Fan"kultur" in italienischen Stadien

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JJ
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Fan"kultur" in italienischen Stadien

Beitrag von JJ »

"Auschwitz ist eure Heimat"
"Auschwitz ist eure Heimat, die Öfen euer Zuhause", Lazio-Fans sorgen mit ihren Plakaten und Bannern immer wieder für Skandale

Von Vito Avantario, Rom

Roms Olympiastadion verkommt immer mehr zur Bühne rechtsradikaler Fußball-Fans. Besonders gefürchtet: die Anhänger von Lazio Rom. Am Abend (ab 20.45 Uhr im stern.de-Live-Ticker) muss Werder Bremen in der Champions League in Rom antreten. Der Club hat Angst um die eigenen Fans.

Nirgendwo sonst in Europa sind die Fankurven von Fußballfans derart politisiert wie in Italien. Soziale Befindlichkeiten bahnen sich dort schnell ihren Weg auf die Ränge: Vor einigen Tagen etwa ist die Ehefrau eines italienischen Marinegenerals bei einem Überfall in Rom ermordet worden. Die Behörden haben sofort Ermittlungen aufgenommen und einen Rumänen verhaftet. Nazi-Skandal im Olympiastadion

Hooligans wüten in Europa

Der Verdächtige bestreitet bisher alles. Für das Tribunal rechtsradikaler Anhänger des SS Lazio Rom ist die Angelegenheit allerdings schnell justiziabel gewesen: Am vergangenen Wochenende spielte die Fiorentina im römischen Olympiastadion. Während der Partie musste sich der rumänische Nationalspieler Adrian Mutu vom AC Florenz bei jeder seiner Ballberührungen erbarmungslos auspfeifen und als "Zigeuner" beschimpfen lassen. Der italienische Fußballverband prüft seitdem eine Platzsperre Lazio Roms.

Erst zwei Wochen ist es her als rechtradikale Anhänger von Lazio zuletzt für Empörung gesorgt haben. Während des Champions-League-Hinspiels in Bremen hatten sie mehrmals mit Sprechchören den früheren faschistischen Diktator Italiens, Benito Mussolini, gefeiert. Die Aktion "Zusammen gegen Rassismus" beantworteten sie mit dem Hitlergruß. Werders Sanogo wurde mit Affengeschrei beleidigt. Seitdem ermittelt eine Untersuchungskommission der Uefa. Sie suche Bilder und Zeugenaussagen, heißt es aus der Zentrale in Nyon im Vorfeld des heutigen Rückspiels.

Zum harten Kern des Tifo Laziale gehört eine 7000 Mann große Gruppe, die sich die "Irriducibili" nennen. "Irriducibili" bedeutet soviel wie "die Unbeugsamen" oder "die Erbitterten". Chef dieser Truppe ist Fabrizio Toffolo. Bis Ende 2006 hatte Toffolo Stadionverbot, weil er einen Polizeibeamten auf dem Weg zu einem Auswärtsspiel am Bahnhof Termini verletze. Er wurde zu 18 Monaten Haft verurteilt, einen Drittel davon hat er in der römischen Haftanstalt Regina Coeli abgesessen, der Rest wurde zu Hausarrest umgewandelt. Bei Lazio-Spielen hatte Toffolo in dieser Zeit zu Anpfiff, Halbzeit und Schlusspfiff eine Unterschrift bei der römischen Polizei abzugeben. Früher gab er im Stadion die Chöre und die Parolen vor: Als der Serbe Sinisa Mihajlovic etwa noch in Rom spielte, brachten es Toffolos Leute fertig, ein Transparent mit den Worten aufzuhängen: "Ehre dem Tiger Arkan." Das war vor fünf Jahren. In Belgrad war damals der Kriegsverbrecher Zeljko Raznatovic, genannt Arkan, ermordet worden. Er soll ein Freund des Lazio-Spielers gewesen sein, deshalb hätten sie das gemacht, sagte Toffolo später. "Wir wollten ihm unsere Anteilnahme zeigen." Der Skandal war natürlich so bewusst kalkuliert, wie jener als 1999 während eines Stadtderbys die gegnerischen Fans vom AS Rom mit einem 18 Meter langen Transparent begrüsst wurden, auf dem stand: "Auschwitz ist eure Heimat, die Öfen euer Zuhause". Lazio Rom ist so etwas wie der rechtsradikale Cousin der traditionell linken AS Roma. Die "Società Sportiva Lazio" wurde 1900 gegründet. Sie hatte anfänglich eine bürgerlich-konservative, später eine eindeutig faschistische Klientel. Unter anderem war auch Mussolini Mitglied des Vereins. Die "Roma" wurde 1927 im Arbeiterviertel Testaccio gegründet. Romas erster Präsident war Renato Sacerdoti, ein Jude. In den siebziger und achtziger Jahren wurden die Fans der Roma von der als links geltenden Fangruppe der "Cucs" angeführt. Sie löste sich Mitte der neunziger Jahre auf. Seitdem bestimmen allerdings bei der "Roma" immer häufiger auch rechte Anhänger wie die "Boys" die Choreografie in der Südkurve des Olympiastadions.


Widerstand gegen die Vereinnahmung der Fankurven durch Faschisten
Nach Einschätzung des italienischen Innenministeriums gibt es rund 80.000 organisierte gewaltbereite Fans in Italien, auch aus dem linken Spektrum: die Ultras der "Brigate Autonome Livornese" (Fans des AC Livorno) sind Antifaschisten und Kommunisten. Der Nukleo der Fans vom AC Florenz gehört ebenfalls zum linken Spektrum. Der FC Genua hat eine große Zahl antirassistischer Skinheads unter seinen Fans. Aber - und das ist wenig bekannt - auch Lazio Rom hat mit den "Dissidenti" eine antirassistische Gruppierung unter seinen Ultras, die seit Jahren gegen die Unterwanderung der Lazio-Nordkurve durch Rechtsnationale kämpft. Doch die Mehrheit der gewaltbereiten Fans in Italien kommt aus dem rechtsextremen Spektrum. Viele von ihnen gelten als von faschistischen Gruppen wie der "Forza Nuova" ("Neue Kraft") infiltriert, wie etwa die "Curva Sud" von Chievo Verona. "Forza Nuova" wurde 1997 gegründet. Sie pflegt gute Kontakte zur deutschen NPD. Auf der Webpage der deutsch-nationalen wird auf die italienischen Kameraden verlinkt. Erst im letzten Jahr hielt der NPD-Bundesvorsitzende Udo Voigt eine Rede im italienischen Viterbo auf Einladung der "Forza Nuova", während der er die Zuhörer auf eine Einigung der nationalistischen Parteien in Europa einschwörte.

Seit längerem aber formiert sich auch in Italien Widerstand gegen die schleichende Vereinnahmung der Fankurven durch Faschisten und Neo-Nationalisten: Nicht nur der Präsident des AS Rom, Franco Sensi, distanziert sich deutlich von den rechtsradikalen Fans seines Klubs. Sein Stürmerstar Francesco Totti drohte bereits damit, Verein und Stadt zu verlassen, wenn die faschistoide Unterwanderung der "Roma"-Südkurve nicht gebremst würde. Der italienische Verband hat mittlerweile Bestimmungen erlassen, wonach Inhalte von Transparenten und Plakaten vor Eintritt ins Stadion von der Polizei kontrolliert werden. Erlaubt sind überdies nur noch Spruchbänder von 1,5 Meter Länge aus feuerfestem Stoff.

Werder mit eigener Security nach Rom

Ein anderes Beispiel für den Widerstand gegen den Rechtsradikalismus sind zudem auch die "Mondiali Antirazzisti" in Norditalien, eine "antirassistische Weltmeisterschaft", bei der sich jährlich bis zu 6.000 Fans zusammenfinden, um gegen Rassismus und rechtextremistische Tendenzen im internationalen Fußball zu demonstrieren. Eher symbolhaft dagegen ist die Aktion des FC Messina einzustufen: Nachdem der Spieler André Zolo Kpolo 2006 bei einem Spiel zwischen dem FC Messina und Inter Mailand von den Inter-Fans bei jedem Ballkontakt mit Affenlauten beleidigt worden war, wurde der Abwehspieler von der Elfenbeinküste beim Spiel gegen den FBC Treviso mit der Kapitänsbinde ausgestattet. Diese Aktion bezeichnete der Präsident von Messina, Pietro Franza, als ein "Symbol für den Kampf gegen Rassismus im gesamten italienischen Fußball".

Werder Bremen hat derweil zum heutigen Champions-League-Spiel gegen Lazio ein halbes Dutzend Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes mit nach Rom genommen. "Wir kennen den politischen Hintergrund der dortigen Fans", begründete Manager Klaus Allofs die Entscheidung. Der Schutz gelte den eigenen Fans, nicht der Mannschaft. "Wir wollen unseren Anhängern Sicherheit bieten", sagte der Manager. Der Verein hat den anreisenden Bremern davon abgeraten, allein ins Stadion zu gehen. Die Werder-Fans sollten in Begleitung von italienischer Polizei und deutschem Sicherheitsdienst zum Stadion fahren.

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n-o-r-d-0711
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Beitrag von n-o-r-d-0711 »

und was sollen die Bremer Fans zu befürchten haben? Ist doch für sie völlig egal, ob die Lazio Fans Links- oder Rechtsextrem sind, da die Bremer Fans ja sowieso weitgehend 'unpolitisch' sind :roll:

und wieso wird sowas unbedeutendes wie die Kurve von Chievo Verona erwähnt - dazu wusste ich bisher noch nichts von 'ner rechtsextremen Chievo Kurve, sind doch die Braven in Verona. Abgesehen davon, dass es dort nicht mal ne Fanszene gibt. Ist eigentlich allgemein bekannt, dass Hellas von 'Masse und Rechtsextremismus' die Nummer 1 in Verona ist, also wieso nicht wenigstens die Hellas Army oder Brigate Gialloblu als Beispiel gebracht. :roll: :roll:
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JJ
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Beitrag von JJ »

SektionLB hat geschrieben:und was sollen die Bremer Fans zu befürchten haben? Ist doch für sie völlig egal, ob die Lazio Fans Links- oder Rechtsextrem sind, da die Bremer Fans ja sowieso weitgehend 'unpolitisch' sind :roll:

und wieso wird sowas unbedeutendes wie die Kurve von Chievo Verona erwähnt - dazu wusste ich bisher noch nichts von 'ner rechtsextremen Chievo Kurve, sind doch die Braven in Verona. Abgesehen davon, dass es dort nicht mal ne Fanszene gibt. Ist eigentlich allgemein bekannt, dass Hellas von 'Masse und Rechtsextremismus' die Nummer 1 in Verona ist, also wieso nicht wenigstens die Hellas Army oder Brigate Gialloblu als Beispiel gebracht. :roll: :roll:
auch wenn ich jetzt die Aussage Deine Beitrags, zugegebenermaßen nicht verstehe finde ich es ganz schön krass was dort so los ist....
Stelle man sich einmal vor was in Deutschland los wäre wenn auch nur ein annähernd ähnliches Spruchband in einem Bundesliga Spiel auftaucht :shock:
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svk4ever
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Beitrag von svk4ever »

Na ja... aber das sind eigentlich alles bekannte Fakten.
Hooked On Music - Das Rockmagazin im Internet: http://www.hooked-on-music.de
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n-o-r-d-0711
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Beitrag von n-o-r-d-0711 »

JJ hat geschrieben:
SektionLB hat geschrieben:und was sollen die Bremer Fans zu befürchten haben? Ist doch für sie völlig egal, ob die Lazio Fans Links- oder Rechtsextrem sind, da die Bremer Fans ja sowieso weitgehend 'unpolitisch' sind :roll:

und wieso wird sowas unbedeutendes wie die Kurve von Chievo Verona erwähnt - dazu wusste ich bisher noch nichts von 'ner rechtsextremen Chievo Kurve, sind doch die Braven in Verona. Abgesehen davon, dass es dort nicht mal ne Fanszene gibt. Ist eigentlich allgemein bekannt, dass Hellas von 'Masse und Rechtsextremismus' die Nummer 1 in Verona ist, also wieso nicht wenigstens die Hellas Army oder Brigate Gialloblu als Beispiel gebracht. :roll: :roll:
auch wenn ich jetzt die Aussage Deine Beitrags, zugegebenermaßen nicht verstehe finde ich es ganz schön krass was dort so los ist....
Stelle man sich einmal vor was in Deutschland los wäre wenn auch nur ein annähernd ähnliches Spruchband in einem Bundesliga Spiel auftaucht :shock:
Ok, den Part über Chievo und Hellas hätte ich weglassen können, hab mich nur drüber aufgeregt. :wink:
Aber was ich eigentlich sagen wollte: Wieso macht Allofs bzw. Werder Bremen so ein Drama draus?! :roll:
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barneygumble
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Beitrag von barneygumble »

SektionLB hat geschrieben:
JJ hat geschrieben:
SektionLB hat geschrieben:und was sollen die Bremer Fans zu befürchten haben? Ist doch für sie völlig egal, ob die Lazio Fans Links- oder Rechtsextrem sind, da die Bremer Fans ja sowieso weitgehend 'unpolitisch' sind :roll:

und wieso wird sowas unbedeutendes wie die Kurve von Chievo Verona erwähnt - dazu wusste ich bisher noch nichts von 'ner rechtsextremen Chievo Kurve, sind doch die Braven in Verona. Abgesehen davon, dass es dort nicht mal ne Fanszene gibt. Ist eigentlich allgemein bekannt, dass Hellas von 'Masse und Rechtsextremismus' die Nummer 1 in Verona ist, also wieso nicht wenigstens die Hellas Army oder Brigate Gialloblu als Beispiel gebracht. :roll: :roll:
auch wenn ich jetzt die Aussage Deine Beitrags, zugegebenermaßen nicht verstehe finde ich es ganz schön krass was dort so los ist....
Stelle man sich einmal vor was in Deutschland los wäre wenn auch nur ein annähernd ähnliches Spruchband in einem Bundesliga Spiel auftaucht :shock:
Ok, den Part über Chievo und Hellas hätte ich weglassen können, hab mich nur drüber aufgeregt. :wink:

Aber was ich eigentlich sagen wollte: Wieso macht Allofs bzw. Werder Bremen so ein Drama draus?!
:roll:
Du findest das dann normal?!
Ohne diese Reaktion von Bremen würde es doch kaum jemanden interessieren. Wobei ich an Bremens Stelle zehn mal zu viel Leutz geschickt hätte.
Diesem ganzen Komerz-Fußball ist doch ein schönes Spiel und volle Stadien Zustimmung genug. Die werden sicherlich nicht über sotte Aktionen berichten, um den schönen Schein zu bewahren.

Was da teilweise abgeht, hat mit Fussi nix mehr gemein. Solche Vereine sollte man ein Leben lang vom internationalen Kräftemessen sperren.
Wie bekommt man solche Plakate ins Stadion und wie kommen diese Leute die diesen Dreck aufhängen wieder ungeschoren wieder da raus???

Auf den Komerzfußball mit seinen tollen Vereinen und seinen Nebenwirkungen. Tolle Plattform!
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Beitrag von Blauer Bub »

JJ hat geschrieben:Stelle man sich einmal vor was in Deutschland los wäre wenn auch nur ein annähernd ähnliches Spruchband in einem Bundesliga Spiel auftaucht :shock:
Und genau das finde ich (übrigens: als Nicht-Deutscher) an Deutschland positiv. Was oft als "Moral-Keule" diffamiert wird ist ein tiefverankerter und gesellschaftsweiter Konsens darüber, wo es Grenzen gibt. Und darüber bin ich sehr froh. (Das bedeutet nicht, dass diese Grenzen nicht auch hin und wieder von Einzelnen überschritten werden.)

Übrigens bin ich sicher: In Deutschland hätte - und wird es auch in Zukunft nicht - eine Person wie Fini, Bossi oder auch Haider sicher in keiner Regierung gesessen.
Überlinger

Beitrag von Überlinger »

Blauer Bub hat geschrieben:...eine Person wie Fini, Bossi oder auch Haider sicher in keiner Regierung gesessen.
Das kann man so nicht sagen!
Wir haben in Deutschland eine nicht geringe Zahl an unzufriedenen und Protestwählern. Was da passieren kann hat man bei der letzten Bundestagswahl mit der Linkspartei gesehen. Diese Wähler fühlen sich an kein politisches Lager gebunden und würden auch rechts wählen wenn es passende Alternativen gäbe. Und wenn diese passende Alternative sich dann einigermaßen "gesellschaftsfähig" verhält, würde auch irgendwann eine Partei der Mitte eine Koalition eingehen. Da bin ich mir sicher!!
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JJ
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Beitrag von JJ »

Blauer Bub hat geschrieben: Und genau das finde ich (übrigens: als Nicht-Deutscher) an Deutschland positiv. Was oft als "Moral-Keule" diffamiert wird ist ein tiefverankerter und gesellschaftsweiter Konsens darüber, wo es Grenzen gibt. Und darüber bin ich sehr froh. (Das bedeutet nicht, dass diese Grenzen nicht auch hin und wieder von Einzelnen überschritten werden.)
Nur um es klar zustellen ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass es eigentlich eine Schande ist was in Italien einem zentralen Baustein der europäischen Union los ist.
Zum Glück würde man in Deutschland hierauf anders reagieren.
Blauer Bub hat geschrieben: Übrigens bin ich sicher: In Deutschland hätte - und wird es auch in Zukunft nicht - eine Person wie Fini, Bossi oder auch Haider sicher in keiner Regierung gesessen.
Das würde ich so nicht sagen.
Die Entstehung der Linkspartei und das positive Bild mancher Leute über Hetzer und Blender wie Lafontaine und Gysi sowie der stetige Zulauf rechtsextremer und linksextremer Parteien ist erster Indikator für eine solche Entwicklung.

Mit sozialem Ungleichgewicht wird Tür und Tor für solche Parteien und Personen wie Haider, Lafontaine, Gysi etc. geöffnet.
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