Gegen G8 Gipfel

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JJ
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Beitrag von JJ »

Stepi hat geschrieben:Vorschlag von attac ist zudem die Tobin Steuer:
Auf dem Weltmarkt wird mit rießigen Summen hantiert, diese Steurer (von sehr geringem Prozentwert) würde diese ein wenig mildern damit Entwicklungsländer im Handel eine bessere Chance haben mitzuhalten, der Erlös könnte wiederum den Entwicklungsländern zu gute kommen lassen
:lol: :lol: :lol: :lol: Die Tobin Steuer - klar dass das die Attac vorschlägt.
Wir kriegen in der EU keine einheitliche Einkommensteuer hin und da kommen irgendwelche Spinner - nein - Laien die mit der Tobin Steuer kommen. Lächerlich! Jeder der ein Fünkchen Ahnung von Steuern hat weiss was für eine bescheuerte Idee das ist.
Es sind der Worte genügend gewechselt lasst mich endlich Taten sehen. (Goethe)
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JJ
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Beitrag von JJ »

Stepi hat geschrieben:da hast du leider nicht gut aufgepasst, Bono un co. haben zunächst einmal für eine Menschenfreundlichere Patent lösung plädiert, sie wollten dass man das Thema jetzt und sofort angeht, die Millionen sehen aber keine Strukturellen Veränderungen vor. Das Schlimme ist doch, andauernd krepieren in Afrika Menschen an Krankheiten, die für uns Mitteleuropäer längst heilbar sind.
Dann scheint aber Bono und Co. dass auch nicht mitbekommen zu haben weil ich mich sehr gut an die Abschlusspressekonferenz von Bono und Geldoff erinnere als man "Merki" :roll: kritisierte weil Sie nur eine so geringe Erhöhung der Entwicklungshilfe realisiert hat.
Naja ich glaub kein Mensch der Welt mit ein wenig verstand wird Verständnis dafür haben, dass Kinder in Afrika verhungern müssen (während ihre Regierungschefs bei Hummer und Kaviar chinesische Investoren empfangen) oder an Malaria sterben müssen.
Da haben wir glaub ich nirgends Dissenz.

Ich würde einfach gerne hinterfragen wo die Krux der ganzen Sache liegt bei der G8 oder bei Afrika selbst.
Ich glaube es liegt auch zu einem erheblichen Teil bei den afrikanischen Ländern selbst.
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Stepi
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Beitrag von Stepi »

JJ hat geschrieben:
Ich würde einfach gerne hinterfragen wo die Krux der ganzen Sache liegt bei der G8 oder bei Afrika selbst.
Ich glaube es liegt auch zu einem erheblichen Teil bei den afrikanischen Ländern selbst.
:shock: dann denkst du sehr kurzfristig, letztlich sind es die Westlichen Länder, die mit ihrer Gewalt, (->Sklaven Handel, Imperialismus...), für die miserablen Umstände in Afrika verantwortlich sind, jeder Europäer sollte sich dessen bewusst sein, wir haben immer noch einen großen Teil an Verantwortung für die Lage tragen. Selbstverständlich werden die meisten Staaten unter abenteuerlichen Umständen geleitet, doch auch hier sind wir mit unserer unkonzeptionellen Finanziellenhilfe teilweise schuld. Noch heute werden Afrikanische Produkte durch Subventionen vom Internationalen Markt fern gehalten. Andererseits wurden Jahre lang Ressourcen geplündert (Blutdiamanten.
Die folgen der Krankheiten zu mildern dürfte sehr wohl in jedermann Interesse sein, insbeßondere von Aids, ich glaube wir können Aids nur mit einem Rentensystem in den Ländern bekämpfen, auch dass können wir fördern !
Nazis raus aus den Stadien.
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Beitrag von Stepi »

JJ hat geschrieben: :lol: :lol: :lol: :lol: Die Tobin Steuer - klar dass das die Attac vorschlägt.
Wir kriegen in der EU keine einheitliche Einkommensteuer hin und da kommen irgendwelche Spinner - nein - Laien die mit der Tobin Steuer kommen. Lächerlich! Jeder der ein Fünkchen Ahnung von Steuern hat weiss was für eine bescheuerte Idee das ist.
Die Tobin Steuer ist keine Einkommenssteuer. Unser Steuersystem als ein Vorzeigebeispiel zu benützen ist auch beßonders ironisch.
Ist doch klar, dass es sehr schwer ist, eine solche Steuer zu verwirklichen ! Wenn es um Weltweiteprobleme geht, dann sollte es doch möglich sein ohne Eigeninteresse zu handeln, ähnlich kam das Kyoto Protokoll ja auch zu stande gekommen. Warum z.b. weltweiter Wohlstand eine bescheuerte Idee ist, leuchtet mir nicht ein.
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JJ
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Beitrag von JJ »

Stepi hat geschrieben: Die Tobin Steuer ist keine Einkommenssteuer. Unser Steuersystem als ein Vorzeigebeispiel zu benützen ist auch beßonders ironisch..
1. Klar ist die Tobin Steuer keine Einkommensteuer ABER um die Tobin Steuer umzusetzen würde bedeuten, dass nahezu jedes Land der WELT (nicht der EU) diese Tobin Steuer umsetzen müsste und wie sich wohl jeder vorstellen kann wird das NIE in 10000 Jahren der Fall sein.
Welches Land wäre denn auch so doof die Tobin Steuer umzusetzen wenn nur ein einziges anderes Land es nicht tut.
Und das war mein Ansatzpunkt: Wenn wir innerhlab der relativ kleinen EU es nicht schaffen die Einkommensteuer (ich habe nicht von der dt. ESt gepsrochen deswegen ist deine Anmerkung oben nicht richtig. Es geht um die ESt in der EU allgemein.) einheitlich zu gestalten (weil auch kein souveränes Land so etwas anstreben würde) dann ist es doch wohl für jeden klar dass die Tobin Steuer eine tolle ]theoretische Idee ist aber auch nicht mehr.
Wer seine Organisation um die Tobin Steuer baut dem empfehle ich einmal das Buch Tipke/Lang Steuerrecht um sich nur einmal ein kleines Bild über die Komplexität des dt. und des internationale Steuerrechts zu machen.
Stepi hat geschrieben: Ist doch klar, dass es sehr schwer ist, eine solche Steuer zu verwirklichen ! Wenn es um Weltweiteprobleme geht, dann sollte es doch möglich sein ohne Eigeninteresse zu handeln, ähnlich kam das Kyoto Protokoll ja auch zu stande gekommen. Warum z.b. weltweiter Wohlstand eine bescheuerte Idee ist, leuchtet mir nicht ein.
Sorry - aber ein so populistischer ein Blödsinn!
Die Konsequenzen des Kyoto Protokolls sind weitaus geringer als die Folgen einer Tobin Steuer jemals wären. Und Kyoto Protokoll zeigt ja gerade auf, dass es wohl nie funktionieren wird souveräne Nationen (so sinnvoll es auch wäre beim Klimaschutz) freiwillig dazu zu verpflichten gewisse Standards einzuhalten. Und zwingen kann man nunmal souveräne Länder zu nichts.
Lass nur ein einziges Land, sagen wir Dubai, keine Tobin Steuer umsetzen oder auch nur in nicht so strengemMaße was glaubst Du was denn dann passiert insb. bei einem heute existierenden globalen Finanzmarkt der in dem Zeitalter der globalen Vernetzung wo Investoren nahezu unendlich schnell reagieren können. Das ganze würde grandios in die Hose gehen.
Das sind alles tolle Ideen aber auch nur das - Ideen, Idee die unrealistisch sind. Diese Sozialromantik mag ja bilderbuchähnlich eine Lösung für die Probleme der Welt darstellen aber wenn man doch realistisch reflektiert was davon umsetzbar ist, dann wird man schnell feststellen, dass das nur wirklich wenig ist was umsetzbar ist.

Bitte versteh mich nicht falsch: Ich möchte Dich hier gar nicht angreifen aber wer inzwischen alles Tobin Steuer Experte ist das ist schon verwunderlich. Nicht in der Lage zu sein seine eigene Einkommensteuer formal korrekt zu ermitteln aber die Tobin Steuer als Lösung für die weltweiten (!) Probleme des Kapitals zu sehen - naja...
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JJ
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Beitrag von JJ »

Stepi hat geschrieben: :shock: dann denkst du sehr kurzfristig, letztlich sind es die Westlichen Länder, die mit ihrer Gewalt, (->Sklaven Handel, Imperialismus...), für die miserablen Umstände in Afrika verantwortlich sind, jeder Europäer sollte sich dessen bewusst sein, wir haben immer noch einen großen Teil an Verantwortung für die Lage tragen.
Volle Zustimmung! Europäer haben hier sicherlich die größte Schuld an dem Leiden der Afrikaner in der Vergangenheit ABER ich frage mich einfach ob 1.) die Art und Weise der Hilfe die auch von ATTAC, Bono & Co. gefordert wird, nämlich eine stetige Aufstockung der Entwicklungshilfe der richtige Weg ist. Seit über 40 Jahren pumpt der Westen Geld nach Afrika und was ist passiert? Afrika wird stetig ärmer. Da stimmt doch etwas nicht!
Und wie lange wir die Verantwortung für Afrika noch übernehmen sollen dass würde ich auch gerne einmal wissen. Um nicht falsch verstenden zu werden: Humanitäre Hilfe ist für mich unantastbar. Kein Kind sollte in Afrika verhungern.

Stepi hat geschrieben: Noch heute werden Afrikanische Produkte durch Subventionen vom Internationalen Markt fern gehalten. Andererseits wurden Jahre lang Ressourcen geplündert (Blutdiamanten.
Das ist genau mein Ansatzpunkt. Es kann doch nicht sein, dass deutsches oder niederländisches Milchpulver in Mosambik günstiger zu erhalten ist, als der lokale Bauer Milch produzieren kann. Und woran liegt das ?
An unserer Subventionsflut innerhalb der EU. Das ist wirtschaftlich Paradox. Deswegen sollte man nicht in Heiligendamm demonstrieren sondern sich einmal in Brüssel vorstellig machen. Aber was glaubst Du was die Landwirte in der EU die eine sehr sehr starke Lobby sind machen würden wenn wir das antasten :shock:
Stepi hat geschrieben: Die folgen der Krankheiten zu mildern dürfte sehr wohl in jedermann Interesse sein, insbeßondere von Aids, ich glaube wir können Aids nur mit einem Rentensystem in den Ländern bekämpfen, auch dass können wir fördern !
Das musst Du mir mal erklären :?:
Ich denke für das afrikanische Aids Problem gibt es einen deutschen Ansprechpartner im Vatikan der da einen erheblichen Beitrag zur Milderung leisten könnte :!: Aufklärung und Kondome würden da schon sehr helfen.

:arrow: WIR KÖNNEN NICHT DIE GANZE WELT SUBVENTIONIEREN UND ERNÄHREN. Dagegen wehre ich mich als Bürger und Steuerzahler! Wir haben eine Menge Bedürftige Menschen im eigenen Land. - HELFEN in Afrika und Anderswo ja aber die finanzielle Verantwortung für alle Probleme der Welt nein! Es wird Zeit dass ich Afrika emanzipiert.
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Beitrag von Stepi »

@JJ, hab nicht viel Zeit, gehe deshalb nur kurz auf einige Sachen ein...
1) Tobin Steuer, die Tobin Steuer bezieht sich in erster Linie auf den Wirtschaftsmarkt, der inzwischen ähnlich mächtig ist wie die Politik, selbstverständlich wäre es wichtig, dass diese Steuer von allen Ländern dieser Welt akzeptiert wird, viel wichtiger ist es aber, dass Großkonzerne wie CocaCola und co. sich verpflichten so etwas umzusetzen. Warum ein solches System nicht erstrebenswert ist, ist mir nicht ersichtlich. Sozialromantik ist ein absolutes Unwort, ohne Visionen und Konzepte kommt man nicht weiter, die Tobin Steuer ist ein gelungenes Konzept um die fehler unseres Systems mit Hilfe des Systems zu lösen und nicht auf Subventionen und eben auf 'Kosten des Steuerzahlers'
2) meine Einkommenssteuer krieg ich noch selber hin :wink:
3) Afrika, Warum benützen die Menschen in Afrika keine Kondome ? Nur ein bruchteil von ihnen ist Katholisch. Kondome werden verschenkt. Sie wissen meistens sogar dass es gefährlich ist 'ohne' Sex zu haben. Dennoch benützen sie es nicht, denn Kinder sind ihre Zukunft. Kinder sind ihre Rentenversicherung, je mehr Kinder um so mehr Wohlstand. (im Alter). Ähnlich wie bei uns vor 200 Jahren noch. Kinder können früh für die Familie arbeiten, sie sind zudem billige Arbeitskräfte. So lang es nirgends in Afrika ein funktionierendes Rentensystem gibt werden die Afrikaner so fern sie noch können versuchen Kinder zu bekommen.
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JJ
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Beitrag von JJ »

Stepi hat geschrieben:@JJ, hab nicht viel Zeit, gehe deshalb nur kurz auf einige Sachen ein...
1) Tobin Steuer, die Tobin Steuer bezieht sich in erster Linie auf den Wirtschaftsmarkt, der inzwischen ähnlich mächtig ist wie die Politik, selbstverständlich wäre es wichtig, dass diese Steuer von allen Ländern dieser Welt akzeptiert wird, viel wichtiger ist es aber, dass Großkonzerne wie CocaCola und co. sich verpflichten so etwas umzusetzen. Warum ein solches System nicht erstrebenswert ist, ist mir nicht ersichtlich. Sozialromantik ist ein absolutes Unwort, ohne Visionen und Konzepte kommt man nicht weiter, die Tobin Steuer ist ein gelungenes Konzept um die fehler unseres Systems mit Hilfe des Systems zu lösen und nicht auf Subventionen und eben auf 'Kosten des Steuerzahlers'
Danke für Deine Antwort! Obwohl wir offensichtlich diametral anderer Meinung sind finde ich es äußerst interessant...
Wahrscheinlich hast Du in der kürze der Zeit Deinen Beitrag nicht noch einmal überlesen so dass meine nachfolgenden Ausführung gerne relativiert werden können.

1.) Mir ist nicht klar was ein "Wirtschaftsmarkt" sein soll und warum dieser ähnlich mächtig sein soll wie die Politik.

2.) Die Tobin Steuer bezieht sich ausschließlich auf den Kapitalmarkt.
Ich halte es für äußerst illusorisch zu behaupten, dass Unternehmen wie Coca Cola sich (freiwillig) verpflichten sollen eine Tobin Steuer umzusetzen. Um offen zu sein - die wären ja schön dumm!
Ich würde in keinsterweise einsehen warum ein Unternehmen eine Steuer umsetzen oder fordern sollte. Mir ist zudem gerade nicht ganz klar wer das Steuersubjekt der Tobin Steuer sein soll. Dass der Emittent von Wertpapieren Steuersubjekt ist bezweifele ich etwas, da dies wohl äußerst unlogisch wäre und noch viel weitreichernde Konsequenzen hätte als ich beispielsweise bisher aufgezeigt habe. Es kann sich also nur um eine Besteuerung des Erwerbers handeln (also eben nicht Cocal Cola bei der Emission von Anteilseignerscheinen). Und wer dies einmal durchspielt gedanklich dem wird schnell klar, dass die Tobin Steuer nur(!) funktioniert wenn zumindest alle relevanten Kapitalmärkte eine solche Steuer identisch(!) umsetzen.

3.) Warum die Tobin Steuer ein "gelungenes Konzept" sein soll ist mir absolut schleierhaft. Wer sagt das ?
Bisher haben Regierungen in Frankreich und ich glaube Belgien in einer gewissen Sozialromantik eine solche Steuer beschlossen aber nur vorbehaltlich der Umsetzung zumindest in allen anderen EU Ländern. Also letztlich nur plakativer Beschluss ohne jegliche Substanz. Mir ist nicht bekannt dass die Tobin Steuer überhaupt in einem einzigen Land der Welt umgesetzt wurde. Wie kann etwas, dass zugegebenermaßen ein theoretisch interessantes Konzept ist, Deiner Meinung nach "ein gelungenes Konzept" sein ?
Nein, die Tobin Steuer ist eine vielleicht nette Idee mehr aber auch nicht.

4.)Die Tobin Steuer geht aber ganz klar auf Kosten des Steuerzahlers ? Wen denn sonst bitte ?
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Stepi
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Beitrag von Stepi »

Gemeint war der Welthandel und damit verbunden die Welthandelsorganisation. Um seine Macht zu erläutern muss ich etwas ausholen, im großen und Ganzen funktioniert sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft alles mit Geld. Letztlich sollte allerdings der Staat immer noch stärkere Möglichkeiten haben Druck zu erzeugen. Die WTO steht für eine vollständige Liberalisierung des Welthandels. Die Öffnung dient - zumindest zur Zeit - eindeutig den Großkonzernen, nicht den Kleinbauern. Letztlich entwickeln sich dadurch stärker Abhängigkeiten von Ländern gegenüber Großkonzernen. Somit ist dann der "Wirtschaftsmarkt" ähnlich mächtig wie die Politik.

Bsp.: Mosambik, die Bauern dort verkaufen ihre Ware auf lokalen Märkten. Viele Produkte dort kommen aus Südafrika, dort haben die Bauern bessere Maschienen - und trotz eines Zollaufschlags von 20 Produzent, können die Bauern in Mosambik nicht mit den Preisen mithalten. Und wenn jetzt die Zölle schmilzen...Mosambik befindet sich ökonomisch noch im der Steinzeit, dass BIP von Südafrika enspricht 40mal dem von Mosambik. Und aus unserer Sicht ist Südafrika Arm !! Also vielleicht Mittelalter. Was passiert, wenn Mosambik noch stärker auch mit Europäischen und Asiatischen Lebensmittel zu kämpfen hat ? Im Moment Arbeiten 81% aller dort wohnhaften Menschen in der Landwirtschaft, was passiert mit denen, wenn sich ihre Arbeit nicht mehr lohnt ? Schon 2008 sollen dort die Zölle auf Landwirtschaftliche Prodkute abgeschaft werden. Bereits jetzt werden 12 % der Nahrungsmittel importiert ! Aber was sollen die Politiker in Ländern wie Mosambik denn auch anderes tun, 50 % des Staatshaushaltes kommt von Westlichen Geberländern, da gibt es ein Abhängigkeitsverhältniss. Politiker dort werden also von Europa geschmiert.

Mir ist Klar, dass der Welthandel Liberalisiert werden muss, damit Entwicklungsländer überhaupt eine Chance haben. Wenn wir jetzt eine 'Entwicklungssteuer' erlassen und dabei handelt es sich um die Tobin Steuer, so können sich Entwicklungsländer ohne Probleme regenerieren und der Zuschuss kommt sogar vom Markt, wir brauchen nicht mehr Afrika mit Subventionen am Leben erhalten, und der hohe Zoll, den die Unternehmen des Exportweltmeisters zahlen hätten müssen geht nach Afrika. Denn eins steht Fest, nehmen wir das Beispiel Essen. Millionen Menschen hungern, dabei finden Forschungsinstitute regelmäßih heraus, dass es genug zu Essen auf der Welt gibt. Der Gegenwert für Essen ist Geld, wenn wir einen Ausgeglichenen Finanzmarkt auf unserer Erde haben, so haben wir auch keinen Hunger mehr !

Als Steuersubjekt könnten eben die ach so stark geschütztem Patente dienen, d.h. nur wenn sich eine Marke korrekt verhält, kann sie eine solche bleiben und eben diese Vorteile erlangen. Letztlich muss sich aber die Firma bewusst sein, dass sie von einer insgesammt reicheren Welt profitieren wird.

Zu deiner Äusserungen über 2), genau hier liegt der Hund begraben, zugegeben im kleinen Volkswirtschaftlichen 1X1 wäre CocaCola doof so eine Steuer einzugehen.
Wenn CocaCola sich aber nicht auf solche Regelungen einlässt, dann wird es sich bei der Cola bald um ein Nobelgetränk handeln.

Zu 3) es ist ein "gelungenes Konzept", weil es viele der vorherrschenden Probleme lösen kann, ohne hierber Menschenrechte zu verletzten oder wieder faktisch in Zeiten des Kolonialismus zurückzukehren. Ich halte das Wort "Sozialromantik" weiterhin für ein Unwort. Selbstverständlich rechnet sich eine solche Steuer nur auf globaler Ebene, aber ich denke, dass rechnet sich.
Zu 4) Wenn im Gegenzug Zölle liberalisiert werden, geht sie eben nicht auf die Kosten des Steuerzahlers, sie regelt nur eine feste Umverteilung des Geldes. Die Cola kostet dich hier keine 10 Cent mehr, weil wir dafür noch Zoll bekommen, sie kostet 10 cent mehr für Afrika.
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JJ
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Beitrag von JJ »

Stepi hat geschrieben: Als Steuersubjekt könnten eben die ach so stark geschütztem Patente dienen, d.h. nur wenn sich eine Marke korrekt verhält, kann sie eine solche bleiben und eben diese Vorteile erlangen. Letztlich muss sich aber die Firma bewusst sein, dass sie von einer insgesammt reicheren Welt profitieren wird.
Steuerobjekt :wink:
Aber entweder wir reden aneinander vorbei oder Du hast die Tobin Steuer nicht verstanden. Die Tobin Steuer besteuert im ursprünglichen Konzept internationale Devisengeschäfte nicht(!) Patente.
Die Besteuerung von Patenten wäre aus so vielerlei Gründen grundflasch dass mir gerade die Haare zu berge stehen weil Du allein so etwas in Erwägung ziehst, ganz zu schweigen von der möglichen Verfassungswidrigkeit einer solchen Besteuerung.
Und was ein Patent mit dem "korrekten" Verhalten von Unternehmen zu tun hat dass erschließt sich mir gleich mal ga nicht.

Stepi hat geschrieben: Zu deiner Äusserungen über 2), genau hier liegt der Hund begraben, zugegeben im kleinen Volkswirtschaftlichen 1X1 wäre CocaCola doof so eine Steuer einzugehen.
Wenn CocaCola sich aber nicht auf solche Regelungen einlässt, dann wird es sich bei der Cola bald um ein Nobelgetränk handeln.
Zeig mir aber auch nur ein einziges Unternehmen das bei konstanten Umweltbedingungen eine Steuer freiwillig eingeht ?
Das wäre eine äußerst kuriose Sache und ein äußerst schlechtes Management.

Stepi hat geschrieben: Zu 3) es ist ein "gelungenes Konzept", weil es viele der vorherrschenden Probleme lösen kann, ohne hierber Menschenrechte zu verletzten oder wieder faktisch in Zeiten des Kolonialismus zurückzukehren. Ich halte das Wort "Sozialromantik" weiterhin für ein Unwort. Selbstverständlich rechnet sich eine solche Steuer nur auf globaler Ebene, aber ich denke, dass rechnet sich.
Das hat mit "sich rechnen auf globaler Ebene" absolut gar nichts zu tun. Es geht um die Umsetzung. Entweder alle machen mit oder das ganze Ding geht in die Hose.
Und wer bitte sagt, dass die Tobin Steuer vieler der vorherrschenden Probleme lösen würde :?:
Es ist eine Besteurung internationalen Devisenhandels. Mehr nicht!
Stepi hat geschrieben: Zu 4) Wenn im Gegenzug Zölle liberalisiert werden, geht sie eben nicht auf die Kosten des Steuerzahlers, sie regelt nur eine feste Umverteilung des Geldes. Die Cola kostet dich hier keine 10 Cent mehr, weil wir dafür noch Zoll bekommen, sie kostet 10 cent mehr für Afrika.
WAS HAT DAS MIT DER TOBIN STEUER ZU TUN??????
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Blaues Stuttgart
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Beitrag von Blaues Stuttgart »

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JJ
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Beitrag von JJ »

Danke :lol: :lol: :lol:
Besser als Christiansen :wink:
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toebinho
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Beitrag von toebinho »

JJ hat geschrieben:Danke :lol: :lol: :lol:
Besser als Christiansen :wink:

hast recht, hat irgendwie was von eckard von klaeden gegen ludwig stiegler!!!

mit dem unterschied das ihr wisst wovon ihr redet :D
Wir hamma heuer mal so eine Weltreise g'macht. Aber ich sag's Ihnen gleich wia's is: da fahrma nimmer hin.
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Heiko K.
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Beitrag von Heiko K. »

Stepi hat geschrieben: Warum z.b. weltweiter Wohlstand eine bescheuerte Idee ist, leuchtet mir nicht ein.
Da kommen wir zum Kern der Sache.

Weltweiter Wohlstand ist eine bescheuerte Idee aus der Sicht der Reichen von heute, denn Reichtum ist relativ. Was nutzt Dir Dein Wohlstand noch wenn es allen anderen auch gut geht?
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Beitrag von Stepi »

Steuerobjekt :wink:
Aber entweder wir reden aneinander vorbei oder Du hast die Tobin Steuer nicht verstanden. Die Tobin Steuer besteuert im ursprünglichen Konzept internationale Devisengeschäfte nicht(!) Patente.
Die Besteuerung von Patenten wäre aus so vielerlei Gründen grundflasch dass mir gerade die Haare zu berge stehen weil Du allein so etwas in Erwägung ziehst, ganz zu schweigen von der möglichen Verfassungswidrigkeit einer solchen Besteuerung.
Und was ein Patent mit dem "korrekten" Verhalten von Unternehmen zu tun hat dass erschließt sich mir gleich mal ga nicht.
- Danke allseits für die Blumen-

Im Stil von Guido Westerwelle würde ich mal sagen, du hast mal gar nicht verstanden worum es hier geht ! 8)
Selbstverständlich besteuert sie Geldtransfers (g. Devisengeschäft) Es ging nur um ein Mittel, zudem Mitglieder der WHO und/oder Firmen verpflichten, sich an die Abmachung zu halten, es muss ja letztlich auch im Interesse des Unternehmen sein, die Steuer zu zahlen, dazu bennötigt man ein 'Gegengewicht' , die Patente. Patente zu versteuern käme mir nicht in den Sinn :shock: ...
Die Tobin Steuer würde jedoch im Prinzip nur den Kurzfristigen Handel von Devisen unterbinden. Große Börsenspekulationen würden damit gebremst, zu gunsten der Entwicklungsländer

Zeig mir aber auch nur ein einziges Unternehmen das bei konstanten Umweltbedingungen eine Steuer freiwillig eingeht ?
Das wäre eine äußerst kuriose Sache und ein äußerst schlechtes Management.
Dass ist eine Glaubensfrage, die ich gleich mal mit Nein, beantworte. Unternehmen die für ihren Erfolg viel Geld ausgeben gibt es viele. Unternehmen, die für ihre Mitarbeiter das Beste wollen soll es auch geben. Unternehmen, die für beides bereit sind Steuern zu zahlen, ließen sich sicher ein paar finden. Zusammenfassend muss man aber sagen, dass insgesammt nur Weltweit vernetzte Unternehmen betroffen sind, und das es wahrscheinlich mehr sinn macht eine Steuer diese Art durch die Politik zu bestimmen, und dass, wenn die Wirtschaft sich in diesem Fall selbst bestimmen würde, es wahrscheinlich zu spät seien würde.
Das hat mit "sich rechnen auf globaler Ebene" absolut gar nichts zu tun. Es geht um die Umsetzung. Entweder alle machen mit oder das ganze Ding geht in die Hose.
Und wer bitte sagt, dass die Tobin Steuer vieler der vorherrschenden Probleme lösen würde :?:
Es ist eine Besteurung internationalen Devisenhandels. Mehr nicht!
Ich 8)
eine zweckmäßige besteuerung des Internationalen Devisenhandels würde schon sehr viel bewirken. Wenn man mal bedenkt, was für Summen hier täglich fließen. Ansonsten handelt es sich hier auch um eine Glaubensfrage

WAS HAT DAS MIT DER TOBIN STEUER ZU TUN??????
Sehr viel.
Die Tobin Steuer ist ein Mittel, der liberalisierung der Märkte entgegen zu wirken. Denn die Globalisierung ist letztlich eine Gute Sache, sie entwickelt sich letztlich aber zu schnell, so dass einige nicht mitkommen können. Ein markantes Merkmal der Globalisierung ist, dass die Zölle fallen/sinken. Das bedeutet, es wird immer einfacher ein Produkt auch weltweit zu vermarkten. Man kann inzwischen von einem Globalen Markt ausgehen. Viele sind aber noch nicht Reif für diesen Markt, statt den Zöllen auf Wahren, erhebt man jetzt Steuern auf Devisen, was letztlich auf das gleiche herauskommt, denn bei Devisen handelt es sich um Geldtransaktionen zwischen Währungen, ähnlich funktioniert auch der normale Zoll, nur der schwerpunkt wird eben verlagert
Nazis raus aus den Stadien.
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