Buddy hat geschrieben:Bei dem Link wird morgen wahrscheinlich schon ein neuer Kommentar stehen. Also dann nicht wundern.
Dann wollen wir den jetzigen Text mal sichern ;-)
4. 5.2008
Liebe Leser!
Es geht um jeden Punkt, um jedes Tor, die Nerven sind zum Zerreißen gespannt. Der 1. FC Nürnberg steckt tief im Abstiegskampf, drei Spiele vor Schluss sind es vier Punkte zum rettenden 15. Platz. Gerade hat die Mannschaft nur ein 0:0 in Dormund geschafft. Die Club-Fans hatten keinen Grund zum Jubeln und dann geht noch ihr bekanntester Spieler, Jan Koller, in die Kurve des Gegners und lässt sich von den Anhängern seines Ex-Vereins feiern.
Ein Unding, eine Frechheit, eine gnadelose Provokation der eigenen Anhänger. Und als die ihn für seine dumme Aktion beschimpfen, flucht er auf dem Weg in die Kabine noch über sie, spricht von "Fucking Nürnberg-Fans".
Statt sich dann zurückzuhalten, stellte sich Koller anschließend noch hin und sagt, er könne die Reaktion der Fans nicht verstehen, er habe sich ja entschuldigt. Aber er glaubt doch nicht ernsthaft, dass er nach solch einer Provokation zu den Club-Anhängern hingehen kann und nach einigen Gesten ist alles wieder in Ordnung.
Man kann über die Wortwahl und die Art der Unmutsbekundungen diskutieren – nicht aber über die Tatsache, dass Fans über ein solches Verhalten stinksauer sein dürfen. Zu wissen, dass eine solche Aktion überflüssig ist – so viel Feingefühl muss man von jedem Profi erwarten. Auch wenn er eine tolle Zeit und einer Super-Verhältnis zu den Fans in Dortmund hatte – ein schneller Gruß hätte es auch getan.
Die Fans investieren viel Geld und Zeit in ihren Klub, die Nürnberger Anhänger leiden unter dem sportlichen Absturz. Sie stehen auch in der zweiten Liga wieder in der Kurve, wenn Koller wohl längst über alle Berge ist.
Wenn es ihm wirklich leidtut, sollte sich Koller richtig entschuldigen: Das geht nur mit Treffern für den Klassenerhalt.
Aline Häger