Eichelbaum-Interview vor der JHV
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Eichelbaum-Interview vor der JHV
Kickers-Präsident Eichelbaum im Interview
"Die Not schweißt zusammen"
Stuttgart - Die sportliche Situation beim Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers ist prekär, die Finanzlage wie immer angespannt. Dennoch blickt Präsident Dirk Eichelbaum der Mitgliederversammlung am Mittwoch, 26. November (19 Uhr/Kickers-Vereinsheim), gelassen entgegen.
Herr Eichelbaum, die Steilvorlage der Mannschaft für die Mitgliederversammlung blieb aus. Wie sehr tut das 0:3 gegen Jena weh?
Dieses Spiel ging leider total in die Hose. Und der Zeitpunkt der Niederlage war der denkbar ungünstigste.
Erwarten Sie eine turbulente Versammlung?
Nein, ich sehe dafür keine Ansatzpunkte. Die Mannschaft befindet sich nach dem Trainerwechsel, trotz des Rückschlags, auf einem guten Weg. Und finanziell können wir für das Geschäftsjahr 2007/08 einen Gewinn vermelden.
Sind Sie stolz auf diese 170.000 Euro?
Stolz nicht, da dieser Gewinn auf einen Sondereffekt zurückzuführen ist - die Einführung der Beteiligungs GmbH & Co. KG. Dies lässt sich nicht beliebig wiederholen.
Also droht in der einnahmefreien Winterpause wieder ein Liquiditätsengpass?
Derzeit nicht, aber wir haben einen auf der Kante genähten Etat und müssen ständig versuchen, neue Sponsoren zu generieren.
Stimmt es, dass Ex-Präsidiumsmitglied Walter Kelsch sein Darlehen in Höhe von 50.000 Euro zum 31. Januar 2009 gekündigt hat?
Das ist leider richtig. Wir wundern uns nur, weil er vor einem Jahr der Initiator dafür war, dass die Gremiumsmitglieder den Verein finanziell unterstützen.
Besteht denn in Anbetracht der angespannten Finanzlage überhaupt die Chance auf Verstärkungen in der Winterpause?
Ohne Spielerabgänge oder Sponsoren geht absolut nichts. Was mich allerdings optimistisch stimmt: Bisher hat sich bei den Blauen diesbezüglich immer etwas getan.
Der drohende sportliche und finanzielle Exitus ist ein ständiger Begleiter der Kickers. Worin liegt für Sie eigentlich der Reiz, das Präsidentenamt auszuüben?
Der Reiz war von Anfang an, einen als unsanierbar geltenden Club doch zu sanieren. Was die Altverbindlichkeiten betrifft, ist uns das gut gelungen. Die Not schweißt zusammen, wir in der Führungsetage verstehen uns als Schicksalsgemeinschaft.
Die bei einem sportlichen Abstieg am Saisonende das Ende der Kickers verkündet?
Nicht zwingend das Ende des Vereins, aber das Ende professioneller Strukturen. Wir könnten dann mit einer verstärkten Amateurmannschaft im ADM-Sportpark spielen - und ich sehe schon die Schlagzeilen: Gipfel der Schande - Ex-Bundesligist in der Regionalliga. Aber so weit wird es nicht kommen.
Wie groß sind Ihre Sorgen, dass Ihnen die Stadt wegen der aufgeschobenen Stadionmodernisierung einen Strich durch die Rechnung macht?
Sehr groß. Stand heute hätten wir keine Spielstätte für die nächste Saison. Was mir nicht in den Kopf will, ist die Argumentation der Stadt, die unsere Situation mit der in Aue, Emden und Regensburg vergleicht. Dabei müsste für Stuttgart Frankfurt der Maßstab sein. Und dort bekommt der FSV ein Stadion für 16 bis 17 Millionen Euro.
Die Sicherheitsauflagen sollen aber doch sofort erfüllt werden - reicht dies dem DFB nicht für die Lizenzerteilung?
Wenn das so wäre, möchte ich das schriftlich.
Haben Sie für sich entschieden, wie lange Sie Präsident bleiben möchten?
Axel Dünnwald-Metzler hat auf die Frage, wie man Millionär wird, mal gesagt: Man muss als Multimillionär Kickers-Präsident werden. Ich will zeigen, dass es auch anders geht und möchte den Club komplett sanieren. Wenn das Amt danach jemand anderer ausüben möchte, gebe ich es gerne ab.
Jürgen Frey, Gunter Barner, STN
"Die Not schweißt zusammen"
Stuttgart - Die sportliche Situation beim Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers ist prekär, die Finanzlage wie immer angespannt. Dennoch blickt Präsident Dirk Eichelbaum der Mitgliederversammlung am Mittwoch, 26. November (19 Uhr/Kickers-Vereinsheim), gelassen entgegen.
Herr Eichelbaum, die Steilvorlage der Mannschaft für die Mitgliederversammlung blieb aus. Wie sehr tut das 0:3 gegen Jena weh?
Dieses Spiel ging leider total in die Hose. Und der Zeitpunkt der Niederlage war der denkbar ungünstigste.
Erwarten Sie eine turbulente Versammlung?
Nein, ich sehe dafür keine Ansatzpunkte. Die Mannschaft befindet sich nach dem Trainerwechsel, trotz des Rückschlags, auf einem guten Weg. Und finanziell können wir für das Geschäftsjahr 2007/08 einen Gewinn vermelden.
Sind Sie stolz auf diese 170.000 Euro?
Stolz nicht, da dieser Gewinn auf einen Sondereffekt zurückzuführen ist - die Einführung der Beteiligungs GmbH & Co. KG. Dies lässt sich nicht beliebig wiederholen.
Also droht in der einnahmefreien Winterpause wieder ein Liquiditätsengpass?
Derzeit nicht, aber wir haben einen auf der Kante genähten Etat und müssen ständig versuchen, neue Sponsoren zu generieren.
Stimmt es, dass Ex-Präsidiumsmitglied Walter Kelsch sein Darlehen in Höhe von 50.000 Euro zum 31. Januar 2009 gekündigt hat?
Das ist leider richtig. Wir wundern uns nur, weil er vor einem Jahr der Initiator dafür war, dass die Gremiumsmitglieder den Verein finanziell unterstützen.
Besteht denn in Anbetracht der angespannten Finanzlage überhaupt die Chance auf Verstärkungen in der Winterpause?
Ohne Spielerabgänge oder Sponsoren geht absolut nichts. Was mich allerdings optimistisch stimmt: Bisher hat sich bei den Blauen diesbezüglich immer etwas getan.
Der drohende sportliche und finanzielle Exitus ist ein ständiger Begleiter der Kickers. Worin liegt für Sie eigentlich der Reiz, das Präsidentenamt auszuüben?
Der Reiz war von Anfang an, einen als unsanierbar geltenden Club doch zu sanieren. Was die Altverbindlichkeiten betrifft, ist uns das gut gelungen. Die Not schweißt zusammen, wir in der Führungsetage verstehen uns als Schicksalsgemeinschaft.
Die bei einem sportlichen Abstieg am Saisonende das Ende der Kickers verkündet?
Nicht zwingend das Ende des Vereins, aber das Ende professioneller Strukturen. Wir könnten dann mit einer verstärkten Amateurmannschaft im ADM-Sportpark spielen - und ich sehe schon die Schlagzeilen: Gipfel der Schande - Ex-Bundesligist in der Regionalliga. Aber so weit wird es nicht kommen.
Wie groß sind Ihre Sorgen, dass Ihnen die Stadt wegen der aufgeschobenen Stadionmodernisierung einen Strich durch die Rechnung macht?
Sehr groß. Stand heute hätten wir keine Spielstätte für die nächste Saison. Was mir nicht in den Kopf will, ist die Argumentation der Stadt, die unsere Situation mit der in Aue, Emden und Regensburg vergleicht. Dabei müsste für Stuttgart Frankfurt der Maßstab sein. Und dort bekommt der FSV ein Stadion für 16 bis 17 Millionen Euro.
Die Sicherheitsauflagen sollen aber doch sofort erfüllt werden - reicht dies dem DFB nicht für die Lizenzerteilung?
Wenn das so wäre, möchte ich das schriftlich.
Haben Sie für sich entschieden, wie lange Sie Präsident bleiben möchten?
Axel Dünnwald-Metzler hat auf die Frage, wie man Millionär wird, mal gesagt: Man muss als Multimillionär Kickers-Präsident werden. Ich will zeigen, dass es auch anders geht und möchte den Club komplett sanieren. Wenn das Amt danach jemand anderer ausüben möchte, gebe ich es gerne ab.
Jürgen Frey, Gunter Barner, STN
Re: Eichelbaum-Interview vor der JHV
Blauer Bayer hat geschrieben:Kickers-Präsident Eichelbaum im Interview
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Die bei einem sportlichen Abstieg am Saisonende das Ende der Kickers verkündet?
Nicht zwingend das Ende des Vereins, aber das Ende professioneller Strukturen. Wir könnten dann mit einer verstärkten Amateurmannschaft im ADM-Sportpark spielen - und ich sehe schon die Schlagzeilen: Gipfel der Schande - Ex-Bundesligist in der Regionalliga. Aber so weit wird es nicht kommen.
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Jürgen Frey, Gunter Barner, STN
Ich habe gar nicht gewusst, dass es im ADM-Sportpark 1000 Sitzplätze gibt.
Seite 110 http://www.dfb.de/uploads/media/04_Stat ... onalli.pdf
- Soulfly
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Re: Eichelbaum-Interview vor der JHV
Buddy hat geschrieben:Blauer Bayer hat geschrieben:Kickers-Präsident Eichelbaum im Interview
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Die bei einem sportlichen Abstieg am Saisonende das Ende der Kickers verkündet?
Nicht zwingend das Ende des Vereins, aber das Ende professioneller Strukturen. Wir könnten dann mit einer verstärkten Amateurmannschaft im ADM-Sportpark spielen - und ich sehe schon die Schlagzeilen: Gipfel der Schande - Ex-Bundesligist in der Regionalliga. Aber so weit wird es nicht kommen.
Ist doch scheißegal. Einen Abstieg können wir uns so und so nicht leisten...
Entweder wir packen den Klassenerhalt, oder es ist aus...für immer!!!
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Jürgen Frey, Gunter Barner, STN
Ich habe gar nicht gewusst, dass es im ADM-Sportpark 1000 Sitzplätze gibt.
Seite 110 http://www.dfb.de/uploads/media/04_Stat ... onalli.pdf
Hold Your Fire
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Re: Eichelbaum-Interview vor der JHV
Naja, wer weis, ob wir dann überhaupt in der Regionalliga starten würden... Dann dürfte auch der ADM-Park reichen...Buddy hat geschrieben:Blauer Bayer hat geschrieben:Kickers-Präsident Eichelbaum im Interview
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Die bei einem sportlichen Abstieg am Saisonende das Ende der Kickers verkündet?
Nicht zwingend das Ende des Vereins, aber das Ende professioneller Strukturen. Wir könnten dann mit einer verstärkten Amateurmannschaft im ADM-Sportpark spielen - und ich sehe schon die Schlagzeilen: Gipfel der Schande - Ex-Bundesligist in der Regionalliga. Aber so weit wird es nicht kommen.
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Ich habe gar nicht gewusst, dass es im ADM-Sportpark 1000 Sitzplätze gibt.
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Stuttgarter Kickers - Der Ex-Profiverein für alle, die keinen Profiverein brauchen.
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Überlinger
- blauweissschwarz
- Kickers-Fan
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- Registriert: Sonntag 20. November 2005, 22:36
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Überlinger
Dies ist doch mal wieder ein gutes Beispiel dafür, dass es vielen Leuten, die ein Ehrenamt in einem Gremium eines Vereins übernehmen nur darum geht sich zu profilieren. Kelsch weiß genau, dass er den Verein damit in große Nöte stürzen kann! Also schließe ich daraus, dass ihm die Kickers "am Arsch" vorbeigehen. Wenn man das Ganze dann noch in Zusammenhang mit der äußerst mageren Bilanz während seiner Amtszeit bei den Kickers in Zusammenhang bringt, muss man sagen:blauweissschwarz hat geschrieben:Und der rote Walter wird bald bei den Lampen reüssieren.
Dankeschön,Herr Kelsch, Sie sind mit Verlaub gesagt ein A...
Danke Herr Kelsch für nichts!!!
Glaube kaum, dass er bei den Lampen in Verantwortung kommen wird. Die nehmen auch nicht jede Pfeife und jeden Dummschwätzer!
Der Kickerspräsident Dirk Eichelbaum ist ein ehrenwerter Mann. Und Idealist. Unbestritten, sonst würde er das Ehrenamt bei den Blauen nicht ausüben, das viel Arbeit, Mühe und Aufwand erfordert.
Bitte keine Illusionen den Kickers
Trotzdem sollte er sich keinen Illusionen hingeben! Ohne ein Stadion auf der Waldau, bei der die Kickers ihre Heimspiele austragen, sind die Blauen nicht überlebensfähig. Nachweisbar meiden die Anhänger der Blauen die Mercedes-Benz Arena. Denn Fußball ist auch eine herzens- und gefühlsbetonte Angelegenheit.
Weigert sich die Stadt, das Gazi-Stadion so auszubauen, dass es WENIGSTENS die Minimal-Anforderungen für den Ligaspielbetrieb erfüllt, sollten die Blauen die Lizenz freiwillig zurückzugeben. Und damit einem finanziellen Desaster vorzubeugen. Und mit der ganzen Hand auf die Stadtverwaltung zu zeigen, die es fertig bringt, den sehr beliebten, bekannten und traditionsreichsten Verein Stuttgarts das Grab zu schaufeln.
St
Bitte keine Illusionen den Kickers
Trotzdem sollte er sich keinen Illusionen hingeben! Ohne ein Stadion auf der Waldau, bei der die Kickers ihre Heimspiele austragen, sind die Blauen nicht überlebensfähig. Nachweisbar meiden die Anhänger der Blauen die Mercedes-Benz Arena. Denn Fußball ist auch eine herzens- und gefühlsbetonte Angelegenheit.
Weigert sich die Stadt, das Gazi-Stadion so auszubauen, dass es WENIGSTENS die Minimal-Anforderungen für den Ligaspielbetrieb erfüllt, sollten die Blauen die Lizenz freiwillig zurückzugeben. Und damit einem finanziellen Desaster vorzubeugen. Und mit der ganzen Hand auf die Stadtverwaltung zu zeigen, die es fertig bringt, den sehr beliebten, bekannten und traditionsreichsten Verein Stuttgarts das Grab zu schaufeln.
St
- hobbesblau
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- Registriert: Dienstag 19. August 2003, 17:23
- Wohnort: 70736 Fellbach
Ich darf mich dazu ausnahmsweise mal selbst zitieren:
Verfasst am: Dienstag, 27.März 2007 - 10:05 Titel:
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Herr Kelsch sollte am besten gar nichts bei den Kickers machen
Verfasst am: Dienstag, 27.März 2007 - 10:05 Titel:
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Herr Kelsch sollte am besten gar nichts bei den Kickers machen
Die Oper ist erst dann zu Ende, wenn die dicke Dame gesungen hat.
- DirtyToby
- Kickers-Fan
- Beiträge: 8181
- Registriert: Samstag 16. Oktober 2004, 17:36
- Wohnort: Ostfildern
Da ich leider morgen nicht auf die JHV kommen kann (Hab Mittwochs bis spät Abends Seminar, bei dem ich unglücklicher Weise gerade morgen selbst Vortragen muss), würde ich mich sehr über den ein oder anderen Bericht hier im Forum freuen!
Stuttgarter Kickers - Der Ex-Profiverein für alle, die keinen Profiverein brauchen.
Re: Eichelbaum-Interview vor der JHV
Blauer Bayer hat geschrieben:...
Stimmt es, dass Ex-Präsidiumsmitglied Walter Kelsch sein Darlehen in Höhe von 50.000 Euro zum 31. Januar 2009 gekündigt hat?
Das ist leider richtig. Wir wundern uns nur, weil er vor einem Jahr der Initiator dafür war, dass die Gremiumsmitglieder den Verein finanziell unterstützen.
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In der Printversion geht der Satz von Eichelbaum noch weiter.
Hier der Teil der dort noch zusätzlich steht.
... und das ursprüngliche Darlehen dann in die Kommanditgesellschaft der Stuttgarter Kickers Beteiligungs GmbH & Co. KG umwandeln. Davon will er jetzt nichts mehr wissen. ...
