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Mittwoch den 3. Oktober 2007 um 14:30 Uhr
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www.kickers-handball.deSindelfingen (red). Erste Saisonniederlage für die Württembergliga-Handballer des HV Stuttgarter Kickers. Die Mannschaft von Trainer Gerhard Warstat unterlag am Tag der deutschen Einheit beim VfL Sindelfingen mit 30:32 (15:13). Grund zum Jubeln hatten bei den Gästen aus Degerloch also keiner – die Akteure des Gegners hingegen schon: Der Neuling hat dank des knappen Heimsiegs fürs Erste die Tabellenführung in der Württembergliga übernommen.
Die Mannschaft von Spielertrainer Andreas Epple steht nach drei Spieltagen auf dem ersten Tabellenplatz – auf genau jenem Rang also, den viele Insider der Handball-Württembergliga vor dem Saisonstart unter anderem der Formation von Kickers-Coach Gerhard Warstat zugetraut hatten, allerdings erst zum Rundenschluss. Von Gratulationen angesichts der Spitzenposition wollte Epple nach der Partie gegen die Blauen dennoch nichts wissen. Der Spielertrainer sprach vielmehr davon, dass „dieser erste Platz eine schöne Momentaufnahme“ sei – „mehr aber auch nicht“.
Und damit weiter zu den mit 3:3 Zählern gestarteten Kickers-Handballern. „Eigentlich müssten wir zum jetzigen Zeitpunkt schon ein paar Punkte mehr auf dem Konto haben“, sagt deren Präsident Jürgen Hollenbach nach der ersten Saisonniederlage. Was nicht ist, kann ja noch werden. Doch das 30:32 für seine Mannschaft analysierte Hollenbach so: „Wir hatten es in Sindelfingen mit einem starken Gegner zu tun, dazu gesellte sich bei uns auch noch einiges Verletzungspech“, bemerkte er. In der Tat: Almir Mekic schied Mitte der zweiten Hälfte verletzungsbedingt aus, nachdem er bei der Landung nach einem Wurfversuch sich unsanft den Knöchel verdrehte. Außerdem ist der Rückraumann Oliver Beiser nach dessen erlittener Fingerverletzung noch nicht hundertprozentig fit, was ihm anzumerken gewesen ist. Einem Einsatz am Samstag im Heimspiel gegen die zweite Garnitur des Zweitligisten SG Bietigheim-Metternzimmern (19.30 Uhr, Gymnasiumsporthalle Sillenbuch) steht aber in beiden Fällen wohl nichts entgegen.
Dazu kam, dass in Ladislav Goga ein weiterer wichtiger Akteur schon früh seinen Einsatzwillen unfreiwillig dosieren musste. Goga hatte schon nach knapp 20 Spielminuten seine zweite Zwei-Minuten-Zeitstrafe erhalten, eine weitere hätte für ihn das vorzeitige Aus vor rund 300 Zuschauern in der Sindelfinger Sommerhofenhalle bedeutet. Nicht zu übersehen war allerdings im ersten Abschnitt bis zum 8:8-Zwischenstand ein gewaltiges Deckungsproblem auf Seiten der Gäste. Auch wenn es noch immer gelte, insgesamt neun „Neue“ in Warstats Kader zu einer schlagkräftigen Truppe zu formen: „Da hätte ich mir doch von allen deutlich mehr Kampfgeist gewünscht“, sagte Hollenbach. Nach einer 15:13-Halbzeitführung für die Gäste hatte sich darauf das Blatt schnell zu Gunsten der Hausherren gewendet gehabt. Nun lag der eigentliche Favorit fast beständig im Rückstand, so auch beim 29:28 für die Sindelfinger wenige Minuten vor dem Schluss. Die Vorentscheidung fiel kurz darauf: Die Gäste drängten vehement auf den wichtigen Ausgleichstreffer, verloren aber dabei den Ball an ihren Gegner, der wiederum einen schnellen Konter zum 30:28 abschloss. Und damit war die Partie gelaufen.
VfL Sindelfingen: Barbaros Özsöz, Jens Zimmermann; Simon Schach (1), Tobias Müller (1), Patrice Payer (5), Konstantin Geis (9/4), Sören Weihing, Torsten Merlitz, Dennis Hoffmann (5), Oliver Seemann (4), Andreas Epple (1), Frank Klein (1), Markus Guse (5). Spielertrainer: Andreas Epple.
HV Stuttgarter Kickers: Wojciech Honisch, David Thomitzni; Ladislav Goga (6), Tomislav Barisic (10/2), Almir Mekic (4/1), Petruz Sezkir, Sebastian Zeise, Philipp Schöbinger, Armin Bauer (4), Sebastian Humpfer (3), Oliver Beiser (2), Emanuel Sonnenwald (1). Trainer: Gerhard Warstat.