Thorsten Wörsdörfer wird ab dem Sommer neuer Trainer beim hessischen Oberligisten RSV Würges! Viel Erfolg für unseren "Wörsi" in seiner neuen Heimat auf der Teutonen-Kampfbahn "Goldener Grund". Schurwald-Richy (oder soll ich in diesem Zusammenhang "Teutonen-Willy" sagen?!) wird Euch dann nächste Saison bestimmt berichten können, wie Wörsdörfer bei den RSV-Fans ankommen wird!
Homepage RSV Würges:
"Wörsi" neuer Trainer beim RSV
Aktuelle Nachrichten
13.02.2008,
"Passt zur besonderen Struktur des RSV"
Nach "kurzer Vorlaufphase" waren sich die Entscheidungsträger beim Oberligisten RSV Würges schnell einig:"Thorsten Wörsdörfer wird die Nachfolge des am Saisonende scheidenden Erfolgstrainers Jürgen Menger antreten." Karl Bermbach, der Vorsitzende der Nummer Eins im Fußballkreis, begrüßte den künftigen Coach, zu dem Personalberater Dieter Diefenbach die Verbindung geknüpft hatte, im Vereinsheim im Rahmen einer eigens anberaumten Pressekonferenz zur Präsentation des in Würges noch unbekannten Gesichtes. Doch Wörsdörfer ist in der Region und im Profifußball kein ganz Unbekannter.Zurzeit konzentriert sich der baldige "Neuwürgeser" auf seinen Trainerjob bei seinem Heimatverein SG Langenhahn-Rothenbach. Dort richtet sich sein ganzes Augenmerk darauf, dem abstiegsbedrohten Westerwälder Klub die weitere Zugehörigkeit zur Rheinlandliga zu sichern.
Schnelle Entscheidung
Kompetenz, zur Vereinsstruktur passendes Format, Kontinuität der Trainerlaufbahn. Das waren nach Karl Bermbachs Aussagen die entscheidenden Kriterien, die die Entscheidung im Goldenen Grund für den 40jährigen Wördörfer fallen ließen. Sechs Jahre bei Langenhahn-Rothenbach, davor drei Jahre als Spielertrainer beim Südwestoberligisten Sportfreunde Eisbachtal (im Team mit Friedel Müller). Beste Voraussetzungen also, die Kontinuität, die Vorgänger Jürgen Menger vorgegeben hat, weiterzuführen. Wörsdörfer will sein neues Amt selbstbewusst antreten und hat keine Bedenken in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten:"Ich habe Schuhgröße 45."
Die "Chemie" dürfte für den neuen Übungsleiter stimmen:"Ich danke für den freundlichen Empfang und spüre etwas von der RSV-Familie, von der ich viel gehört habe."
Offiziell tritt Thorsten Wörsdörfer seine neue Trainertätigkeit zum 01.07.2008 an. Sein Kontrakt ist nach Karl Bermbachs Mitteilung - auch das ein Novum in Würges und ein Beweis für das Vertrauen in den "Neuen" - auf zwei Jahre abgeschlossen und hätte auch für die Landesliga Gültigkeit.
Planung läuft schon
Natürlich läuft die Planung, was das Spielerpersonal, Co-Trainer, Torwarttrainer, Mentaltrainer etc. betrifft, ab sofort. Natürlich wird Wörsdörfer bei Gelegenheit auch den Ausstausch mit Jürgen Menger suchen. Den Spielbetrieb wird er allerdings aus verschiedenen Gründen im Wesentlichen aus der Distanz beobachten, sich aber das eine oder andere Match anschauen. Er hat ja, wie oben gesagt, seine momentane Aufgabe im hohen Westerwald. Bis er in den Taunus wechselt, wird er die Ergebnisse seines neuen Vereins aufmerksam beobachten. Denn Würges soll ja in jedem Fall die Oberliga halten. Die Chancen dafür stehen sehr gut.
(RO) Quelle: flw 24
Porträt Thorsten Wörsdörfer
13.02.2008,
Vom Werksklub über Bayern nach Darmstadt
Zuerst an den Rhein
Als Lehrling zog Thorsten Wörsdörfer, der Mann mit dem gewinnenden Lächeln, einst vom heimatlichen Langenhahn in die Chemiemetropole Leverkusen. Dort war er Mitte der 1980er Jahre Mitglied der A-Junioren des Werksklubs. Noch heute spielt er gelegentlich unterm Bayer-Kreuz in der dortigen Traditionself.
Der Stern des Jungprofis Wörsdörfer ging dann im heute verödeten Gelsenkirchener Parkstadion auf. In der Halbsaison 1990 wechselte er ohne Einsatz in der Bundesliga vom FC Bayern München in den Ruhrpott. Schalke 04 machte sich daran, nach mehreren Jahren Dornröschenschlaf wieder in das Fußballelitehaus aufzusteigen. Der junge Jens Lehmann stand zwischen den Pfosten, Ingo Anderbrügge überzeugte die Experten von seinem exzellenten linken Fuß. In der Rückrunde avancierte Wörsdörfer zum Stammspieler und trug mit zur Meisterschaft in der zweiten Bundesliga und Wiederaufstieg der Königsblauen ins Oberhaus bei. Am Schalker Markt verschliss man in einer Saison gleich drei Trainer: Peter Neururer, Helmut Kremers, Aleksandar Ristic. Letzterer war am Ende der Meistermacher.
Zobel warf ein Auge
Thorsten Wörsdörfer muss wohl beim torlosen Remis seiner Schalker gegen Mitaufsteiger Kickers Stuttgart den Schwabentrainer Rainer Zobel (früher bei Hannover 96 und Bayern München als Spieler) so beeindruckt haben, dass dieser ihn für die neue Saison in der ersten Bundesliga nach Stuttgart-Degerloch verpflichtete. Hier besetzte "Wörsi", wie der künftige Würgeser Coach bei Freunden heißt, in 24 Spielen (u.a. mit Wolfgang Wolf) einen Stammplatz. Der direkte Abstieg konnte allerdings nicht verhindert werden. Dem einjährigen Gastspiel beim Zweitligisten Darmstadt 98 folgte ein erneuter Wechsel an den Stuttgarter Fernsehturm.
An die Profikarriere schloss sich die bis heute andauernde Laufbahn im obersten und gehobenen Amateurfußball an. Während seines Aufenthaltes beim hessischen Oberligisten Spvvg. Bad Homburg kreuzten sich möglicherweise seine Wege mit Jürgen Menger, der damals in der Oberliga beim SV Wehen die Stiefel schnürte.
Zurück zu den Wurzeln
In den späten 1990er Jahren trat Wörsdörfer den langen Weg zurück in die Heimat an. Mehrere Jahre Spieler beim Südwest-Oberligisten SF Eisbachtal, dann mehrere Jahre Spielertrainer im Stadion an der A 3. Dann Langenhahn.
Im Sommer geht für den Ex-Profi und Inhaber des A-Trainer-Scheins dann seine Aufgabe im "eigenen Nest" zu Ende. Außerhalb des Westerwälder Dunstkreises wartet auf ihn im Hintertaunus keine schlechte Aufgabe. Wörsdörfer weiß um die Attraktivität seines neuen Trainerjobs im Goldenen Grund, eine Herausforderung, für die er sich jetzt rüsten wird. Die Erwartungen sind nicht gering.
(RO) Quelle: flw 24
Quelle:
http://www.rsvwuerges.de/index.php?id=15