Mein erster Film in diesem Jahr war ein Sneak Preview Film. Und nachdem meine Horrorfilm Quote bei Sneaks erstaunlich hoch ist, war ich auch nicht überrascht als sich ein weiterer Horror Film angekündigte: Der Nebel
Ein mysteriöser Nebel zieht vom See her auf eine Kleinstadt zu, direkt in die Straßen. Darin scheint irgendwas unheimliche sich abzuspielen, auf jeden Fall behaupten das einige Bewohner so energisch dass sich sowohl Belegschaft als auch Kundschaft eines Supermarktes in diesem vor dem Nebel verschanzt. Doch was verbirgt sich furchtbares im Nebel? Es sind Außerirdische Wesen, dei in der Militärbasis oberhalb der Stadt gefangen gehalten wurden (ähnlich Area 51) und die sich im Nebel verbergen. Und diese machen Jagd auf jedes menschliche Wesen außerhalb eines Gebäudes.
Erstmal muss ich sagen: Ich hasse Horrorfilme. Am meisten solche Geisterilme, aber auch dieser Monster Horror ist eigentlich nicht mein Ding. Dieser Film war aber wirklich sogar noch etwas positiv, denn der alte Sneak Effekt zog perfekt. Dadurch dass kaum echte Horror Fans in ein Sneak Preview gehen, nahm so gut wie das komplette Publikum den Film in keinster Linie ernst, was zu etlichen Lachern und Sprüchen aus den Reihen führte. Zu absurd war es aber auch was sich da im Nebel verbirgt: Von eine Art Tintenfisch, über Spinnen bis hin zu Insekten und Flugsaurier gibt es wirklich alles was es nicht gibt.
Die Schauspieler sind allesamt Nobodys bis auf den "Sherminator" aus der American Pie Reihe, in einer Nebenrolle. Gerade aber die Hauptdarsteller bleiben blass und als Zuschauer interessiertr man sich gar nicht richtig dafür ob sie jetzt überleben oder nicht. Und auch etliche Szenen sind einfach zu lapidar dargestellt, so dass man eher darüber lacht. Krönung war die Schlussszene.
Fazit: Im Prinzip absoluter Käse, aber durch die witzige Atmosphäre im Kino doch ein recht vergnüglicher Abend, der das Erlebnis Kino mal wieder bestärkte.
5 Tage später habe ich dann Keinohrhasen gesehen.
Ludo ist ein Paparazzi aus Leidenschaft und kommt immer wieder an die besten Storys. Aber als er den Heiratsantrag von Wladimir Klitschko (!) live mitbekommen will, geht die Sache schief, er landet vor Gericht und wird zu Sozialstunden in einem Kindergarten verurteilt. Dort trifft er eine alte Bekannte, die das Leben von Ludo durcheinander bringt. Oder auch nicht.
Im Prinzip hört sich die Story sehr banal an. Aber was Til Schweiger daraus macht, ist wirklich fantastisch. Besetzt mit unzähligen bekannten Gesichtern in Nebenrollen und enormem charmanten Witz, lässt er nie zu dass der Film in Schnulzigkeit abdriftet. Irgendwie schafft er das Kunststück dass man sowohl den Film als Romanze als auch als Komödie ernst nimmt.
Der Film unterhält auf sehr hohem Niveau, man entwickelt ein unglaubliches Interesse an den Figuren, freut sich immer wieder wenn man Serien Schauspieler in Nebenrollen erkennt und doch ist die Story nicht vorhersehbar. Unnötig aber eine Nacktszene mit Norah Tschirner, die der Film wirklich nicht gebraucht hätte. Auch aus den Filmen Nebenrollen hätte man noch mehr machen können, perfekt wurde das nur mit Jürgen Vogel gemacht.
Fazit: Ganz großes, deutsches Kino. Til Schweiger ist nicht nur ein klasse Schauspieler sondern auch ein klasse Regisseur, der es schafft einen Film zu drehen der fast alle Film Fans ansprechen kann.













