Gunsten des VfB entschied, zu den Höhepunkten von Buchwalds Karriere. „Und das obwohl ich Ausländer war.“
Seit zwei Jahren, als er das erste Trainer-Angebot noch abgelehnt hatte, arbeitet Buchwald für seine asiatischen Freunde als Beobachter und Berater in Europa. Er war also schon länger eingeweiht in die Geschehnisse um die Reds unter dem holländischen Trainer Hans Ooft, auch darüber, dass der mit dem Management immer mehr über Kreuz kam.
Als der Deutsche jetzt nach seinen Vorstellungen gefragt wurde, hatte er die richtigen: „Man muss schon sagen, dass die Zeit reif ist für eine Meisterschaft, nachdem die Mannschaft dieses Mal in der Rückserie nur ganz knapp gescheitert ist“, sagt Buchwald, „aber ich werde deshalb nicht nach neuen Ausländern schreien, sondern diese Sache mit Japanern, vor allem mit unseren jungen Talenten versuchen.“ In dieser Hinsicht hat der Ehrenspielführer des VfB Stuttgart viel beim Kollegen Felix Magath abgeschaut. Von dessen Jugend-forscht-Modell möchte er einiges übertragen.
Der Clou mit Engels
Ein Clou ist dem Schwaben mit der Verpflichtung von Co-Trainer Gert Engels schon gelungen. Der ehemalige Jugendnationalspieler von Alemannia Aachen kennt den japanischen Fußball wie kaum ein anderer ausländischer Trainer; zudem spricht er die Landessprache perfekt.
Engels kann also auch jene fachspezifischen Dingen aus der Fußballsprache an den Mann bringen, die keinem normalen Dolmetscher gelingen. Auch Engels vertritt das Talentkonzept seines neuen Chefs und freut sich darauf, bei jenem Klub zu arbeiten, der nicht nur die beste Infrastruktur der J-League, sondern auch die emotionalsten Fans besitzt. Deren Begeisterung gilt als unschlagbar.
Vorm Finale des Nabisco-Cups, das die Reds vor vier Wochen mit 4:0 gegen Meister Kashima Antlers gewannen, waren die 55.000 Tickets fürs Tokioter Olympiastadion innerhalb von 20 Minuten via Internet verkauft worden. Zwei Drittel der Karten aber hatten sich die Anhänger von Urawa gesichert.
http://www.sueddeutsche.de/sport/weltfu ... 254/23231/
--------------------------------------------------------------------
Buchwald geht wieder nach Japan
Stuttgart - Der frühere Nationalspieler Guido Buchwald steht kurz vor der Vertragsunterschrift als Trainer seines japanischen Ex-Klubs Urawa Red Diamonds.
"Ich habe mündlich mein Okay gegeben. Ich muss in dieser Woche nur noch ein paar Kleinigkeiten im Vertrag abchecken", erklärte der Weltmeister von 1990.
"Ich freue mich sehr auf diesen Job. Für mich ist Tokio und Japan mittlerweile eine zweite Heimat, nachdem ich mehr als drei Jahre lang dort gelebt habe", sagte Buchwald der "Stuttgarter Zeitung".
Bestimmendes Thema in den Medien
Am verganenen Wochenende berherrschte das Thema so sehr die japanischen Medien, dass das Turnier des Ostasiatischen Fußball-Verbandes zwischen den beiden WM-Veranstaltern Japan und Südkorea, den Hongkong-Chinesen und den Chinesen unter Trainer Arie Haan in Tokio zur Nebensache geriet.
Urawa ist ein Vorort der 17-Millionen-Einwohner-Stadt Tokio. Der 41 Jahre alte Buchwald, der 334 Bundesliga-Spiele für den VfB Stuttgart und den Karlsruher SC absolviert hat, spielte Mitte der 90er Jahre 127 Mal für den populärsten Klub der japanischen J-League und erzielte dabei elf Tore.
Heldenstatus in Japan
Bei seinem Abschied als Spieler durfte Buchwald eine Ehrenrunde auf einem Schimmel reiten. Der Schwabe hat in Japan Heldenstatus erreicht und möchte auch die jungen japanischen Talente in der J-League etablieren.
Als Co-Trainer steht ihm Gert Engels zur Seite, der wie kein anderer ausländischer Trainer die Szene kennt und zudem die Landessprache perfekt beherrscht. In Deutschland hatte Engels es immerhin bis zum Jugendnationalspieler geschafft. "Meine Sprachkenntnisse sind doch sehr bescheiden", räumte Buchwald ein.
"Die Zeit ist reif für die Meisterschaft"
Der gelernte Elektro-Installateur Buchwald arbeitet bereits seit zwei Jahren als Berater des Vereins aus Tokio und will das Team in der kommenden Saison zum Titel führen: "Man muss schon sagen, dass die Zeit reif ist für eine Meisterschaft."
Bei seinen Manager-Tätigkeiten für den Karlsruher SC und die Stuttgarter Kickers hatte Buchwald aufgrund mangelnder Unterstützung nur mäßigen Erfolg erzielen können.
Einstieg ins Trainergeschäft war geplant
Jetzt versucht sich der langjährige Profi des VfB Stuttgart erstmals als Coach. "Das ist eine tolle und reizvolle Aufgabe", meinte er. "Ich wollte einfach ins Trainergeschäft reingehen. Das wusste ich schon länger, aber der Verein musste passen."
Sein Engagement bei den Red Diamonds wird zunächst auf ein Jahr befristet sein, seine Frau Sylvia sowie seine Söhne Julian und Yannik bleiben zumindest bis zum Sommer in Walddorfhäslach wohnen. Die Saison in seiner zweiten Heimat fängt am 13. März an, im Januar will Buchwald seine Arbeit aufnehmen.
http://www.sport1.de/coremedia/generato ... 20mel.html
