Stuttgarter Kickers II - Kirchheim (17 Uhr).
Stuttgarter Kickers II - Kirchheim (17 Uhr).
Astra muss auf Überholspur 22.05.2008
VfL könnte morgen bei eigenem Sieg in Stuttgart und Schwieberdinger Pleite die Klasse sichern
Das 33. und vorletzte Oberligaspiel der Saison bestreitet der VfL Kirchheim morgen bei den Stuttgarter Kickers II (17 Uhr). Trainer Christian Hofberger ist überzeugt: „Wenn wir dort drei Punkte einfahren, bleiben wir in der Liga.“
Klaus Schlütter
Kirchheim. Bei den Kickers gewinnen, die zuletzt mit überzeugenden Leistungen den Klassenerhalt gesichert haben, während sich der VfL zu Hause gegen Nöttingen beim 0:3 blamierte – wie soll das funktionieren? Christian Hofberger wählt dazu einen Vergleich aus der Autobranche: „Es gibt Ferraris wie den SSV Ulm, mit einem Etat von 3,5 Millionen plus X. Gegen die hast du nur eine Chance, wenn sie eine technische Panne haben“, so der 35-Jährige. „Aber einen VW Golf kann ich überholen, wenn ich meinen Opel Astra richtig tune.“ Dabei muss „Astra“ Kirchheim mit einem Mini-Etat von 240 000 Euro für die erste und zweite Mannschaft inklusive Jugend auskommen – ähnlich wie Schwieberdingen und Linx. Dass ausgerechnet dieses Trio das Ende der Oberligatabelle ziert, kann kein Zufall sein.
Wie aber den VfL aufmotzen, damit der „Golf“ die Kickers morgen überholt? Hofberger fordert von den Spielern (mal wieder) Leidenschaft und Laufbereitschaft. Er sagt: „Sie müssen hoch konzentriert ins Spiel gehen, mehr investieren als der Gegner, Tempo und Druck hochhalten, sich aber auch in Geduld üben. Wenn wir bisher unsere Tugenden an den Tag gelegt haben, kam meistens ein Erfolg heraus.“
Die Mannschaft ist willens, endlich wieder umzusetzen was in ihr steckt. Bei einem kleinen Kabinenfest anlässlich des 19. Geburtstags von Armin Orhan nach dem Training, schworen sich die Spieler am Dienstag ohne Betreuer auf die vorentscheidende Begegnung am Samstag auf der Bezirkssportanlage in Degerloch ein.
Mit dabei: Antonio Tunjic und Benny Dihl, beide zuletzt suspendiert (wir berichteten). Sie gehören wieder zum Kader und dürften gegen die Kickers auch eingesetzt werden. Dagegen sitzt Coskun Isci, der dritte Ausgeschlossene nach dem Gmünder Spiel, weiter im Schmollwinkel, kommt nicht zum Training und ist deshalb vorerst kein Thema mehr. Michael Kutscher ist wegen eines Bänderrisses am Knöchel nach wie vor außer Gefecht.
Für alle Beteiligten wäre es ein Segen, würde der VfL den Klassenerhalt endlich perfekt machen. „Im Moment haben wir keine Planungssicherheit“, sagt Norbert Krumm, der sportliche Leiter. „Wir haben alle Gespräche mit Trainer und Spielern, sowohl mit den eigenen als auch mit denen, die wir im Auge haben, bis auf Weiteres gecancelt.“ Wegen der ungeklärten Situation geht die Saison nach dem letzten Spiel in die Verlängerung – allerdings ohne Krumm. Der macht ab 2. Juni zwei Wochen Urlaub auf Kreta. „Zum ersten Mal seit über drei Jahren“, wie er versichert. Dass die verdienten Ferien nun in eine für den Verein wichtige Zeit fallen, ist nicht mehr zu ändern: „Als ich den Urlaub gebucht habe, war ich voll überzeugt, dass bis dahin alles gelaufen ist.“
Vielleicht ist morgen Abend kurz vor 19 Uhr ja schon alles klar. Der TSV Schwieberdingen (21 Punkte) empfängt Kirchheim-Bezwinger Nöttingen. Bei einer Heimniederlage und einem gleichzeitigen VfL-Sieg wäre Kirchheim mit 25 Punkten gerettet. Andernfalls ist auch der VfR Mannheim (24 Punkte) noch in Reichweite. Der deutsche Uralt-Meister von 1949 muss zum FC Villingen, der die Hoffnung auf die Regionalliga noch nicht aufgegeben hat und erwartet im letzten Spiel den übermächtigen Lokalrivalen Waldhof Mannheim. Da könnte dann ein Heimerfolg des VfL über den Bahlinger SC das Happyend für die Teck-Elf bedeuten.
„Die Basketballer haben uns mit ihrem Aufstieg in der Stadt den Rang abgelaufen“, weiß Norbert Krumm. „Jetzt sind wir erst recht gefordert, in der Oberliga zu bleiben. Die Mannschaft weiß, um was es geht. Sie hat alles in eigener Hand. Und sie wird es schaffen.“
VfL könnte morgen bei eigenem Sieg in Stuttgart und Schwieberdinger Pleite die Klasse sichern
Das 33. und vorletzte Oberligaspiel der Saison bestreitet der VfL Kirchheim morgen bei den Stuttgarter Kickers II (17 Uhr). Trainer Christian Hofberger ist überzeugt: „Wenn wir dort drei Punkte einfahren, bleiben wir in der Liga.“
Klaus Schlütter
Kirchheim. Bei den Kickers gewinnen, die zuletzt mit überzeugenden Leistungen den Klassenerhalt gesichert haben, während sich der VfL zu Hause gegen Nöttingen beim 0:3 blamierte – wie soll das funktionieren? Christian Hofberger wählt dazu einen Vergleich aus der Autobranche: „Es gibt Ferraris wie den SSV Ulm, mit einem Etat von 3,5 Millionen plus X. Gegen die hast du nur eine Chance, wenn sie eine technische Panne haben“, so der 35-Jährige. „Aber einen VW Golf kann ich überholen, wenn ich meinen Opel Astra richtig tune.“ Dabei muss „Astra“ Kirchheim mit einem Mini-Etat von 240 000 Euro für die erste und zweite Mannschaft inklusive Jugend auskommen – ähnlich wie Schwieberdingen und Linx. Dass ausgerechnet dieses Trio das Ende der Oberligatabelle ziert, kann kein Zufall sein.
Wie aber den VfL aufmotzen, damit der „Golf“ die Kickers morgen überholt? Hofberger fordert von den Spielern (mal wieder) Leidenschaft und Laufbereitschaft. Er sagt: „Sie müssen hoch konzentriert ins Spiel gehen, mehr investieren als der Gegner, Tempo und Druck hochhalten, sich aber auch in Geduld üben. Wenn wir bisher unsere Tugenden an den Tag gelegt haben, kam meistens ein Erfolg heraus.“
Die Mannschaft ist willens, endlich wieder umzusetzen was in ihr steckt. Bei einem kleinen Kabinenfest anlässlich des 19. Geburtstags von Armin Orhan nach dem Training, schworen sich die Spieler am Dienstag ohne Betreuer auf die vorentscheidende Begegnung am Samstag auf der Bezirkssportanlage in Degerloch ein.
Mit dabei: Antonio Tunjic und Benny Dihl, beide zuletzt suspendiert (wir berichteten). Sie gehören wieder zum Kader und dürften gegen die Kickers auch eingesetzt werden. Dagegen sitzt Coskun Isci, der dritte Ausgeschlossene nach dem Gmünder Spiel, weiter im Schmollwinkel, kommt nicht zum Training und ist deshalb vorerst kein Thema mehr. Michael Kutscher ist wegen eines Bänderrisses am Knöchel nach wie vor außer Gefecht.
Für alle Beteiligten wäre es ein Segen, würde der VfL den Klassenerhalt endlich perfekt machen. „Im Moment haben wir keine Planungssicherheit“, sagt Norbert Krumm, der sportliche Leiter. „Wir haben alle Gespräche mit Trainer und Spielern, sowohl mit den eigenen als auch mit denen, die wir im Auge haben, bis auf Weiteres gecancelt.“ Wegen der ungeklärten Situation geht die Saison nach dem letzten Spiel in die Verlängerung – allerdings ohne Krumm. Der macht ab 2. Juni zwei Wochen Urlaub auf Kreta. „Zum ersten Mal seit über drei Jahren“, wie er versichert. Dass die verdienten Ferien nun in eine für den Verein wichtige Zeit fallen, ist nicht mehr zu ändern: „Als ich den Urlaub gebucht habe, war ich voll überzeugt, dass bis dahin alles gelaufen ist.“
Vielleicht ist morgen Abend kurz vor 19 Uhr ja schon alles klar. Der TSV Schwieberdingen (21 Punkte) empfängt Kirchheim-Bezwinger Nöttingen. Bei einer Heimniederlage und einem gleichzeitigen VfL-Sieg wäre Kirchheim mit 25 Punkten gerettet. Andernfalls ist auch der VfR Mannheim (24 Punkte) noch in Reichweite. Der deutsche Uralt-Meister von 1949 muss zum FC Villingen, der die Hoffnung auf die Regionalliga noch nicht aufgegeben hat und erwartet im letzten Spiel den übermächtigen Lokalrivalen Waldhof Mannheim. Da könnte dann ein Heimerfolg des VfL über den Bahlinger SC das Happyend für die Teck-Elf bedeuten.
„Die Basketballer haben uns mit ihrem Aufstieg in der Stadt den Rang abgelaufen“, weiß Norbert Krumm. „Jetzt sind wir erst recht gefordert, in der Oberliga zu bleiben. Die Mannschaft weiß, um was es geht. Sie hat alles in eigener Hand. Und sie wird es schaffen.“
Stgt.Kickers II - VfL Kirchheim 1:1 (1:1)
Stgt.Kickers II
Aufstellung:
Tor: Julian Hauser
Abwehr: Eugen Schneider
Abwehr: Julian Leist
Abwehr: Tobias Weber
Abwehr: Joannis Tsapakidis
Mittelfeld: Sven Sökler
Mittelfeld: Thomas Gentner
Mittelfeld: Marcus Ortlieb
Mittelfeld: Ali Parhizi
Sturm: Mijo Tunjic
VfL Kirchheim
Aufstellung:
Tor: Patrick Gühring
Abwehr: Christopher Eisenhardt
Abwehr: Archontis Siopidis
Abwehr: Mathias Koch
Mittelfeld: Ferdi Er
Mittelfeld: Kagan Söylemezgiller
Mittelfeld: Uwe Beran
Mittelfeld: Mario Grimm
Sturm: Antonio Tunjic
Sturm: Nicola Spina
Sturm: Maximilian Laible
Torfolge:
1:0 Muhamed Bajrami (Mittelfeld), 11. min
1:1 Mario Grimm (Mittelfeld), 35. min
Schiedsrichter: Johannes Raab (Mössingen)
ist bestimmt wieder einer der bei denen nicht gespeichert ist vielleicht nen u19 spieler oder sowas weil der aufstellung nach testet er je ein bißchen^^
tsapakidis, weber, tunjic und so..... waren ja bisher nicht so die stammspieler
Stgt.Kickers II
Aufstellung:
Tor: Julian Hauser
Abwehr: Eugen Schneider
Abwehr: Julian Leist
Abwehr: Tobias Weber
Abwehr: Joannis Tsapakidis
Mittelfeld: Sven Sökler
Mittelfeld: Thomas Gentner
Mittelfeld: Marcus Ortlieb
Mittelfeld: Ali Parhizi
Sturm: Mijo Tunjic
VfL Kirchheim
Aufstellung:
Tor: Patrick Gühring
Abwehr: Christopher Eisenhardt
Abwehr: Archontis Siopidis
Abwehr: Mathias Koch
Mittelfeld: Ferdi Er
Mittelfeld: Kagan Söylemezgiller
Mittelfeld: Uwe Beran
Mittelfeld: Mario Grimm
Sturm: Antonio Tunjic
Sturm: Nicola Spina
Sturm: Maximilian Laible
Torfolge:
1:0 Muhamed Bajrami (Mittelfeld), 11. min
1:1 Mario Grimm (Mittelfeld), 35. min
Schiedsrichter: Johannes Raab (Mössingen)
ist bestimmt wieder einer der bei denen nicht gespeichert ist vielleicht nen u19 spieler oder sowas weil der aufstellung nach testet er je ein bißchen^^
tsapakidis, weber, tunjic und so..... waren ja bisher nicht so die stammspieler
Stgt.Kickers II
Aufstellung:
Tor: Julian Hauser
Abwehr: Eugen Schneider
Abwehr: Julian Leist
Abwehr: Tobias Weber
Abwehr: Joannis Tsapakidis
Mittelfeld: Sven Sökler
Mittelfeld: Thomas Gentner
Mittelfeld: Marcus Ortlieb
Mittelfeld: Ali Parhizi
Sturm: Mijo Tunjic
VfL Kirchheim
Aufstellung:
Tor: Patrick Gühring
Abwehr: Christopher Eisenhardt
Abwehr: Archontis Siopidis
Abwehr: Mathias Koch
Mittelfeld: Ferdi Er
Mittelfeld: Kagan Söylemezgiller
Mittelfeld: Uwe Beran
Mittelfeld: Mario Grimm
Sturm: Antonio Tunjic
Sturm: Nicola Spina
Sturm: Maximilian Laible
ich hoff mal dass der richtige tunjic noch trifft^^
Aufstellung:
Tor: Julian Hauser
Abwehr: Eugen Schneider
Abwehr: Julian Leist
Abwehr: Tobias Weber
Abwehr: Joannis Tsapakidis
Mittelfeld: Sven Sökler
Mittelfeld: Thomas Gentner
Mittelfeld: Marcus Ortlieb
Mittelfeld: Ali Parhizi
Sturm: Mijo Tunjic
VfL Kirchheim
Aufstellung:
Tor: Patrick Gühring
Abwehr: Christopher Eisenhardt
Abwehr: Archontis Siopidis
Abwehr: Mathias Koch
Mittelfeld: Ferdi Er
Mittelfeld: Kagan Söylemezgiller
Mittelfeld: Uwe Beran
Mittelfeld: Mario Grimm
Sturm: Antonio Tunjic
Sturm: Nicola Spina
Sturm: Maximilian Laible
ich hoff mal dass der richtige tunjic noch trifft^^
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Kickers-Louis
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Kickers-Louis
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- kickersharry
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Ne die Unruhen waren an der Ruhbank. Da haben ein paar wohl Streß gemacht.
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Durchatmen in Degerloch
VfL nach „dreckigem“ 2:1-Sieg bei den Stuttgarter Kickers fast gerettet
König Maximilian I. regierte im Mittelalter das Heilige Römische Reich und wurde später zum Kaiser gekrönt. Der König von Kirchheim hieß am Samstag Maximilian Laible. Sein Tor zum gefeierten 2:1-Erfolg bei den Stuttgarter Kickers II könnte für den abstiegsbedrohten VfL in der Oberliga schon die Rettung gewesen sein.
KLAUS SCHLÜTTER
Stuttgart. „Dieser Sieg bei einem spielstarken Gegner muss uns den entscheidenden Schub für das letzte Spiel gegen Bahlingen geben. Wir haben die Tür aufgestoßen, jetzt müssen wir nur noch durchgehen“, resümierte ein erleichterter VfL-Trainer Christian Hofberger nach dem Nervenspiel auf dem gepflegten Rasen der Bezirkssportanlage unterm Stuttgarter Fernsehturm.
Kirchheim gegen die „Blauen“ in ungewohnten gelben Hemden und weißen Hosen – aber mit gewohnter Anfangsschwäche. Der Zeiger der Uhr hatte noch keine Umdrehung gemacht, da verfehlte ein Heber von Kickers-Stürmer Mijko Tunjic das VfL-Tor nur um Zentimeter. Doch nur sechs Minuten später schlug es ein im Kirchheimer Gehäuse. Mohamed Bajrami schnippelte den Ball aus spitzem Winkel gekonnt ins lange Eck, unhaltbar für den guten Patrick Gühring im VfL-Gehäuse. Das 0:1 – ein Nackenschlag für Kirchheim, wieder einmal kassiert durch eine Unachtsamkeit in Überzahl. Erst nach etwa 20 Minuten legte sich die anfänglich große Nervosität bei den Gästen. Die erste Torchance gab es in der 28. Minute: Stürmer Antonio Tunjic zu Maximilian Laible, dessen Schuss aus spitzem Winkel saust knapp am Pfosten vorbei.
In der 30. Minute die Szene, die bei den Platzherren heftige Proteste auslöste, Kirchheim aber wieder hoffen ließ. Freistoß von Nicola Spina. Im Fünf-Meter-Raum, dem Reich des Torwarts, wird Kickers-Schlussmann Julian Hauser heftig attackiert. Schiedsrichter Johannes Raab lässt weiterspielen und der aufgerückte Innenverteidiger Mario Grimm nutzt die Gunst der Stunde zum 1:1. Die Wut der Kickers steigerte sich, als der bereits verwarnte Thomas Gentner am Mittelkreis Laibles Hose zum Textiltest zweckentfremdete und dafür mit Gelb-Rot vom Platz flog: Kirchheim für den Rest des Spiels in Überzahl – ein Vorteil?
In der Kabine schwörten die beiden VfL-Trainer Rentschler und Hofberger ihre Mannen auf die zweite Halbzeit ein. Auch Torwart Gühring ergriff das Wort. Mit Abklatschen und einem kollektiv gedröhnten „Auf geht‘s“ begann Teil zwei des Achterbahnspiels in Degerloch.
Wer nun aber geglaubt hatte, dass die zahlenmäßige Überlegenheit auch zu einer Dominanz auf dem Spielfeld führen würde, sah sich getäuscht. Nicht der VfL, sondern die kombinationsstarken Kickers machten das Spiel, drängten die Gäste in die Defensive. Norbert Krumm verzweifelte. „Wir gewinnen keinen Zweikampf, laufen nur nebenher“, schimpfte der sportliche Leiter der Kirchheimer. Er konnte das Elend nicht mehr mit ansehen, verließ vorübergehend sogar den Platz.
Doch Krumm kam rechtzeitig zur wundersamen Wende zurück. Bei einem der seltenen VfL-Konter brachte Uwe Beran Stürmer Maximilian Laible in Ballbesitz. Eine geschickte Körpertäuschung, ein Schuss aus sieben Metern und der Ball zappelte zum 1:2 im Netz – alle Mitspieler stürzten sich auf Laible, bildeten eine eine Pyramide aus jubelnden Menschenleibern.
In der Endphase wurde beiderseits hektisch gewechselt. Der VfL-Sieg geriet noch einmal in Gefahr, als Kickers-Joker Srdan den Winkel des Torgehäuses nur knapp verfehlte. Der Rest war Kirchheimer Durchatmen, Erleichterung und Jubel über drei unerwartete Punkte. Hofberger: „Was mich besonders freut ist, dass wir nach dem frühen Nackenschlag so zurückgekommen sind.“ Krumms treffendes Fazit: „Wir haben einmal einen dreckigen Sieg gebracht. So einen wie diesen.“
Stuttgarter Kickers: Hauser – Schneider, Leist, Tsapakidis, Pachezi – Weber (76. Kovac), Sökler, Tunjic (76. Ivanusa), Gentner – Ortlieb (76. Stevanovic), Bajrami
VfL Kirchheim: Gühring – Eisenhardt, Siopidis (55. Dihl), Grimm, Koch – Beran, Spina (87. Gonsior), Er, Söylemezgiller – Laible (78. Altinsoy), Tunjic
Tore: 1:0 Bajrami (7.), 1:1 Grimm (30.), 1:2 Laible (72.)
Gelbe Karten: Ortlieb – Siopidis, Grimm, Beran
Gelb-Rot: Gentner (40.)
Zuschauer: 400
Schiedsrichter: Raab (Öschingen)
Teckbote
VfL nach „dreckigem“ 2:1-Sieg bei den Stuttgarter Kickers fast gerettet
König Maximilian I. regierte im Mittelalter das Heilige Römische Reich und wurde später zum Kaiser gekrönt. Der König von Kirchheim hieß am Samstag Maximilian Laible. Sein Tor zum gefeierten 2:1-Erfolg bei den Stuttgarter Kickers II könnte für den abstiegsbedrohten VfL in der Oberliga schon die Rettung gewesen sein.
KLAUS SCHLÜTTER
Stuttgart. „Dieser Sieg bei einem spielstarken Gegner muss uns den entscheidenden Schub für das letzte Spiel gegen Bahlingen geben. Wir haben die Tür aufgestoßen, jetzt müssen wir nur noch durchgehen“, resümierte ein erleichterter VfL-Trainer Christian Hofberger nach dem Nervenspiel auf dem gepflegten Rasen der Bezirkssportanlage unterm Stuttgarter Fernsehturm.
Kirchheim gegen die „Blauen“ in ungewohnten gelben Hemden und weißen Hosen – aber mit gewohnter Anfangsschwäche. Der Zeiger der Uhr hatte noch keine Umdrehung gemacht, da verfehlte ein Heber von Kickers-Stürmer Mijko Tunjic das VfL-Tor nur um Zentimeter. Doch nur sechs Minuten später schlug es ein im Kirchheimer Gehäuse. Mohamed Bajrami schnippelte den Ball aus spitzem Winkel gekonnt ins lange Eck, unhaltbar für den guten Patrick Gühring im VfL-Gehäuse. Das 0:1 – ein Nackenschlag für Kirchheim, wieder einmal kassiert durch eine Unachtsamkeit in Überzahl. Erst nach etwa 20 Minuten legte sich die anfänglich große Nervosität bei den Gästen. Die erste Torchance gab es in der 28. Minute: Stürmer Antonio Tunjic zu Maximilian Laible, dessen Schuss aus spitzem Winkel saust knapp am Pfosten vorbei.
In der 30. Minute die Szene, die bei den Platzherren heftige Proteste auslöste, Kirchheim aber wieder hoffen ließ. Freistoß von Nicola Spina. Im Fünf-Meter-Raum, dem Reich des Torwarts, wird Kickers-Schlussmann Julian Hauser heftig attackiert. Schiedsrichter Johannes Raab lässt weiterspielen und der aufgerückte Innenverteidiger Mario Grimm nutzt die Gunst der Stunde zum 1:1. Die Wut der Kickers steigerte sich, als der bereits verwarnte Thomas Gentner am Mittelkreis Laibles Hose zum Textiltest zweckentfremdete und dafür mit Gelb-Rot vom Platz flog: Kirchheim für den Rest des Spiels in Überzahl – ein Vorteil?
In der Kabine schwörten die beiden VfL-Trainer Rentschler und Hofberger ihre Mannen auf die zweite Halbzeit ein. Auch Torwart Gühring ergriff das Wort. Mit Abklatschen und einem kollektiv gedröhnten „Auf geht‘s“ begann Teil zwei des Achterbahnspiels in Degerloch.
Wer nun aber geglaubt hatte, dass die zahlenmäßige Überlegenheit auch zu einer Dominanz auf dem Spielfeld führen würde, sah sich getäuscht. Nicht der VfL, sondern die kombinationsstarken Kickers machten das Spiel, drängten die Gäste in die Defensive. Norbert Krumm verzweifelte. „Wir gewinnen keinen Zweikampf, laufen nur nebenher“, schimpfte der sportliche Leiter der Kirchheimer. Er konnte das Elend nicht mehr mit ansehen, verließ vorübergehend sogar den Platz.
Doch Krumm kam rechtzeitig zur wundersamen Wende zurück. Bei einem der seltenen VfL-Konter brachte Uwe Beran Stürmer Maximilian Laible in Ballbesitz. Eine geschickte Körpertäuschung, ein Schuss aus sieben Metern und der Ball zappelte zum 1:2 im Netz – alle Mitspieler stürzten sich auf Laible, bildeten eine eine Pyramide aus jubelnden Menschenleibern.
In der Endphase wurde beiderseits hektisch gewechselt. Der VfL-Sieg geriet noch einmal in Gefahr, als Kickers-Joker Srdan den Winkel des Torgehäuses nur knapp verfehlte. Der Rest war Kirchheimer Durchatmen, Erleichterung und Jubel über drei unerwartete Punkte. Hofberger: „Was mich besonders freut ist, dass wir nach dem frühen Nackenschlag so zurückgekommen sind.“ Krumms treffendes Fazit: „Wir haben einmal einen dreckigen Sieg gebracht. So einen wie diesen.“
Stuttgarter Kickers: Hauser – Schneider, Leist, Tsapakidis, Pachezi – Weber (76. Kovac), Sökler, Tunjic (76. Ivanusa), Gentner – Ortlieb (76. Stevanovic), Bajrami
VfL Kirchheim: Gühring – Eisenhardt, Siopidis (55. Dihl), Grimm, Koch – Beran, Spina (87. Gonsior), Er, Söylemezgiller – Laible (78. Altinsoy), Tunjic
Tore: 1:0 Bajrami (7.), 1:1 Grimm (30.), 1:2 Laible (72.)
Gelbe Karten: Ortlieb – Siopidis, Grimm, Beran
Gelb-Rot: Gentner (40.)
Zuschauer: 400
Schiedsrichter: Raab (Öschingen)
Teckbote
