Heiko K. hat geschrieben:Azulblanco hat geschrieben:Recht amüsant, wie hier ohne Personal in der Rückhand neue Kandidaten für den Aufsichtsrat und für das Präsidentenamt gefordert werden!
Bevor man handelnde Personen auf diese Weise demontiert, sollte man erst einmal Alternativen herbeischaffen, die auch bereit sind, sich der Wahl zu stellen.
Genau dieses Problem verfolgt uns doch schon seit vielen Jahren. Egal wer denn nun Präsident, Aufsichtsrat, Manager oder Trainer ist, immer heißt es nur weg mit den Idioten. Hinterher überlegt man dann wie es weitergehen soll und bleibt bei einer Notlösung hängen. So funktioniert das Spiel nur leider auf die Dauer nicht. Wer Veränderung will muß erst mal Gleichgesinnte finden, die in die Verantwortung gehen wollen und können. Im Verein fehlt zunächst einmal eine Opposition, denn solange es diese nicht gibt haben wir auch kein Mitspracherecht sondern können nur das vorgezimmerte Team abnicken.
Das ist nicht anders wie in der Politik, Stichwort: Konstruktives Mißtrauensvotum.
Und wenn Ihr den Messias gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige.

ist vielleicht auch ein wenig das problem: das warten auf DEN Messias...oder DEN großen Sponsor! Ans Amt des Präsidenten sind nunmal besondere Anforderungen angelehnt:
- Möglichst großer Name
- Möglichst gut vernetzt in Politik und Wirtschaft
- Möglichst guter und vorallem glaubwürdiger Repräsentant
- ...und im Fall der Kickers: möglichst bereit sich selbst finanziell einzubringen!
Ich denke die Attraktivität des (Präsidenten-) Amtes steht und fällt mit seinem Team: stimmen die Rahmenbedingungen und läuft der Laden, wäre wahrscheinlich auch die Hemmschwelle nicht so groß -> ..und genau hier beisst sich die Katze in den Schwanz!
Realistisch also: solange wir keine ernsthafte Alternative haben, welche die genannten Anforderungen erfüllt, ist Dirk Eichelbaum - zu recht - gesetzt! Dann ist es aber für mich weitaus realistischer, an seinem Team anzusetzen: Wenn er selbst nicht ins Sportliche groß eingreift, braucht man dafür eben (weiterhin?) eine fähige sportliche Leitung (Manager, Trainerteam).
Gleiches gilt für mich für die übrigen Aufgaben im Management: gute Leute aus Wirtschaft und Politik, die in der Lage sind einen solchen Laden zu schmeissen. Welche strategische Gedanken nicht deswegen stoppen, weil sie sich selbst uneins sind, sondern vielmehr erkennen, dass wir nur dann nach außen hin einheitlich auftreten können, wenn wir selbst wissen wofür wir stehen und was wir konkret wollen! Diese Leute brauchen auch nicht gleich die großen Summen auf den Tisch zu klatschen, gute Kontakte in die Wirtschaft und ein Minimum an betriebswirtschaftlicher Denke reichen doch erstmal vollkommen aus (und diese Leute sind teilweise ja auch schon an Bord).
Klar übernehmen im Optimalfall einige Kickers-affine schwäbische Unternehmer das Ruder und sind bereit, eigenes Geld in das "Projekt Kickers" zu stecken. Solange dies nicht der Fall ist halte ich es aber für utopisch, auf DEN Großsponsor oder DEN neuen Präsidenten zu hoffen.
Lasst uns realistisch sein: würde allein im Management ein wenig mehr frischer Wind wehen und dieser eingerostete blaue Dunstkreis endlich geöffnet werden (gut zu erkennen beim gegenseitigen Schulterklopfen zur alljährlichen JHV), so kann man auch in kleineren Schritten Stück für Stück an einer Zukunft für die Kickers puzzeln!