Berichte vom Spiel gegen Bayern II
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Berichte vom Spiel gegen Bayern II
1:0 in Stuttgart
Sikorski beschert FCBII wichtigen Auswärtssieg
Die Amateure des FC Bayern haben einen ganz wichtigen Auswärtssieg eingefahren. Am 22. Spieltag der Regionalliga Süd gewann die Mannschaft von Trainer Hermann Gerland bei den Stuttgarter Kickers mit 1:0 (0:0) und verbesserte sich damit der Tabelle von Platz elf auf neun.
Vor 3.100 Zuschauer im „GAZI-Stadion“ Stuttgart-Degerloch avancierte Daniel Sikorski zum Matchwinner. Mit seinem sechsten Saisontreffer in der 60. Minute sicherte er der Münchnern drei ganz wichtige Punkte im Kampf um die Qualifikation für die eingleisige dritte Liga. Für die Bayern war es erst der zweite Auswärtssieg in dieser Saison und der erste überhaupt im neunten Spiel bei den Kickers.
Weiter geht es für die Gerland-Truppe an Gründonnerstag. Dann gastiert Tabellennachbar SV Elversberg im Stadion an der Grünwalder Straße. Mit einem weiteren Sieg könnte der Bayern-Nachwuchs sich schon ein wenig Luft verschaffen auf die Ränge jenseits von Platz zehn.
Stuttgarter Kickers - FC Bayern II 0:1 (0:0)
Stuttgarter Kickers: Yelldell - Benda, Wildersinn (77. Yildiz), Rapp, Baradel - Rosen, Mann - Parmak, Gambo, Cerci (59. Tucci) - Kacani (59. Genisyürek)
FC Bayern II: Kraft - Celozzi, Saba, Linke, Heinze - Müller (83. Kokocinski), Schütz, Badstuber, Schwarz (68. Fürstner) - Sikorski - Wagner (85. Nagorny)
Schiedsrichter: Kunzmann (Niederaula)
Zuschauer: 3.100 Zuschauer
Tore: 0:1 Sikorski (60.),
Gelbe Karten: Müller / -
Quelle: fcbayern.de
Sikorski beschert FCBII wichtigen Auswärtssieg
Die Amateure des FC Bayern haben einen ganz wichtigen Auswärtssieg eingefahren. Am 22. Spieltag der Regionalliga Süd gewann die Mannschaft von Trainer Hermann Gerland bei den Stuttgarter Kickers mit 1:0 (0:0) und verbesserte sich damit der Tabelle von Platz elf auf neun.
Vor 3.100 Zuschauer im „GAZI-Stadion“ Stuttgart-Degerloch avancierte Daniel Sikorski zum Matchwinner. Mit seinem sechsten Saisontreffer in der 60. Minute sicherte er der Münchnern drei ganz wichtige Punkte im Kampf um die Qualifikation für die eingleisige dritte Liga. Für die Bayern war es erst der zweite Auswärtssieg in dieser Saison und der erste überhaupt im neunten Spiel bei den Kickers.
Weiter geht es für die Gerland-Truppe an Gründonnerstag. Dann gastiert Tabellennachbar SV Elversberg im Stadion an der Grünwalder Straße. Mit einem weiteren Sieg könnte der Bayern-Nachwuchs sich schon ein wenig Luft verschaffen auf die Ränge jenseits von Platz zehn.
Stuttgarter Kickers - FC Bayern II 0:1 (0:0)
Stuttgarter Kickers: Yelldell - Benda, Wildersinn (77. Yildiz), Rapp, Baradel - Rosen, Mann - Parmak, Gambo, Cerci (59. Tucci) - Kacani (59. Genisyürek)
FC Bayern II: Kraft - Celozzi, Saba, Linke, Heinze - Müller (83. Kokocinski), Schütz, Badstuber, Schwarz (68. Fürstner) - Sikorski - Wagner (85. Nagorny)
Schiedsrichter: Kunzmann (Niederaula)
Zuschauer: 3.100 Zuschauer
Tore: 0:1 Sikorski (60.),
Gelbe Karten: Müller / -
Quelle: fcbayern.de
Stuttgarter Kickers - Der Ex-Profiverein für alle, die keinen Profiverein brauchen.
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Große Enttäuschung auf der Waldau - Kickers verlieren mit 0:1 gegen Bayern II
Auch im ersten Heimspiel des neuen Jahres schafften es die Kickers nicht, die Negativserie vor heimischem Publikum zu beenden. Das Team von Trainer Stefan Minkwitz enttäuschte über weite Strecken der Partie und verlor durch den Treffer von Münchens Daniel Sikorski in der 61. Minute mit 0:1.
Trainer Stefan Minkwitz: "Ich bin wahnsinnig enttäuscht von der Mannschaft."
Auch im ersten Heimspiel des neuen Jahres schafften es die Kickers nicht, die Negativserie vor heimischem Publikum zu beenden. Das Team von Trainer Stefan Minkwitz enttäuschte über weite Strecken der Partie und verlor durch den Treffer von Münchens Daniel Sikorski in der 61. Minute mit 0:1.
Die Aufstellung:
Oliver Stierle (Muskelfaserriss), Jens Härter (Knieprobleme) und Angelo Vaccaro (Sperre) standen Trainer Stefan Minkwitz heute nicht zur Verfügung. Folgende Elf sollte endlich den ersten Heimsieg einfahren: David Yelldell im Tor, die Abwehrreihe mit Mike Baradel, Marcel Rapp, Marco Wildersinn und Sascha Benda. Im Mittelfeld spielten zentral Marcus Mann, Alexander Rosen und Bashiru Gambo, auf den Flügeln Mustafa Parmak und Ferhat Cerci. Vorne stand Sokol Kacani als zentraler Sturmspitze in der Startformation.
Der Spielverlauf:
In der ersten halben Stunde der Partie wirkten die Kickers optisch überlegen. Sie störten das junge Bayern-Team früh und versuchten über die Außenbahnen mit Mustafa Parmak und Ferhat Cerci durchzukommen. Doch die Blauen erspielten sich kaum nennenswerte Möglichkeiten gegen die gute Abwehr der Gäste um Ex-Nationalspieler und Kapitän Thomas Linke. Ein Schuss von Sascha Benda vom rechten Strafraumeck (10.) und ein Distanzschuss von Mustafa Parmak (17.) sorgten für ein wenig Gefahr. Auf der anderen Seite musste sich David Yelldell lange strecken, um den Schlenzer von Münchens Thomas Müller aus dem langen Eck zu parieren (18.). In der 20. Minute scheiterte Sokol Kacani aus kurzer Distanz nach der Hereingabe von Sascha Benda, Münchens Saba konnte ihn entscheidend abblocken. Nach gut einer halben Stunde ließ sich die Kickers-Abwehr überspielen, doch Matthias Schwarz fackelte zu lange beim Torabschluss, so dass Mike Baradel den Schuss noch auf das Tornetz abfälschen konnte. Beim anschließenden Eckball stand Thomas Müller sträflich frei, doch er konnte den Freiraum nicht nutzen und köpfte genau in die Arme von David Yelldell. Die letzte Möglichkeit vor der Pause hatten aber nochmals die Blauen, als Ferhat Cerci einen Einwurf schnell ausführte, Mustafa Parmak sich auf die Grundlinie durchsetzte und flach in die Mitte passte, doch erneut wurde der Kickers-Stürmer entscheidend gestört und der Ball ging einen Meter am Tor vorbei (32.).
Zur zweiten Halbzeit kamen die Kickers entschlossener aus der Kabine und hatten gleich mehrere gute Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Ein langer Ball von Bashiru Gambo auf Mustafa Parmak, der seinen Gegenspieler an der Strafraumkante versetzte und dann aus 14 Metern abzog, doch Münchens Keeper Thomas Kraft parierte sicher (46.). Eine Flanke von Sascha Benda flog nur zwei Minuten später in den Strafraum der Gäste, Sokol Kacani nahm das Leder volley ab, doch auch sein Versuch war zu unplatziert. Wieder nur Sekunden später fasste sich Alexander Rosen ein Herz und zog aus 25 Metern ab, doch sein Schuss strich knapp am linken Pfosten vorbei. In der 50. Minute zeigten sich die Münchner zum ersten Mal, als Sandro Wagner einen Flugkopfball am langen Pfosten vorbeiköpfte.
Stefan Minkwitz reagierte in der 59. Spielminute und brachte mir Saban Genisyürek und Marco Tucci für Ferhat Cerci und Sokol Kacani zwei neue Offensivkräfte.
Nur zwei Minuten später aber der Schock bei den Kickers-Fans. Die Kickers-Abwehr brachte den Ball nicht aus dem Gefahrenbereich, bis schließlich Sascha Benda den Ball genau in die Füße von Sandro Wagner köpfte, anstatt nach außen zu klären. Der Bayern-Stürmer spitzelt die Kugel durch auf Daniel Sikorski, der aus kurzer Distanz den Ball über die Linie zum 0:1 drückte (61.).
Danach war das Spiel aus Kickers-Sicht leider gelaufen. Die Mannschaft war verunsichert und es lief fast gar nichts mehr zusammen. Beste Beispiele waren zwei Kerzen von Keeper David Yelldell oder die Tatsache, dass nicht ein Kickers-Spieler mal resolut in den Zweikampf ging oder gar eine Verwarnung kassierte. Die Bälle wurde immer wieder lang nach vorne geschlagen, doch Thomas Linke und Christian Saba in der Bayern-Defensive hatten kaum Mühe. Auch spielerisch lief nicht mehr viel zusammen, viele technische Fehler und leichtfertige Ballverluste ließen kaum einen gelungenen Spielzug zu. Einzig Neuzugang Alexander Rosen zeigte in der Phase des Spiels immer wieder viel Einsatz und versuchte sein Team anzutreiben, doch es sollte kaum mehr was gelingen.
Mit dem letzten Wechsel in der 76. Minute setzte Stefan Minkwitz alles auf eine Karte: Er wechselte für Marco Wildersinn nun Recep Yildiz in die Partei und stellte hinten auf Dreierkette um. Doch auch der letzte Joker verpuffte nahezu völlig. Für ein wenig Torgefahr sorgte der Kopfball von Bashiru Gambo (82.), der strammer Linksschuss von Sascha Benda (85.) und der Kopfball von Marco Tucci nach einer Parmak-Flanke (88.).
Die Gäste aus München erspielten sich nach dem Führungstreffer mehrere beste Möglichkeiten, doch verpassten es die Partie zu entscheiden - ganz zum Ärger von Trainer Herman Gerland. Münchens Thomas Müller hätte in der 70. Minute bereits auf 0:2 erhöhen können, wenn er ins Netz anstatt ans Außennetz geschossen hätte. Nur wenig später schüttelte er Marcel Rapp im Sprintduell locker ab, doch Marco Wildersinn konnte mit seiner Grätsche stark klären.
So blieb es schließlich bis zum Schlusspfiff von Schiedsrichter Manuel Kunzmann beim 1:0-Erfolg der Bayern-Amateure. Die Kickers-Fans müssen weiter auf den ersten Heimsieg in dieser Saison warten, zumal das Team nunmehr seit zwölf Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn wartet.
Bereits am Dienstagabend im Nachholspiel gegen den SC Pfullendorf (19.00 Uhr im GAZi-Stadion auf der Waldau) hat die Mannschaft aber die Möglichkeit, das schwache Spiel und die Niederlage vergessen zu machen.
Die Trainerstimmen:
Hermann Gerland: „Ich bin sehr froh, dass wir heute hier gewonnen haben. Früher mit Nürnberg, TB Berlin oder seit Jahren mit Bayern konnte ich bei den Kickers noch nie gewinnen. Wir hätten den Sieg schon viel früher klarmachen können, als die Kickers alles auf eine Karte gesetzt hatten. Wir hatten reichlich Chancen, zeigten aber Nerven vor dem Tor. Aber ich bin zufrieden.“
Stefan Minkwitz: "Ich bin wahnsinnig enttäuscht von der Mannschaft, vor allem von der Spielweise in der zweiten Halbzeit. Leider haben wir aus der optischen Überlegenheit in der ersten halben Stunde kein Kapital geschlagen. Bis 15 Minuten vor der Pause haben wir Fußball gespielt, danach gab es einen Bruch in unserem Spiel und wir verloren etwas die Ordnung. Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten wir drei vier Chancen, wenn da eine reingeht läuft es sicherlich anders. So hat Bayern die erste nennenswerte Möglichkeit und nutzt sie dank unserer Unterstützung in der Abwehr zum 0:1. Danach war nur noch Hauruck-Fußball, die langen Bälle auf die Stürmer waren leichte Beute für Linke und Saba in der Bayern-Defensive. Ich muss aber auch sagen, dass unsere Einwechslungen nicht den gewünschten Erfolg brachten. Nichtsdestotrotz behalten wir den Glauben an die Quali zur 3. Liga, so lange rechnerisch noch alles möglich ist. Pfullendorf am Dienstag ist aber sicherlich eines der Endspiele.“
Die Spielstatistik:
Kickers: David Yelldell - Mike Baradel, Marcel Rapp, Marco Wildersinn (77. Recep Yildiz), Sascha Benda - Alexander Rosen, Marcus Mann, Bashiru Gambo, Ferhat Cerci (59. Saban Genisyürek), Mustafa Parmak - Sokol Kacani (59. Marco Tucci) - Trainer: Stefan Minkwitz
Bayern München II: Thomas Kraft - Stefano Celozzi, Christian Saba, Thomas Linke, Timo Heinze - Tom Schütz, Thomas Müller (81. Michael Kokocinski), Matthias Schwarz (68. Stephan Fürstner), Holger Badstuber - Sandro Wagner (83. Vitus Nagorny), Daniel Sikorski - Trainer: Herman Gerland
Schiedsrichter:
Manuel Kunzmann (Niederaula)
Zuschauer:
3.100 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau
Torfolge:
0:1 Daniel Sikorski (61.)
Verwarnungen:
Gelbe Karte: - ; Heinze
Quelle: stuttgarter-kickers.de
Auch im ersten Heimspiel des neuen Jahres schafften es die Kickers nicht, die Negativserie vor heimischem Publikum zu beenden. Das Team von Trainer Stefan Minkwitz enttäuschte über weite Strecken der Partie und verlor durch den Treffer von Münchens Daniel Sikorski in der 61. Minute mit 0:1.
Trainer Stefan Minkwitz: "Ich bin wahnsinnig enttäuscht von der Mannschaft."
Auch im ersten Heimspiel des neuen Jahres schafften es die Kickers nicht, die Negativserie vor heimischem Publikum zu beenden. Das Team von Trainer Stefan Minkwitz enttäuschte über weite Strecken der Partie und verlor durch den Treffer von Münchens Daniel Sikorski in der 61. Minute mit 0:1.
Die Aufstellung:
Oliver Stierle (Muskelfaserriss), Jens Härter (Knieprobleme) und Angelo Vaccaro (Sperre) standen Trainer Stefan Minkwitz heute nicht zur Verfügung. Folgende Elf sollte endlich den ersten Heimsieg einfahren: David Yelldell im Tor, die Abwehrreihe mit Mike Baradel, Marcel Rapp, Marco Wildersinn und Sascha Benda. Im Mittelfeld spielten zentral Marcus Mann, Alexander Rosen und Bashiru Gambo, auf den Flügeln Mustafa Parmak und Ferhat Cerci. Vorne stand Sokol Kacani als zentraler Sturmspitze in der Startformation.
Der Spielverlauf:
In der ersten halben Stunde der Partie wirkten die Kickers optisch überlegen. Sie störten das junge Bayern-Team früh und versuchten über die Außenbahnen mit Mustafa Parmak und Ferhat Cerci durchzukommen. Doch die Blauen erspielten sich kaum nennenswerte Möglichkeiten gegen die gute Abwehr der Gäste um Ex-Nationalspieler und Kapitän Thomas Linke. Ein Schuss von Sascha Benda vom rechten Strafraumeck (10.) und ein Distanzschuss von Mustafa Parmak (17.) sorgten für ein wenig Gefahr. Auf der anderen Seite musste sich David Yelldell lange strecken, um den Schlenzer von Münchens Thomas Müller aus dem langen Eck zu parieren (18.). In der 20. Minute scheiterte Sokol Kacani aus kurzer Distanz nach der Hereingabe von Sascha Benda, Münchens Saba konnte ihn entscheidend abblocken. Nach gut einer halben Stunde ließ sich die Kickers-Abwehr überspielen, doch Matthias Schwarz fackelte zu lange beim Torabschluss, so dass Mike Baradel den Schuss noch auf das Tornetz abfälschen konnte. Beim anschließenden Eckball stand Thomas Müller sträflich frei, doch er konnte den Freiraum nicht nutzen und köpfte genau in die Arme von David Yelldell. Die letzte Möglichkeit vor der Pause hatten aber nochmals die Blauen, als Ferhat Cerci einen Einwurf schnell ausführte, Mustafa Parmak sich auf die Grundlinie durchsetzte und flach in die Mitte passte, doch erneut wurde der Kickers-Stürmer entscheidend gestört und der Ball ging einen Meter am Tor vorbei (32.).
Zur zweiten Halbzeit kamen die Kickers entschlossener aus der Kabine und hatten gleich mehrere gute Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Ein langer Ball von Bashiru Gambo auf Mustafa Parmak, der seinen Gegenspieler an der Strafraumkante versetzte und dann aus 14 Metern abzog, doch Münchens Keeper Thomas Kraft parierte sicher (46.). Eine Flanke von Sascha Benda flog nur zwei Minuten später in den Strafraum der Gäste, Sokol Kacani nahm das Leder volley ab, doch auch sein Versuch war zu unplatziert. Wieder nur Sekunden später fasste sich Alexander Rosen ein Herz und zog aus 25 Metern ab, doch sein Schuss strich knapp am linken Pfosten vorbei. In der 50. Minute zeigten sich die Münchner zum ersten Mal, als Sandro Wagner einen Flugkopfball am langen Pfosten vorbeiköpfte.
Stefan Minkwitz reagierte in der 59. Spielminute und brachte mir Saban Genisyürek und Marco Tucci für Ferhat Cerci und Sokol Kacani zwei neue Offensivkräfte.
Nur zwei Minuten später aber der Schock bei den Kickers-Fans. Die Kickers-Abwehr brachte den Ball nicht aus dem Gefahrenbereich, bis schließlich Sascha Benda den Ball genau in die Füße von Sandro Wagner köpfte, anstatt nach außen zu klären. Der Bayern-Stürmer spitzelt die Kugel durch auf Daniel Sikorski, der aus kurzer Distanz den Ball über die Linie zum 0:1 drückte (61.).
Danach war das Spiel aus Kickers-Sicht leider gelaufen. Die Mannschaft war verunsichert und es lief fast gar nichts mehr zusammen. Beste Beispiele waren zwei Kerzen von Keeper David Yelldell oder die Tatsache, dass nicht ein Kickers-Spieler mal resolut in den Zweikampf ging oder gar eine Verwarnung kassierte. Die Bälle wurde immer wieder lang nach vorne geschlagen, doch Thomas Linke und Christian Saba in der Bayern-Defensive hatten kaum Mühe. Auch spielerisch lief nicht mehr viel zusammen, viele technische Fehler und leichtfertige Ballverluste ließen kaum einen gelungenen Spielzug zu. Einzig Neuzugang Alexander Rosen zeigte in der Phase des Spiels immer wieder viel Einsatz und versuchte sein Team anzutreiben, doch es sollte kaum mehr was gelingen.
Mit dem letzten Wechsel in der 76. Minute setzte Stefan Minkwitz alles auf eine Karte: Er wechselte für Marco Wildersinn nun Recep Yildiz in die Partei und stellte hinten auf Dreierkette um. Doch auch der letzte Joker verpuffte nahezu völlig. Für ein wenig Torgefahr sorgte der Kopfball von Bashiru Gambo (82.), der strammer Linksschuss von Sascha Benda (85.) und der Kopfball von Marco Tucci nach einer Parmak-Flanke (88.).
Die Gäste aus München erspielten sich nach dem Führungstreffer mehrere beste Möglichkeiten, doch verpassten es die Partie zu entscheiden - ganz zum Ärger von Trainer Herman Gerland. Münchens Thomas Müller hätte in der 70. Minute bereits auf 0:2 erhöhen können, wenn er ins Netz anstatt ans Außennetz geschossen hätte. Nur wenig später schüttelte er Marcel Rapp im Sprintduell locker ab, doch Marco Wildersinn konnte mit seiner Grätsche stark klären.
So blieb es schließlich bis zum Schlusspfiff von Schiedsrichter Manuel Kunzmann beim 1:0-Erfolg der Bayern-Amateure. Die Kickers-Fans müssen weiter auf den ersten Heimsieg in dieser Saison warten, zumal das Team nunmehr seit zwölf Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn wartet.
Bereits am Dienstagabend im Nachholspiel gegen den SC Pfullendorf (19.00 Uhr im GAZi-Stadion auf der Waldau) hat die Mannschaft aber die Möglichkeit, das schwache Spiel und die Niederlage vergessen zu machen.
Die Trainerstimmen:
Hermann Gerland: „Ich bin sehr froh, dass wir heute hier gewonnen haben. Früher mit Nürnberg, TB Berlin oder seit Jahren mit Bayern konnte ich bei den Kickers noch nie gewinnen. Wir hätten den Sieg schon viel früher klarmachen können, als die Kickers alles auf eine Karte gesetzt hatten. Wir hatten reichlich Chancen, zeigten aber Nerven vor dem Tor. Aber ich bin zufrieden.“
Stefan Minkwitz: "Ich bin wahnsinnig enttäuscht von der Mannschaft, vor allem von der Spielweise in der zweiten Halbzeit. Leider haben wir aus der optischen Überlegenheit in der ersten halben Stunde kein Kapital geschlagen. Bis 15 Minuten vor der Pause haben wir Fußball gespielt, danach gab es einen Bruch in unserem Spiel und wir verloren etwas die Ordnung. Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten wir drei vier Chancen, wenn da eine reingeht läuft es sicherlich anders. So hat Bayern die erste nennenswerte Möglichkeit und nutzt sie dank unserer Unterstützung in der Abwehr zum 0:1. Danach war nur noch Hauruck-Fußball, die langen Bälle auf die Stürmer waren leichte Beute für Linke und Saba in der Bayern-Defensive. Ich muss aber auch sagen, dass unsere Einwechslungen nicht den gewünschten Erfolg brachten. Nichtsdestotrotz behalten wir den Glauben an die Quali zur 3. Liga, so lange rechnerisch noch alles möglich ist. Pfullendorf am Dienstag ist aber sicherlich eines der Endspiele.“
Die Spielstatistik:
Kickers: David Yelldell - Mike Baradel, Marcel Rapp, Marco Wildersinn (77. Recep Yildiz), Sascha Benda - Alexander Rosen, Marcus Mann, Bashiru Gambo, Ferhat Cerci (59. Saban Genisyürek), Mustafa Parmak - Sokol Kacani (59. Marco Tucci) - Trainer: Stefan Minkwitz
Bayern München II: Thomas Kraft - Stefano Celozzi, Christian Saba, Thomas Linke, Timo Heinze - Tom Schütz, Thomas Müller (81. Michael Kokocinski), Matthias Schwarz (68. Stephan Fürstner), Holger Badstuber - Sandro Wagner (83. Vitus Nagorny), Daniel Sikorski - Trainer: Herman Gerland
Schiedsrichter:
Manuel Kunzmann (Niederaula)
Zuschauer:
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Torfolge:
0:1 Daniel Sikorski (61.)
Verwarnungen:
Gelbe Karte: - ; Heinze
Quelle: stuttgarter-kickers.de
Zuletzt geändert von DirtyToby am Samstag 15. März 2008, 20:47, insgesamt 1-mal geändert.
Stuttgarter Kickers - Der Ex-Profiverein für alle, die keinen Profiverein brauchen.
- MrBombastik
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- Wohnort: Möhringen an der Körsch
Sonntag aktuell:
0:1 gegen Bayer München II. Auch im 10. Versuch kein Heimsieg der Kickers. Das 12. Spiel ohne Sieg nacheinander, für den Anfang November zum Cheftrainer beförderten Stefan Minkwitz war es das siebte. Gegen die Bayern ein disziplinierter Auftritt in den ersten 30 Minuten, allerdings fast ohne Durchsetzungsvermögen in der Offensive und mit einer katastrophalen Leistung des als einziger echter Spitze aufgebotenen Sokol Kacani. Fast nichts mehr ging nach dem 0:1. Nach dem Abpfiff: versteinerte Gesichter, hängende Köpfe. Die Konsequenz: schon 7 Punkte Rückstand auf den 10.Platz. Gewinnt Reutlingen heute gegen Oggersheim, sind es neun. Schlussfolgerung: die Chancen auf die 3. Liga sind nur noch sehr gering.
Die Kommentare der Verantwortlichen: ruhig vorgetragen, doch inhaltlich wie Donnerhall. "Die Spieler sollten ihre Einstellung überdenken", sagte Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum. Und? "Sie dürfen noch weiterwurschteln, bis sie arbeitslos sind". Eine Trainerdiskussion gäbe es nicht. Joachim Cast: "So wie wir in den letzten 30 Minuten gespielht haben, haben wir in der 3. Liga nichts verloren. Wir sind heute am Boden zerstört." In der Winterpause keinen neuen Stürmer zu holen sei - nach dem gestrigen Spiel zu urteilen - eine Fehlentscheidung gewesen. Rechnerisch sei die Qualifikation zwar noh möglich, erklärten alle. Aber: "Unetr dem Eindruck dieses Spiels kann man nicht optimistisch sein", sagte Eichelbaum. Fazit: Holen die Kickers am Dienstag gegen Pfullendorf nicht 3 Punkte, schrumpft die Hoffnung auf ein Minimum. Der Verein könnte dann wohl für die 4. Liga planen.
0:1 gegen Bayer München II. Auch im 10. Versuch kein Heimsieg der Kickers. Das 12. Spiel ohne Sieg nacheinander, für den Anfang November zum Cheftrainer beförderten Stefan Minkwitz war es das siebte. Gegen die Bayern ein disziplinierter Auftritt in den ersten 30 Minuten, allerdings fast ohne Durchsetzungsvermögen in der Offensive und mit einer katastrophalen Leistung des als einziger echter Spitze aufgebotenen Sokol Kacani. Fast nichts mehr ging nach dem 0:1. Nach dem Abpfiff: versteinerte Gesichter, hängende Köpfe. Die Konsequenz: schon 7 Punkte Rückstand auf den 10.Platz. Gewinnt Reutlingen heute gegen Oggersheim, sind es neun. Schlussfolgerung: die Chancen auf die 3. Liga sind nur noch sehr gering.
Die Kommentare der Verantwortlichen: ruhig vorgetragen, doch inhaltlich wie Donnerhall. "Die Spieler sollten ihre Einstellung überdenken", sagte Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum. Und? "Sie dürfen noch weiterwurschteln, bis sie arbeitslos sind". Eine Trainerdiskussion gäbe es nicht. Joachim Cast: "So wie wir in den letzten 30 Minuten gespielht haben, haben wir in der 3. Liga nichts verloren. Wir sind heute am Boden zerstört." In der Winterpause keinen neuen Stürmer zu holen sei - nach dem gestrigen Spiel zu urteilen - eine Fehlentscheidung gewesen. Rechnerisch sei die Qualifikation zwar noh möglich, erklärten alle. Aber: "Unetr dem Eindruck dieses Spiels kann man nicht optimistisch sein", sagte Eichelbaum. Fazit: Holen die Kickers am Dienstag gegen Pfullendorf nicht 3 Punkte, schrumpft die Hoffnung auf ein Minimum. Der Verein könnte dann wohl für die 4. Liga planen.
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Ich fass es nicht.... Diese Äußerung ist ja mal echt der Hammer... Und vor der Winterpause hat man das also noch nicht sehen können? Komisch, dass die Leute HIER das sofort gesehen haben... omg..... Und was heist "weiterwurschteln bis zur Arbeitslosigkeit?" Was ist das denn für ne Aussage bitte?!? Oh du liebe Öffentlichkeitsarbeit...uli hat geschrieben: In der Winterpause keinen neuen Stürmer zu holen sei - nach dem gestrigen Spiel zu urteilen - eine Fehlentscheidung gewesen.
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:D
Manche merken es halt spät, andere vielleicht nie.
Ich wünschte mir, dass jetzt alle hinstehen würden und ihr Versagen eingestehen. Angefangen von den Helden in kurzen Hosen, bis hin zur sportlichen Leitung und denen, die deren Empfehlungen abgenickt haben.
Das wäre zumindest mal die Basis für einen Neuanfang.
Die Spieler haben es noch am einfachsten: Die können am Dienstag eine Reaktion zeigen. Wenn sie nicht wissen, wie das geht: Ein Wolfgang Wolf hat es mal zu Bundesligazeiten in einem Schlüsselspiel gegen seinen FCK in der Kloschüssel eindrucksvoll vorgeführt. Da war dem Gegner nach 2 Minuten klar, dass es an dem Tag nichts für sie zu holen gibt.
Und wer von der Mannschaft dazu keinen Bock hat, der sollte einfach den Trainer bitten ihn nicht mehr zu brücksichtigen.
Gegen Pfullendorf muss die Mannschaft vor Leidenschaft brennen....
Zumindest kann man die Geschichte dann noch mit Anstand zu Ende bringen.
Manche merken es halt spät, andere vielleicht nie.
Ich wünschte mir, dass jetzt alle hinstehen würden und ihr Versagen eingestehen. Angefangen von den Helden in kurzen Hosen, bis hin zur sportlichen Leitung und denen, die deren Empfehlungen abgenickt haben.
Das wäre zumindest mal die Basis für einen Neuanfang.
Die Spieler haben es noch am einfachsten: Die können am Dienstag eine Reaktion zeigen. Wenn sie nicht wissen, wie das geht: Ein Wolfgang Wolf hat es mal zu Bundesligazeiten in einem Schlüsselspiel gegen seinen FCK in der Kloschüssel eindrucksvoll vorgeführt. Da war dem Gegner nach 2 Minuten klar, dass es an dem Tag nichts für sie zu holen gibt.
Und wer von der Mannschaft dazu keinen Bock hat, der sollte einfach den Trainer bitten ihn nicht mehr zu brücksichtigen.
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Insolvenzverwalter und Feierabend-Präsi E. riskiert und kalkuliert den Fall in HARTZ VI für die Spieler und die Angestellten des Vereines ein!DirtyToby hat geschrieben:Ich fass es nicht.... Diese Äußerung ist ja mal echt der Hammer... Und vor der Winterpause hat man das also noch nicht sehen können? Komisch, dass die Leute HIER das sofort gesehen haben... omg..... Und was heist "weiterwurschteln bis zur Arbeitslosigkeit?" Was ist das denn für ne Aussage bitte?!? Oh du liebe Öffentlichkeitsarbeit...uli hat geschrieben: In der Winterpause keinen neuen Stürmer zu holen sei - nach dem gestrigen Spiel zu urteilen - eine Fehlentscheidung gewesen.
Das nenne ich eine tollle Führungsqualität und soziale Verantwortung!!!
Gruß aus Stuttgart
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"...auf die Blaue" uuuuuund "heya,heya Kickers vor..."

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- Blaues Stuttgart
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Das hätten die Spieler aber schon vor dem Spiel bei einem Blick auf die Tabelle merken müssen, ist ja nicht erst seit jetzt 5 vor 12. Kann mir nicht vorstellen, dass sich bei denen im Kopf noch was ändert. Das Gute daran ist, dass solche Pfeifen bei keinem anderen Profiverein übernommen werden, bringt uns jetzt aber auch nichts.
Jaja, doch ein Stürmer... Wie strunzblöd muss man eigentlich sein? Hat ja wirklich jeder außer Trainer und Management gesehen, dass wir noch einen Stürmer brauchen. Wer seine Dummheit so offen zu gibt für den sollte der nächste Schritt ganz einfach der Rücktritt sein! Selbst das Getier an der Waldau lacht doch über die. Tausche Manager gegen einen Regenwurm der wenigstens zum Abbau organischer Substanzen fähig ist. Pro Regenwurm!
Jaja, doch ein Stürmer... Wie strunzblöd muss man eigentlich sein? Hat ja wirklich jeder außer Trainer und Management gesehen, dass wir noch einen Stürmer brauchen. Wer seine Dummheit so offen zu gibt für den sollte der nächste Schritt ganz einfach der Rücktritt sein! Selbst das Getier an der Waldau lacht doch über die. Tausche Manager gegen einen Regenwurm der wenigstens zum Abbau organischer Substanzen fähig ist. Pro Regenwurm!
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Blaues Stuttgart hat geschrieben:Das hätten die Spieler aber schon vor dem Spiel bei einem Blick auf die Tabelle merken müssen, ist ja nicht erst seit jetzt 5 vor 12. Kann mir nicht vorstellen, dass sich bei denen im Kopf noch was ändert. Das Gute daran ist, dass solche Pfeifen bei keinem anderen Profiverein übernommen werden, bringt uns jetzt aber auch nichts.
Jaja, doch ein Stürmer... Wie strunzblöd muss man eigentlich sein? Hat ja wirklich jeder außer Trainer und Management gesehen, dass wir noch einen Stürmer brauchen. Wer seine Dummheit so offen zu gibt für den sollte der nächste Schritt ganz einfach der Rücktritt sein! Selbst das Getier an der Waldau lacht doch über die. Tausche Manager gegen einen Regenwurm der wenigstens zum Abbau organischer Substanzen fähig ist. Pro Regenwurm!
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- FKA ManneS
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WALDAUBRUDDLER
Bin wieder da....nicht besonders gut gelaunt...aber...
http://www.mannesauter.de/waldaubruddler
Bin wieder da....nicht besonders gut gelaunt...aber...
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Die Führingsriege wiederspricht sich doch die ganze Zeit und macht sich nur lächerlich. Hoffe das die schnellstmöglich ihren Hut nehmen. So kann man auch einen Verein kaputtmachen 
Kickers Fans Weltweit
http://www.frappr.com/?a=widgetlandingg ... 7946&giv=1
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- svk4ever
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Klasse!
(bezieht sich auf den Waldaubruddler)
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- Kickers-Horschdi
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BILD: Trümmerhaufen Kickers
BILD-Zeitung:
Trümmerhaufen Kickers
12 Spiele ohne Sieg +++ gestern Krisensitzung +++ morgen letzte Chance
Von HELMUT HEIMANN
Das war’s dann wohl mit der neuen 3. Bundesliga...
Denn: So wie sich die Stuttgarter Kickers bei der 0:1-Niederlage gegen die Reserve von Bayern München präsentierten, hätten sie es auch nicht verdient.
Die Blauen spielten ohne Mumm, harmlos, pomadig, lustlos – ein Trümmerhaufen!
Präsident Dirk Eichelbaum fällte ein vernichtendes Urteil über seine Schlaffis: „Aus dieser Truppe würde nicht mal Ottmar Hitzfeld was rausholen.“
Stimmt! Denn seit zwölf Punktspielen sind die Kickers sieglos, haben kein einziges ihrer zehn Heimspiele gewonnen.
Grottenschlecht auch die Bilanz des neuen Trainers Stefan Minkwitz: sieben Punktspiele ohne Sieg, nur zwei Tore geschossen.
Trotzdem darf er weitermachen. „Wir ziehen das Ding mit ihm durch“, so Eichelbaum nach einer Krisensitzung des Präsidiums gestern. „Jetzt sind die Spieler gefordert.“
Doch die machen sich in die Hose. „Viele haben Angst, dass sie arbeitslos werden“, gibt Mittelfeldspieler Mustafa Parmak zu.
Keine gute Aussichten fürs Schlüsselspiel morgen (19 Uhr) gegen Pfullendorf. das ist wohl die allerletzte Chance, den Hebel umzulegen...

So wie hier Bashiru Gambo, geht’s auch den Kickers insgesamt. Sie sind am Boden

Fassungslos, erfolglos: Trainer Stefan Minkwitz und „Co“ Alexander Malchow

Enttäuschung pur: Mustafa Parmak nach dem Schlusspfiff
Quelle: www.bild.de
Trümmerhaufen Kickers
12 Spiele ohne Sieg +++ gestern Krisensitzung +++ morgen letzte Chance
Von HELMUT HEIMANN
Das war’s dann wohl mit der neuen 3. Bundesliga...
Denn: So wie sich die Stuttgarter Kickers bei der 0:1-Niederlage gegen die Reserve von Bayern München präsentierten, hätten sie es auch nicht verdient.
Die Blauen spielten ohne Mumm, harmlos, pomadig, lustlos – ein Trümmerhaufen!
Präsident Dirk Eichelbaum fällte ein vernichtendes Urteil über seine Schlaffis: „Aus dieser Truppe würde nicht mal Ottmar Hitzfeld was rausholen.“
Stimmt! Denn seit zwölf Punktspielen sind die Kickers sieglos, haben kein einziges ihrer zehn Heimspiele gewonnen.
Grottenschlecht auch die Bilanz des neuen Trainers Stefan Minkwitz: sieben Punktspiele ohne Sieg, nur zwei Tore geschossen.
Trotzdem darf er weitermachen. „Wir ziehen das Ding mit ihm durch“, so Eichelbaum nach einer Krisensitzung des Präsidiums gestern. „Jetzt sind die Spieler gefordert.“
Doch die machen sich in die Hose. „Viele haben Angst, dass sie arbeitslos werden“, gibt Mittelfeldspieler Mustafa Parmak zu.
Keine gute Aussichten fürs Schlüsselspiel morgen (19 Uhr) gegen Pfullendorf. das ist wohl die allerletzte Chance, den Hebel umzulegen...

So wie hier Bashiru Gambo, geht’s auch den Kickers insgesamt. Sie sind am Boden

Fassungslos, erfolglos: Trainer Stefan Minkwitz und „Co“ Alexander Malchow

Enttäuschung pur: Mustafa Parmak nach dem Schlusspfiff
Quelle: www.bild.de
WIR SIND EUROPAPOKALSIEGER DER LANDESMEISTER IM FELDHOCKEY !!!
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nordlicht
Endzeitstimmung bei den Blauen
Hilflos auf und neben dem Platz - Trainer Minkwitz darf weitermachen
Stuttgart - Planlos, hilflos, ratlos - Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers gibt ein Bild des Jammers ab. Einen Rauswurf von Stefan Minkwitz schloss Präsident Dirk Eichelbaum nach der desolaten Leistung beim 0:1 gegen den FC Bayern München II aus: "Es wird keinen Trainerwechsel geben."
VON JÜRGEN FREY
Es war fünf vor zehn am gestrigen Sonntagmorgen, als das Präsidiums-Quartett der Blauen in Richtung Jugendhaus marschierte. Dort wartete die versammelte Mannschaft ohne ihren Trainer. Die Spieler rechneten schon mit der Bekanntgabe des Rauswurfs von Stefan Minkwitz - doch es kam anders: Die Kickers-Granden redeten dem Team mal wieder ins Gewissen. Nicht mehr und nicht weniger. "Der Trainer und die sportliche Leitung sollen es jetzt richten", sagte Eichelbaum hinterher lapidar - und ergänzte: "Der Beschluss, mit Minkwitz weiterzumachen, war einstimmig. Alles andere wäre Aktionismus." Das für den sportlichen Bereich zuständige Präsidiumsmitglied Walter Kelsch stellte dem Coach trotz der miserablen Bilanz (zwei Tore und drei Punkte aus sieben Spielen) sogar einen Freibrief aus: "Ein Trainerwechsel bringt nichts, wir ziehen das jetzt bis Saisonende durch."
Die Lage der Kickers erinnert an den Untergang der Titanic: Das Schiff sinkt, die Musik spielt weiter. Es herrscht Endzeitstimmung. Und wer die beinahe ausweglose Situation nüchtern betrachtet, kommt zu der Erkenntnis: Es ist das Resultat unprofessioneller Flickschusterei, mit der sich der Club systematisch nach unten schraubt. Es hätte nicht den Fußball-Sachverstand eines Ottmar Hitzfeld gebraucht, um spätestens in der Winterpause die eklatanten Probleme im Offensivbereich zu erkennen. Wenn die Führungsetage im Kampf ums sportliche Überleben schon auf einen unerfahrenen Trainer setzt, hätte sie das eingesparte Geld dringend in einen gestandenen Stürmer investieren müssen. Doch Eichelbaum blieb auch nach dem Trauerspiel gegen die Bayern hartnäckig bei seiner gewagten Theorie: "Unser primäres Problem ist das Herausarbeiten von Chancen." Dabei wurde gegen die Münchner Nachwuchstruppe deutlich, dass hinter dem diesmal gesperrten Angelo Vaccaro eine gewaltige Lücke klafft - weil es Spielern wie Sokol Kacani, Marco Tucci und vor allem Saban Genisyürek (noch) an der nötigen Qualität fehlt.
Wie es jetzt weitergeht? Zunächst mit dem Heimspiel am morgigen Dienstag (19 Uhr/Gazistadion) gegen den SC Pfullendorf. Minkwitz wird einige Veränderungen vornehmen. Fest steht: Vaccaro, Mustafa Akcay und - wenn es die Verletzung zulässt - Oliver Stierle werden in die Anfangsformation zurückkehren. "Wer nicht läuft und kämpft, hat seinen Platz auf der Tribüne", droht der Trainer. Wen die Verbannung trifft, will er erst nach dem heutigen Training entscheiden. Neuzugang Ferhat Cerci ist ein heißer Kandidat - genauso Bashiru Gambo. "Wer die Kapitänsbinde trägt und so wenig tut, muss sich Gedanken machen", erklärt Minkwitz, der sich die lasche Einstellung einiger Spieler nicht erklären kann: "Das ist mir ein völliges Rätsel."
Klar dagegen: Im Spiel gegen Pfullendorf geht es um die allerletzte Chance. Klappt es auch im elften Anlauf nicht mit dem ersten Saisonheimsieg, können endgültig die Planungen für die dreigleisige Regionalliga beginnen. Ob es in dieser vierthöchsten Spielklasse überhaupt eine Zukunft für die Kickers geben würde, ließ Eichelbaum offen: "Wir müssten abwarten, ob die Sponsoren dabeiblieben. Klar ist, es würde außerordentlich eng werden." Zuzuschreiben haben sich die Blauen das selbst.
www.stuttgarter-nachrichten.de
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Die Kickers am Tiefpunkt
Wenn der Blick für die Realität fehlt
Von Joachim Klumpp
Der Samstag bildete schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die drohende Fußballzukunft in Degerloch. Ein Spiel im Gazi-Stadion ohne eine einzige Fernsehkamera, dafür mit ein paar Worten des Mitleids aus dem Munde der "Sportschau"-Moderatorin Monica Lierhaus. "Besonders tragisch sieht es für die Stuttgarter Kickers aus", sagte die später mit Blick auf die Tabelle. Platz 17, die Viertklassigkeit vor Augen. Der Tiefpunkt schlechthin. Und die Hoffnung auf den Wendepunkt schwindet von Spiel zu Spiel.
Dabei sollte doch unter dem vor einem Jahr angetretenen Präsidium alles besser werden - was für ein Irrtum: angefangen bei den Personalentscheidungen, bei denen sich der Wunschtrainer Zeidler als Irrtum erwies, der Nachfolger als glücklos und dazu Jürgen Sundermann ins Boot geholt wurde, der sich inzwischen wohl selbst fragt, wozu eigentlich. Die klare Linie fehlt, stattdessen regiert das Prinzip Hoffnung: auf das nächste Spiel, auf mehr Fernsehgelder, auf ein ausgebautes Stadion, auf x-beliebige Neuzugänge, auf Lizenzverweigerungen für die Konkurrenz. Die Verantwortlichen beschäftigen sich mit allem, selten aber mit der Realität.
Die heißt vierte Liga. Dafür gibt es zwar einen Lizenzantrag, aber kein Konzept. Soll im Sommer bloß niemand behaupten, die Entwicklung sei aus heiterem Himmel gekommen. Denn spätestens seit Samstag wäre alles andere als der Abstieg eine Überraschung. Und zumindest darauf sollte man bei den Kickers vorbereitet sein.
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Die Kickers: ein hoffnungsloser Fall?
Nach der 0:1-Niederlage gegen Bayern München rückt die dritte Liga in weite Ferne
STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers machen im neuen Jahr da weiter, wo sie im alten aufgehört hatten: mit einer Heimniederlage. Personelle Konsequenzen gibt es dennoch nicht. "Wir ziehen das Ding mit Stefan Minkwitz durch", sagt der Präsident Dirk Eichelbaum.
Von Joachim Klumpp
Das Gazi-Stadion in Degerloch liegt etwa 400 Meter hoch, doch inzwischen muss man sich dort fühlen wie auf dem Gipfel des Mount Everest. Die Luft zum Atmen wird immer dünner. Wer nach mehr als drei Monaten Fußballentzug auf die Wende gehofft hatte, der wurde am Samstag bitter enttäuscht. Mehr noch: mit dem 0:1 gegen den FC Bayern München II haben die Kickers eine Endzeitstimmung geschaffen. Total fatal. Auch nach zehn Versuchen noch kein Heimsieg, vorletzter Platz, neun Punkte Rückstand ans rettende Ufer, sprich der Qualifikation zur dritten Liga - kein Wunder also, dass gestern die Vereinsgremien tagten. Wieder einmal. Und das alles nur, um zu verkünden: "Es gibt keine Trainerdiskussion." Sondern?
Natürlich steht Stefan Minkwitz in der Kritik, er ist letztendlich verantwortlich für das Auftreten auf dem Platz, und seine Bilanz liest sich katastrophal. Zwei Tore und gerade einmal drei Punkte aus sieben Spielen, das ist ein Offenbarungseid. Der Trainerwechsel jedenfalls ist verpufft wie ein einzelner Chinakracher im Karneval. Ohne Wirkung. Dennoch sagt der Präsident Dirk Eichelbaum: "Wir ziehen das Ding mit ihm durch." Bis zum bitteren Ende? Zu beschönigen gab es diesmal jedenfalls rein gar nichts: "Mit der Leistung der letzten halben Stunde haben wir in der dritten Liga nichts zu suchen", sagte selbst der Manager Joachim Cast.
Zu diesem Zeitpunkt waren die Kickers in Rückstand geraten, und das gegen eine harmlose Bayern-Mannschaft, die beim Anpfiff garantiert jede Friedenspfeife für ein 0:0 geraucht hätte. Am Ende aber mussten die Kickers sogar froh sein, dass der Gegner sie bei seinen vielen Kontern nicht noch abschoss. Minkwitz gab zu: "Das war kein Fußball mehr." Und schon gar kein Aufbäumen. Mit Ausnahme von Rosen und Yelldell erreichte kein Spieler Normalform.
Die Frage, was die Mannschaft in drei Monaten Spielpause gemacht hat, drängte sich förmlich auf. Wie lange Trainer und Mannschaft noch weiterwursteln dürfen? Der Präsident Dirk Eichelbaum sagte sarkastisch: "Bis sie sich arbeitslos gemacht haben." Viel fehlt dazu nicht mehr. Ohne den gesperrten Angelo Vaccaro entpuppte sich der Angriff als harmlos, weil Sokol Kacani praktisch jeden Ball verstolperte und auch die eingewechselten Tucci und Genisyürek keine Regionalligatauglichkeit nachweisen konnten.
Das ruft logischerweise all jene Kritiker auf den Plan, die den Verantwortlichen vorhalten, in der Winterpause keine Alternativen für den Angriff geholt zu haben. Doch da bleibt die Frage - unabhängig von finanziellen Aspekten: wer war auf dem Markt, der den Kickers weitergeholfen hätte? Der umworbene Willmann etwa hat beim Ligarivalen Elversberg bisher auch keine Bäume ausgerissen. "Und Beigang wollte weg", sagt der Manager Joachim Cast, der für die Zusammenstellung des Kaders eine gehörige Portion Mitverantwortung trägt. Seine Einschätzung, die Mannschaft habe Fortschritte gemacht, korrigierte er als "Trugschluss".
Mit fatalen Folgen. Personell kann nun nicht mehr nachgebessert werden (sieht man davon ab, dass die suspendierten Sökler und Ortlieb morgen gegen Pfullendorf vielleicht wieder im Kader stehen werden). Finanziell müssen die Kickers bei sinkenden Zuschauerzahlen schauen, dass sie über die Runden kommen. So sind die Reflexe der Fans verständlich. "Vorstand raus", skandierten einige nach Spielschluss. Die Replik des Schatzmeisters Frieder Kummer lautete: "Wenn"s hilft, trete ich sofort zurück." Ganz so einfach ist die Lage bei den Kickers leider nicht.
Stuttgarter Kickers: Yelldell - Benda, Wildersinn (77. Yildiz), Rapp, Baradel - Rosen, Mann - Parmak, Gambo, Cerci (59. Tucci) - Kacani (59. Genisyürek).
www.stuttgarter-zeitung.de
Tor: 0:1 Sikorski (61.).
Hilflos auf und neben dem Platz - Trainer Minkwitz darf weitermachen
Stuttgart - Planlos, hilflos, ratlos - Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers gibt ein Bild des Jammers ab. Einen Rauswurf von Stefan Minkwitz schloss Präsident Dirk Eichelbaum nach der desolaten Leistung beim 0:1 gegen den FC Bayern München II aus: "Es wird keinen Trainerwechsel geben."
VON JÜRGEN FREY
Es war fünf vor zehn am gestrigen Sonntagmorgen, als das Präsidiums-Quartett der Blauen in Richtung Jugendhaus marschierte. Dort wartete die versammelte Mannschaft ohne ihren Trainer. Die Spieler rechneten schon mit der Bekanntgabe des Rauswurfs von Stefan Minkwitz - doch es kam anders: Die Kickers-Granden redeten dem Team mal wieder ins Gewissen. Nicht mehr und nicht weniger. "Der Trainer und die sportliche Leitung sollen es jetzt richten", sagte Eichelbaum hinterher lapidar - und ergänzte: "Der Beschluss, mit Minkwitz weiterzumachen, war einstimmig. Alles andere wäre Aktionismus." Das für den sportlichen Bereich zuständige Präsidiumsmitglied Walter Kelsch stellte dem Coach trotz der miserablen Bilanz (zwei Tore und drei Punkte aus sieben Spielen) sogar einen Freibrief aus: "Ein Trainerwechsel bringt nichts, wir ziehen das jetzt bis Saisonende durch."
Die Lage der Kickers erinnert an den Untergang der Titanic: Das Schiff sinkt, die Musik spielt weiter. Es herrscht Endzeitstimmung. Und wer die beinahe ausweglose Situation nüchtern betrachtet, kommt zu der Erkenntnis: Es ist das Resultat unprofessioneller Flickschusterei, mit der sich der Club systematisch nach unten schraubt. Es hätte nicht den Fußball-Sachverstand eines Ottmar Hitzfeld gebraucht, um spätestens in der Winterpause die eklatanten Probleme im Offensivbereich zu erkennen. Wenn die Führungsetage im Kampf ums sportliche Überleben schon auf einen unerfahrenen Trainer setzt, hätte sie das eingesparte Geld dringend in einen gestandenen Stürmer investieren müssen. Doch Eichelbaum blieb auch nach dem Trauerspiel gegen die Bayern hartnäckig bei seiner gewagten Theorie: "Unser primäres Problem ist das Herausarbeiten von Chancen." Dabei wurde gegen die Münchner Nachwuchstruppe deutlich, dass hinter dem diesmal gesperrten Angelo Vaccaro eine gewaltige Lücke klafft - weil es Spielern wie Sokol Kacani, Marco Tucci und vor allem Saban Genisyürek (noch) an der nötigen Qualität fehlt.
Wie es jetzt weitergeht? Zunächst mit dem Heimspiel am morgigen Dienstag (19 Uhr/Gazistadion) gegen den SC Pfullendorf. Minkwitz wird einige Veränderungen vornehmen. Fest steht: Vaccaro, Mustafa Akcay und - wenn es die Verletzung zulässt - Oliver Stierle werden in die Anfangsformation zurückkehren. "Wer nicht läuft und kämpft, hat seinen Platz auf der Tribüne", droht der Trainer. Wen die Verbannung trifft, will er erst nach dem heutigen Training entscheiden. Neuzugang Ferhat Cerci ist ein heißer Kandidat - genauso Bashiru Gambo. "Wer die Kapitänsbinde trägt und so wenig tut, muss sich Gedanken machen", erklärt Minkwitz, der sich die lasche Einstellung einiger Spieler nicht erklären kann: "Das ist mir ein völliges Rätsel."
Klar dagegen: Im Spiel gegen Pfullendorf geht es um die allerletzte Chance. Klappt es auch im elften Anlauf nicht mit dem ersten Saisonheimsieg, können endgültig die Planungen für die dreigleisige Regionalliga beginnen. Ob es in dieser vierthöchsten Spielklasse überhaupt eine Zukunft für die Kickers geben würde, ließ Eichelbaum offen: "Wir müssten abwarten, ob die Sponsoren dabeiblieben. Klar ist, es würde außerordentlich eng werden." Zuzuschreiben haben sich die Blauen das selbst.
www.stuttgarter-nachrichten.de
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Die Kickers am Tiefpunkt
Wenn der Blick für die Realität fehlt
Von Joachim Klumpp
Der Samstag bildete schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die drohende Fußballzukunft in Degerloch. Ein Spiel im Gazi-Stadion ohne eine einzige Fernsehkamera, dafür mit ein paar Worten des Mitleids aus dem Munde der "Sportschau"-Moderatorin Monica Lierhaus. "Besonders tragisch sieht es für die Stuttgarter Kickers aus", sagte die später mit Blick auf die Tabelle. Platz 17, die Viertklassigkeit vor Augen. Der Tiefpunkt schlechthin. Und die Hoffnung auf den Wendepunkt schwindet von Spiel zu Spiel.
Dabei sollte doch unter dem vor einem Jahr angetretenen Präsidium alles besser werden - was für ein Irrtum: angefangen bei den Personalentscheidungen, bei denen sich der Wunschtrainer Zeidler als Irrtum erwies, der Nachfolger als glücklos und dazu Jürgen Sundermann ins Boot geholt wurde, der sich inzwischen wohl selbst fragt, wozu eigentlich. Die klare Linie fehlt, stattdessen regiert das Prinzip Hoffnung: auf das nächste Spiel, auf mehr Fernsehgelder, auf ein ausgebautes Stadion, auf x-beliebige Neuzugänge, auf Lizenzverweigerungen für die Konkurrenz. Die Verantwortlichen beschäftigen sich mit allem, selten aber mit der Realität.
Die heißt vierte Liga. Dafür gibt es zwar einen Lizenzantrag, aber kein Konzept. Soll im Sommer bloß niemand behaupten, die Entwicklung sei aus heiterem Himmel gekommen. Denn spätestens seit Samstag wäre alles andere als der Abstieg eine Überraschung. Und zumindest darauf sollte man bei den Kickers vorbereitet sein.
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Die Kickers: ein hoffnungsloser Fall?
Nach der 0:1-Niederlage gegen Bayern München rückt die dritte Liga in weite Ferne
STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers machen im neuen Jahr da weiter, wo sie im alten aufgehört hatten: mit einer Heimniederlage. Personelle Konsequenzen gibt es dennoch nicht. "Wir ziehen das Ding mit Stefan Minkwitz durch", sagt der Präsident Dirk Eichelbaum.
Von Joachim Klumpp
Das Gazi-Stadion in Degerloch liegt etwa 400 Meter hoch, doch inzwischen muss man sich dort fühlen wie auf dem Gipfel des Mount Everest. Die Luft zum Atmen wird immer dünner. Wer nach mehr als drei Monaten Fußballentzug auf die Wende gehofft hatte, der wurde am Samstag bitter enttäuscht. Mehr noch: mit dem 0:1 gegen den FC Bayern München II haben die Kickers eine Endzeitstimmung geschaffen. Total fatal. Auch nach zehn Versuchen noch kein Heimsieg, vorletzter Platz, neun Punkte Rückstand ans rettende Ufer, sprich der Qualifikation zur dritten Liga - kein Wunder also, dass gestern die Vereinsgremien tagten. Wieder einmal. Und das alles nur, um zu verkünden: "Es gibt keine Trainerdiskussion." Sondern?
Natürlich steht Stefan Minkwitz in der Kritik, er ist letztendlich verantwortlich für das Auftreten auf dem Platz, und seine Bilanz liest sich katastrophal. Zwei Tore und gerade einmal drei Punkte aus sieben Spielen, das ist ein Offenbarungseid. Der Trainerwechsel jedenfalls ist verpufft wie ein einzelner Chinakracher im Karneval. Ohne Wirkung. Dennoch sagt der Präsident Dirk Eichelbaum: "Wir ziehen das Ding mit ihm durch." Bis zum bitteren Ende? Zu beschönigen gab es diesmal jedenfalls rein gar nichts: "Mit der Leistung der letzten halben Stunde haben wir in der dritten Liga nichts zu suchen", sagte selbst der Manager Joachim Cast.
Zu diesem Zeitpunkt waren die Kickers in Rückstand geraten, und das gegen eine harmlose Bayern-Mannschaft, die beim Anpfiff garantiert jede Friedenspfeife für ein 0:0 geraucht hätte. Am Ende aber mussten die Kickers sogar froh sein, dass der Gegner sie bei seinen vielen Kontern nicht noch abschoss. Minkwitz gab zu: "Das war kein Fußball mehr." Und schon gar kein Aufbäumen. Mit Ausnahme von Rosen und Yelldell erreichte kein Spieler Normalform.
Die Frage, was die Mannschaft in drei Monaten Spielpause gemacht hat, drängte sich förmlich auf. Wie lange Trainer und Mannschaft noch weiterwursteln dürfen? Der Präsident Dirk Eichelbaum sagte sarkastisch: "Bis sie sich arbeitslos gemacht haben." Viel fehlt dazu nicht mehr. Ohne den gesperrten Angelo Vaccaro entpuppte sich der Angriff als harmlos, weil Sokol Kacani praktisch jeden Ball verstolperte und auch die eingewechselten Tucci und Genisyürek keine Regionalligatauglichkeit nachweisen konnten.
Das ruft logischerweise all jene Kritiker auf den Plan, die den Verantwortlichen vorhalten, in der Winterpause keine Alternativen für den Angriff geholt zu haben. Doch da bleibt die Frage - unabhängig von finanziellen Aspekten: wer war auf dem Markt, der den Kickers weitergeholfen hätte? Der umworbene Willmann etwa hat beim Ligarivalen Elversberg bisher auch keine Bäume ausgerissen. "Und Beigang wollte weg", sagt der Manager Joachim Cast, der für die Zusammenstellung des Kaders eine gehörige Portion Mitverantwortung trägt. Seine Einschätzung, die Mannschaft habe Fortschritte gemacht, korrigierte er als "Trugschluss".
Mit fatalen Folgen. Personell kann nun nicht mehr nachgebessert werden (sieht man davon ab, dass die suspendierten Sökler und Ortlieb morgen gegen Pfullendorf vielleicht wieder im Kader stehen werden). Finanziell müssen die Kickers bei sinkenden Zuschauerzahlen schauen, dass sie über die Runden kommen. So sind die Reflexe der Fans verständlich. "Vorstand raus", skandierten einige nach Spielschluss. Die Replik des Schatzmeisters Frieder Kummer lautete: "Wenn"s hilft, trete ich sofort zurück." Ganz so einfach ist die Lage bei den Kickers leider nicht.
Stuttgarter Kickers: Yelldell - Benda, Wildersinn (77. Yildiz), Rapp, Baradel - Rosen, Mann - Parmak, Gambo, Cerci (59. Tucci) - Kacani (59. Genisyürek).
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Tor: 0:1 Sikorski (61.).
- DirtyToby
- Kickers-Fan
- Beiträge: 8183
- Registriert: Samstag 16. Oktober 2004, 17:36
- Wohnort: Ostfildern
Juhu! Wir haben einen neuen Spieler geholt (Cerci) der doch so wahnsinnig heiss war auf die quali, und jetzt hat er schon so eine einstellung, dass er evtl. den Rest der Saison auf der tribüne verbringt... Wer den wohl ausgesucht hat... Und Sökler und Ortlieb kommen evtl. gegen Pfullendorf wieder in den Kader! Aber ist das nicht evtl. etwas zu spät? Die Spieler haben Angst um ihren Job! Warum tun sie dann nichts dafür? Und nicht der Schatzmeister hat uns so runergewirtschaftet, da sollten lieber andere gleich mal ihre Bereitschaft zum Rücktritt ankündigen. Man man man, alles nur gequirlte Kacke, die da als O-Töne abgedruckt sind. Aber die Berichte an sich treffen es ganz gut.
Stuttgarter Kickers - Der Ex-Profiverein für alle, die keinen Profiverein brauchen.
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Bluebyte
- DirtyToby
- Kickers-Fan
- Beiträge: 8183
- Registriert: Samstag 16. Oktober 2004, 17:36
- Wohnort: Ostfildern
Sollte Sökler am Dienstag endlich mal eine Chance bekommen (die er nach dem Berichten anderer hier ja verdient hätte) Hoffe ich, dass er sich nicht diesem Niveau anpasst, sondern eine richtige Trotzreaktion zeigt und wirklich ALLEN mal zeigt, wie es gehen KANN, wenn man nur Kämpft. Spieler wie Gambo am Samstag würde ich nicht mal mehr eine Freikarte für die Tribüne geben, das war eine absolute Frechheit.
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Wenn der Minkwitz den Cerci auf die Tribüne setzt dann soll er sich gleich dazu setzen. Das kann ja wohl nicht wahr sein. Cerci wahr einer der besserne am Samstag. Sicherlich hat er euch Fehler gemacht aber besser als der Rest war ehr alle mal.
Der Minkwitz hat doch absolut keine Ahnugn vom Fußball
Der Minkwitz hat doch absolut keine Ahnugn vom Fußball
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http://www.frappr.com/?a=widgetlandingg ... 7946&giv=1
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- Ralphonso
- Kickers-Fan
- Beiträge: 4206
- Registriert: Dienstag 19. August 2003, 07:14
- Wohnort: Absurdistan
sehe ich wie mauki. was für einen sinn macht es, einen noch halbwegs motivierten neuzugang gleich auf die tribüne zu setzen?
wenn es nach der leistung ging, dann müsste die stahlrohrtribüne wieder schnell aufgebaut werden, denn soviel rumpelantifußballer fasst die haupttribüne gar nicht, wie wir in unseren reihen haben.
wenn es nach der leistung ging, dann müsste die stahlrohrtribüne wieder schnell aufgebaut werden, denn soviel rumpelantifußballer fasst die haupttribüne gar nicht, wie wir in unseren reihen haben.
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Bluebyte
- Ralphonso
- Kickers-Fan
- Beiträge: 4206
- Registriert: Dienstag 19. August 2003, 07:14
- Wohnort: Absurdistan
hier stehts doch, wobei das die interpretation des schreiberlings ist und kein zitat minkWITZsnordlicht hat geschrieben:"Wer nicht läuft und kämpft, hat seinen Platz auf der Tribüne", droht der Trainer. Wen die Verbannung trifft, will er erst nach dem heutigen Training entscheiden. Neuzugang Ferhat Cerci ist ein heißer Kandidat - genauso Bashiru Gambo....
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Kickers-Louis
- Kickers-Fan
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- Registriert: Montag 19. Dezember 2005, 23:16
- Wohnort: Stuttgart
Trainer und Management sollten Farbe bekennen und diejenigen
die nicht Mitziehen auf die Tribühne setzen - ich befürchte wir bekommen
dann keine 11 zusammen. Lieber 11 die mit dem Herzen und Einsatz dabei sind. Wenn es dann eine Niederlage gegen Pfullendorf gibt
sollte man erst Recht in den kommenden Spielen ( wo es dann zu 99,9 %
um den Neuaufbau geht ) diesen Spielern ( vorausgesetzt sie kämpften bis zum Umfallen... ) vertrauen.
Ein Grossteil der Stammspieler haben jeglichen Kredit verspielt.
die nicht Mitziehen auf die Tribühne setzen - ich befürchte wir bekommen
dann keine 11 zusammen. Lieber 11 die mit dem Herzen und Einsatz dabei sind. Wenn es dann eine Niederlage gegen Pfullendorf gibt
sollte man erst Recht in den kommenden Spielen ( wo es dann zu 99,9 %
um den Neuaufbau geht ) diesen Spielern ( vorausgesetzt sie kämpften bis zum Umfallen... ) vertrauen.
Ein Grossteil der Stammspieler haben jeglichen Kredit verspielt.
- DirtyToby
- Kickers-Fan
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- Registriert: Samstag 16. Oktober 2004, 17:36
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Jo, ist kein O-Ton. Abr allein, dass über einen Neueinkauf schon wieder solche Gerüchte im Umlauf sind, ist schon hartRalphonso hat geschrieben:hier stehts doch, wobei das die interpretation des schreiberlings ist und kein zitat minkWITZsnordlicht hat geschrieben:"Wer nicht läuft und kämpft, hat seinen Platz auf der Tribüne", droht der Trainer. Wen die Verbannung trifft, will er erst nach dem heutigen Training entscheiden. Neuzugang Ferhat Cerci ist ein heißer Kandidat - genauso Bashiru Gambo....
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EßZ / Kicker
Esslinger Zeitung (EßZ):
Ernüchterung
Die Stuttgarter Kickers taumeln nach dem 0:1 gegen den FC Bayern München II weiter in Richtung vierte Liga
Stuttgart - Im Gazi-Stadion ist eine Serie gerissen. Allerdings nicht wie erhofft jene des in dieser Saison zu Hause sieglosen Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers. Die Gäste vom FC Bayern München II haben mit ihrem 1:0 (0:0)-Sieg zum ersten Mal auf der Waldau drei Punkte geholt - und die erneut enttäuschende Mannschaft von Trainer Stefan Minkwitz damit wieder ein gewaltiges Stück weiter weg von der dritten Liga geschossen.
Von Beate Wockenfuß
Neun Punkte trennen die Kickers inzwischen vom zehnten Platz, der mindestens für den Sprung in die dritte Liga notwendig ist. Und so langsam realisiert wohl auch der Letzte im bisher stets optimistischen blauen Lager, dass die Situation immer aussichtsloser wird. In den Schlussminuten der schwachen Partie gegen die Münchner herrschte pure Verzweiflung an der Seitenlinie. „Mann, was ist hier?“, brüllte Co-Trainer Alexander Malchow entsetzt in Richtung der hilflosen Akteure in Blau, die sich schon nach dem 0:1 durch Daniel Sikorski in der 61. Minute aufgegeben hatten.Dabei waren die Kickers hoch motiviert in ihr erstes Heimspiel nach der Winterpause gestartet. Schließlich galt es, die negative Serie endlich zu beenden. Die 4-2-3-1-Taktik versprach eine stürmische Partie. Doch ohne den Gelb-gesperrten besten Torschützen Angelo Vaccaro scheiterte das Vorhaben. Sokol Kacani brachte als Solist im Angriff nichts zu Stande. Torhüter David Yelldell war souverän wie immer, doch beim Tor machtlos.
Vier Chancen, kein Tor
Nach einer relativ ausgeglichenen ersten Hälfte verpassten es die Kickers kurz nach der Pause, aus vier guten Chancen wenigstens ein Tor zu machen. Die Münchner waren in der 61. Minute effektiver - und nach dem Rückstand ging bei den Gastgebern gar nichts mehr. „Das war kein Fußball mehr, sondern nur noch Hauruck und vorne hilft der liebe Gott. Das hat er aber nicht gemacht“, schimpfte Minkwitz, der auch im siebten Spiel als Cheftrainer ohne Dreier blieb. Die dritte Liga aufgegeben hat er indes nicht: „So lange rechnerisch noch alles möglich ist, werden wir nicht den Kopf in den Sand stecken.“
Nach dem Schlusspfiff war Minkwitz wutentbrannt in die Katakomben gerast. Malchow und Manager Joachim Cast verharrten regungslos auf der Bank. Und die Spieler lagen hilflos auf dem Rasen und ernteten gellende Pfiffe und „Pfui“-Rufe von den Fans, deren Geduldsfaden wohl endgültig gerissen ist. Und auch der des Präsidenten. „Nach so einem Spiel kann man nicht mehr optimistisch sein“, wetterte Dirk Eichelbaum und schickte gleich noch eine Warnung hinterher: „Die Spieler sollten ihre Einstellung überdenken. Sie können noch so lange weiter rumwurschteln, bis sie sich selber arbeitslos gemacht haben.“ Eine Trainerdiskussion lehnte Eichelbaum ab: „Selbst Ottmar Hitzfeld könnte aus der Truppe nicht mehr rausholen.“ Auch der Manager fand drastische Worte. „Mit dieser Leistung haben wir in der dritten Liga nichts verloren“, meinte Cast, sprach von „Ernüchterung“ und forderte mit Blick auf die Nachholpartie morgen (19 Uhr) gegen den SC Pfullendorf: „Die Mannschaft muss die Antwort geben, sonst rückt unser Ziel in weite Ferne.“
Stuttgarter Kickers: Yelldell - Benda, Wildersinn (77. Yildiz), Rapp, Baradel - Rosen, Mann - Parmak, Gambo, Cerci (59. Genisyürek) - Kacani (59. Tucci).
FC Bayern München II: Kraft - Celozzi, Saba, Linke, Heinze - Müller (83. Kokocinski), Schütz, Badstuber, Schwarz (68. Fürstner) - Sikorski - Wagner (85. Nagorny).
Schiedsrichter: Kunzmann (Niederaula).
Zuschauer: 3100.
Tor: 0:1 Sikorski (61.)
Gelbe Karte: - / Müller.
Beste Spieler: Yelldell / Saba.
Quelle: www.kickersnews.de
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Kicker-Magazin:
Sikorski bestraft harmlose Kickers
In einer schwachen Partie spielten die Kickers zunächst geordnet und diszipliniert, konnten sich in der Offensive ohne den gelbgesperrten Stürmer Vaccaro aber erneut kaum durchsetzen. Die zunächst verhalten auftretenden Bayern gewannen erst nach Sikorskis Tor aus kurzer Distanz die Oberhand gegen nun hilflose Gastgeber und siegten verdient. Stuttgart wartet weiter auf den ersten Heimsieg und ist zwölf Spiele in Folge ohne Sieg.
Matthias Jung
Quelle: www.kicker.de
Ernüchterung
Die Stuttgarter Kickers taumeln nach dem 0:1 gegen den FC Bayern München II weiter in Richtung vierte Liga
Stuttgart - Im Gazi-Stadion ist eine Serie gerissen. Allerdings nicht wie erhofft jene des in dieser Saison zu Hause sieglosen Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers. Die Gäste vom FC Bayern München II haben mit ihrem 1:0 (0:0)-Sieg zum ersten Mal auf der Waldau drei Punkte geholt - und die erneut enttäuschende Mannschaft von Trainer Stefan Minkwitz damit wieder ein gewaltiges Stück weiter weg von der dritten Liga geschossen.
Von Beate Wockenfuß
Neun Punkte trennen die Kickers inzwischen vom zehnten Platz, der mindestens für den Sprung in die dritte Liga notwendig ist. Und so langsam realisiert wohl auch der Letzte im bisher stets optimistischen blauen Lager, dass die Situation immer aussichtsloser wird. In den Schlussminuten der schwachen Partie gegen die Münchner herrschte pure Verzweiflung an der Seitenlinie. „Mann, was ist hier?“, brüllte Co-Trainer Alexander Malchow entsetzt in Richtung der hilflosen Akteure in Blau, die sich schon nach dem 0:1 durch Daniel Sikorski in der 61. Minute aufgegeben hatten.Dabei waren die Kickers hoch motiviert in ihr erstes Heimspiel nach der Winterpause gestartet. Schließlich galt es, die negative Serie endlich zu beenden. Die 4-2-3-1-Taktik versprach eine stürmische Partie. Doch ohne den Gelb-gesperrten besten Torschützen Angelo Vaccaro scheiterte das Vorhaben. Sokol Kacani brachte als Solist im Angriff nichts zu Stande. Torhüter David Yelldell war souverän wie immer, doch beim Tor machtlos.
Vier Chancen, kein Tor
Nach einer relativ ausgeglichenen ersten Hälfte verpassten es die Kickers kurz nach der Pause, aus vier guten Chancen wenigstens ein Tor zu machen. Die Münchner waren in der 61. Minute effektiver - und nach dem Rückstand ging bei den Gastgebern gar nichts mehr. „Das war kein Fußball mehr, sondern nur noch Hauruck und vorne hilft der liebe Gott. Das hat er aber nicht gemacht“, schimpfte Minkwitz, der auch im siebten Spiel als Cheftrainer ohne Dreier blieb. Die dritte Liga aufgegeben hat er indes nicht: „So lange rechnerisch noch alles möglich ist, werden wir nicht den Kopf in den Sand stecken.“
Nach dem Schlusspfiff war Minkwitz wutentbrannt in die Katakomben gerast. Malchow und Manager Joachim Cast verharrten regungslos auf der Bank. Und die Spieler lagen hilflos auf dem Rasen und ernteten gellende Pfiffe und „Pfui“-Rufe von den Fans, deren Geduldsfaden wohl endgültig gerissen ist. Und auch der des Präsidenten. „Nach so einem Spiel kann man nicht mehr optimistisch sein“, wetterte Dirk Eichelbaum und schickte gleich noch eine Warnung hinterher: „Die Spieler sollten ihre Einstellung überdenken. Sie können noch so lange weiter rumwurschteln, bis sie sich selber arbeitslos gemacht haben.“ Eine Trainerdiskussion lehnte Eichelbaum ab: „Selbst Ottmar Hitzfeld könnte aus der Truppe nicht mehr rausholen.“ Auch der Manager fand drastische Worte. „Mit dieser Leistung haben wir in der dritten Liga nichts verloren“, meinte Cast, sprach von „Ernüchterung“ und forderte mit Blick auf die Nachholpartie morgen (19 Uhr) gegen den SC Pfullendorf: „Die Mannschaft muss die Antwort geben, sonst rückt unser Ziel in weite Ferne.“
Stuttgarter Kickers: Yelldell - Benda, Wildersinn (77. Yildiz), Rapp, Baradel - Rosen, Mann - Parmak, Gambo, Cerci (59. Genisyürek) - Kacani (59. Tucci).
FC Bayern München II: Kraft - Celozzi, Saba, Linke, Heinze - Müller (83. Kokocinski), Schütz, Badstuber, Schwarz (68. Fürstner) - Sikorski - Wagner (85. Nagorny).
Schiedsrichter: Kunzmann (Niederaula).
Zuschauer: 3100.
Tor: 0:1 Sikorski (61.)
Gelbe Karte: - / Müller.
Beste Spieler: Yelldell / Saba.
Quelle: www.kickersnews.de
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Kicker-Magazin:
Sikorski bestraft harmlose Kickers
In einer schwachen Partie spielten die Kickers zunächst geordnet und diszipliniert, konnten sich in der Offensive ohne den gelbgesperrten Stürmer Vaccaro aber erneut kaum durchsetzen. Die zunächst verhalten auftretenden Bayern gewannen erst nach Sikorskis Tor aus kurzer Distanz die Oberhand gegen nun hilflose Gastgeber und siegten verdient. Stuttgart wartet weiter auf den ersten Heimsieg und ist zwölf Spiele in Folge ohne Sieg.
Matthias Jung
Quelle: www.kicker.de
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