Freude an der Niederlage - das gibt's nur in Portsmouth
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Freude an der Niederlage - das gibt's nur in Portsmouth
Trotz den ausufernden Spielkalendern gibt es in England jedes Jahr ein oder zwei Spiele, die über das Matchtelegramm hinaus in Erinnerung bleiben, ja Gesprächsstoff auf Jahre hinaus liefern. Als Beispiele können die torreichen Partien zwischen Liverpool und Newcastle United Mitte der neunziger Jahre genannt werden; sie gehören zum festen Bestandteil der TV-Sendungen über Highlights vergangener Saisons. Seit letztem Samstag zählt neu der Viertelfinal im FA-Cup zwischen dem FC Portsmouth und Arsenal dazu, obwohl das Bemerkenswerte nicht auf dem Rasen (klarer 5:1-Erfolg von Arsenal), sondern rund um das Spielfeld herum geschah.
Als die Londoner nach dem Schlusspfiff das Spielfeld verliessen, erhielten sie von den 20 000 Zuschauern im ausverkauften Fratton Park stehende Ovationen. Ob so viel Anerkennung wurde selbst ein Profi wie Thierry Henry weich. «So etwas habe ich noch nie erlebt», sagte der Franzose, der zwei Tore zur Galavorstellung an der englischen Südküste beigetragen hatte. Auch Arsenal-Manager Arsène Wenger war beeindruckt. Er geniesse den Sieg umso mehr, weil auch die Anhänger des Gegners die Leistung seiner Mannschaft gewürdigt hätten, sagte der Elsässer. Auch die Medien ergossen sich in ihren Berichten in Superlativen.
Nachdem in den letzten zwei Jahrzehnten englische Fans hauptsächlich durch Ausschreitungen aufgefallen waren, ist ein solch vorbildliches Verhalten wie in Portsmouth eine besondere Erwähnung wert. Anhänger von Manchester United mögen zwar nun behaupten, auch sie hätten letztes Jahr einem Gegner Standing Ovations gewährt - Ronaldo nach seinen drei Toren für Real Madrid anlässlich der 3:4-Niederlage im Champions-League-Viertelfinal. Doch im Old Trafford galt der Applaus nur einem Spieler, in Portsmouth aber kam eine ganze gegnerische Mannschaft in den Genuss.
Was weiter verblüffte: Portsmouth wurde trotz dem offensichtlichen Klassenunterschied nicht ausgepfiffen. Weil «Pompey» bis zum Schluss kämpfte, unterstützen die Fans ihre Spieler bis zum bitteren Ende und bejubelten natürlich auch frenetisch den einzigen Treffer in der letzten Minute durch Teddy Sheringham. «Allein der Fans wegen würde es Portsmouth verdienen, in der Premier League zu bleiben», gab Henry das Kompliment an die Fans zurück. Die sind Manager Harry Redknapp einfach dankbar dafür, dass er «Pompey» zurück ins Oberhaus des englischen Fussballs geführt hat. «Bevor er kam, waren wir es gewohnt, gegen Grimsby Town zu verlieren. Nun können wir es wenigstens geniessen, von grossartigen Spielern zerdrückt zu werden», sagte ein Fan nach dem Spiel gegenüber der BBC.
Martin Pütter
Als die Londoner nach dem Schlusspfiff das Spielfeld verliessen, erhielten sie von den 20 000 Zuschauern im ausverkauften Fratton Park stehende Ovationen. Ob so viel Anerkennung wurde selbst ein Profi wie Thierry Henry weich. «So etwas habe ich noch nie erlebt», sagte der Franzose, der zwei Tore zur Galavorstellung an der englischen Südküste beigetragen hatte. Auch Arsenal-Manager Arsène Wenger war beeindruckt. Er geniesse den Sieg umso mehr, weil auch die Anhänger des Gegners die Leistung seiner Mannschaft gewürdigt hätten, sagte der Elsässer. Auch die Medien ergossen sich in ihren Berichten in Superlativen.
Nachdem in den letzten zwei Jahrzehnten englische Fans hauptsächlich durch Ausschreitungen aufgefallen waren, ist ein solch vorbildliches Verhalten wie in Portsmouth eine besondere Erwähnung wert. Anhänger von Manchester United mögen zwar nun behaupten, auch sie hätten letztes Jahr einem Gegner Standing Ovations gewährt - Ronaldo nach seinen drei Toren für Real Madrid anlässlich der 3:4-Niederlage im Champions-League-Viertelfinal. Doch im Old Trafford galt der Applaus nur einem Spieler, in Portsmouth aber kam eine ganze gegnerische Mannschaft in den Genuss.
Was weiter verblüffte: Portsmouth wurde trotz dem offensichtlichen Klassenunterschied nicht ausgepfiffen. Weil «Pompey» bis zum Schluss kämpfte, unterstützen die Fans ihre Spieler bis zum bitteren Ende und bejubelten natürlich auch frenetisch den einzigen Treffer in der letzten Minute durch Teddy Sheringham. «Allein der Fans wegen würde es Portsmouth verdienen, in der Premier League zu bleiben», gab Henry das Kompliment an die Fans zurück. Die sind Manager Harry Redknapp einfach dankbar dafür, dass er «Pompey» zurück ins Oberhaus des englischen Fussballs geführt hat. «Bevor er kam, waren wir es gewohnt, gegen Grimsby Town zu verlieren. Nun können wir es wenigstens geniessen, von grossartigen Spielern zerdrückt zu werden», sagte ein Fan nach dem Spiel gegenüber der BBC.
Martin Pütter
Wem die Scheiße bis zum Hals steht sollte den Kopf nicht hängen lassen!
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Tüten-Tim hat geschrieben:Mal ganz ehrlich: Welcher echte Fan freut sich denn über eine Niederlage?
25.11.2003, 16:52 :DTüten-Tim hat geschrieben:Mir ist es in 1. Linie wichtig, dass die Fans alles geben und dann schau ich aufs Spielfeld...
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Jetzt gerät aber jemand in Erklärungsnot. *G*svk4ever hat geschrieben:Tüten-Tim hat geschrieben:Mal ganz ehrlich: Welcher echte Fan freut sich denn über eine Niederlage?25.11.2003, 16:52 :DTüten-Tim hat geschrieben:Mir ist es in 1. Linie wichtig, dass die Fans alles geben und dann schau ich aufs Spielfeld...
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Felix B. hat geschrieben:Blöde Frage: Was warn da?svk4ever hat geschrieben: 25.11.2003, 16:52 :D
Das Zitat von Tim.
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