Aber zurück in die Gegenwart. Auf der gleichen Pressekonferenz auf die Castration bekannt gegeben wurde, gab es zur Überraschung aller einen 3-Punkteabzug. Der Abstieg, welcher durch die "Gala" tags zuvor gegen Aalen eh schon klar schien, war nun 100%ig. Es ist der 14. Mai.
Mittlerweile schreiben wir den 29. Mai und wir sind so schlau wie vor gut 2 Wochen. Nicht ganz! Wir wissen nun, dass Leicht, Herrmann, Rentschler, Feichtenbeiner, Klinsmann, Maradonna nicht Kickers-Trainer werden und Braun und Buchwald nicht in der kommenden Saison in der sportlichen Leitung mitstümpern wollen.
An dieser Stelle lohnt es auf das Wort "Neuanfang" und in diesem Zusammenhang auf die Namen Feichtenbeiner und Buchwald etwas näher einzugehen. Dabei ist klar festzuhalten, dass das Wort "Neuanfang" von den "Kickers-Häuptlingen", wie sie der "große" Stuttgarter Dichter und Denker Gunter Barner immer nennt, geprägt wurde und nicht von mir oder sonst einem anderen Bekloppten der noch zu diesem Verein hält. Aber zurück zu dem Wort "Neuanfang", "Feichte" und "Diego". Dabei erschrecken zwei Dinge: 1. Die "Kickers-Häuptlinge", die eigentlich selbst zurücktreten müssten, wollen den "Neuanfang" mit alten, bei den Kickers schon in jüngerer Vergangenheit gescheiterten Leuten angehen. Scheinbar ohne auch nur ein Fünkchen Ahnung von der Vergangenheit zu haben. 2. Das ein Name wie Buchwald immernoch bei den Kickers-Fans ein gutes Standing zu haben scheint. Seine Stümpereien als Sportdirektor bei den Kickers scheinen entweder nicht bekannt oder verträngt worden zu sein. Man wirft Kritikern vor, dass sie gar nicht am Wiedererstarken der Kickers interessiert seien. Doch ist es andererseits dem dienlich wenn man wahrlos nach jedem Strohalm greift ohne diese genau zu betrachten?
Genau betrachten muss man hingegen nichts, wenn man bei den KIckers nach Mängeln sucht. Das "Marketing", oder "Outsitting" wie es bei den Kickers heißen müsste, ist schon seit Jahren ein ungelöstes Problem. Die Werbeagentur Auch! brachte endlich etwas Krativität in diesen Bereich und nährten die Hoffnung es würde sich doch mal etwas ändern. Doch die guten Ansätze, die nicht zuletzt von den Fans kamen, verpufften nach Beginn der Drittliga-Saison dann wieder recht schnell. Vor einigen Wochen war dann jede Hoffnung zerstört: Hajo Auch hatte genug und nun sind wieder die Herren Kurzka und Wahl (wenn es der Wahlkampf zulässt) alleine fürs "Outsitting" zuständig. Gute Nacht!
Die Chance auf einen Neubeginn war groß, da seit dem 14. Mai zu 100%, und seit der Winterpause zu 85% feststand, dass die Kickers nun auch für die 3. Liga zu schlecht sind. Trotzdem tat sich wochen- und monatelang in Sachen Planung null. Statt frühzeitig ein Konzept auszuarbeiten und damit mal bei Garcia anzufragen oder mit Spielern zu sprechen, übt man sich lieber in Aktionismus und nimmt eine Castration vor. Der Zeitvorsprung wurde leichtfertig verspielt, indem man sich mit Feichtenbeiner und Buchwald beschäftigte. Nun ist guter Rat mehr als teuer. Obwohl eine Verpflichtung von Schuster als Trainer ein Versuch wert ist, ist diese Konstellation ohne Manager zum scheitern verurteilt. Weil Schuster kennt die Liga nicht kennt und kaum Erfahrung hat. Also mal wieder abhaken. Auf ein neues 2010/11! Dann aber wirklich neu und neu heißt auch mit anderem Vorstand
