Frosch: Sein schwerster Kampf
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Blue Chris
Frosch: Sein schwerster Kampf
des isch hart !
Von THOMAS DIERENGA
Bedrückte Stimmung in der Victoria-Klause: Wirt Walter Frosch (57), Abwehrspieler-Legende von Pauli und Lautern, liegt schwerstkrank im AK Harburg. Die Ärzte haben „Froschi“ ins künstliche Koma versetzt.
Seine Lebensgefährtin Gaby besorgt: „Man muss es wohl so sagen – dieses Mal geht es für meinen Walter um Leben und Tod.“
Froschi kämpft seinen schwersten Kampf!Eisenhart auf dem Fußball-Platz. Dafür war Walter bekannt. Nach 27 Gelben Karten in 37 Spielen in der Pauli-Saison 1976/77 führte der DFB seinetwegen die Spiel-Sperren nach 5 bzw. 10 Karten ein. Rot sah Frosch übrigens nie, es sei denn, einer quakte dummes Zeug. Der bekam Lack vom gebürtigen Pfälzer – verbal!
Gaby: „Walter schläft jetzt, wird rührend umsorgt von den Stationsschwestern, den Doktoren Lebender, Mach und Petermann.“
Was war passiert?
Vorletzten Montag wurde Frosch an der Lunge operiert. Der obere rechte Lungenlappen war perforiert, musste entfernt werden. Gaby: „Weil die Antibiotika nicht griffen, holte sich Walter eine Blutvergiftung.“
Die Lage wurde dramatisch. Mit der kräftezehrenden Sepsis liegt der 55-Kilo-Mann jetzt auf der Intensivstation. Bruder Lasse (56) und Mutter Lisa (83) sind auch da. Gaby: „Es ist immer jemand bei ihm.“
Froschi kämpft. Seit 1996 vor allem um seine Gesundheit. Da wurde bei ihm Mandelkrebs (Tonsillenkarzinom) diagnostiziert. 1998 die nächste große OP: Eine Platte zur Stabilisierung der Nackenwirbelsäule wurde eingesetzt. Grund: Knochenschäden nach der Bestrahlung. Es folgten noch Chemotherapien, die Walter aber alle tapfer wegbiss.
Letztes Jahr im September: Ein Knoten an den Stimmbändern wird entfernt. Gaby: „Zum Glück war der gutartig.“ Auch gut: Kettenraucher Frosch (beim Legenden-Spiel hatte er die Marlboro-Schachtel sogar in den Fußball-Stutzen) verzichtet auf die Glimmstengel.
Dann diese Probleme auf der Lunge. Frosch spuckte öfter Blut, manchmal einen halben Liter. Dennoch sagte er immer wieder: „Ins Krankenhaus will ich nicht.“
Froschi, ein gelernter Schornsteinfeger, will lieber nächsten Juni mit der Altliga wieder nach Mallorca. BILD wünscht ihm dafür ganz viel Kraft, damit er seinen schwersten Kampf gewinnt…
www.bild.de
Von THOMAS DIERENGA
Bedrückte Stimmung in der Victoria-Klause: Wirt Walter Frosch (57), Abwehrspieler-Legende von Pauli und Lautern, liegt schwerstkrank im AK Harburg. Die Ärzte haben „Froschi“ ins künstliche Koma versetzt.
Seine Lebensgefährtin Gaby besorgt: „Man muss es wohl so sagen – dieses Mal geht es für meinen Walter um Leben und Tod.“
Froschi kämpft seinen schwersten Kampf!Eisenhart auf dem Fußball-Platz. Dafür war Walter bekannt. Nach 27 Gelben Karten in 37 Spielen in der Pauli-Saison 1976/77 führte der DFB seinetwegen die Spiel-Sperren nach 5 bzw. 10 Karten ein. Rot sah Frosch übrigens nie, es sei denn, einer quakte dummes Zeug. Der bekam Lack vom gebürtigen Pfälzer – verbal!
Gaby: „Walter schläft jetzt, wird rührend umsorgt von den Stationsschwestern, den Doktoren Lebender, Mach und Petermann.“
Was war passiert?
Vorletzten Montag wurde Frosch an der Lunge operiert. Der obere rechte Lungenlappen war perforiert, musste entfernt werden. Gaby: „Weil die Antibiotika nicht griffen, holte sich Walter eine Blutvergiftung.“
Die Lage wurde dramatisch. Mit der kräftezehrenden Sepsis liegt der 55-Kilo-Mann jetzt auf der Intensivstation. Bruder Lasse (56) und Mutter Lisa (83) sind auch da. Gaby: „Es ist immer jemand bei ihm.“
Froschi kämpft. Seit 1996 vor allem um seine Gesundheit. Da wurde bei ihm Mandelkrebs (Tonsillenkarzinom) diagnostiziert. 1998 die nächste große OP: Eine Platte zur Stabilisierung der Nackenwirbelsäule wurde eingesetzt. Grund: Knochenschäden nach der Bestrahlung. Es folgten noch Chemotherapien, die Walter aber alle tapfer wegbiss.
Letztes Jahr im September: Ein Knoten an den Stimmbändern wird entfernt. Gaby: „Zum Glück war der gutartig.“ Auch gut: Kettenraucher Frosch (beim Legenden-Spiel hatte er die Marlboro-Schachtel sogar in den Fußball-Stutzen) verzichtet auf die Glimmstengel.
Dann diese Probleme auf der Lunge. Frosch spuckte öfter Blut, manchmal einen halben Liter. Dennoch sagte er immer wieder: „Ins Krankenhaus will ich nicht.“
Froschi, ein gelernter Schornsteinfeger, will lieber nächsten Juni mit der Altliga wieder nach Mallorca. BILD wünscht ihm dafür ganz viel Kraft, damit er seinen schwersten Kampf gewinnt…
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