VfL Wolfsburg: Magath neuer Trainer und Sportdirektor
VfL Wolfsburg: Magath neuer Trainer und Sportdirektor
VW und der VfL drehen in der Trainerfrage offenbar am ganz großen Rad: Als Nachfolger für Trainer Klaus Augenthaler ist nach Saisonende Felix Magath im Gespräch. Das erfuhr unsere Zeitung aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen. Alternativkandidaten sind Krassimir Balakov und mit Abstrichen Volker Finke.
Wie berichtet, wackelt Augenthaler bedenklich seit der Talfahrt in den vergangenen Wochen und der nach wie vor bestehenden Abstiegsgefahr. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der Coach seinen Vertrag erst im Winter bis 30. Juni 2009 verlängert hat. Er würde eine vertraglich festgeschriebene Abfindung kassieren, falls es tatsächlich zur vorzeitigen Trennung kommen sollte.
Für diesen Fall gilt nach WN-Informationen der im Februar bei den Münchner Bayern entlassene Felix Magath als Wunschkandidat besonders bei Volkswagen. VW-Chef Martin Winterkorn kennt den Fußball-Lehrer noch aus seiner Zeit bei Audi, in der er gleichzeitig Aufsichtsratsmitglied der Bayern war und mit ihm zu tun hatte.
Magath selbst hat seit Februar mehrere Angebote ausgeschlagen, zum Beispiel vom Hamburger SV und von Borussia Dortmund – immer mit dem Hinweis, erst zur neuen Saison wieder einsteigen zu wollen.
Als weitere Trainer-Kandidaten sind VfL-intern die Namen Krassimir Balakov und Volker Finke gefallen. Balakov trainiert derzeit den Schweizer Erstligisten Grashopper Zürich und würde liebend gern in die Bundesliga wechseln. Finke wird am Saisonende nach 16 Jahren den Zweitligisten SC Freiburg verlassen und hat noch keinen Anschlussjob.
Sollte es am Sonnabend in Aachen wider Erwarten eine Niederlage geben und ein Trainerwechsel noch einen Spieltag vor dem Saisonende in Betracht gezogen werden, wäre VfL-Amateure-Trainer Willi Kronhardt ein Thema. Er ist vorgestern mit der zweiten Mannschaft in die Regionalliga aufgestiegen und hat Erfahrung als Interimscoach: Mit Eintracht Braunschweig gewann er 2:0 gegen 1860 München, nachdem Michael Krüger entlassen worden und dessen Nachfolger Djuradj Vasic noch nicht verpflichtet war.
newsclick.de
Wie berichtet, wackelt Augenthaler bedenklich seit der Talfahrt in den vergangenen Wochen und der nach wie vor bestehenden Abstiegsgefahr. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der Coach seinen Vertrag erst im Winter bis 30. Juni 2009 verlängert hat. Er würde eine vertraglich festgeschriebene Abfindung kassieren, falls es tatsächlich zur vorzeitigen Trennung kommen sollte.
Für diesen Fall gilt nach WN-Informationen der im Februar bei den Münchner Bayern entlassene Felix Magath als Wunschkandidat besonders bei Volkswagen. VW-Chef Martin Winterkorn kennt den Fußball-Lehrer noch aus seiner Zeit bei Audi, in der er gleichzeitig Aufsichtsratsmitglied der Bayern war und mit ihm zu tun hatte.
Magath selbst hat seit Februar mehrere Angebote ausgeschlagen, zum Beispiel vom Hamburger SV und von Borussia Dortmund – immer mit dem Hinweis, erst zur neuen Saison wieder einsteigen zu wollen.
Als weitere Trainer-Kandidaten sind VfL-intern die Namen Krassimir Balakov und Volker Finke gefallen. Balakov trainiert derzeit den Schweizer Erstligisten Grashopper Zürich und würde liebend gern in die Bundesliga wechseln. Finke wird am Saisonende nach 16 Jahren den Zweitligisten SC Freiburg verlassen und hat noch keinen Anschlussjob.
Sollte es am Sonnabend in Aachen wider Erwarten eine Niederlage geben und ein Trainerwechsel noch einen Spieltag vor dem Saisonende in Betracht gezogen werden, wäre VfL-Amateure-Trainer Willi Kronhardt ein Thema. Er ist vorgestern mit der zweiten Mannschaft in die Regionalliga aufgestiegen und hat Erfahrung als Interimscoach: Mit Eintracht Braunschweig gewann er 2:0 gegen 1860 München, nachdem Michael Krüger entlassen worden und dessen Nachfolger Djuradj Vasic noch nicht verpflichtet war.
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Zuletzt geändert von gerko am Mittwoch 30. Mai 2007, 20:46, insgesamt 2-mal geändert.
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Magath kein Kandidat in Wolfsburg
Felix Magath ist nach kicker-Informationen kein Kandidat für die Nachfolge von Klaus Augenthaler beim abstiegsgefährdeten Bundesligisten VfL Wolfsburg. Magaths Name war in einem Bericht der "Wolfsburger Nachrichten" vom Dienstag aufgetaucht. Die Anzeichen für einen Abschied Augenthalers zum Saisonende verdichten sich indes.
Klaus Augenthaler hatte erst im Januar seinen Vertrag bei den "Wölfen" bis 2009 verlängert, freilich mit einer vertraglich festgeschriebenen Abfindungssumme. Nach dem Beinahe-Abstieg in der Vorsaison kämpfen die Niedersachsen auch in dieser Spielzeit gegen den Niedergang in die Zweite Liga und bleiben damit hinter den Erwartungen zurück.
Zwei Spieltage vor Schluss verdichten sich Hinweise aus dem Aufsichtsrat des Bundesligisten, wonach es für "Auge" in Wolfsburg über den 30. Juni hinaus keine Zukunft mehr gibt. Nach zuletzt drei Niederlagen und nur einem Punktgewinn (1:1 in Nürnberg) trennen den VfL nur noch drei Punkte von den Abstiegsrängen. Am Samstag steht zudem das direkte Duell beim Verfolger Alemannia Aachen an, der zurzeit Rang 16 belegt.
Sollte Wolfsburg in Aachen verlieren, steht offensichtlich auch eine sofortige Ablösung Augenthalers zur Debatte. Tritt dieser Fall ein, könnte Willi Kronhardt als Interimslösung für das Finale am 19. Mai gegen Werder Bremen einspringen. Kronhardt führte die VfL-Zweite jüngst zum Aufstieg in die Regionalliga.
Kronhardt würde den Staffelstab nach Wunsch der VfL-Verantwortlichen dann jedoch an einen neuen Mann übergeben. VW-Chef Martin Winterkorn soll sich für eine Verpflichtung des im Februar in München entlassenen Ex-Nationalspielers stark gemacht haben. Winterkorn und Magath kennen sich aus gemeinsamer Zeit beim Rekordmeister - als Audi-Chef saß Winterkorn im Aufsichtsrat des FC Bayern. Doch Magath hat nach Informationen des kicker kein Interesse an der Stelle in Wolfsburg.
Eine Alternative sei der frühere Stuttgarter Mittelfeldspieler Krassimir Balakov. Der Bulgare trainiert derzeit den Schweizer Erstligisten Grashopper Zürich, wird jedoch auch beim 1. FC Kaiserslautern gehandelt.
Quelle: kicker.de
Felix Magath ist nach kicker-Informationen kein Kandidat für die Nachfolge von Klaus Augenthaler beim abstiegsgefährdeten Bundesligisten VfL Wolfsburg. Magaths Name war in einem Bericht der "Wolfsburger Nachrichten" vom Dienstag aufgetaucht. Die Anzeichen für einen Abschied Augenthalers zum Saisonende verdichten sich indes.
Klaus Augenthaler hatte erst im Januar seinen Vertrag bei den "Wölfen" bis 2009 verlängert, freilich mit einer vertraglich festgeschriebenen Abfindungssumme. Nach dem Beinahe-Abstieg in der Vorsaison kämpfen die Niedersachsen auch in dieser Spielzeit gegen den Niedergang in die Zweite Liga und bleiben damit hinter den Erwartungen zurück.
Zwei Spieltage vor Schluss verdichten sich Hinweise aus dem Aufsichtsrat des Bundesligisten, wonach es für "Auge" in Wolfsburg über den 30. Juni hinaus keine Zukunft mehr gibt. Nach zuletzt drei Niederlagen und nur einem Punktgewinn (1:1 in Nürnberg) trennen den VfL nur noch drei Punkte von den Abstiegsrängen. Am Samstag steht zudem das direkte Duell beim Verfolger Alemannia Aachen an, der zurzeit Rang 16 belegt.
Sollte Wolfsburg in Aachen verlieren, steht offensichtlich auch eine sofortige Ablösung Augenthalers zur Debatte. Tritt dieser Fall ein, könnte Willi Kronhardt als Interimslösung für das Finale am 19. Mai gegen Werder Bremen einspringen. Kronhardt führte die VfL-Zweite jüngst zum Aufstieg in die Regionalliga.
Kronhardt würde den Staffelstab nach Wunsch der VfL-Verantwortlichen dann jedoch an einen neuen Mann übergeben. VW-Chef Martin Winterkorn soll sich für eine Verpflichtung des im Februar in München entlassenen Ex-Nationalspielers stark gemacht haben. Winterkorn und Magath kennen sich aus gemeinsamer Zeit beim Rekordmeister - als Audi-Chef saß Winterkorn im Aufsichtsrat des FC Bayern. Doch Magath hat nach Informationen des kicker kein Interesse an der Stelle in Wolfsburg.
Eine Alternative sei der frühere Stuttgarter Mittelfeldspieler Krassimir Balakov. Der Bulgare trainiert derzeit den Schweizer Erstligisten Grashopper Zürich, wird jedoch auch beim 1. FC Kaiserslautern gehandelt.
Quelle: kicker.de
"Wenn der Wahnsinn epidemisch wird, heißt er Vernunft" Oskar Panizza, Psychiater (1853 - 1921)
Irrer Auge-Auftritt
Trainer Klaus Augentahler (49) steht beim VfL Wolfsburg vorm Rauswurf. Was er von dem Hick-Hack hält, zeigte er gestern: Die Pressekonferenz zum Abstiegs-Endspiel in Aachen wurde zu einem irren Auge-Auftritt.
Augenthaler: „Guten Tag, es gibt vier Fragen und vier Antworten. Die Fragen stelle ich – die Antworten gebe ich auch.“
Und legt los:
„Wie ist die Stimmung in der Mannschaft? Die Mannschaft hat hervorragend gearbeitet.“
„Zur Taktik – ein oder zwei Stürmer? Liegt daran, wie die personelle Situation ist und welche Spieler verletzt sind.“
„Zum Gegner? Aachen wird sicherlich Druck machen, darauf müssen wir vorbereitet sein.“
„Ob die Mannschaft dem Druck standhält? Wir haben hervorragend gearbeitet, die Mannschaft wird die Antwort auf dem Platz geben.“
„Dankeschön.“ Dauer der seltsamen Rede genau 42 Sekunden...
„Ich bin überrascht“, sagte VfL-Manager Klaus Fuchs. Fügte aber hinzu: „Dass ein Trainer, der in Frage gestellt worden ist, dünnhäutig reagiert, kann ich nachvollziehen.“
Nachfrage von BILD: Ist Augenthaler (Vertrag bis 2009) nach dem Aachen-Spiel noch VfL-Trainer?
Antwort Fuchs: „Die Frage kann und will ich nicht beantworten.“ Der Manager kann nicht anworten, der Trainer stellt die Fragen selbst – was für ein Chaos!
bild.de
Trainer Klaus Augentahler (49) steht beim VfL Wolfsburg vorm Rauswurf. Was er von dem Hick-Hack hält, zeigte er gestern: Die Pressekonferenz zum Abstiegs-Endspiel in Aachen wurde zu einem irren Auge-Auftritt.
Augenthaler: „Guten Tag, es gibt vier Fragen und vier Antworten. Die Fragen stelle ich – die Antworten gebe ich auch.“
Und legt los:
„Wie ist die Stimmung in der Mannschaft? Die Mannschaft hat hervorragend gearbeitet.“
„Zur Taktik – ein oder zwei Stürmer? Liegt daran, wie die personelle Situation ist und welche Spieler verletzt sind.“
„Zum Gegner? Aachen wird sicherlich Druck machen, darauf müssen wir vorbereitet sein.“
„Ob die Mannschaft dem Druck standhält? Wir haben hervorragend gearbeitet, die Mannschaft wird die Antwort auf dem Platz geben.“
„Dankeschön.“ Dauer der seltsamen Rede genau 42 Sekunden...
„Ich bin überrascht“, sagte VfL-Manager Klaus Fuchs. Fügte aber hinzu: „Dass ein Trainer, der in Frage gestellt worden ist, dünnhäutig reagiert, kann ich nachvollziehen.“
Nachfrage von BILD: Ist Augenthaler (Vertrag bis 2009) nach dem Aachen-Spiel noch VfL-Trainer?
Antwort Fuchs: „Die Frage kann und will ich nicht beantworten.“ Der Manager kann nicht anworten, der Trainer stellt die Fragen selbst – was für ein Chaos!
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VfL Wolfsburg: Neue Spekulationen um Magath
Wolfsburg (dpa) - 24.05.2007, 20:12 Uhr
Die Spekulationen um ein Engagement von Felix Magath beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg haben neue Nahrung erhalten. Der frühere Trainer des deutschen Rekordmeisters Bayern München soll nach einem Bericht der Bild-Zeitung in Wolfsburg Verhandlungen geführt haben.
Den Angaben zufolge ist Magath (53) bei den Niedersachsen als neuer Sportdirektor im Gespräch, Krassimir Balakow (41) soll Nachfolger des am 19. Mai entlassenen Trainers Klaus Augenthaler werden. «Kein Kommentar. Dazu gibt es keine Informationen», sagte VfL-Geschäftsführer Klaus Fuchs auf dpa-Nachfrage.
Magath hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, nach seiner Entlassung bei den Bayern im Februar diesen Jahres eine Tätigkeit im Ausland anstreben zu wollen. Der frühere Stuttgarter Mittelfeld-Regisseur Balakow wurde beim Schweizer Erstligisten Grasshoppers Zürich in dieser Woche drei Spieltage vor dem Saisonende entlassen.
fussball24.de
Wolfsburg (dpa) - 24.05.2007, 20:12 Uhr
Die Spekulationen um ein Engagement von Felix Magath beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg haben neue Nahrung erhalten. Der frühere Trainer des deutschen Rekordmeisters Bayern München soll nach einem Bericht der Bild-Zeitung in Wolfsburg Verhandlungen geführt haben.
Den Angaben zufolge ist Magath (53) bei den Niedersachsen als neuer Sportdirektor im Gespräch, Krassimir Balakow (41) soll Nachfolger des am 19. Mai entlassenen Trainers Klaus Augenthaler werden. «Kein Kommentar. Dazu gibt es keine Informationen», sagte VfL-Geschäftsführer Klaus Fuchs auf dpa-Nachfrage.
Magath hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, nach seiner Entlassung bei den Bayern im Februar diesen Jahres eine Tätigkeit im Ausland anstreben zu wollen. Der frühere Stuttgarter Mittelfeld-Regisseur Balakow wurde beim Schweizer Erstligisten Grasshoppers Zürich in dieser Woche drei Spieltage vor dem Saisonende entlassen.
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gestern wurde im DSF gesagt das das fix seigerko hat geschrieben:[Den Angaben zufolge ist Magath (53) bei den Niedersachsen als neuer Sportdirektor im Gespräch, Krassimir Balakow (41) soll Nachfolger des am 19. Mai entlassenen Trainers Klaus Augenthaler werden. «Kein Kommentar. Dazu gibt es keine Informationen», sagte VfL-Geschäftsführer Klaus Fuchs auf dpa-Nachfrage.
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Felix Magath ist der neuer Cheftrainer und zugleich Sportdirektor beim VfL Wolfsburg
http://www.kicker.de/fussball/bundeslig ... el/366379/
Sie wollen ja irgendwann in die CL, von daher macht es Sinn einen "Großen" Trainer zu verpflichten.
http://www.kicker.de/fussball/bundeslig ... el/366379/
Sie wollen ja irgendwann in die CL, von daher macht es Sinn einen "Großen" Trainer zu verpflichten.
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Er ist doch ins Ausland gegangengerko hat geschrieben:Er wollte ja eigentlich ins Ausland gehen, aber vermutlich war es Reiz für ihn genug bei einem Verein wie Wolfsburg Cheftrainer und Sportdirektor sein zu können.
„Es ging nur um Geld“
Von Matthias Wolf, Cottbus
In die zweite Liga, des Geldes wegen: McKenna
Wer Energie Cottbus zuletzt einen virtuellen Besuch abstattete, traf vordergründig auf eine heile Welt. "Jaaa!!! Aufstieg!!!" lautete die Schlagzeile auf der Homepage. Ebenso las sich das auch vor Jahresfrist, mit lauter Ausrufezeichen. Nur, diesmal ist lediglich die zweite Mannschaft Meister in der Oberliga geworden, im vergangenen Jahr jubelte die Lausitz über den Sprung der Profis in die Bundesliga, die prompt überraschend früh gesichert wurde.
Darüber ist manchem Fan die Freude vergangen, wie einige Klicks mehr zeigen. Im Forum auf der Klubseite geht es hoch her. "Das ist nicht lustig, wie wir beschimpft werden", sagt Präsident Ulrich Lepsch: "Wir hatten keine andere Wahl, das müssen die Leute doch verstehen." Die Rede ist vom Ausverkauf bei Energie, das mit einem Schlag eine ganze Erfolgsachse verloren hat: Nach Abwehrchef Kevin McKenna, der zum 1. FC Köln geht, wechseln Mittelfeldmann Vlad Munteanu und Stürmer Sergiu Radu, die für zwei Drittel der 38 Saisontore gesorgt hatten, zum VfL Wolfsburg. Viele Fans bangen nun um den Verbleib in der Bundesliga. Lepsch hat dafür sogar Verständnis: "Sie machen sich berechtigte Sorgen, uns Verantwortlichen geht es ja auch so."
„Eine traurige Geschichte mit vielen Lügen“
Monteanu (l.) und Radu verdienen in Wolfsburg das Doppelte
Doch in Cottbus zeigt sich derzeit wieder einmal, was schöne Worte und Verträge im Fußball wert sind. Nicht sehr viel, wie auch Trainer Petrik Sander einsehen muss, der eine Kabinen-Idylle geschaffen hat, die nun zerbricht. Tagelang hatte er auf McKenna eingeredet - vergeblich. Ausgerechnet der Kapitän, der in den letzten Wochen einen Treueschwur nach dem anderen zu Cottbus abgab, nutzte nun die erste Chance zum Absprung. Er wechselt für 500.000 Euro Ablösesumme in die zweite Liga - allein des Geldes wegen. McKenna hatte eine Ausstiegsklausel in seinem bis 2010 datierten Vertrag. "Es ist oft so, dass Spieler in der zweiten Liga deutlich mehr kassieren können als bei uns", sagt Sander. Energie besitzt auch künftig mit 22 Millionen Euro (bisher 19,7) einen Mini-Etat.
Der Kanadier McKenna bekommt in Köln angeblich 800.000 Euro Gehalt, doppelt so viel wie zuletzt. Seinen unrühmlichen Abgang kaschierte er mit Aussagen wie dieser, er müsse "eine Familie ernähren". "Eine traurige Geschichte von Kevin, mit vielen Lügen", sagt Lepsch: "Er soll sich doch einfach hinstellen und sagen, dass er Profi ist, für Geld spielt und sonst nichts."
„Wo die hingehen, war denen egal“
Die Hände gebunden waren den Verantwortlichen auch im Fall von Radu und Munteanu, den beiden rumänischen Kumpels, die nun den Eindruck erwecken, als sei entscheidend für den gemeinsamen Wechsel gewesen, dass sie in Wolfsburg zusammenbleiben. Eine Mär, sagt Lepsch: "Wo die hingehen, war denen egal. Auch da ging es nur ums Geld." Diesmal aber auch für Energie. Nur der VfL Wolfsburg war bereit, 4,5 Millionen Euro Ablösesumme für beide zu geben. Radu war sich zuvor längst mit Hannover 96 einig, das aber viel weniger bezahlen wollte. Beide Spieler waren trotz gültiger Verträge bis 2008 nicht zu halten, denn Energie konnte ihnen nur knapp die Hälfte dessen bieten, was sie beim VfL kassieren: jeweils 1,2 Millionen Euro. "Als sie die Summe gesehen haben, war es aus", sagt Lepsch.
Für 300.000 Euro Ablöse waren die beiden Profis einst gekommen, nun macht Energie also 4,2 Millionen Gewinn. Davon soll ein Teil wieder investiert werden, der Rest fließt in den Schuldenabbau. Am Saisonende dürften für den Verein schwarze Zahlen stehen - aber vielleicht auch ein sportliches Fiasko. Der Präsident hat einen Albtraum: "Dass wir absteigen und die Fans behaupten, der Lepsch hat die Bundesliga verkauft." Doch blieb ihm eine Wahl? Die Transfers haben auch noch einen weiteren Aspekt, überlebenswichtig für Cottbus: "Wir holen die Spieler aus Osteuropa ja mit dem Argument, bei uns können sie wenig verdienen, sich aber ins Schaufenster setzen", sagt Vereinssprecher Ronny Gersch, "da wäre es das falsche Signal an einen jungen Rumänen, wenn wir Radu und Muntenau jetzt angekettet hätten." Neues Personal wird man sich wieder auf dem internationalen Markt besorgen. Profis der Bundesligakonkurrenz bleiben für Energie Cottbus unerschwinglich.
[www.faz.de]
Von Matthias Wolf, Cottbus
In die zweite Liga, des Geldes wegen: McKenna
Wer Energie Cottbus zuletzt einen virtuellen Besuch abstattete, traf vordergründig auf eine heile Welt. "Jaaa!!! Aufstieg!!!" lautete die Schlagzeile auf der Homepage. Ebenso las sich das auch vor Jahresfrist, mit lauter Ausrufezeichen. Nur, diesmal ist lediglich die zweite Mannschaft Meister in der Oberliga geworden, im vergangenen Jahr jubelte die Lausitz über den Sprung der Profis in die Bundesliga, die prompt überraschend früh gesichert wurde.
Darüber ist manchem Fan die Freude vergangen, wie einige Klicks mehr zeigen. Im Forum auf der Klubseite geht es hoch her. "Das ist nicht lustig, wie wir beschimpft werden", sagt Präsident Ulrich Lepsch: "Wir hatten keine andere Wahl, das müssen die Leute doch verstehen." Die Rede ist vom Ausverkauf bei Energie, das mit einem Schlag eine ganze Erfolgsachse verloren hat: Nach Abwehrchef Kevin McKenna, der zum 1. FC Köln geht, wechseln Mittelfeldmann Vlad Munteanu und Stürmer Sergiu Radu, die für zwei Drittel der 38 Saisontore gesorgt hatten, zum VfL Wolfsburg. Viele Fans bangen nun um den Verbleib in der Bundesliga. Lepsch hat dafür sogar Verständnis: "Sie machen sich berechtigte Sorgen, uns Verantwortlichen geht es ja auch so."
„Eine traurige Geschichte mit vielen Lügen“
Monteanu (l.) und Radu verdienen in Wolfsburg das Doppelte
Doch in Cottbus zeigt sich derzeit wieder einmal, was schöne Worte und Verträge im Fußball wert sind. Nicht sehr viel, wie auch Trainer Petrik Sander einsehen muss, der eine Kabinen-Idylle geschaffen hat, die nun zerbricht. Tagelang hatte er auf McKenna eingeredet - vergeblich. Ausgerechnet der Kapitän, der in den letzten Wochen einen Treueschwur nach dem anderen zu Cottbus abgab, nutzte nun die erste Chance zum Absprung. Er wechselt für 500.000 Euro Ablösesumme in die zweite Liga - allein des Geldes wegen. McKenna hatte eine Ausstiegsklausel in seinem bis 2010 datierten Vertrag. "Es ist oft so, dass Spieler in der zweiten Liga deutlich mehr kassieren können als bei uns", sagt Sander. Energie besitzt auch künftig mit 22 Millionen Euro (bisher 19,7) einen Mini-Etat.
Der Kanadier McKenna bekommt in Köln angeblich 800.000 Euro Gehalt, doppelt so viel wie zuletzt. Seinen unrühmlichen Abgang kaschierte er mit Aussagen wie dieser, er müsse "eine Familie ernähren". "Eine traurige Geschichte von Kevin, mit vielen Lügen", sagt Lepsch: "Er soll sich doch einfach hinstellen und sagen, dass er Profi ist, für Geld spielt und sonst nichts."
„Wo die hingehen, war denen egal“
Die Hände gebunden waren den Verantwortlichen auch im Fall von Radu und Munteanu, den beiden rumänischen Kumpels, die nun den Eindruck erwecken, als sei entscheidend für den gemeinsamen Wechsel gewesen, dass sie in Wolfsburg zusammenbleiben. Eine Mär, sagt Lepsch: "Wo die hingehen, war denen egal. Auch da ging es nur ums Geld." Diesmal aber auch für Energie. Nur der VfL Wolfsburg war bereit, 4,5 Millionen Euro Ablösesumme für beide zu geben. Radu war sich zuvor längst mit Hannover 96 einig, das aber viel weniger bezahlen wollte. Beide Spieler waren trotz gültiger Verträge bis 2008 nicht zu halten, denn Energie konnte ihnen nur knapp die Hälfte dessen bieten, was sie beim VfL kassieren: jeweils 1,2 Millionen Euro. "Als sie die Summe gesehen haben, war es aus", sagt Lepsch.
Für 300.000 Euro Ablöse waren die beiden Profis einst gekommen, nun macht Energie also 4,2 Millionen Gewinn. Davon soll ein Teil wieder investiert werden, der Rest fließt in den Schuldenabbau. Am Saisonende dürften für den Verein schwarze Zahlen stehen - aber vielleicht auch ein sportliches Fiasko. Der Präsident hat einen Albtraum: "Dass wir absteigen und die Fans behaupten, der Lepsch hat die Bundesliga verkauft." Doch blieb ihm eine Wahl? Die Transfers haben auch noch einen weiteren Aspekt, überlebenswichtig für Cottbus: "Wir holen die Spieler aus Osteuropa ja mit dem Argument, bei uns können sie wenig verdienen, sich aber ins Schaufenster setzen", sagt Vereinssprecher Ronny Gersch, "da wäre es das falsche Signal an einen jungen Rumänen, wenn wir Radu und Muntenau jetzt angekettet hätten." Neues Personal wird man sich wieder auf dem internationalen Markt besorgen. Profis der Bundesligakonkurrenz bleiben für Energie Cottbus unerschwinglich.
[www.faz.de]
Es sind der Worte genügend gewechselt lasst mich endlich Taten sehen. (Goethe)
