Sportfreunde gehen auf "Ochsentour" für neue Geldgeber
Siegen. Die Nachricht des Ehrenpräsidenten und Vereinsmäzens Manfred Utsch an Aufsichtsrat und Vorstand, künftig nicht mehr die "Garantie-Erklärung" abgeben zu wollen (wir berichteten), stellt die Sportfreunde Siegen vor eine große Herausforderung.
"Natürlich ist das eine schwere Aufgabe, aber der müssen wir uns jetzt stellen. Sicher wird es eine Ochsentour werden, aber wir wissen frühzeitig, woran wir sind", erklärte der Vorstandsvorsitzende Christoph Hansen. Am 5. Juni läuft beim DFB die letzte Nacharbeitungsfrist ab, bis dahin müssen alle finanziellen Lücken geschlossen sein. "Im Idealfall brauchen wir dann keine Patronatserklärung mehr, aber bis dahin ist es ein weiter Weg."
Im Bereich Marketing haben die Sportfreunde in der Vergangenheit nicht so erfolgreich agieren können wie erhofft. So sollte beispielsweise der Wahl-Schweizer Rainer Wiedenbruch, vormals bei der Tochtergesellschaft der Krombacher Brauerei DMS-Media für Marketing zuständig, für die Sportfreunde neue Kontakte zu Sponsoren außerhalb des Siegerlandes aquirieren. Mittlerweile hat man dessen Vertrag, wie es hieß, "in beiderseitigem Einverständnis" aufgelöst.
Somit kümmert sich derzeit der Mann um das Marketing, der diese Aufgabe bei den Sportfreunden für den Bereich Siegerland, Olpe und Wittgenstein schon seit vielen Jahren übernimmt: Fritz Reuter. Und der sieht für die Sportfreunde in den kommenden Monaten viel Arbeit - aber nicht schwarz: "Jeder im Vorstand und im Aufsichtsrat hat einen Maßnahmen-Katalog mit nach Hause genommen und der wird nun abgearbeitet. Es laufen ständig Gespräche mit allen möglichen neuen Partnern."
Nicht ganz zufrieden ist Fritz Reuter mit dem Erlös aus der Bandenwerbung im Stadion: "Hier müssten wir eigentlich einen Bertrag erzielen, der doppelt so hoch liegt." Ein gutes Standbein habe man nach wie vor mit den Firmen Waldrich und Herkules, die bei den Sportfreunden Verträge bis 2009 unterzeichnet haben. Dass man auf einem guten Weg ist, zeige die Tatsache, das man nun mit der Firma Quast einen neuen Ärmelsponsor gefunden habe - wenn auch vorerst nur bis zum Ende der Saison.
Dies bringt dem Regionalligisten immerhin 50 000 Euro. Dazu Christoph Hansen: "Wenn man bedenkt, was für 200 Quadratzentimeter Werbung auf der Brust zu erzielen ist, muss es für die Zukunftt unser Ziel sein, für den Ärmel eine gute sechsstellige Summe pro Spielzeit zu erhalten. Daran arbeiten wir."
100 Sponsoren und Werbepartner haben die Sportfreunde derzeit und damit eine "Patronatserklärung" überflüssig, oder zumindest geringer ausfallen kann, wird der Traditionsclub noch etliche Klinken putzen müssen.
04.03.2007 Von Frank Steinseifer
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Siegen ohne Lizenz?
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Anonymer User hat geschrieben:So schlimm wird es Siegen schon nicht werden: Schließlich bekommen die Schwachmaten ja 600.000 EUR aus dem WM-Überschuß weil sie letzte Saison aus der zweiten Liga abgestiegen sind! Eine tolle Leistung die belohnt gehört!
....die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln (und können noch nicht einmal was dafür)!