Affäre Ngwat-Mahop - FCB II
Affäre Ngwat-Mahop - FCB II
Bayern erstattet Selbstanzeige
Die Verwunderung war groß. Vergangene Saison noch wurde Neuzugang Louis Ngwat-Mahop beim FC Bayern als Stürmer mit großer Zukunft angepriesen. Auch sein Trainer Hermann Gerland geizt nicht mit Lob, nennt den 19-Jährigen "eine absolute Granate". 33 Einsätze und sieben Tore standen für Ngwat-Mahop in der vergangenen Regionalliga-Runde zu Buche, auch bei den Profis durfte er am 33.Spieltag (3:0 in Cottbus) einen Kurzeinsatz feiern. Im aktuellen Kader der Bayern taucht das vielversprechende Talent jedoch nicht mehr auf.
Hat in München keine Zukunft: Das Talent Louis Ngwat-Mahop musste den FCB verlassen.
© imago
Warum die Münchner verzichten? Als sich der erweiterte Kader am 29. Juni zur Hongkong-Reise aufmachte, erklärte Ngwat-Mahop, er könne seinen Pass nicht mehr finden. Nach und nach kam heraus: Der französische Pass des Kameruners war gefälscht, die Passnummer lief auf eine Frau aus Paris. Fakt ist: Ohne diese doppelte Staatsbürgerschaft hätte er keine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland und keine Spielgenehmigung für die Regionalliga erhalten dürfen.
Eingefädelt wurde die "Pass-Affäre" angeblich von dem Berater des Spielers. "Louis war aus allen Wolken gefallen und am Boden zerstört", nimmt Gerland seinen ehemaligen Stürmer in Schutz. "Dem Jungen wurde übel mitgespielt."
Bei der FIFA wurde der Wechsel zum FC Bayern am 9.August 2006 korrekt abgeschlossen - was die Ausbildungsentschädigung für den abzugebenden Verein Dragon Club de Yaounde betrifft. Für alles Weitere ist der DFB zuständig.
Dort erstattete der FC Bayern nun umgehend Selbstanzeige, trennte sich von Ngwat-Mahop. Zu Strafen für Spieler oder Verein konnte sich der DFB wegen des schwebenden Verfahrens nicht äußern. Ngwat-Mahop absolvierte jedoch bereits ein Probetraining bei RBSalzburg, steht dort kurz vor Vertragsabschluss. Der österreichische Meister will den Kameruner mit einem Profivertrag ausstatten, ist über die Gescheh- nisse in München informiert.
Erst am gestrigen Mittwoch vom kicker in Kenntnis gesetzt wurde der 1.FCSaarbrücken. Die Saarländer landeten vergangene Saison auf dem ersten Abstiegsrang, mussten in die Oberliga. FCS-Manager Wolfgang Loos: "Diese Sache darf uns nicht tangieren, wir haben uns sportlich nicht qualifziert und tragen die Konsequenzen. Auch wenn ein gewisses Grummeln im Bauch natürlich bleibt."
Formal-juristisch gilt die Saison nach dem 30.Juni als abgeschlossen. Ein späterer Einspruch, kann sich nicht mehr auf den Ligabetrieb auswirken. Der dunkle Schatten, den die "Affäre Ngwat-Mahop" auf die vergangene Spielzeit wirft, der bleibt.
Marcus Lehmann
Die Verwunderung war groß. Vergangene Saison noch wurde Neuzugang Louis Ngwat-Mahop beim FC Bayern als Stürmer mit großer Zukunft angepriesen. Auch sein Trainer Hermann Gerland geizt nicht mit Lob, nennt den 19-Jährigen "eine absolute Granate". 33 Einsätze und sieben Tore standen für Ngwat-Mahop in der vergangenen Regionalliga-Runde zu Buche, auch bei den Profis durfte er am 33.Spieltag (3:0 in Cottbus) einen Kurzeinsatz feiern. Im aktuellen Kader der Bayern taucht das vielversprechende Talent jedoch nicht mehr auf.
Hat in München keine Zukunft: Das Talent Louis Ngwat-Mahop musste den FCB verlassen.
© imago
Warum die Münchner verzichten? Als sich der erweiterte Kader am 29. Juni zur Hongkong-Reise aufmachte, erklärte Ngwat-Mahop, er könne seinen Pass nicht mehr finden. Nach und nach kam heraus: Der französische Pass des Kameruners war gefälscht, die Passnummer lief auf eine Frau aus Paris. Fakt ist: Ohne diese doppelte Staatsbürgerschaft hätte er keine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland und keine Spielgenehmigung für die Regionalliga erhalten dürfen.
Eingefädelt wurde die "Pass-Affäre" angeblich von dem Berater des Spielers. "Louis war aus allen Wolken gefallen und am Boden zerstört", nimmt Gerland seinen ehemaligen Stürmer in Schutz. "Dem Jungen wurde übel mitgespielt."
Bei der FIFA wurde der Wechsel zum FC Bayern am 9.August 2006 korrekt abgeschlossen - was die Ausbildungsentschädigung für den abzugebenden Verein Dragon Club de Yaounde betrifft. Für alles Weitere ist der DFB zuständig.
Dort erstattete der FC Bayern nun umgehend Selbstanzeige, trennte sich von Ngwat-Mahop. Zu Strafen für Spieler oder Verein konnte sich der DFB wegen des schwebenden Verfahrens nicht äußern. Ngwat-Mahop absolvierte jedoch bereits ein Probetraining bei RBSalzburg, steht dort kurz vor Vertragsabschluss. Der österreichische Meister will den Kameruner mit einem Profivertrag ausstatten, ist über die Gescheh- nisse in München informiert.
Erst am gestrigen Mittwoch vom kicker in Kenntnis gesetzt wurde der 1.FCSaarbrücken. Die Saarländer landeten vergangene Saison auf dem ersten Abstiegsrang, mussten in die Oberliga. FCS-Manager Wolfgang Loos: "Diese Sache darf uns nicht tangieren, wir haben uns sportlich nicht qualifziert und tragen die Konsequenzen. Auch wenn ein gewisses Grummeln im Bauch natürlich bleibt."
Formal-juristisch gilt die Saison nach dem 30.Juni als abgeschlossen. Ein späterer Einspruch, kann sich nicht mehr auf den Ligabetrieb auswirken. Der dunkle Schatten, den die "Affäre Ngwat-Mahop" auf die vergangene Spielzeit wirft, der bleibt.
Marcus Lehmann
- DirtyToby
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Naja, würdest du den Pass eines potentiellen Angestellten mit der Lupe untersuchen oder erst mal die Passnummer von der Bundespolizei checken lassen? Ich denke mit dem nötigen Geld bekommt man schon einen "originalen" Pass, nur halt mit einer falschen NummerNiclas92 hat geschrieben:Unglaublich! Wie kann so etwas passiere und dann noch beim "modernsten" deutschen Club. Wie kann man nicht merken, dass ein Spieler einen gefälschten Pass besitzt![]()
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Da hast du sicherlich Recht, aber trotzdem darf sowas eigentlich nicht passieren!!DirtyToby hat geschrieben:Naja, würdest du den Pass eines potentiellen Angestellten mit der Lupe untersuchen oder erst mal die Passnummer von der Bundespolizei checken lassen? Ich denke mit dem nötigen Geld bekommt man schon einen "originalen" Pass, nur halt mit einer falschen NummerNiclas92 hat geschrieben:Unglaublich! Wie kann so etwas passiere und dann noch beim "modernsten" deutschen Club. Wie kann man nicht merken, dass ein Spieler einen gefälschten Pass besitzt![]()
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Re: Affäre Ngwat-Mahop - FCB II
Na klar, der Junge wußte ja nicht, daß er die französische Staatsbürgerschaft nicht hat, woher hätte er das auch wissen sollen...Maro hat geschrieben:
Eingefädelt wurde die "Pass-Affäre" angeblich von dem Berater des Spielers. "Louis war aus allen Wolken gefallen und am Boden zerstört", nimmt Gerland seinen ehemaligen Stürmer in Schutz. "Dem Jungen wurde übel mitgespielt."
Historische Kickers-Bücher zum Download: http://www.kickers-stuttgart.de - Mittlerweile 15.649 originalgetreue Seiten verfügbar.
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So bösartig auch wieder nicht...
Da haben die Seppls mit aller Macht darum gekämpft um auch 2.Mannschaften in der neuen 3.Liga spielen zu lassen. Und dann kommt so ein kleiner dummer Junge und macht ihnen womöglich alles zunichte weil irgendeine herbe DFB-Strafe verhängt wird?
Nönö, sooo blöd ist der Metzgermeister nie im Leben
Da haben die Seppls mit aller Macht darum gekämpft um auch 2.Mannschaften in der neuen 3.Liga spielen zu lassen. Und dann kommt so ein kleiner dummer Junge und macht ihnen womöglich alles zunichte weil irgendeine herbe DFB-Strafe verhängt wird?
Nönö, sooo blöd ist der Metzgermeister nie im Leben
Beim Fußball verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft. (Jean-Paul Sartre)
- Italo-Blauer
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Wenn Gerland, der ja bekannt für seine grantige Art ist, sich sogar vor ihn stellt und sagt, dass ihm übel mitgespiel wurde, dann glaube ich ihm.
Moderener Menschenhandel ist im Fußball ja nicht neu. Ob der nun wirklich wußte, wie es um seinen Pass steht, bleibt dahingestellt. Aber über die Machenschaften seines Beraters sollte man sich doch bitteschön auch mal Gedanken machen. Meint ihr wirklich, der Louis hat, als er bei den Münchnern angefangen hat zu spielen, seinen Pass brav bei Uli abgegeben?! Meiner Meinung hat der Berater sich nicht in die Karten schauen lassen und gehofft, dass alles glatt geht.
Das es erst bei der Hongkong-Reise rauskam, zeigt doch auch, das die Bayern es doch nicht wissen konnten und mit der Selbstanzeige um Schadensbegrenzung bemüht waren.
Moderener Menschenhandel ist im Fußball ja nicht neu. Ob der nun wirklich wußte, wie es um seinen Pass steht, bleibt dahingestellt. Aber über die Machenschaften seines Beraters sollte man sich doch bitteschön auch mal Gedanken machen. Meint ihr wirklich, der Louis hat, als er bei den Münchnern angefangen hat zu spielen, seinen Pass brav bei Uli abgegeben?! Meiner Meinung hat der Berater sich nicht in die Karten schauen lassen und gehofft, dass alles glatt geht.
Das es erst bei der Hongkong-Reise rauskam, zeigt doch auch, das die Bayern es doch nicht wissen konnten und mit der Selbstanzeige um Schadensbegrenzung bemüht waren.
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Zumindest ist die Frist für eventuelle Einsprüche am 30. Juni abgelaufen. Saarbrücken prüft nun eine mögliche Schadensersatzklage.Soulfly hat geschrieben:...und der FCB hat mit der Selbstanzeige gewartet bis alle Ligen in
vollem Gange sind. Gewußt hamses nämlich schon früher.![]()
Dies war eine bösartige Unterstellung
Quelle: www.sr-online.de
- Heiko K.
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Zu machen dürfte da eh nichts sein, wenn dem Verband der Paß zur Erteilung der Spielgenehmigung vorlag und dort auch niemand die Fäschung bemerkt hat, müßte der Verein da eigentlich Rechtssicherheit haben.
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- Soulfly
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So, jetzt ist es so weit, der FCS reicht Klage gegen den FCB ein.
http://www.fc-saarbruecken.de/magazin/a ... opmenu=674
http://www.fc-saarbruecken.de/magazin/a ... opmenu=674
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