G.Regor hat geschrieben:Überlinger hat geschrieben: Zudem bekommt man nicht im ersten Augenblick das Gefühl, dass der Verein nur dein Geld will (Spendenaktionen/BiB), sondern es wird dem Teilnehmer auch mal sugeriert, dass er sich selbst an der Sache beteiligen kann. Das finde ich ganz wichtig!!!
Ja, da haste Recht! Drum hat auch BiB geklappt, weil es eben einfach nicht der x-te Bettelbrief war.
BiB hat bei den Kickers geklappt und klappt bei vielen weiteren Aktionen auch, weil die Teilnehmer im Gegensatz zu einer "Bettelaktion" zum ersten Mal wirklich einen Gegenwert bekamen.
Ich finde den Ansatz von Fortuna Köln zumindest interessant und spannend: ungewöhnliche Situationen bedürfen ungewöhnlicher Maßnahmen.
Ungewöhnlich deshalb, da die Fortuna wirklich mit dem Rücken zur Wand stand und sich die Alternativen für eine zusätzliche Mittelbeschaffung in Grenzen gehalten haben dürften.
Der Ansatz selbst erinnert auf den ersten Blick ein wenig an das (Finanzierungs-) Modell einer Aktiengesellschaft - wie gesagt, auf den ersten Blick: Aktionäre erhalten Stimmrechte und eine Gewinnbeteiligung, die Teilnehmer bei Fortuna Köln erhalten - soweit ich weiss - keine Gewinnbeteiligung, erhalten aber zumindest das Gefühl, die Belange des Vereins zu leiten.
Neu ist die Idee wirklich nicht und so war es nach dem Start in England wohl nur eine Frage der Zeit, bis sie in Deutschland aufgegriffen wurde.
In Köln wurde sie durch einen prominenten Paten, mit Sönke Wortmann zu einem passenden Vermarktungsinstrument mit dem Ziel der Beschaffung von Finanzmittel - die Medienpräsenz war damit zumindest garantiert und einem namhaften Partner pinkelt man auch nicht so schnell ans Bein, d.h. die kritischen Töne verblassen erstmal hinter dem Neuigkeitswert der Nachricht.
Die Mittel sind da, unbestritten...wie es weitergeht bleibt spannend, denn dieses Konzept hat mit Sicherheit nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile (siehe die beschriebene Transparenz für Gegner, etc.).
Ich finde es spannend darüber zu diskutieren...der Ansatz mag auch interessant sein, für die Kickers (und viele andere) ist der Zug einer 1:1 Kopie allerdings wirklich abgefahren, da Idee und Neuigkeitswert inzwischen vorbei sindund wir seinerzeit, weder diesen Mangel an Alternativen hatten, noch einen Sönke Wortmann hatten!
Über die Grundidee zu diskutieren, gerne..und dann mal schauen wie sich das Modell entwickelt, wenn der Verein wirklich in professionelle Strukturen vorstößt. Geplant wäre dann ja - laut Presse - eine GmbH, inwieweit die aktuell grunddemokratischen Strukturen, potenzielle größere Sponsoren anlockt oder gar abblockt bleibt abzuwarten....