C Pfullendorf - Stuttg.Kickers 3 : 2 (0 : 1)
c.s. irsport - Zum letzten Heimspiel der saison kamen 1010 Zuschauer ins Pfullendorfer Waldstadion und sie wurden nicht enttäuscht. Kam doch mit den Stuttgarter Kickers die beste Rückrundenmannschaft zu Gast.
Auch in Pfullendorf wollte Kickers Coach Robin Dutt mit seiner Mannschaft drei Punkte entführen und es sah auch ganz danach aus, dass dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt wird. In der 38. Spielminute war es Heiko Gumper der die Blauen mit 0:1 in Führung brachte.. Eine gute Viertelstunde später schraubte der gute Mirnes Mesic das Resultat sogar auf 0:2. Alles sah nach einem planmäßigen Ablauf aus Kickers Sicht aus.
Nach dem Seitenwechsel versuchten die Hausherren das Spiel offensiver zu gestalten und Druck aufzubauen. Doch es dauerte bis 76. Spielminute ehe Christian Gmünder der Anschlßtreffer zum 1:2 gelang. Die Kickers spielten ihren Part runter und wollten das Ergebnis bis zum Schluß verwalten. Dabei ging der Schuß nach hinten los. In der 89. Spielminute, jeder hatte sich schon mit einem Sieg der Gäste abgefunden, gelang dem zu den Bayern Amateuren wechselnde Stefan Buck der Ausgleich und in der Nachspielzeit war es Torjäger Alexander Blessin, dem doch noch der Siegtreffer für die Gastgeber gelang.
Wenn man die Stuttgarter Situation neutral betrachtet, dann müssen selbst die Degerlocher mit dieser unglücklichen Niederlage zufrieden sein. Bei einem Sieg hätte die Mannschaft von Trainer Robin Dutt einen Aufstiegsplatz ohne Wert inne gehabt, denn die Stuttgarter hatten keinen Lizenzantrag für die 2. Bundesliga eingereicht. Was die Mannschaft und Trainer in Stuttgart in der Rückrunde geleistet haben, ist sensationell, denn zum Zeitpunkt der Einreichung der Lizenzanträge standen die Kickers auf einem Abstiegsplatz.
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SC Pfullendorf
Aufstellung:
Ralf Hermanutz (Tor), Stefan Buck (Abwehr), Christian Gmünder (Abwehr), Sven Kehrwecker (Abwehr), Marcel Rapp (Abwehr), Christian Deufel (Mittelfeld), Patrick Hagg (Mittelfeld), Alexander Schnetzler (Mittelfeld), Andreas Schumacher (Mittelfeld), Alexander Blessin (Sturm), Markus Fuchs (Sturm)
Auswechslungen:
Marko Barlecaj für Markus Fuchs (46.)
Ingo Backert für Sven Kehrwecker (74.)
Marcus Ortlieb für Marko Barlecaj (90.)
Karten:
Gelb: Christian Gmünder
Gelb: Andreas Schumacher
Gelb: Alexander Schnetzler
Gelb: Stefan Buck
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Stuttg.Kickers
Aufstellung:
Tino Köstel (Tor), Oliver Barth (Abwehr), Alexander Malchow (Abwehr), Patrick Milchraum (Abwehr), Mustafa Akcay (Mittelfeld), Sascha Benda (Mittelfeld), Giuseppe Catizone (Mittelfeld), Heiko Gumper (Mittelfeld), Oliver Stierle (Mittelfeld), Mirnes Mesic (Sturm), Suad Rahmanovic (Sturm)
Auswechslungen:
Marvin Braun für Patrick Milchraum (71.)
Moritz Steinle für Sascha Benda (81.)
Stefan Minkwitz für Mustafa Akcay (87.)
Karten:
Gelb: Oliver Barth
Gelb: Mustafa Akcay
Gelb: Oliver Stierle
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Torfolge:
0:1 Heiko Gumper (38.) Freistoß
0:2 Mirnes Mesic (54.)
1:2 Christian Gmünder (76.)
2:2 Stefan Buck (89.)
3:2 Alexander Blessin (91.)
Schiedsrichter: Martin Vogler (Wald)
Zuschauer: 1010
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Nicht auszudenken . . .
Das 2:3 der Kickers in Pfullendorf sorgt auch ein bisschen für Erleichterung
Pfullendorf (sip) - Im Umfeld des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers waren einige sogar irgendwie froh, dass die Mannschaft beim SC Pfullendorf nach einer 2:0-Führung bis zur 76. Minute doch noch mit 2:3 (1:0) unterlag. Denn sonst hätte es mit Sicherheit lange Diskussionen gegeben.
Durch die Niederlage in Pfullendorf sind die Stuttgarter Achter. Hätten sie gewonnen, wären sie - bei noch einem ausstehenden Spieltag - durch die unerwarteten Ergebnisse auf den anderen Plätzen auf Rang drei geklettert, der durch das Aufstiegsverbot von Tabellenführer FC Bayern München Amateure den Sprung in die zweite Liga bedeutet. Nur für die Kickers nicht. Denn die haben bekanntlich die Lizenz für die zweite Liga nicht beantragt und wären auch mit einem Aufstiegsplatz in der Regionalliga geblieben.
Aber die "Blauen" haben in Pfullendorf nicht gewonnen. Und so musste sich Trainer Robin Dutt nicht über die verpasste Aufstiegschance, sondern über das Auftreten der Mannschaft ärgern. "Wir müssen uns als Trainer überlegen, wie wir einen solchen Einbruch in Zukunft von außen verhindern können", sagte der Coach, "damit kann ich die Spieler aber nicht von einer Schuld freisprechen."
Die Kickers waren bis zur Schlussphase die klar überlegene Mannschaft und führten durch Tore von Heiko Gumper (38.) und Mirnes Mesic (54.). Doch dann drehten Christian Gmünder (76.), Stefan Buck (89.) und der Ex-Stuttgarter Alexander Blessin in der Nachspielzeit den Spieß noch zugunsten der Pfullendorfer um. Nicht auszudenken, wie groß der Frust gewesen wäre, wenn die "Blauen" erst durch die Tore von Buck und Blessin um die Chance auf den Aufstieg gebracht worden wären.
Köstel - Benda (81. Steinle), Barth, Malchow, Stierle - Catizone, Gumper, Akcay (87. Minkwitz), Milchraum (71. Braun) - Rahmanovic, Mesic.
www.ez-online.de
Das 2:3 der Kickers in Pfullendorf sorgt auch ein bisschen für Erleichterung
Pfullendorf (sip) - Im Umfeld des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers waren einige sogar irgendwie froh, dass die Mannschaft beim SC Pfullendorf nach einer 2:0-Führung bis zur 76. Minute doch noch mit 2:3 (1:0) unterlag. Denn sonst hätte es mit Sicherheit lange Diskussionen gegeben.
Durch die Niederlage in Pfullendorf sind die Stuttgarter Achter. Hätten sie gewonnen, wären sie - bei noch einem ausstehenden Spieltag - durch die unerwarteten Ergebnisse auf den anderen Plätzen auf Rang drei geklettert, der durch das Aufstiegsverbot von Tabellenführer FC Bayern München Amateure den Sprung in die zweite Liga bedeutet. Nur für die Kickers nicht. Denn die haben bekanntlich die Lizenz für die zweite Liga nicht beantragt und wären auch mit einem Aufstiegsplatz in der Regionalliga geblieben.
Aber die "Blauen" haben in Pfullendorf nicht gewonnen. Und so musste sich Trainer Robin Dutt nicht über die verpasste Aufstiegschance, sondern über das Auftreten der Mannschaft ärgern. "Wir müssen uns als Trainer überlegen, wie wir einen solchen Einbruch in Zukunft von außen verhindern können", sagte der Coach, "damit kann ich die Spieler aber nicht von einer Schuld freisprechen."
Die Kickers waren bis zur Schlussphase die klar überlegene Mannschaft und führten durch Tore von Heiko Gumper (38.) und Mirnes Mesic (54.). Doch dann drehten Christian Gmünder (76.), Stefan Buck (89.) und der Ex-Stuttgarter Alexander Blessin in der Nachspielzeit den Spieß noch zugunsten der Pfullendorfer um. Nicht auszudenken, wie groß der Frust gewesen wäre, wenn die "Blauen" erst durch die Tore von Buck und Blessin um die Chance auf den Aufstieg gebracht worden wären.
Köstel - Benda (81. Steinle), Barth, Malchow, Stierle - Catizone, Gumper, Akcay (87. Minkwitz), Milchraum (71. Braun) - Rahmanovic, Mesic.
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Wem die Scheiße bis zum Hals steht sollte den Kopf nicht hängen lassen!
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Spielbericht
Die Kickers zogen gefällige Kombinationen mit Direktspiel auf, beherrschten weitgehend das Geschehen. Sie lagen durch Gumpers Freistoßtreffer in Führung, die Mesic erhöhte. Plötzlich weckte Gmünder mit seinem Knaller die Pfullendorfer Lebensgeister. Gepaart mit der nötigen Aggressivität wirbelten sie nun die Kickers-Deckung gehörig durcheinander. Buck und Blessin stellten zum Schluss per Kopf die gesamte Partie auf den Kopf.
Jürgen Witt
Allgemeine Informationen
SC Pfullendorf: Hermanutz - Deufel, Rapp, Buck, Gmünder - Schnetzler, Kehrwecker, Schumacher, Hagg - Fuchs, Blessin - Trainer: Rommel
Stuttgarter Kickers: Köstel - Benda, Barth, Malchow, Stierle - Catizone, Gumper, Akcay, Milchraum - Rahmanovic, Mesic - Trainer: Dutt
Tore: 0:1 Gumper (38.), 0:2 Mesic (54.), 1:2 Gmünder (76.), 2:2 Buck (89.), 3:2 Blessin (90+1.)
Eingewechselt: 46. Barlecaj für Fuchs, 74. Backert für Kehrwecker, 90. Ortlieb für Barlecaj - 71. Marvin Braun für Milchraum, 81. Steinle für Benda, 87. Minkwitz für Akcay
Schiedsrichter: Vogler
Zuschauer: 1010
Gelbe Karten: Fuchs, Gmünder, Hagg, Schnetzler - Akcay, Barth, Benda
Quelle: kicker
Die Kickers zogen gefällige Kombinationen mit Direktspiel auf, beherrschten weitgehend das Geschehen. Sie lagen durch Gumpers Freistoßtreffer in Führung, die Mesic erhöhte. Plötzlich weckte Gmünder mit seinem Knaller die Pfullendorfer Lebensgeister. Gepaart mit der nötigen Aggressivität wirbelten sie nun die Kickers-Deckung gehörig durcheinander. Buck und Blessin stellten zum Schluss per Kopf die gesamte Partie auf den Kopf.
Jürgen Witt
Allgemeine Informationen
SC Pfullendorf: Hermanutz - Deufel, Rapp, Buck, Gmünder - Schnetzler, Kehrwecker, Schumacher, Hagg - Fuchs, Blessin - Trainer: Rommel
Stuttgarter Kickers: Köstel - Benda, Barth, Malchow, Stierle - Catizone, Gumper, Akcay, Milchraum - Rahmanovic, Mesic - Trainer: Dutt
Tore: 0:1 Gumper (38.), 0:2 Mesic (54.), 1:2 Gmünder (76.), 2:2 Buck (89.), 3:2 Blessin (90+1.)
Eingewechselt: 46. Barlecaj für Fuchs, 74. Backert für Kehrwecker, 90. Ortlieb für Barlecaj - 71. Marvin Braun für Milchraum, 81. Steinle für Benda, 87. Minkwitz für Akcay
Schiedsrichter: Vogler
Zuschauer: 1010
Gelbe Karten: Fuchs, Gmünder, Hagg, Schnetzler - Akcay, Barth, Benda
Quelle: kicker
- Basti
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PFULLENDORF - Marko Barlecaj, Alexander Schnetzler und Stefan Buck hätten ihre eigene Abschiedsvorstellung im Waldstadion nicht besser und dramatischer inszenieren können. Nach einem 0:2 Rückstand gegen die Stuttgarter Kickers drehte der SC Pfullendorf den Spieß um und gewann durch das 15. Saisontor von Alexander Blessin in letzter Minute mit 3:2. Quelle: Schwäbische Zeitung vom 1. Juni 2004
Von unserem Mitarbeiter Dirk Thannheimer
H errliches Sommerwetter, fünf Tore in einem aufregenden Spiel und dennoch etwas Wehmut mit rührseligen Momenten. Stadionsprecherin Angelika Walk-Fritz legte vor dem Anpfiff zum letzten Heimspiel "Time to say goodbye" auf, als Manager Hans-Hermann Krane die Akteure und späteren Protagonisten der Begegnung Marko Barlecaj, Alexander Schnetzler und Stefan Buck verabschiedete.
Bei Schnetzler, der nach 14 Jahren beim SCP zum Zweitligaaufsteiger Rot-Weiß Erfurt wechselt, hatten die 1010 Zuschauer den Eindruck, er würde am liebsten zu jedem einzelnen Grashalm "Lebe wohl" sagen. Der beste Pfullendorfer diesen Samstags war überall zu finden und hinterlässt garantiert eine große Lücke.
Für Stefan Buck beginnt in der nächsten Saison bei den Amateuren des FC Bayern München ein neuer Abschnitt. Sein letztes Kapitel für den Sportclub beendete er mit einem Kopfballtor zum umjubelten Ausgleich in der 90. Minute.
Marko Barlecaj, der Dritte im Bund der Verabschiedeten, hängt seine Fußballschuhe an den Nagel und wird ein Amt beim Regionalligisten übernehmen. "Ich muss mit Hans-Hermann Krane noch darüber reden, was ich genau machen werde", erklärte der 33-Jährige,der seine Laufbahn in Pfullendorf 1991 begann und noch immer der erfolgreichste Torjäger in der Geschichte der Regionalliga ist.
Gegen die Kickers gelang ihm nur knapp kein weiteres Tor, dafür bereitete er den Anschlusstreffer von Christian Gmünder per Hackentrick vor. Beim 2:2 bediente er millimetergenau den Kopf von Stefan Buck. Bei seiner Auswechslung kurz vor Spielende verneigte er sich artig vor dem applaudierendem Publikum und war sichtlich gerührt. "Dass war irgendwie ein komisches Gefühl", beschrieb Barlecaj seinen Abgang von der Fußballbühne.
Und das Spiel? War irgendwie zur Nebensache geworden, nachdem klar war, dass der SCP nicht mehr ab und die Stuttgarter Kickers nicht aufsteigen können. Die Gäste aus der Landeshauptstadt führten nach 54 Minuten und Treffern von Heiko Gumper und Mirnes Mesic mit 2:0.
"Nach dem Rückstand habe ich keinen Pfifferling mehr auf einen Sieg gegeben", räumte SCP-Coach Günter Rommel offen ein. "Anscheinend kenne ich meine Mannschaft nicht gut genug", wunderte sich der Coach über die plötzliche Wende in einem verloren geglaubten Spiel. Innerhalb einer Viertelstunde erzielte sein Team so viele Tore wie in den letzten sechs Saisonspielen zusammen. Die Freude nach dem Siegtreffer durch Alexander Blessin mit dem Hinterkopf war umso verständlicher, lag doch der letzte Dreier gegen Rot-Weiß Erfurt über einen Monat zurück.
Die Planungen beim SCP für ein weiteres Jahr in der dritten Liga sind in vollem Gange. Beim rechten Mittelfeldspieler Gino Hockenjoos vom Oberligisten Bahlinger SC und bei Torhüter Görhan Renner von den Amateuren des SC Freiburg fehlt nur noch die Unterschrift. Genau wie bei Marcel Rapp und Markus Ortlieb, deren Verträge noch diese Woche verlängert werden sollen.
http://www.sc-pfullendorf.de/magazin/ar ... 1bec704302
Von unserem Mitarbeiter Dirk Thannheimer
H errliches Sommerwetter, fünf Tore in einem aufregenden Spiel und dennoch etwas Wehmut mit rührseligen Momenten. Stadionsprecherin Angelika Walk-Fritz legte vor dem Anpfiff zum letzten Heimspiel "Time to say goodbye" auf, als Manager Hans-Hermann Krane die Akteure und späteren Protagonisten der Begegnung Marko Barlecaj, Alexander Schnetzler und Stefan Buck verabschiedete.
Bei Schnetzler, der nach 14 Jahren beim SCP zum Zweitligaaufsteiger Rot-Weiß Erfurt wechselt, hatten die 1010 Zuschauer den Eindruck, er würde am liebsten zu jedem einzelnen Grashalm "Lebe wohl" sagen. Der beste Pfullendorfer diesen Samstags war überall zu finden und hinterlässt garantiert eine große Lücke.
Für Stefan Buck beginnt in der nächsten Saison bei den Amateuren des FC Bayern München ein neuer Abschnitt. Sein letztes Kapitel für den Sportclub beendete er mit einem Kopfballtor zum umjubelten Ausgleich in der 90. Minute.
Marko Barlecaj, der Dritte im Bund der Verabschiedeten, hängt seine Fußballschuhe an den Nagel und wird ein Amt beim Regionalligisten übernehmen. "Ich muss mit Hans-Hermann Krane noch darüber reden, was ich genau machen werde", erklärte der 33-Jährige,der seine Laufbahn in Pfullendorf 1991 begann und noch immer der erfolgreichste Torjäger in der Geschichte der Regionalliga ist.
Gegen die Kickers gelang ihm nur knapp kein weiteres Tor, dafür bereitete er den Anschlusstreffer von Christian Gmünder per Hackentrick vor. Beim 2:2 bediente er millimetergenau den Kopf von Stefan Buck. Bei seiner Auswechslung kurz vor Spielende verneigte er sich artig vor dem applaudierendem Publikum und war sichtlich gerührt. "Dass war irgendwie ein komisches Gefühl", beschrieb Barlecaj seinen Abgang von der Fußballbühne.
Und das Spiel? War irgendwie zur Nebensache geworden, nachdem klar war, dass der SCP nicht mehr ab und die Stuttgarter Kickers nicht aufsteigen können. Die Gäste aus der Landeshauptstadt führten nach 54 Minuten und Treffern von Heiko Gumper und Mirnes Mesic mit 2:0.
"Nach dem Rückstand habe ich keinen Pfifferling mehr auf einen Sieg gegeben", räumte SCP-Coach Günter Rommel offen ein. "Anscheinend kenne ich meine Mannschaft nicht gut genug", wunderte sich der Coach über die plötzliche Wende in einem verloren geglaubten Spiel. Innerhalb einer Viertelstunde erzielte sein Team so viele Tore wie in den letzten sechs Saisonspielen zusammen. Die Freude nach dem Siegtreffer durch Alexander Blessin mit dem Hinterkopf war umso verständlicher, lag doch der letzte Dreier gegen Rot-Weiß Erfurt über einen Monat zurück.
Die Planungen beim SCP für ein weiteres Jahr in der dritten Liga sind in vollem Gange. Beim rechten Mittelfeldspieler Gino Hockenjoos vom Oberligisten Bahlinger SC und bei Torhüter Görhan Renner von den Amateuren des SC Freiburg fehlt nur noch die Unterschrift. Genau wie bei Marcel Rapp und Markus Ortlieb, deren Verträge noch diese Woche verlängert werden sollen.
http://www.sc-pfullendorf.de/magazin/ar ... 1bec704302
Verneigung vor Marko Barlecaj
SC Pfullendorf mit gigantischer Aufholjagd in der letzten Regionalliga-Heimpartie
Pfullendorf
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt... Wer hätte schon den kühnen Tipp gewagt, dass das späte Anschlusstor von Christian Gmünder zum 1:2 noch einmal soviel Kräfte freisetzt und die Pfullendorfer ihre letzte Heimpartie gegen die Stuttgarter Kickers noch gänzlich kippen können? Aus 0:2 mach 3:2 hieß ihre Zauberformel. Sie verwandelten eine statische, wenig inspirierenden Vorstellung, die den Gegner nur selten zu bedrohen schien, in einen emotional berührenden Monsterhit. So schön und so paradox kann Fußball sein.
"Selten habe ich hier so ein euphorisches Publikum erlebt", freute sich ein sichtlich gelöster Günter Rommel. Eine Niederlage im letzten Heimspiel, auch wenn sie ohne Folgen geblieben wäre, hätte die allgemeine Hochstimmung der über 1000 Besucher doch arg beeinträchtigt. So aber konnte sich Manager Hans-Hermann Krane "voller Stolz" bei der Mannschaft bedanken. "Wir wollten bloß nicht absteigen, bei dem nicht so üppigen Etat. Dafür haben sie Großartiges geleistet", schloss er in seine Dankesworte auch das Trainergespann mit Günter Rommel und dessen Assistenten Ohannes Yardim mit ein, würdigte die Unterstützung seitens der Sponsoren und Gönner.
Kickers-Coach Robin Dutt nannte seinen Freund Günter Rommel hinterher sogar einen "kleinen Fußballgott". Dem aber war dieses Kompliment fast schon peinlich. Und Dutt relativierte dies, in dem ankündigte, dass dieser den gemeinsam geplanten Urlaub jetzt wohl vergessen könne.
Auch der Präsidiale Manfred Walk sah sich in der Pflicht, würdigte in seiner Lobrede die A-Junioren, die mit dem Titelgewinn auf südbadischer Ebene den Sprung ins Oberhaus Baden-Württembergs geschafft haben. Dann war der Manager dran. "Wer hat schon einen solchen Mann in seinen Reihen", zielte Walk auf die inzwischen 33-jährige Schaffenszeit des "Machers" ab, der für die sportliche Entwicklung beim SC Pfullendorf ganz entscheidend verantwortlich zeichnet. Die Symbolik verstand jeder, der die Interna kennt. Eine Zukunftsprognose des SCP ohne den just 68 Lenze alt gewordenen Manager ist derzeit absolut unvorstellbar.
Bereits vor der Partie wurden unter den Klängen von "It's time, to say goodbye" drei Spieler verabschiedet. Ersatzkeeper Fabio Rescigno hätte nun die Chance, bei einem neuen Verein die Nummer eins zu werden. Stefan Buck, für den die Amateurabteilung des FC Bayern München schon fleißig auf Wohnungssuche ist, bestritt eine ansehnliche letzte Heimvorstellung. Und gab hinterher zu, dass ihm das Abschiedstor zum 2:2 besonders gut getan hätte.
Nicht vergessen werden die Fans wohl auch Alexander Schnetzler, für den sie das Transparent "Danke, Alex!" in die Höhe streckten. Als 11-jähriger Bub war er zum SCP gekommen, um nun 14 Jahre später als Zweitligaprofi zum FC RW Erfurt zu wechseln.
Die Elle nicht hoch genug angelegt werden kann bei Kapitän Marko Barlecaj, der in der zweiten Halbzeit mit seinem letzten Einsatz vor der Heimkulisse die ihm gebührende Reverenz erhielt. Rommel war sehr angetan vom Kroaten, der an den beiden ersten Pfullendorfer Toren maßgeblich beteiligt war.
Barlecajs Weg ist mit vielen Superlativen bepflastert. 1991 war er als Bürgerkriegsflüchtling von Kroatien nach Deutschland gekommen und konnte beim SC Pfullendorf sogleich Fuß fassen. Dorthin kehrte er nach seinem Weggang 1995 über die Stationen bei der TSF Ditzingen, Wacker Burghausen und dem TSV 1860 München 1999 auch wieder zurück. 135 Regionalligaspiele (53 Tore), 105 Oberligaspiele (25 Tore) und 30 Verbandsligaspiele (32 Tore) hat Marko Barlecaj insgesamt für den SCP bestritten, war 1995 Torschützenkönig der Verbandsliga und 2001 der Regionalliga geworden. Noch heute gilt er mit seinen 102 Treffern als Rekordtorjäger aller seit 1994 eingeführten dritthöchsten Spielklassen. Marko Barlecaj wird nach vollendeter Mission aber dem Verein nicht verloren gehen. Vielmehr soll der 33-Jährige das zukünftige Bindeglied zwischen Mannschaft und Verein werden, das Management unterstützen.
Jetzt, wo alle Zweifel längst beseitigt sind, sollen die noch ausstehenden Personalien geklärt werden. Die Vertragsverhandlungen mit Marcel Rapp und Markus Ortlieb dürften in dieser Woche über die Bühne gehen. Sie würden nach eigenem Bekunden kein Trikot eines anderen Regionalligisten tragen, sondern im Trennungsfalle eine Klasse tiefer gehen, versicherte Krane. "Und wenn sie gehen, werden sie adäquat ersetzt!"
Zwei Neuverpflichtungen stehen fest: Göran Renner kommt als Nachwuchstorwart von der U 19 des SC Freiburg. Ebenfalls die Freiburger Talentschule besucht hat der 19-jährige Gino Hockenjos, der über den Offenburger FV und Bahlinger SC nun in Pfullendorf anstelle des scheidenden Alexander Schnetzler für die rechte Mittelfeldseite anbieten wird. Auch für Stefan Buck habe man einen jungen Mann an der Angel, der ihn "hoffentlich 1:1 ersetzen kann", so Krane. Mit dem neuen Spieler sei er einig, nur die Modalitäten mit dem abgebenden Verein müssten noch geklärt werden.
Ansonsten ist die Saison für den SCP gelaufen und der Ausklang in Kaiserslautern nur noch eine Pflichtübung für die Statistik.
Jürgen Witt
Quelle: Südkurier
SC Pfullendorf mit gigantischer Aufholjagd in der letzten Regionalliga-Heimpartie
Pfullendorf
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt... Wer hätte schon den kühnen Tipp gewagt, dass das späte Anschlusstor von Christian Gmünder zum 1:2 noch einmal soviel Kräfte freisetzt und die Pfullendorfer ihre letzte Heimpartie gegen die Stuttgarter Kickers noch gänzlich kippen können? Aus 0:2 mach 3:2 hieß ihre Zauberformel. Sie verwandelten eine statische, wenig inspirierenden Vorstellung, die den Gegner nur selten zu bedrohen schien, in einen emotional berührenden Monsterhit. So schön und so paradox kann Fußball sein.
"Selten habe ich hier so ein euphorisches Publikum erlebt", freute sich ein sichtlich gelöster Günter Rommel. Eine Niederlage im letzten Heimspiel, auch wenn sie ohne Folgen geblieben wäre, hätte die allgemeine Hochstimmung der über 1000 Besucher doch arg beeinträchtigt. So aber konnte sich Manager Hans-Hermann Krane "voller Stolz" bei der Mannschaft bedanken. "Wir wollten bloß nicht absteigen, bei dem nicht so üppigen Etat. Dafür haben sie Großartiges geleistet", schloss er in seine Dankesworte auch das Trainergespann mit Günter Rommel und dessen Assistenten Ohannes Yardim mit ein, würdigte die Unterstützung seitens der Sponsoren und Gönner.
Kickers-Coach Robin Dutt nannte seinen Freund Günter Rommel hinterher sogar einen "kleinen Fußballgott". Dem aber war dieses Kompliment fast schon peinlich. Und Dutt relativierte dies, in dem ankündigte, dass dieser den gemeinsam geplanten Urlaub jetzt wohl vergessen könne.
Auch der Präsidiale Manfred Walk sah sich in der Pflicht, würdigte in seiner Lobrede die A-Junioren, die mit dem Titelgewinn auf südbadischer Ebene den Sprung ins Oberhaus Baden-Württembergs geschafft haben. Dann war der Manager dran. "Wer hat schon einen solchen Mann in seinen Reihen", zielte Walk auf die inzwischen 33-jährige Schaffenszeit des "Machers" ab, der für die sportliche Entwicklung beim SC Pfullendorf ganz entscheidend verantwortlich zeichnet. Die Symbolik verstand jeder, der die Interna kennt. Eine Zukunftsprognose des SCP ohne den just 68 Lenze alt gewordenen Manager ist derzeit absolut unvorstellbar.
Bereits vor der Partie wurden unter den Klängen von "It's time, to say goodbye" drei Spieler verabschiedet. Ersatzkeeper Fabio Rescigno hätte nun die Chance, bei einem neuen Verein die Nummer eins zu werden. Stefan Buck, für den die Amateurabteilung des FC Bayern München schon fleißig auf Wohnungssuche ist, bestritt eine ansehnliche letzte Heimvorstellung. Und gab hinterher zu, dass ihm das Abschiedstor zum 2:2 besonders gut getan hätte.
Nicht vergessen werden die Fans wohl auch Alexander Schnetzler, für den sie das Transparent "Danke, Alex!" in die Höhe streckten. Als 11-jähriger Bub war er zum SCP gekommen, um nun 14 Jahre später als Zweitligaprofi zum FC RW Erfurt zu wechseln.
Die Elle nicht hoch genug angelegt werden kann bei Kapitän Marko Barlecaj, der in der zweiten Halbzeit mit seinem letzten Einsatz vor der Heimkulisse die ihm gebührende Reverenz erhielt. Rommel war sehr angetan vom Kroaten, der an den beiden ersten Pfullendorfer Toren maßgeblich beteiligt war.
Barlecajs Weg ist mit vielen Superlativen bepflastert. 1991 war er als Bürgerkriegsflüchtling von Kroatien nach Deutschland gekommen und konnte beim SC Pfullendorf sogleich Fuß fassen. Dorthin kehrte er nach seinem Weggang 1995 über die Stationen bei der TSF Ditzingen, Wacker Burghausen und dem TSV 1860 München 1999 auch wieder zurück. 135 Regionalligaspiele (53 Tore), 105 Oberligaspiele (25 Tore) und 30 Verbandsligaspiele (32 Tore) hat Marko Barlecaj insgesamt für den SCP bestritten, war 1995 Torschützenkönig der Verbandsliga und 2001 der Regionalliga geworden. Noch heute gilt er mit seinen 102 Treffern als Rekordtorjäger aller seit 1994 eingeführten dritthöchsten Spielklassen. Marko Barlecaj wird nach vollendeter Mission aber dem Verein nicht verloren gehen. Vielmehr soll der 33-Jährige das zukünftige Bindeglied zwischen Mannschaft und Verein werden, das Management unterstützen.
Jetzt, wo alle Zweifel längst beseitigt sind, sollen die noch ausstehenden Personalien geklärt werden. Die Vertragsverhandlungen mit Marcel Rapp und Markus Ortlieb dürften in dieser Woche über die Bühne gehen. Sie würden nach eigenem Bekunden kein Trikot eines anderen Regionalligisten tragen, sondern im Trennungsfalle eine Klasse tiefer gehen, versicherte Krane. "Und wenn sie gehen, werden sie adäquat ersetzt!"
Zwei Neuverpflichtungen stehen fest: Göran Renner kommt als Nachwuchstorwart von der U 19 des SC Freiburg. Ebenfalls die Freiburger Talentschule besucht hat der 19-jährige Gino Hockenjos, der über den Offenburger FV und Bahlinger SC nun in Pfullendorf anstelle des scheidenden Alexander Schnetzler für die rechte Mittelfeldseite anbieten wird. Auch für Stefan Buck habe man einen jungen Mann an der Angel, der ihn "hoffentlich 1:1 ersetzen kann", so Krane. Mit dem neuen Spieler sei er einig, nur die Modalitäten mit dem abgebenden Verein müssten noch geklärt werden.
Ansonsten ist die Saison für den SCP gelaufen und der Ausklang in Kaiserslautern nur noch eine Pflichtübung für die Statistik.
Jürgen Witt
Quelle: Südkurier
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Kickers kassieren unnötige Auswärtsniederlage - Beim 2:3 in Pfullendorf attestiert Dutt seiner Mannschaft „Arroganz und Nachlässigkeiten“
Mit einer absolut unnötigen und deshalb ärgerlichen 2:3-Niederlage kehrten die Stuttgarter Kickers am vergangenen Samstag vom Gastspiel in der Fußball-Regionalliga beim SC Pfullendorf zurück. Trotz einer 75-minütigen Dominanz und einer nach Treffern von Heiko Gumper und Mirnes Mesic scheinbar beruhigenden 2:0-Führung im Rücken, ließ sich die Mannschaft von Kickers-Trainer Robin Dutt noch die Butter vom Brot nehmen – und kassierte in den letzten 14 Spielminuten drei Treffer. Kein Wunder also, dass Dutt nach dem Spiel seinen Akteuren „Arroganz und Nachlässigkeiten“ bescheinigte.
Es hätte ja alles so schön sein können. Die Betonung freilich liegt auf hätte. Bestes Fußballwetter herrschte im sonnendurchfluteten Pfullendorfer Waldstadion, die Blauen zeigten über weite Strecken der Partie eine starke Vorstellung und lagen deshalb vor rund 1100 Zuschauern bis zur 75. Spielminute auch völlig verdient mit 2:0 in Front. Mit dem Schönheitsfleck, dass nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Martin Vogler (Wald) nicht die Kickersspieler ein lustiges Freudentänzchen aufführten – sondern eben die Pfullendorfer.
Torchancen aus der Abteilung Hochkaräter waren dabei im ersten Durchgang zwar auf beiden Seiten eher in die Kategorie Mangelware einzuordnen, dennoch jubelten die Kickers zum ersten Mal nach 38. Minuten. Heiko Gumpers Freistoß aus gut 25 Metern sauste, abgefälscht vom einem Pfullendorfer Abwehrbein, unerreichbar für SCP-Schlussmann Ralf Hermanutz in dessen linkes unteres Toreck zum 0:1 – Gumpers Torpremiere in der Regionalliga.
Aufregung herrschte danach nur noch einmal vor der Halbzeitpause: Nach einem Gerangel zwischen Oliver Barth und einem folgenden heftigen Schubser von SCP-Angreifer Alexander Blessin, ging Kickers-Abwehrrecke Barth zu Boden. Zur Überraschung aller aber sah nicht der Ex-Kickers-Stürmer Blessin für seine Unbeherrschtheit die rote Karte – sondern beide Duellanten den gelben Karton.
Auch nach dem Seitenwechsel gingen die Degerlocher mit viel Druck und Elan zu Werke. Und der Lohn dafür ließ nicht lange auf sich warten: Eine weite Flanke Sascha Bendas in den Pfullendorfer Strafraum segelte nach 54 Minuten exakt auf die Stirn von Mirnes Mesic. Dieser bedanke sich und nickte die Vorlage zum 0:2, seinem 13. Saisontreffer, in Hermanutz’ Gehäuse. Eine Vorentscheidung schien damit gefallen. Denn von einem Aufbäumen geschweige Siegeswillen bei der Elf von Günter Rommel war nichts zu spüren oder zu sehen. Die Kickers dagegen verrichteten weiter ordentlich ihr Werk, allerdings ohne weiteres Kapital daraus zu schlagen. Denn, und dies ohne den Eindruck zu vermitteln, eine zentnerschwere Vereinsbrille aufzuhaben, ein 0:3 oder ein 0:4 lag durchaus im Bereich des Möglichen. SCP-Coach Rommel sagte nach dem Spiel, „dass wir zu diesem Zeitpunkt eigentlich bereits mausetot waren“.
Aber, wie bereits eingangs erwähnt, kam alles ganz anders. Christian Gmünder weckte mit dem Anschlusstor (76.) beim SCP nochmals Hoffnung. Und quasi aus dem Nichts kassierten die Blauen in den Schlussminuten zwei weitere Treffer zur Niederlage. In der 89. und 91. Minute waren Stefan Buck und Blessin zweimal per Kopf zur Stelle – und drehten den Spieß völlig um. Kickers-Cheftrainer Dutt ärgerte sich danach völlig zu Recht: „Nach dem 2:0 haben wir Arroganz und Nachlässigkeiten an den Tag gelegt. Solche Untugenden hatte ich von meiner Mannschaft noch gar nicht gekannt“, trauerte Dutt dem durchaus möglichen, aber verpassten Auswärtscoup zu Pfullendorf nach.
Frank Pfauth
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SC Pfullendorf:
Hermanutz – Deufel, Rapp, Buck – Schnetzler, Schumacher, Kehrwecker (74. Backert) – Hagg – Blessin, Fuchs (46. Barlecaj/90. Ortlieb). -Trainer: Rommel
SV Stuttgarter Kickers:
Köstel – Benda (81. Steinle), Barth, Malchow, Stierle – Catizone, Gumper, Akcay (87. Minkwitz), Milchraum (71. Braun) – Mesic, Rahmanovic. -Trainer: Dutt
Zuschauer: 1100
Schiedsrichter: Martin Vogler
Gelbe Karten:
Gmünder, Schnetzler, Blessin, Buck, Hagg – Barth, Stierle, Akcay
Rote Karten: -
Tore:
0:1 Gumper (38.)
0:2 Mesic (54.)
1:2 Gmünder (76.)
2:2 Buck (89.)
3:2 Blessin (91.)
quelle: Kickers HP
Mit einer absolut unnötigen und deshalb ärgerlichen 2:3-Niederlage kehrten die Stuttgarter Kickers am vergangenen Samstag vom Gastspiel in der Fußball-Regionalliga beim SC Pfullendorf zurück. Trotz einer 75-minütigen Dominanz und einer nach Treffern von Heiko Gumper und Mirnes Mesic scheinbar beruhigenden 2:0-Führung im Rücken, ließ sich die Mannschaft von Kickers-Trainer Robin Dutt noch die Butter vom Brot nehmen – und kassierte in den letzten 14 Spielminuten drei Treffer. Kein Wunder also, dass Dutt nach dem Spiel seinen Akteuren „Arroganz und Nachlässigkeiten“ bescheinigte.
Es hätte ja alles so schön sein können. Die Betonung freilich liegt auf hätte. Bestes Fußballwetter herrschte im sonnendurchfluteten Pfullendorfer Waldstadion, die Blauen zeigten über weite Strecken der Partie eine starke Vorstellung und lagen deshalb vor rund 1100 Zuschauern bis zur 75. Spielminute auch völlig verdient mit 2:0 in Front. Mit dem Schönheitsfleck, dass nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Martin Vogler (Wald) nicht die Kickersspieler ein lustiges Freudentänzchen aufführten – sondern eben die Pfullendorfer.
Torchancen aus der Abteilung Hochkaräter waren dabei im ersten Durchgang zwar auf beiden Seiten eher in die Kategorie Mangelware einzuordnen, dennoch jubelten die Kickers zum ersten Mal nach 38. Minuten. Heiko Gumpers Freistoß aus gut 25 Metern sauste, abgefälscht vom einem Pfullendorfer Abwehrbein, unerreichbar für SCP-Schlussmann Ralf Hermanutz in dessen linkes unteres Toreck zum 0:1 – Gumpers Torpremiere in der Regionalliga.
Aufregung herrschte danach nur noch einmal vor der Halbzeitpause: Nach einem Gerangel zwischen Oliver Barth und einem folgenden heftigen Schubser von SCP-Angreifer Alexander Blessin, ging Kickers-Abwehrrecke Barth zu Boden. Zur Überraschung aller aber sah nicht der Ex-Kickers-Stürmer Blessin für seine Unbeherrschtheit die rote Karte – sondern beide Duellanten den gelben Karton.
Auch nach dem Seitenwechsel gingen die Degerlocher mit viel Druck und Elan zu Werke. Und der Lohn dafür ließ nicht lange auf sich warten: Eine weite Flanke Sascha Bendas in den Pfullendorfer Strafraum segelte nach 54 Minuten exakt auf die Stirn von Mirnes Mesic. Dieser bedanke sich und nickte die Vorlage zum 0:2, seinem 13. Saisontreffer, in Hermanutz’ Gehäuse. Eine Vorentscheidung schien damit gefallen. Denn von einem Aufbäumen geschweige Siegeswillen bei der Elf von Günter Rommel war nichts zu spüren oder zu sehen. Die Kickers dagegen verrichteten weiter ordentlich ihr Werk, allerdings ohne weiteres Kapital daraus zu schlagen. Denn, und dies ohne den Eindruck zu vermitteln, eine zentnerschwere Vereinsbrille aufzuhaben, ein 0:3 oder ein 0:4 lag durchaus im Bereich des Möglichen. SCP-Coach Rommel sagte nach dem Spiel, „dass wir zu diesem Zeitpunkt eigentlich bereits mausetot waren“.
Aber, wie bereits eingangs erwähnt, kam alles ganz anders. Christian Gmünder weckte mit dem Anschlusstor (76.) beim SCP nochmals Hoffnung. Und quasi aus dem Nichts kassierten die Blauen in den Schlussminuten zwei weitere Treffer zur Niederlage. In der 89. und 91. Minute waren Stefan Buck und Blessin zweimal per Kopf zur Stelle – und drehten den Spieß völlig um. Kickers-Cheftrainer Dutt ärgerte sich danach völlig zu Recht: „Nach dem 2:0 haben wir Arroganz und Nachlässigkeiten an den Tag gelegt. Solche Untugenden hatte ich von meiner Mannschaft noch gar nicht gekannt“, trauerte Dutt dem durchaus möglichen, aber verpassten Auswärtscoup zu Pfullendorf nach.
Frank Pfauth
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SC Pfullendorf:
Hermanutz – Deufel, Rapp, Buck – Schnetzler, Schumacher, Kehrwecker (74. Backert) – Hagg – Blessin, Fuchs (46. Barlecaj/90. Ortlieb). -Trainer: Rommel
SV Stuttgarter Kickers:
Köstel – Benda (81. Steinle), Barth, Malchow, Stierle – Catizone, Gumper, Akcay (87. Minkwitz), Milchraum (71. Braun) – Mesic, Rahmanovic. -Trainer: Dutt
Zuschauer: 1100
Schiedsrichter: Martin Vogler
Gelbe Karten:
Gmünder, Schnetzler, Blessin, Buck, Hagg – Barth, Stierle, Akcay
Rote Karten: -
Tore:
0:1 Gumper (38.)
0:2 Mesic (54.)
1:2 Gmünder (76.)
2:2 Buck (89.)
3:2 Blessin (91.)
quelle: Kickers HP
Kickers Stuttgart allez !
