Dresden droht die Insolvenz
Dynamo plagen große Finanzprobleme. Auf einer Mitgliederversammlung erklärte Dresdens Hauptgeschäftsführer Bernd Maas, dass der Klub nur noch bis Ende März zahlungsfähig sei. Ab April seien die Ausgaben nicht mehr abgesichert. Der Grund für die Geldnot ist vor allem im Umbau des Stadions und den unerwartetet hohen Personalkosten zu suchen.
Bereits vor der Zusammenkunft der Mitglieder hatte der Ostklub eine Deckungslücke von etwa 1,2 Millionen Euro im Saisonetat eingeräumt und Maßnahmen gegen die drohende Insolvenz angekündigt. Dabei hoffen die Sachsen darauf, dass die Stadt Dresden Finanzhilfe leisten wird. Diese hat allerdings schon eine Bürgschaft in Höhe von 42 Millionen Euro für den Umbau des Stadions aufgenommen. Der komplette Umbau ihrer Heimstätte zu einer 34.000 Zuschauer fassenden Arena wird auch als Hauptgrund für die Finanznöte genannt. Denn auf Grund der Bauarbeiten können nur noch knapp 9.000 Zuschauer statt der von Dynamo berechneten 12.000 die Heimpartien der Sachsen verfolgen. Allein dadurch fehlen 450.000 Euro im Etat.
Personalkosten höher als erwartet
Aber nicht nur der Stadionumbau, sondern auch die Personalkosten stellen den Traditionsverein vor Probleme. So sind die Ausgaben wegen der Nachverpflichtungen in der Winterpause und des Rauswurfs von Trainer Norbert Meier, der durch Eduard Geyer ersetzt wurde, um 500.000 Euro höher als geplant. Zudem verschlingt das Leistungszentrum für den Nachwuchs mit 400.000 Euro eine viermal höhere Summe als gedacht.
Lizenz für nächste Saison unsicher
Neben den finanziellen Sorgen müssen die Dresdner nun auch um die Lizenz für die nächste Saison bangen. Denn ob sie diese vom DFB erhalten, ist völlig offen. Zudem mussten die Sachsen im Falle eines Aufstiegs in die zweite Liga – zurzeit belegt Dresden in der äußerst engen Liga den neunten Tabellenplatz – die Leipziger WM-Arena als Ausweich-Spielort angeben. Denn ihre eigene "Stadionbaustelle" hat derzeit weder ein Flutlicht noch eine Rasenheizung und erfüllt damit nicht die Anforderungen des DFB.
Quelle: kicker.de