Spielberichte vom legendären 5:1 über Aalen
Spielberichte vom legendären 5:1 über Aalen
von der homepage:
So einen Heimsieg haben die Kickers-Fans lange nicht mehr gesehen: Mit 5:1 Toren - zur Halbzeit führten die Kickers bereits mit 4:1 - gewannen die Blauen absolut verdient gegen das Spitzenteam des VfR Aalen. In einer überragenden Anfangsphase trafen Ferhat Cerci (9.) und Doppeltorschütze Marco Tucci (10. und 21.) zur zwischenzeitlichen 3:0-Führung nach gerade mal 21 gespielten Minuten. Zwar kamen die Gäste durch den verwandelten Foulelfmeter von Christian Alder nochmals auf 3:1 heran (26.), doch Angelo Vaccaros abgefälschtes Tor mit dem Halbzeitpfiff zum 4:1 sorgte für die Vorentscheidung (45.). Marcus Mann köpfte nach einem Freistoß von Mustafa Parmak an den Pfosten freistehend zum 5:1-Endstand vor den 4.240 begeisterten Zuschauern im GAZi-Stadion ein (82.).
Bashiru Gambo (vorne) im Zweikampf mit Mischa Welm (Eibner-Pressefoto)
Die Aufstellung:
Trainer Stefan Minkwitz konnte auf die Elf der letzten erfolgreichen Wochen setzen, denn auch Angelo Vaccaro konnte nach auskurierter Oberschenkelzerrung auflaufen. Im Sturm bekam Marco Tucci neben Angelo Vaccaro das Vertrauen und lief für Sokol Kacani von Beginn an auf. Im Tor wie gewohnt David Yelldell, die Abwehr-Viererkette der Kickers bildeten Benedikt Deigendesch, Marcus Mann, Marcel Rapp und Oliver Stierle. Im Vierer-Mittelfeld Ferhat Cerci und Mustafa Parmak auf den Flügeln, Alexander Rosen und Bashiru Gambo wieder zentral.
Der Spielverlauf:
Die erste nennenswerte Chance hatten die Gäste, als Stürmer Marco Sailer frei vor David Yelldell angespielt wurde, doch kam er nicht mehr richtig hinter den Ball, so dass sein Schuss keine Gefahr für das Kickers-Tor von David Yelldell war (3.).
Der erste gelungene Angriff der Blauen führte dagegen gleich zum Erfolg: Alexander Rosen mit dem öffnenden Pass raus auf die rechte Seite auf Benedikt Deigendesch, dessen Flanke aus dem Halbfeld perfekt hinter die Abwehrreihe Ferhat Cerci findet. Die Neuzugang steht sieben Meter vor dem Tor völlig frei und schob das Leder abgeklärt mit dem linken Fuß ins rechte Ecke zum 1:0 ein (9.).
Ferhat Cerci (li.) im Kopfballzweikampf mit Angelo Donato (Eibner-Pressefoto)
Aalen hatte Anspiel, doch nur zwei oder drei Ballberührungen später erkämpfte sich Alexander Rosen den Ball, schickte Angelo Vaccaro auf den linken Flügel, der Kickers-Stürmer zog rein Richtung Strafraum und schoss dann mit einem strammen Schuss flach ins kurze Ecke. Gästekeeper Tobias Linse konnte den Ball nicht fangen, ließ ihn nach vorne abprallen, wo Marco Tucci als Stürmer stehen muss. Der Joker der letzen Spiele hatte keine Mühe den Ball zum 2:0 über die Linie zu drücken, und das ganze nur 17 Sekunden nach dem Führungstreffer.
Das Spitzenteam aus Aalen zeigte sich geschockt und Trainer Edgar Schmitt ließ jetzt oftmals seinem Ärger lautstark freien Lauf. Christian Holzer sorgte mit seinem 25m-Distanzschuss für erste wirkliche Gefahr, doch David Yelldell streckte sich lange und konnte zur Ecke abwehren (12.).
Auf der anderen Seite dribbelte sich Ferhat Cerci auf seinem Flügel durch, sah dann auf den anderen Seite Mustafa Parmak stehen und seine Flanke kam super beim Mittelfeldspieler an. Parmak nahm den Ball volley, doch sein Versuch ging leider vier Meter am rechten Posten vorbei (15.).
Marco Tucci überwindet Tobias Linse zum 2:0 (Eibner-Pressefoto)
Die Aalener versuchten sich mehr und mehr zu wehren und wussten die wie aufgedreht spielenden Kickers-Akteure oftmals nur durch Fouls zu bremsen. Einen der fälligen Freistöße führte dann zum 3:0. Ein langer Flugball aus gut 40 Meter schlug Mustafa Parmak hoch auf den zweiten Pfosten, Marco Tucci stand im Zentrum völlig frei und köpfte aus gut fünf Meter in die Maschen (21.). Eine 3:0-Führung der Kickers nach knapp 20 Minuten, wann gab es das zuletzt?
Doch Aalen kam in der 26. Minute zurück ins Spiel, weil Christian Alder einen Foulelfmeter trocken in die Mitte zum 3:1-Anschlusstreffer verwandelte. Vorausgegangen war eine strittige Situation im Kickers-Strafraum, als eine Kopfballverlängerung bei Marco Sailer landete. Bashiru Gambo deckte ihn hauteng und gab ihm wohl den entscheidenden Rempler. Beide kamen zu Fall, wobei die Kickers-Spieler auf Handspiel reklamierten. Der Unparteiische entschied eben zuerst auf angebliches Foulspiel und nicht auf Handspiel des Aalener Stürmers, der den Ball mit der Hand mitnahm.
Aber der Anschlusstreffer verunsicherte die Kickers überhaupt nicht. Die nächste Tormöglichkeit hatte nur vier Minuten später Angelo Vaccaro, der nach einem gewonnenen Kopfballduell von Bashiru Gambo vor dem herauseilenden Gästekeeper mit dem Kopf an den Ball kam, doch sein Lupfer ging knapp am linken Pfosten vorbei (30.).
Marcus Mann überspringt Marco Sailer beim Kopfballduell (Eibner-Pressefoto)
Die nächste gute Möglichkeit nur 120 Sekunden später: Freistoß Benedikt Deigendesch auf Angelo Vaccaro, der direkt und hoch weiter auf Marco Tucci. Der Kickers-Stürmer war wohl selbst überrascht, wie einfach sich die Gästeabwehr heute ausspielen ließ und verstolperte die Kugel (32.).
Dann aber wieder eine strittige Situation im Kickers-Strafraum: Marco Sailer zog von außen in den Strafraum, Benedikt Deigendesch kreuzte ihm den Weg und beide berührten sich leicht am Fußgelenk. Schiedsrichter Florian Steuer stand aber gut und pfiff sofort. Nach kurzer Verwirrung ob Strafstoß oder Schwalbe zeigte er dem Aalener Stürmer die Gelbe Karte.
In der 39. Minute trugen die Kickers wieder nach einer frühen Balleroberung einen Konter über Oliver Stierle auf der linken Außenbahn vor, seine Flanke kommt punktgenau auf den Kopf von Marco Tucci, doch bekam er nicht genug Druck dahinter, so dass Linse sicher abfangen konnte (39.).
Von Aalen war weiter nichts zu sehen, und Edgar Schmitt an der Seitenlinie beruhigte sich fast gar nicht mehr. Einzig ein Freistoß aus 22 Metern von Christian Alder auf das Tornetz konnte als Torchance für den Tabellenzweiten gewertet werden.
Aber wie ein Freistoß zum Torerfolg führen kann, demonstrierten die Kickers mit dem Halbzeitpfiff. Mustafa Parmak legte sich die Kugel gut 30 Meter vor dem Tor zurecht und hielt einfach mal drauf. Die Zweimannmauer sprang auseinander und fälschte den Schuss so ab, dass der Ball direkt vor den Füßen von Angelo Vaccaro landete. Der Kickers-Stürmer drehte sich mit dem Rücken zum Tor elegant und lenkte den Ball mit den linken Fuß in die andere Ecke zum 4:1-Pausenstand (45.). Das GAZi-Stadion stand nun Kopf und die Kickers-Mannschaft wurde zu Recht mit viel Jubel in die Pause verabschiedet.
Mustafa Parmak läßt Andreas Hofmann stehen (Eibner-Pressefoto)
Im zweiten Durchgang verlor die Partie aufgrund der klaren Führung der Blauen verständlicherweise an Klasse und Tempo. Aalens Trainer Edgar Schmitt brachte mit Marijo Maric und Branko Okic zu Beginn der zweiten Hälfte auch zwei neue Spieler. Die Kickers attackierten nun nicht mehr so früh und überließen den Gästen das Spiel, blieben jedoch jederzeit Herr im eigenen Stadion. So plätscherte die Partie so vor sich hin, die Gäste zwar nun mit mehr Spielanteilen, doch ohne wirklich zwingend zu sein. Oftmals schafften es schon Marco Tucci und Angelo Vaccaro den Spielaufbau durch viel Laufarbeit zu stören, viele Fehlpässe und ungenau Aktionen in den Aalener Reihen brachte das Tor von David Yelldell nur selten in wirkliche Gefahr. Über die Außen war für die Gäste kein Durchkommen, zentral standen die zweikampfstarken Alexander Rosen und Bashiru Gambo – nach etwas mehr als einer Stunde dann Mustafa Akcay - wieder prächtig. So feierten die Kickers-Fans im Stadion, Jubelrufe wie „Der SVK ist wieder da“ oder „so was haben wir lange nicht gesehen“ schallten minutenlang zwischen Gegentribüne, G-Block und Haupttribüne hin und her.
Ein Schuss vom eingewechselten Angelo Donato aus der zweiten Reihe (69.) und ein Kopfball von Marco Sailer (72.) hielten den kaum geprüften David Yelldell warm, mehr war von den Aalener Offensivbemühungen nicht zu erwähnen.
Torschütze Marcus Mann zum 5:1 (li.) und Angelo Vaccaro (Eibner-Pressefoto)
Eine erneute Standardsituation von Mustafa Parmak sorgte für den nächsten Kickers-Treffer: Wieder nahm Parmak aus einer Entfernung von gut 25 Metern Maß und sein Schuss klatschte an den rechten Pfosten. Torwart Linse war an dem Ball vielleicht noch dran, doch der Abpraller landete bei Marcus Mann, der völlig freistehend mit seinem ersten Saisontreffer zum 5:1 per Flugkopfball einnetzte (82.).
Für den letzten Aufreger in der 90. Minute sorgte der eingewechselte Kickers-Stürmer Sokol Kacani, als er den Ball von seinem Gegenspieler wegspitzelte und gleich abzog. Sein strammer Schuss aus 16 Meter klatschte an das Lattenkreuz (90.).
Danach war dann Schluss und die Mannschaft ließ sich von ihren Fans feiern. Die Kickers bauen damit ihre Serie von nunmehr sieben Spielen ohne Niederlage weiter aus und klettern endlich wieder auf einen Tabellenplatz, der zur Qualifikation zur neuen 3. Liga berechtigt.
Die Trainerstimmen:
Stefan Minkwitz: "Ich denke es war heute eines unser besseren Heimspiele in dieser Saison. Ich musste niemanden in meiner Mannschaft motivieren, wenn es gegen das Spitzenteam aus Aalen geht, so hat es nicht vieler Worte gebraucht. Was die Jungs heute auf dem Platz gezeigt haben, dem zolle ich meinen Respekt. Aber ich trete auch gleich auf die Euphoriebremse, denn noch haben wir nichts erreicht. Wir können jetzt den heutigen Tag und den Sonntag auch noch genießen, aber am Montag geht es weiter. Denn es war trotzdem nichts alles gut, was ich heute gesehen habe.“
Edgar Schmitt: "Ja, heute war für uns hier nichts zu holen. Wir waren in keiner Weise ebenwürdig und haben auch in der Höhe verdient verloren. Das war die schlechteste Leistung seit ich Trainer in Aalen bin, es hat nirgends gepasst. Jetzt müssen wir alle Aufbauarbeit leisten, wir Trainer, Manager, Mannschaft und Verein. Es wird höchste Zeit, dass wir wieder in die Spur kommen und dass wir uns hinterfragen. Aber ich bin guten Mutes, dass wir das schaffen werden. Es war heute im Kollektiv einfach eine ganz schlechte Leistung von uns.“
Trainer Edgar Schmitt ist sauer (Eibner-Pressefoto)
Spielstatistik:
Kickers: David Yelldell - Benedikt Deigendesch, Marcus Mann, Marcel Rapp, Oliver Stierle - Alexander Rosen, Bashiru Gambo (65. Mustafa Akcay), Ferhat Cerci (84. Moritz Steinle), Mustafa Parmak - Marco Tucci (75. Sokol Kacani), Angelo Vaccaro - Trainer: Stefan Minkwitz
VfR Aalen: - Linse - Fall (55. Donato), Welm, Alder, Traub - Haller (46. Okic), A. Hofmann, Holzer, A. Mayer - Steegmann (46. Maric), Sailer - Trainer: Schmitt
Zuschauer:
4.240 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau
Torfolge:
1:0 Ferhat Cerci (9.)
2:0 Marco Tucci (10.)
3:0 Marco Tucci (21.)
3:1 Christian Alder (26. Foulelfmeter)
4:1 Angelo Vaccaro (45.)
5:1 Marcus Mann (82.)
Schiedsrichter:
Florian Steuer (Menden)
Verwarnungen:
Gelbe Karten: Rosen, Vaccaro, Mann, Stierle, Steinle - Welm, Haller, Sailer, Traub
So einen Heimsieg haben die Kickers-Fans lange nicht mehr gesehen: Mit 5:1 Toren - zur Halbzeit führten die Kickers bereits mit 4:1 - gewannen die Blauen absolut verdient gegen das Spitzenteam des VfR Aalen. In einer überragenden Anfangsphase trafen Ferhat Cerci (9.) und Doppeltorschütze Marco Tucci (10. und 21.) zur zwischenzeitlichen 3:0-Führung nach gerade mal 21 gespielten Minuten. Zwar kamen die Gäste durch den verwandelten Foulelfmeter von Christian Alder nochmals auf 3:1 heran (26.), doch Angelo Vaccaros abgefälschtes Tor mit dem Halbzeitpfiff zum 4:1 sorgte für die Vorentscheidung (45.). Marcus Mann köpfte nach einem Freistoß von Mustafa Parmak an den Pfosten freistehend zum 5:1-Endstand vor den 4.240 begeisterten Zuschauern im GAZi-Stadion ein (82.).
Bashiru Gambo (vorne) im Zweikampf mit Mischa Welm (Eibner-Pressefoto)
Die Aufstellung:
Trainer Stefan Minkwitz konnte auf die Elf der letzten erfolgreichen Wochen setzen, denn auch Angelo Vaccaro konnte nach auskurierter Oberschenkelzerrung auflaufen. Im Sturm bekam Marco Tucci neben Angelo Vaccaro das Vertrauen und lief für Sokol Kacani von Beginn an auf. Im Tor wie gewohnt David Yelldell, die Abwehr-Viererkette der Kickers bildeten Benedikt Deigendesch, Marcus Mann, Marcel Rapp und Oliver Stierle. Im Vierer-Mittelfeld Ferhat Cerci und Mustafa Parmak auf den Flügeln, Alexander Rosen und Bashiru Gambo wieder zentral.
Der Spielverlauf:
Die erste nennenswerte Chance hatten die Gäste, als Stürmer Marco Sailer frei vor David Yelldell angespielt wurde, doch kam er nicht mehr richtig hinter den Ball, so dass sein Schuss keine Gefahr für das Kickers-Tor von David Yelldell war (3.).
Der erste gelungene Angriff der Blauen führte dagegen gleich zum Erfolg: Alexander Rosen mit dem öffnenden Pass raus auf die rechte Seite auf Benedikt Deigendesch, dessen Flanke aus dem Halbfeld perfekt hinter die Abwehrreihe Ferhat Cerci findet. Die Neuzugang steht sieben Meter vor dem Tor völlig frei und schob das Leder abgeklärt mit dem linken Fuß ins rechte Ecke zum 1:0 ein (9.).
Ferhat Cerci (li.) im Kopfballzweikampf mit Angelo Donato (Eibner-Pressefoto)
Aalen hatte Anspiel, doch nur zwei oder drei Ballberührungen später erkämpfte sich Alexander Rosen den Ball, schickte Angelo Vaccaro auf den linken Flügel, der Kickers-Stürmer zog rein Richtung Strafraum und schoss dann mit einem strammen Schuss flach ins kurze Ecke. Gästekeeper Tobias Linse konnte den Ball nicht fangen, ließ ihn nach vorne abprallen, wo Marco Tucci als Stürmer stehen muss. Der Joker der letzen Spiele hatte keine Mühe den Ball zum 2:0 über die Linie zu drücken, und das ganze nur 17 Sekunden nach dem Führungstreffer.
Das Spitzenteam aus Aalen zeigte sich geschockt und Trainer Edgar Schmitt ließ jetzt oftmals seinem Ärger lautstark freien Lauf. Christian Holzer sorgte mit seinem 25m-Distanzschuss für erste wirkliche Gefahr, doch David Yelldell streckte sich lange und konnte zur Ecke abwehren (12.).
Auf der anderen Seite dribbelte sich Ferhat Cerci auf seinem Flügel durch, sah dann auf den anderen Seite Mustafa Parmak stehen und seine Flanke kam super beim Mittelfeldspieler an. Parmak nahm den Ball volley, doch sein Versuch ging leider vier Meter am rechten Posten vorbei (15.).
Marco Tucci überwindet Tobias Linse zum 2:0 (Eibner-Pressefoto)
Die Aalener versuchten sich mehr und mehr zu wehren und wussten die wie aufgedreht spielenden Kickers-Akteure oftmals nur durch Fouls zu bremsen. Einen der fälligen Freistöße führte dann zum 3:0. Ein langer Flugball aus gut 40 Meter schlug Mustafa Parmak hoch auf den zweiten Pfosten, Marco Tucci stand im Zentrum völlig frei und köpfte aus gut fünf Meter in die Maschen (21.). Eine 3:0-Führung der Kickers nach knapp 20 Minuten, wann gab es das zuletzt?
Doch Aalen kam in der 26. Minute zurück ins Spiel, weil Christian Alder einen Foulelfmeter trocken in die Mitte zum 3:1-Anschlusstreffer verwandelte. Vorausgegangen war eine strittige Situation im Kickers-Strafraum, als eine Kopfballverlängerung bei Marco Sailer landete. Bashiru Gambo deckte ihn hauteng und gab ihm wohl den entscheidenden Rempler. Beide kamen zu Fall, wobei die Kickers-Spieler auf Handspiel reklamierten. Der Unparteiische entschied eben zuerst auf angebliches Foulspiel und nicht auf Handspiel des Aalener Stürmers, der den Ball mit der Hand mitnahm.
Aber der Anschlusstreffer verunsicherte die Kickers überhaupt nicht. Die nächste Tormöglichkeit hatte nur vier Minuten später Angelo Vaccaro, der nach einem gewonnenen Kopfballduell von Bashiru Gambo vor dem herauseilenden Gästekeeper mit dem Kopf an den Ball kam, doch sein Lupfer ging knapp am linken Pfosten vorbei (30.).
Marcus Mann überspringt Marco Sailer beim Kopfballduell (Eibner-Pressefoto)
Die nächste gute Möglichkeit nur 120 Sekunden später: Freistoß Benedikt Deigendesch auf Angelo Vaccaro, der direkt und hoch weiter auf Marco Tucci. Der Kickers-Stürmer war wohl selbst überrascht, wie einfach sich die Gästeabwehr heute ausspielen ließ und verstolperte die Kugel (32.).
Dann aber wieder eine strittige Situation im Kickers-Strafraum: Marco Sailer zog von außen in den Strafraum, Benedikt Deigendesch kreuzte ihm den Weg und beide berührten sich leicht am Fußgelenk. Schiedsrichter Florian Steuer stand aber gut und pfiff sofort. Nach kurzer Verwirrung ob Strafstoß oder Schwalbe zeigte er dem Aalener Stürmer die Gelbe Karte.
In der 39. Minute trugen die Kickers wieder nach einer frühen Balleroberung einen Konter über Oliver Stierle auf der linken Außenbahn vor, seine Flanke kommt punktgenau auf den Kopf von Marco Tucci, doch bekam er nicht genug Druck dahinter, so dass Linse sicher abfangen konnte (39.).
Von Aalen war weiter nichts zu sehen, und Edgar Schmitt an der Seitenlinie beruhigte sich fast gar nicht mehr. Einzig ein Freistoß aus 22 Metern von Christian Alder auf das Tornetz konnte als Torchance für den Tabellenzweiten gewertet werden.
Aber wie ein Freistoß zum Torerfolg führen kann, demonstrierten die Kickers mit dem Halbzeitpfiff. Mustafa Parmak legte sich die Kugel gut 30 Meter vor dem Tor zurecht und hielt einfach mal drauf. Die Zweimannmauer sprang auseinander und fälschte den Schuss so ab, dass der Ball direkt vor den Füßen von Angelo Vaccaro landete. Der Kickers-Stürmer drehte sich mit dem Rücken zum Tor elegant und lenkte den Ball mit den linken Fuß in die andere Ecke zum 4:1-Pausenstand (45.). Das GAZi-Stadion stand nun Kopf und die Kickers-Mannschaft wurde zu Recht mit viel Jubel in die Pause verabschiedet.
Mustafa Parmak läßt Andreas Hofmann stehen (Eibner-Pressefoto)
Im zweiten Durchgang verlor die Partie aufgrund der klaren Führung der Blauen verständlicherweise an Klasse und Tempo. Aalens Trainer Edgar Schmitt brachte mit Marijo Maric und Branko Okic zu Beginn der zweiten Hälfte auch zwei neue Spieler. Die Kickers attackierten nun nicht mehr so früh und überließen den Gästen das Spiel, blieben jedoch jederzeit Herr im eigenen Stadion. So plätscherte die Partie so vor sich hin, die Gäste zwar nun mit mehr Spielanteilen, doch ohne wirklich zwingend zu sein. Oftmals schafften es schon Marco Tucci und Angelo Vaccaro den Spielaufbau durch viel Laufarbeit zu stören, viele Fehlpässe und ungenau Aktionen in den Aalener Reihen brachte das Tor von David Yelldell nur selten in wirkliche Gefahr. Über die Außen war für die Gäste kein Durchkommen, zentral standen die zweikampfstarken Alexander Rosen und Bashiru Gambo – nach etwas mehr als einer Stunde dann Mustafa Akcay - wieder prächtig. So feierten die Kickers-Fans im Stadion, Jubelrufe wie „Der SVK ist wieder da“ oder „so was haben wir lange nicht gesehen“ schallten minutenlang zwischen Gegentribüne, G-Block und Haupttribüne hin und her.
Ein Schuss vom eingewechselten Angelo Donato aus der zweiten Reihe (69.) und ein Kopfball von Marco Sailer (72.) hielten den kaum geprüften David Yelldell warm, mehr war von den Aalener Offensivbemühungen nicht zu erwähnen.
Torschütze Marcus Mann zum 5:1 (li.) und Angelo Vaccaro (Eibner-Pressefoto)
Eine erneute Standardsituation von Mustafa Parmak sorgte für den nächsten Kickers-Treffer: Wieder nahm Parmak aus einer Entfernung von gut 25 Metern Maß und sein Schuss klatschte an den rechten Pfosten. Torwart Linse war an dem Ball vielleicht noch dran, doch der Abpraller landete bei Marcus Mann, der völlig freistehend mit seinem ersten Saisontreffer zum 5:1 per Flugkopfball einnetzte (82.).
Für den letzten Aufreger in der 90. Minute sorgte der eingewechselte Kickers-Stürmer Sokol Kacani, als er den Ball von seinem Gegenspieler wegspitzelte und gleich abzog. Sein strammer Schuss aus 16 Meter klatschte an das Lattenkreuz (90.).
Danach war dann Schluss und die Mannschaft ließ sich von ihren Fans feiern. Die Kickers bauen damit ihre Serie von nunmehr sieben Spielen ohne Niederlage weiter aus und klettern endlich wieder auf einen Tabellenplatz, der zur Qualifikation zur neuen 3. Liga berechtigt.
Die Trainerstimmen:
Stefan Minkwitz: "Ich denke es war heute eines unser besseren Heimspiele in dieser Saison. Ich musste niemanden in meiner Mannschaft motivieren, wenn es gegen das Spitzenteam aus Aalen geht, so hat es nicht vieler Worte gebraucht. Was die Jungs heute auf dem Platz gezeigt haben, dem zolle ich meinen Respekt. Aber ich trete auch gleich auf die Euphoriebremse, denn noch haben wir nichts erreicht. Wir können jetzt den heutigen Tag und den Sonntag auch noch genießen, aber am Montag geht es weiter. Denn es war trotzdem nichts alles gut, was ich heute gesehen habe.“
Edgar Schmitt: "Ja, heute war für uns hier nichts zu holen. Wir waren in keiner Weise ebenwürdig und haben auch in der Höhe verdient verloren. Das war die schlechteste Leistung seit ich Trainer in Aalen bin, es hat nirgends gepasst. Jetzt müssen wir alle Aufbauarbeit leisten, wir Trainer, Manager, Mannschaft und Verein. Es wird höchste Zeit, dass wir wieder in die Spur kommen und dass wir uns hinterfragen. Aber ich bin guten Mutes, dass wir das schaffen werden. Es war heute im Kollektiv einfach eine ganz schlechte Leistung von uns.“
Trainer Edgar Schmitt ist sauer (Eibner-Pressefoto)
Spielstatistik:
Kickers: David Yelldell - Benedikt Deigendesch, Marcus Mann, Marcel Rapp, Oliver Stierle - Alexander Rosen, Bashiru Gambo (65. Mustafa Akcay), Ferhat Cerci (84. Moritz Steinle), Mustafa Parmak - Marco Tucci (75. Sokol Kacani), Angelo Vaccaro - Trainer: Stefan Minkwitz
VfR Aalen: - Linse - Fall (55. Donato), Welm, Alder, Traub - Haller (46. Okic), A. Hofmann, Holzer, A. Mayer - Steegmann (46. Maric), Sailer - Trainer: Schmitt
Zuschauer:
4.240 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau
Torfolge:
1:0 Ferhat Cerci (9.)
2:0 Marco Tucci (10.)
3:0 Marco Tucci (21.)
3:1 Christian Alder (26. Foulelfmeter)
4:1 Angelo Vaccaro (45.)
5:1 Marcus Mann (82.)
Schiedsrichter:
Florian Steuer (Menden)
Verwarnungen:
Gelbe Karten: Rosen, Vaccaro, Mann, Stierle, Steinle - Welm, Haller, Sailer, Traub
Quelle: www.fangeist.de
Kickers schießen Aalen ab
Stuttgarter Kickers - VfR Aalen 5:1 (4:1)
Besser hätte kein Hollywood-Regisseur den perfekten Spieltag für die Stuttgarter Kickers inszenieren können. Alle “Großen” aus der Region waren gekommen, um die “Blauen” wieder siegen zu sehen. So begegnete man auf der Haupttribüne Gesichtern wie Weltmeister Guido Buchwald oder DFB Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder. Der Rahmen für ein großartiges Spiel war also gegeben. Nicht nur der hohe Besuch verlieh dieser Regionalligapartie eine besondere Bühne, sondern auch die 4.240 begeisterten Zuschauer, die bei sommerlichen Temperaturen im Gazi-Stadion eine neue Saison-Besucherbestmarke aufstellten. Dass das Geschehen auf dem Platz dann schließlich noch spektakulärer werden würde, hatte niemand zu träumen gewagt.
Schon nach zehn Minuten musste Aalens Keeper Tobias Linse den Ball bereits zum zweiten Mal aus seinem Netz holen. Voraus ging ein kapitaler Torwartfehler, den Marco Tucci mit seinem vierten Saisontreffer kaltschnäuzig bestrafte. Nur 30 Sekunden zuvor hatte Stuttgart durch einen schönen Angriff über die rechte Seite das 1:0 erzielt. Neuzugang Ferhat Cerci traf nach einer Flanke von Mustafa Parmak und markierte sein erstes Saisontor für seinen neuen Verein. Die sonst so kritischen Fans waren begeistert, mussten sie doch so lange auf den ersten Heimsieg warten. Jetzt schenkten die Kickers nach Pfullendorf und dem KSC II einem weiteren Team zwei Tore ein. Die turbulente Anfangsphase entfachte ein Feuer der Euphorie im Rund des Waldau-Stadions und so kam es sogar zum 3:0. Erneut durch Marco Tucci, der in der 21. Minute völlig alleine gelassen befreit einköpfen konnte. Aalens Defensive war an diesem Nachmittag mit dem Kopf wohl schon in der 2. Bundesliga, allerdings war es alles andere als zweitligatauglich, was die Mannschaft von Edgar Schmitt ablieferte. Die Kickers waren den Gästen sowohl spielerisch als auch kämpferisch weit überlegen.
Leichtsinnig schenkten die Gastgeber in der 26. Minute einen Elfmeter her, als Aalens Andreas Mayer im “Sechzehner” zu Fall gebracht wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Christian Alder sicher und ließ die mitgereisten Fans von der Ostalb wieder hoffen. Allerdings wehrte die Hoffnung nicht lange, denn quasi mit dem Halbzeitpfiff erstickte Angelo Vaccaro alle Aalener Bemühungen. Nach einem Freistoß von Mustafa Parmak konnte der Italiener den Ball entscheidend abfälschen und kam so zu seinem neunten Saisontor.
Im zweiten Spielabschnitt bewirkten auch die Einwechslungen von Marijo Maric und Branko Okic seitens des VfR keine Wende. Vor allem, weil Maric mehrfach gute Chancen ausließ und jedes Mal seinen Meister in Kickers-Keeper Yelldell fand. Das Spiel litt mehr und mehr unter vielen Fouls und gelben Karten, was Fans und Experten frühzeitig erkennen ließ, dass sich die Gäste aufgegeben hatten. Den Schlußpunkt, in einer an manchen Stellen unglaublichen Partie, setzte Marcus Mann mit seinem ersten Saisontor, als er einen Pfostenabpraller von Parmak mit dem Kopf im Aalener Gehäuse unterbrachte (81′). Am Ende sparten beide Trainer mit großen bzw. harten Worten, sodass Stefan Minkwitz auf die “Euphoriebremse” trat, da er “auch viel Schlechtes gesehen” habe. Aalen-Coach Edgar Schmitt hatte neben viel Lob für den Schiedsrichter “die schlechteste Leistung” unter seiner Führung beim VfR gesehen.
Dank der Patzer der Frankfurter stehen die Aalener nach wie vor auf einem Aufstiegsplatz und können im nächsten Heimspiel gegen die SV Elversberg den Saisonendspurt doch noch erfolgreich gestalten. Stuttgart steht nach dem Sieg seit langer Zeit wieder in den Top-Ten. Dort kann sich der SVK allerdings nicht lange ausruhen, denn schon nächste Woche müssen die Schwaben zum nächsten Derby nach Reutlingen, wo wir auch wieder live dabei sein werden.
Es spielten:
Stuttgart: Yelldell - Deigendesch, Mann, Rapp, Stierle - Parmak, Rosen, Gambo (65′ Akcay), Cerci (84′ Steinle) - Tucci (75′ Kacani), Vaccaro
Aalen: Linse - Fall (55′ Donato), Traub, Alder, Welm - Haller (46′ Okic), Hofmann, Holzer, Mayer - Steegmann (46′ Maric), Sailer
Tore: 1:0 Cerci (9′), 2:0, 3:0 Tucci (10′, 21′), 3:1 Alder (Foulelfmeter 26′), 4:1 Vaccaro (45′), 5:1 Mann (81′)
Gelbe Karten: Mann, Stierle, Rosen, Vaccaro, Steinle - Traub, Welm, Haller, Sailer
Schiedsrichter: Florian Steuer (Menden)
Ein Bericht von Richard Veit
Kickers schießen Aalen ab
Stuttgarter Kickers - VfR Aalen 5:1 (4:1)
Besser hätte kein Hollywood-Regisseur den perfekten Spieltag für die Stuttgarter Kickers inszenieren können. Alle “Großen” aus der Region waren gekommen, um die “Blauen” wieder siegen zu sehen. So begegnete man auf der Haupttribüne Gesichtern wie Weltmeister Guido Buchwald oder DFB Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder. Der Rahmen für ein großartiges Spiel war also gegeben. Nicht nur der hohe Besuch verlieh dieser Regionalligapartie eine besondere Bühne, sondern auch die 4.240 begeisterten Zuschauer, die bei sommerlichen Temperaturen im Gazi-Stadion eine neue Saison-Besucherbestmarke aufstellten. Dass das Geschehen auf dem Platz dann schließlich noch spektakulärer werden würde, hatte niemand zu träumen gewagt.
Schon nach zehn Minuten musste Aalens Keeper Tobias Linse den Ball bereits zum zweiten Mal aus seinem Netz holen. Voraus ging ein kapitaler Torwartfehler, den Marco Tucci mit seinem vierten Saisontreffer kaltschnäuzig bestrafte. Nur 30 Sekunden zuvor hatte Stuttgart durch einen schönen Angriff über die rechte Seite das 1:0 erzielt. Neuzugang Ferhat Cerci traf nach einer Flanke von Mustafa Parmak und markierte sein erstes Saisontor für seinen neuen Verein. Die sonst so kritischen Fans waren begeistert, mussten sie doch so lange auf den ersten Heimsieg warten. Jetzt schenkten die Kickers nach Pfullendorf und dem KSC II einem weiteren Team zwei Tore ein. Die turbulente Anfangsphase entfachte ein Feuer der Euphorie im Rund des Waldau-Stadions und so kam es sogar zum 3:0. Erneut durch Marco Tucci, der in der 21. Minute völlig alleine gelassen befreit einköpfen konnte. Aalens Defensive war an diesem Nachmittag mit dem Kopf wohl schon in der 2. Bundesliga, allerdings war es alles andere als zweitligatauglich, was die Mannschaft von Edgar Schmitt ablieferte. Die Kickers waren den Gästen sowohl spielerisch als auch kämpferisch weit überlegen.
Leichtsinnig schenkten die Gastgeber in der 26. Minute einen Elfmeter her, als Aalens Andreas Mayer im “Sechzehner” zu Fall gebracht wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Christian Alder sicher und ließ die mitgereisten Fans von der Ostalb wieder hoffen. Allerdings wehrte die Hoffnung nicht lange, denn quasi mit dem Halbzeitpfiff erstickte Angelo Vaccaro alle Aalener Bemühungen. Nach einem Freistoß von Mustafa Parmak konnte der Italiener den Ball entscheidend abfälschen und kam so zu seinem neunten Saisontor.
Im zweiten Spielabschnitt bewirkten auch die Einwechslungen von Marijo Maric und Branko Okic seitens des VfR keine Wende. Vor allem, weil Maric mehrfach gute Chancen ausließ und jedes Mal seinen Meister in Kickers-Keeper Yelldell fand. Das Spiel litt mehr und mehr unter vielen Fouls und gelben Karten, was Fans und Experten frühzeitig erkennen ließ, dass sich die Gäste aufgegeben hatten. Den Schlußpunkt, in einer an manchen Stellen unglaublichen Partie, setzte Marcus Mann mit seinem ersten Saisontor, als er einen Pfostenabpraller von Parmak mit dem Kopf im Aalener Gehäuse unterbrachte (81′). Am Ende sparten beide Trainer mit großen bzw. harten Worten, sodass Stefan Minkwitz auf die “Euphoriebremse” trat, da er “auch viel Schlechtes gesehen” habe. Aalen-Coach Edgar Schmitt hatte neben viel Lob für den Schiedsrichter “die schlechteste Leistung” unter seiner Führung beim VfR gesehen.
Dank der Patzer der Frankfurter stehen die Aalener nach wie vor auf einem Aufstiegsplatz und können im nächsten Heimspiel gegen die SV Elversberg den Saisonendspurt doch noch erfolgreich gestalten. Stuttgart steht nach dem Sieg seit langer Zeit wieder in den Top-Ten. Dort kann sich der SVK allerdings nicht lange ausruhen, denn schon nächste Woche müssen die Schwaben zum nächsten Derby nach Reutlingen, wo wir auch wieder live dabei sein werden.
Es spielten:
Stuttgart: Yelldell - Deigendesch, Mann, Rapp, Stierle - Parmak, Rosen, Gambo (65′ Akcay), Cerci (84′ Steinle) - Tucci (75′ Kacani), Vaccaro
Aalen: Linse - Fall (55′ Donato), Traub, Alder, Welm - Haller (46′ Okic), Hofmann, Holzer, Mayer - Steegmann (46′ Maric), Sailer
Tore: 1:0 Cerci (9′), 2:0, 3:0 Tucci (10′, 21′), 3:1 Alder (Foulelfmeter 26′), 4:1 Vaccaro (45′), 5:1 Mann (81′)
Gelbe Karten: Mann, Stierle, Rosen, Vaccaro, Steinle - Traub, Welm, Haller, Sailer
Schiedsrichter: Florian Steuer (Menden)
Ein Bericht von Richard Veit
- Steffen FFC
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Edit bezogen auf das Posting unter mir:
Mir doch Wurst, habs so rauskopiert, hab ca 30 Sek. unter der Quelle gesucht wo da Mayer- Vorfelder stehen soll, weil dein Edit so danach aussah
Aber Ehrenpräsi ist er doch ???
Zuletzt geändert von Bunny am Sonntag 27. April 2008, 00:41, insgesamt 1-mal geändert.
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- FKA ManneS
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Von Blumenbeeten, Rückennummern und kulturellem Austausch.....
http://www.mannesauter.de/waldaubruddler/
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:D nett!FKA ManneS hat geschrieben:Von Blumenbeeten, Rückennummern und kulturellem Austausch.....
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- Killerauge
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Re: Spielberichte vom legendären 5:1 über Aalen
magge hat geschrieben:von der homepage:
Eine 3:0-Führung der Kickers nach knapp 20 Minuten, wann gab es das zuletzt?
Am 21.8.2004 führten die Kickers bereits nach 19 Minuten mit 3:0. Damals hieß der Gegner Feucht. :wink:
http://www.fussballdaten.de/regionallig ... stkickers/
Hier noch die weiteren 3:0 Führungen in der ersten Halbzeit seit der Saison 1994/95.
Nach 27 Minuten 3:0 gegen RW Frankfurt am 29.10.94 (4:0 nach 34 Min)
http://www.kickersarchiv.de/index.php/Main/1994-1995
Nach 28 Minuten 3:0 in Pfullendorf am 07.05.05
http://www.fussballdaten.de/regionallig ... stkickers/
Nach 31 Minuten 3:0 gegen Ditzingen am 28.05.95
http://www.kickersarchiv.de/index.php/Main/1994-1995
Nach 34 Minuten 3:0 gegen Kassel am 19.03.95
http://www.kickersarchiv.de/index.php/Main/1994-1995
Nach 34 Minuten 3:0 in Ingolstadt am 26.08.06
http://www.fussballdaten.de/regionallig ... stkickers/
Nach 37 Minuten 3:0 gegen Ditzingen am 03.09.95
http://www.kickersarchiv.de/index.php/Main/1995-1996
Nach 37 Minuten 3:0 in Essen am 03.08.96 (4:0 nach 42 Min)
http://www.fussballdaten.de/zweiteliga/ ... stkickers/
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Blauer Bub
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Mich erinnert er von seiner Art zu sprechen ganz stark an Daniel Cohn-Bendit (den ich allerdings wiederum nicht mit einem Bahnhofskneipensäufer gleichsetzen würde)EliteSued hat geschrieben:hab den euro-eddy im interview gesehen/gehört.
also ich weiß auch nicht, aber der "spricht" wie der letzte bahnhofskneipensäufer.
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moehringer
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Wer setzt schon einen harmlosen "Bahnhofskneipensäufer" mit einem Päderastenschwein gleich...Und eh hier wieder einer rumheult, ich meinte nicht den Eddy!Blauer Bub hat geschrieben: Mich erinnert er von seiner Art zu sprechen ganz stark an Daniel Cohn-Bendit (den ich allerdings wiederum nicht mit einem Bahnhofskneipensäufer gleichsetzen würde)
- Heiko K.
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Ihr hättet ihn mal während des Spiels vor der Haupttribüne herumtoben sehen sollen! Rumpelstilzchen wäre vor Neid erblasst.
Andererseits: Er hatte allen Grund dazu!
Andererseits: Er hatte allen Grund dazu!
Historische Kickers-Bücher zum Download: http://www.kickers-stuttgart.de - Mittlerweile 15.649 originalgetreue Seiten verfügbar.
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nordlicht
Kickers: Jetzt nicht lockerlassen!
Nach glanzvollem 5:1 gegen Aalen bremst Trainer Minkwitz Euphorie - Parmak nach Koblenz?
Stuttgart - Es war einer dieser Tage, an denen alles klappt: Die Stuttgarter Kickers fegten den VfR Aalen mit 5:1 vom Platz. Und hinterher tat Stefan Minkwitz das einzig Richtige: Er bremste die Euphorie: "Wir haben noch gar nichts erreicht", sagte der Trainer.
VON JÜRGEN FREY
Die Gastronomie rund ums Gazistadion meldete erhöhte Umsätze. Bei Kultwirt Paule ließen die Fans noch lange nach dem Spiel ihre Blauen hochleben. Immer wieder fiel dabei ein Wort: Reutlingen. Alle wollen sie am Samstag beim brisanten Derby dabei sein. Jetzt bloß nicht lockerlassen, heißt das Motto. Und die Spieler versprachen hoch und heilig, nachzulegen: "Wir haben so verdammt hart gearbeitet, um endlich über den Strich zu kommen", sagte etwa Angelo Vaccaro, "wir werden uns nun garantiert nicht zurücklehnen." Der Realitätssinn, das zurückgekehrte Selbstvertrauen, der Glaube an die eigene Stärke sind Gründe für die Erfolgsserie der seit sieben Spielen ungeschlagenen Kickers. Es gibt noch weitere:
Die Umstellungen: Marcus Mann rückte aus dem Mittelfeld nach hinten und verleiht der Innenverteidigung Stabilität. Seine Ballsicherheit tut dem Spielaufbau genauso gut wie die Dynamik von Benedikt Deigendesch rechts in der Viererkette. Das Prädikat besonders wertvoll verdient das Duo im zentralen Mittelfeld: Bashiru Gambo und Alexander Rosen machen mit Aggressivität und Laufarbeit die Räume eng, bringen Ruhe und Struktur ins Spiel.
Die Torgefahr: Neuerdings sind die Blauen schwer ausrechenbar. Bestes Beispiel: Marco Tucci. Er nutzte seine Chance mit vier Toren in drei Spielen eindrucksvoll.
Der Trainer: Minkwitz hat nach der Winterpause seinen Weg gefunden. Mit der Suspendierung von Gambo für zwei Spiele im März hat er das richtige Zeichen gesetzt. Der 39-Jährige taugt zwar nicht zum Chefrhetoriker, doch er ist authentisch, ehrlich und findet den Zugang zur Mannschaft. Mehr als nur eine Nebenrolle kommt dabei Alexander Malchow zu. Mit dem Co-Trainer ergänzt sich Minkwitz optimal. Das Duo konzentriert sich - anders als früher Robin Dutt - komplett aufs Sportliche. Gibt es Turbulenzen im Umfeld, hält Manager Joachim Cast ("für mich sind wir so etwas wie Klein-Schalke") den beiden den Rücken frei.
Das trifft auch auf die Verhandlungen mit den Spielern zu. Sicher: Sascha Benda wird die Blauen laut seinem Berater definitiv verlassen. Ebenfalls klar: David Yelldell und Mustafa Parmak werden nicht zu halten sein. Beide sollen sich mit TuS Koblenz im Fall des Zweitligaverbleibs einig sein. TuS-Trainer Uwe Rapolder schaute gegen Aalen zu. "Wir sind mit diesen sehr interessanten Spielern im Gespräch", sagte er - und lächelte. Wie so viele an diesem Fußballfeiertag unterm Fernsehturm.
www.stuttgarter-nachrichten.de
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Die wundersame Wandlung der Kickers
5:1 gegen den VfR Aalen - die dritte Liga rückt näher
STUTTGART. Am Samstag hat für die Kickers alles gepasst: das Wetter, die Stimmung, das Ergebnis. "Es war ein perfekter Tag", sagte der Manager Joachim Cast nach dem auch in dieser Höhe verdienten 5:1-Sieg gegen Aalen.
Von Joachim Klumpp
David Yelldell hat nicht viel zu halten gehabt. Dafür gab es nach dem letzten Treffer kein Halten mehr. Der Kickers-Schlussmann, der genau wie Mustafa Parmak von dem Koblenzer Trainer Uwe Rapolder beobachtet wurde, rannte übers halbe Feld, um Marcus Mann zu seinem ersten Saisontor zu gratulieren. Und zum 5:1-Endstand in einer Partie, die als eine der besten Regionalligaauftritte der Kickers in Erinnerung bleiben wird.
Wer hätte das vor sechs Wochen gedacht? Nach dem 0:1 gegen Bayern München herrschte Tristesse pur - und jetzt eitel Sonnenschein, nicht nur wegen des Frühlingswetters. Es ist eine wundersame Wandlung der Kickers - auch wenn der Trainer Stefan Minkwitz von einem Wunder nichts wissen will: "Die Mannschaft hat einfach an sich geglaubt. Und die Spieler rufen jetzt endlich ihr Leistungsvermögen ab." Wie Bashiru Gambo, der unermüdliche Arbeiter im defensiven Mittelfeld neben dem Neuzugang Alex Rosen, oder Ferhat Cerci, der andere Wintertransfer, der nicht nur wegen des Führungstreffers sein bisher bestes Spiel ablieferte.
Womit gleichzeitig die Mär von den Fehleinkäufen widerlegt wäre. Natürlich erwiesen sich vermeintliche Leistungsträger wie Ortlieb und Beigang als Flop, doch am Samstag standen gleich fünf Neuzugänge auf dem Platz, in Deigendesch, Mann und Rapp allein drei in der Abwehr. Und der junge Marco Tucci, in der Winterpause bei der Suche nach einem Angreifer quasi schon abgeschrieben, ist ja alles andere als ein alter Hase, auch wenn er bei seinen zuletzt vier Toren in drei Spielen so auftrat. Von einem Stürmerproblem spricht bei den Blauen niemand mehr.
Zumindest in diesem Punkt muss man den Verantwortlichen das Kompliment machen, dass sie sich trotz des Drucks von außen (und vielleicht auch aufgrund fehlender Mittel) nicht auf Alibiaktionen eingelassen haben. Das Gleiche gilt für den Trainer Minkwitz, der für viele als Billiglösung galt. Eine Genugtuung verspürt er dennoch nicht. "Vielleicht wenn wir nach dem 34. Spieltag immer noch über den Strich stehen", sagt der Coach, der dann allerdings ein Problem bekommen könnte. Denn in der dritten Liga ist die Fußballlehrerlizenz vorgeschrieben. Und selbst wenn im ersten Jahr eine Ausnahmeregelung möglich wäre, müsste die Ausbildung schnellstens nachgeholt werden. "Daran denke ich, wenn"s so weit ist", sagt Minkwitz, der seinen Job als Sprungbrett sieht. Dass die Kickers seinen Vertrag im Falle der Qualifikation zur dritten Liga verlängern, gilt als sicher, der Präsident Dirk Eichelbaum sagt dazu: "Überraschungen wird es nicht geben."
Stefan Minkwitz hat seinen Anteil am Aufschwung, zumal auch im taktischen und personellen Bereichen seine Handschrift (und die des Assistenten Alexander Malchow) zunehmend sichtbar wird. "Er spricht die Sprache der Fußballer, weil er vor kurzem selbst noch gespielt hat", sagt der Stürmer Angelo Vaccaro. Minkwitz" Vorgänger Peter Zeidler hatte eher den Ruf eines Pädagogen - was nicht heißen muss, dass man unter ihm nicht auch die Qualifikation hätte schaffen können. "Auf jeden Fall sieht man, dass sich Geduld auszahlt", sagt der Manager Joachim Cast, nachdem sich die Mannschaft inzwischen als echtes Team präsentiert.
"Wir waren in keiner Weise ebenbürtig", musste Edgar Schmitt zugeben, seines Zeichens immerhin Coach des bisherigen Zweiten VfR Aalen: "Wir müssen jetzt schnell wieder in die Spur kommen." Das sind die Kickers bereits, und der Trainer will dafür sorgen, dass seine Jungs auch nach sieben Spielen ohne Niederlage nicht abheben. "Da kommt das nächste Derby in Reutlingen gerade recht, da muss ich wieder niemanden motivieren", so Minkwitz, auch wenn Stierle wegen der fünften Gelben Karte fehlen wird.
Das Ziel dritte Liga ist greifbar nahe, und der Präsident betont: "Wir werden gut aufgestellt hineingehen." Was indirekt heißt, dass dies zuletzt nicht der Fall war. Es deuten sich also personelle Änderungen an. Vor allem das für das Marketing zuständige Präsidiumsmitglied Hans-Jürgen Wetzel denkt an Rücktritt. Aber auch Walter Kelsch gilt als Wackelkandidat, nachdem der Exprofi seine Aufgabe im sportlichen Bereich offenbar nicht mehr ehrenamtlich ausführen will. Wie meinte Cast zum Umfeld so treffend? "Ich habe zuletzt mal gesagt, wir sind Klein-Schalke", erklärt der Manager, der ansonsten zugeben musste: "Das war ein perfekter Tag."
Auch wenn die Zuschauerzahl von 4240 etwas hinter den Erwartungen blieb. "Wir wollten eine Fünf vorne", gab Eichelbaum zu, "dafür gab es eben fünf Tore." Was in diesem Fall zweifellos wichtiger war.
Kickers: Yelldell - Deigendesch, Mann, Rapp, Stierle - Parmak, Rosen, Gambo (65. Akcay), Cerci (84. Steinle) - Tucci (75. Kacani), Vaccaro.
Schiedsrichter: Steuer (Menden).
Tore: 1:0 Cerci (9.), 2:0 Tucci (10.), 3:0 Tucci (21.), 3:1 Alder (26., Foulelfmeter), 4:1 Vaccaro (45.), 5:1 Mann (82.).
www.stuttgarter-zeitung.de
Nach glanzvollem 5:1 gegen Aalen bremst Trainer Minkwitz Euphorie - Parmak nach Koblenz?
Stuttgart - Es war einer dieser Tage, an denen alles klappt: Die Stuttgarter Kickers fegten den VfR Aalen mit 5:1 vom Platz. Und hinterher tat Stefan Minkwitz das einzig Richtige: Er bremste die Euphorie: "Wir haben noch gar nichts erreicht", sagte der Trainer.
VON JÜRGEN FREY
Die Gastronomie rund ums Gazistadion meldete erhöhte Umsätze. Bei Kultwirt Paule ließen die Fans noch lange nach dem Spiel ihre Blauen hochleben. Immer wieder fiel dabei ein Wort: Reutlingen. Alle wollen sie am Samstag beim brisanten Derby dabei sein. Jetzt bloß nicht lockerlassen, heißt das Motto. Und die Spieler versprachen hoch und heilig, nachzulegen: "Wir haben so verdammt hart gearbeitet, um endlich über den Strich zu kommen", sagte etwa Angelo Vaccaro, "wir werden uns nun garantiert nicht zurücklehnen." Der Realitätssinn, das zurückgekehrte Selbstvertrauen, der Glaube an die eigene Stärke sind Gründe für die Erfolgsserie der seit sieben Spielen ungeschlagenen Kickers. Es gibt noch weitere:
Die Umstellungen: Marcus Mann rückte aus dem Mittelfeld nach hinten und verleiht der Innenverteidigung Stabilität. Seine Ballsicherheit tut dem Spielaufbau genauso gut wie die Dynamik von Benedikt Deigendesch rechts in der Viererkette. Das Prädikat besonders wertvoll verdient das Duo im zentralen Mittelfeld: Bashiru Gambo und Alexander Rosen machen mit Aggressivität und Laufarbeit die Räume eng, bringen Ruhe und Struktur ins Spiel.
Die Torgefahr: Neuerdings sind die Blauen schwer ausrechenbar. Bestes Beispiel: Marco Tucci. Er nutzte seine Chance mit vier Toren in drei Spielen eindrucksvoll.
Der Trainer: Minkwitz hat nach der Winterpause seinen Weg gefunden. Mit der Suspendierung von Gambo für zwei Spiele im März hat er das richtige Zeichen gesetzt. Der 39-Jährige taugt zwar nicht zum Chefrhetoriker, doch er ist authentisch, ehrlich und findet den Zugang zur Mannschaft. Mehr als nur eine Nebenrolle kommt dabei Alexander Malchow zu. Mit dem Co-Trainer ergänzt sich Minkwitz optimal. Das Duo konzentriert sich - anders als früher Robin Dutt - komplett aufs Sportliche. Gibt es Turbulenzen im Umfeld, hält Manager Joachim Cast ("für mich sind wir so etwas wie Klein-Schalke") den beiden den Rücken frei.
Das trifft auch auf die Verhandlungen mit den Spielern zu. Sicher: Sascha Benda wird die Blauen laut seinem Berater definitiv verlassen. Ebenfalls klar: David Yelldell und Mustafa Parmak werden nicht zu halten sein. Beide sollen sich mit TuS Koblenz im Fall des Zweitligaverbleibs einig sein. TuS-Trainer Uwe Rapolder schaute gegen Aalen zu. "Wir sind mit diesen sehr interessanten Spielern im Gespräch", sagte er - und lächelte. Wie so viele an diesem Fußballfeiertag unterm Fernsehturm.
www.stuttgarter-nachrichten.de
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Die wundersame Wandlung der Kickers
5:1 gegen den VfR Aalen - die dritte Liga rückt näher
STUTTGART. Am Samstag hat für die Kickers alles gepasst: das Wetter, die Stimmung, das Ergebnis. "Es war ein perfekter Tag", sagte der Manager Joachim Cast nach dem auch in dieser Höhe verdienten 5:1-Sieg gegen Aalen.
Von Joachim Klumpp
David Yelldell hat nicht viel zu halten gehabt. Dafür gab es nach dem letzten Treffer kein Halten mehr. Der Kickers-Schlussmann, der genau wie Mustafa Parmak von dem Koblenzer Trainer Uwe Rapolder beobachtet wurde, rannte übers halbe Feld, um Marcus Mann zu seinem ersten Saisontor zu gratulieren. Und zum 5:1-Endstand in einer Partie, die als eine der besten Regionalligaauftritte der Kickers in Erinnerung bleiben wird.
Wer hätte das vor sechs Wochen gedacht? Nach dem 0:1 gegen Bayern München herrschte Tristesse pur - und jetzt eitel Sonnenschein, nicht nur wegen des Frühlingswetters. Es ist eine wundersame Wandlung der Kickers - auch wenn der Trainer Stefan Minkwitz von einem Wunder nichts wissen will: "Die Mannschaft hat einfach an sich geglaubt. Und die Spieler rufen jetzt endlich ihr Leistungsvermögen ab." Wie Bashiru Gambo, der unermüdliche Arbeiter im defensiven Mittelfeld neben dem Neuzugang Alex Rosen, oder Ferhat Cerci, der andere Wintertransfer, der nicht nur wegen des Führungstreffers sein bisher bestes Spiel ablieferte.
Womit gleichzeitig die Mär von den Fehleinkäufen widerlegt wäre. Natürlich erwiesen sich vermeintliche Leistungsträger wie Ortlieb und Beigang als Flop, doch am Samstag standen gleich fünf Neuzugänge auf dem Platz, in Deigendesch, Mann und Rapp allein drei in der Abwehr. Und der junge Marco Tucci, in der Winterpause bei der Suche nach einem Angreifer quasi schon abgeschrieben, ist ja alles andere als ein alter Hase, auch wenn er bei seinen zuletzt vier Toren in drei Spielen so auftrat. Von einem Stürmerproblem spricht bei den Blauen niemand mehr.
Zumindest in diesem Punkt muss man den Verantwortlichen das Kompliment machen, dass sie sich trotz des Drucks von außen (und vielleicht auch aufgrund fehlender Mittel) nicht auf Alibiaktionen eingelassen haben. Das Gleiche gilt für den Trainer Minkwitz, der für viele als Billiglösung galt. Eine Genugtuung verspürt er dennoch nicht. "Vielleicht wenn wir nach dem 34. Spieltag immer noch über den Strich stehen", sagt der Coach, der dann allerdings ein Problem bekommen könnte. Denn in der dritten Liga ist die Fußballlehrerlizenz vorgeschrieben. Und selbst wenn im ersten Jahr eine Ausnahmeregelung möglich wäre, müsste die Ausbildung schnellstens nachgeholt werden. "Daran denke ich, wenn"s so weit ist", sagt Minkwitz, der seinen Job als Sprungbrett sieht. Dass die Kickers seinen Vertrag im Falle der Qualifikation zur dritten Liga verlängern, gilt als sicher, der Präsident Dirk Eichelbaum sagt dazu: "Überraschungen wird es nicht geben."
Stefan Minkwitz hat seinen Anteil am Aufschwung, zumal auch im taktischen und personellen Bereichen seine Handschrift (und die des Assistenten Alexander Malchow) zunehmend sichtbar wird. "Er spricht die Sprache der Fußballer, weil er vor kurzem selbst noch gespielt hat", sagt der Stürmer Angelo Vaccaro. Minkwitz" Vorgänger Peter Zeidler hatte eher den Ruf eines Pädagogen - was nicht heißen muss, dass man unter ihm nicht auch die Qualifikation hätte schaffen können. "Auf jeden Fall sieht man, dass sich Geduld auszahlt", sagt der Manager Joachim Cast, nachdem sich die Mannschaft inzwischen als echtes Team präsentiert.
"Wir waren in keiner Weise ebenbürtig", musste Edgar Schmitt zugeben, seines Zeichens immerhin Coach des bisherigen Zweiten VfR Aalen: "Wir müssen jetzt schnell wieder in die Spur kommen." Das sind die Kickers bereits, und der Trainer will dafür sorgen, dass seine Jungs auch nach sieben Spielen ohne Niederlage nicht abheben. "Da kommt das nächste Derby in Reutlingen gerade recht, da muss ich wieder niemanden motivieren", so Minkwitz, auch wenn Stierle wegen der fünften Gelben Karte fehlen wird.
Das Ziel dritte Liga ist greifbar nahe, und der Präsident betont: "Wir werden gut aufgestellt hineingehen." Was indirekt heißt, dass dies zuletzt nicht der Fall war. Es deuten sich also personelle Änderungen an. Vor allem das für das Marketing zuständige Präsidiumsmitglied Hans-Jürgen Wetzel denkt an Rücktritt. Aber auch Walter Kelsch gilt als Wackelkandidat, nachdem der Exprofi seine Aufgabe im sportlichen Bereich offenbar nicht mehr ehrenamtlich ausführen will. Wie meinte Cast zum Umfeld so treffend? "Ich habe zuletzt mal gesagt, wir sind Klein-Schalke", erklärt der Manager, der ansonsten zugeben musste: "Das war ein perfekter Tag."
Auch wenn die Zuschauerzahl von 4240 etwas hinter den Erwartungen blieb. "Wir wollten eine Fünf vorne", gab Eichelbaum zu, "dafür gab es eben fünf Tore." Was in diesem Fall zweifellos wichtiger war.
Kickers: Yelldell - Deigendesch, Mann, Rapp, Stierle - Parmak, Rosen, Gambo (65. Akcay), Cerci (84. Steinle) - Tucci (75. Kacani), Vaccaro.
Schiedsrichter: Steuer (Menden).
Tore: 1:0 Cerci (9.), 2:0 Tucci (10.), 3:0 Tucci (21.), 3:1 Alder (26., Foulelfmeter), 4:1 Vaccaro (45.), 5:1 Mann (82.).
www.stuttgarter-zeitung.de
In den STN kommt, außer dem Artikel, noch eine Übersicht über die höchsten Heimsiege der Kickers in der RL.
Nachzulesen auch hier
http://forum.stuttgarter-kickers.de/vie ... php?t=8228
Nachzulesen auch hier
- Matze
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- Registriert: Dienstag 19. August 2003, 12:05
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VfR Aalen am Tiefpunkt
Schmitt-Team macht “Urlaub” im Aufstiegsrennen
Vor der Partie hatte sich Helmut Dietterle noch froh gelaunt mit Kickers-Präsidiumsmitglied Walter Kelsch, seinem ehemaligen Profikollegen beim VfB, unterhalten. Gut eine Stunde nach dem 1:5 im Regionalliga-Derby bei den Blauen stand der Manager des VfR Aalen mit versteinerter Miene am Mannschaftsbus und konnte die desolate Vorstellung seiner Elf immer noch nicht fassen: “Mit so einer Leistung haben wir oben rein gar nichts verloren”, brummte er. “Die Kickers waren uns in allen Belangen überlegen.” Der VfR ist am Tiefpunkt angekommen. “Kollektives Versagen”, nannte es Trainer Edgar Schmitt - und ahnte: “Wir waren heute im Urlaub.”
Und das zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt - auf der Zielgeraden des Zweitliga-Aufstiegsrennens. Flattern die Nerven? “Klar, der Druck ist groß, aber damit muss man umgehen können”, sagt Dietterle. Genauso wie mit dem Ausfall des schmerzlich vermissten Innenverteidigers Michael Stickel (gesperrt). Das einzig Positive kam von den anderen Plätzen: Die Konkurrenten FSV Frankfurt und SV Sandhausen hatten auch verloren. “Zum Glück können wir schon am kommenden Donnerstag gegen Elversberg wieder ran”, betonte Mittelfeldspieler Andreas “Bobo” Mayer, an dem in der Winterpause auch die Kickers dran waren. “Hinterher ist man immer schlauer”, sagte der 27-Jährige zu diesem Thema - und fügte schnell hinzu: “Ich fühle mich auch in Aalen wohl.” Am Samstag nahm ihm das keiner ab.Jürgen Frey![]()
Stuttgarter Nachrichten
VfR kommt bei den Kickers unter die Räder
Welch ein Debakel für den VfR Aalen! Der Aufstiegsaspirant hat sich am 28 Spieltag der Regionalliga im Derby bei den Stuttgarter Kickers deutlich mit 1:5 (1:4) geschlagen geben müssen. Aalen kassierte damit zu Beginn der entscheidenden Saisonphase die höchste Niederlage der laufenden Spielzeit.
AALEN Kein Blatt vor den Mund nahm nach der Partie Aalens Torhüter Tobias Linse: “Wir haben heute durch die Bank versagt. Ich habe keine Erklärung dafür”, schüttelte der 28-Jährige den Kopf. Und auch Trainer Edgar Schmitt suchte nicht nach Ausreden: “Das war eine grottenschlechte Leistung. Auch in der Höhe geht der Sieg der Kickers in Ordnung.”
Glück im Unglück für den VfR: Auch Aufstiegskonkurrent FSV Frankfurt verlor 1:2 gegen 1860 München II. Aalen bleibt mit 48 Punkten, punktgleich mit den Hessen, auf einem Aufstiegsplatz. Allerdings drängelt nun von hinten Unterhaching, das nach dem 2:0 gegen Reutlingen mit 45 Punkten Rang fünf belegt. Für Schmitt war das Ergebnis der Frankfurter nur ein schwacher Trost: “Wir hätten uns mit einem Erfolg über die Kickers etwas absetzen können. Das haben wir leider verpasst.”
Selbst Buchwald staunt
Von Beginn an gaben die Stuttgarter vor 4240 Zuschauern, darunter Weltmeister Guido Buchwald (Ex-Kickers-Spieler, zuletzt Trainer bei Alemannia Aachen und am Vortag noch in Aalen bei einem Benefizspiel am Ball), im Gazi-Stadion Vollgas. Die Aalener dagegen verschliefen die Anfangsphase komplett. So war die Partie nach zehn Minuten praktisch entschieden. Nach dem 1:0 durch Ferhat Cerci (9.) eroberten die Kickers direkt nach dem Wiederanstoß den Ball und ehe die verdutzten Aalener begriffen, was geschah, zappelte das Leder nach einem Schuss von Marco Tucci erneut im Netz (10.).
Alder erzielt den Anschluss
Wer wenigstens nach dem kapitalen Fehlstart ein Aufbäumen der Gäste erwartete, wurde enttäuscht. Die Kickers blieben am Drücker und nach einem Freistoß von Parmak traf erneut Tucci zum 3:0 (21.). Zwar kamen die Aalener durch einen verwandelten Foulelfmeter von Christian Alder noch einmal heran, doch Vaccaro stellte den alten Abstand kurz vor der Halbzeit mit einem sehenswerten Treffer wieder her. Den Schlusspunkt setzte nach einer recht ereignislosen zweiten Hälfte Marcus Mann mit dem 5:1.
Bitter für den VfR: Zum ersten Mal überhaupt erzielte die Minkwitz-Elf in dieser Saison mehr als drei Tore. Die Kickers sind ihrem Ziel - Qualifikation für die Dritte Liga - einen Schritt näher gekommen. “Hut ab vor meiner Mannschaft. Das war eine überzeugende Leistung”, meinte Trainer Minkwitz.
Für den VfR gilt es jetzt, vor dem Heimspiel am Maifeiertag (14 Uhr) gegen Elversberg das Selbstbewusstsein wieder aufzubauen. “Wir haben die Niederlage analysiert. Das war die schlechteste Leistung, seit ich in Aalen bin. Gute Mannschaften zeichnet aus, dass sie nach Niederlagen wieder zurückkommen. Ich bin sicher, dass uns das gelingt”, bilanzierte Schmitt.
Schwäbische Zeitung
In Stuttgart - Nur Kickers 

