FC Nöttingen muss rund um den Platz kräftig nachbessern – Kritik von Scheuerer – Steidl optimistisch: „Wir schaffen das“
NÖTTINGEN. Beim Nachweis der Regionalliga - Tauglichkeit ist der FC Nöttingen nicht nur sportlich gefordert. Auch im „Panoramastadion“ muss vor dem Saisonbeginn baulich noch kräftig nachgebessert werden.
Wenig Erfreuliches gab es für die Vereinsverantwortlichen kürzlich zu hören, als die Sicherheitskommission des Deutschen Fußball - Bundes das Panoramastadion erneut besuchte. „Es hat sich seit der ersten Besichtigung im Oktober vergangenen Jahres offensichtlich nichts getan. Man hat da viel Zeit vergehen lassen. Und wenn die Dinge bis zum Saisonbeginn nicht geregelt sind, besteht die Gefahr, dass der FC Nöttingen nicht in seinem Stadion spielen kann“, kritisiert Hans Scheuerer, der Geschäftsführer des Süddeutschen Fußball-Verbandes. Dirk Steidl vom FC Nöttingen räumt ein: „Wir waren nach dem Besuch der Kommission zunächst schon frustriert. Aber mittlerweile hat sich die Situation gelichtet. Wir werden die Dinge alle regeln.“
Warum der Verein zunächst so abwartend gehandelt hatte, liegt auf der Hand. Zunächst wollte man in Nöttingen abwarten, ob der Aufstieg überhaupt geschafft wird. „Denn ohne den Aufstieg wären die Investitionen im Stadion ja nicht notwendig gewesen“, sagt Steidl.
„Der Verein kennt die Auflagen. Es handelt sich um ein ganzes Paket“, mahnt Scheuerer. Hauptsächlich vier Punkte sind es, die von der DFB-Kommission im Panoramastadion bemängelt werden:
Die Betonmauer hinter dem oberen Tor am Hang ist zu dicht am Spielfeld und bedeutet für die Spieler eine Gefahr.
Am unteren Tor Richtung Dorf ist zu wenig Auslauf. Hier soll der Platz um einen Meter verlängert werden. Möglicherweise dürfen bei Regionalligaspielen hinter beiden Toren keine Zuschauer stehen.
Die Zuschauer auf den neuen Stehstufen gegenüber dem Clubhaus sind zu dicht am Platz. Ein Zaun muss her.
Auch die Zuschauer auf der Clubhausterrasse sind zu dicht am Spielfeld dran. Eine Plexiglasscheibe soll verhindern, dass Gegenstände auf den Platz fliegen können.
Diese vier Punkte hat Dirk Steidl gegenüber der PZ bestätigt, gleichzeitig aber hinzugefügt: „Wir schaffen das.
Die Forderungen sind erfüllbar.“ Bereits in dieser Woche sollen Zäune installiert und der Platz verlängert werden. Ein spezieller Outdoor-Prallschutz für die Betonwand hinter dem Tor sei bestellt.
Aber auch wenn das Stadion rechtzeitig regionalligatauglich nachgerüstet wird, werden wohl nicht alle FCN-Heimspiele in Nöttingen stattfinden. Gerade für die Partien mit einem so genannten höheren Sicherheitsrisiko – wenn beispielsweise ein besonders großer Zuschauerandrang erwartet wird oder die gegnerischen Fans als besonders schwierig eingestuft werden – müssen die Nöttinger in größere Stadien ausweichen. In Remchingen sieht man sich da aber in guter Gesellschaft: „Vereine wie Elversberg, Wehen, Eschborn und Feucht geht es nicht anders.“
Als Ausweichstadien für den FC Nöttingen kommen laut Dirk Steidl nur das Wildparkstadion Karlsruhe und die Spielstätte der Stuttgarter Kickers in Degerloch in Frage. Pforzheim sei keine Alternative. Der Grund: „Die Pforzheimer Stadien entsprechen derzeit nicht den Anforderungen für die Regionalliga.“
Dauerkartenverkauf
Zu den Auflagen des DFB gehört nach Vereinsangaben auch, dass aus Sicherheitsgründen nur Dauerkartenbesitzer Zugang zur Clubhausterrasse erhalten. Deshalb stünden lediglich 100 Dauerkarten zur Verfügung. Außerdem wird der Verein in Zusammenarbeit mit der S & G Automobile AG eine VIP-Lounge in der Panoramahalle anbieten. Die Besucher dieser Lounge haben ebenfalls Zugang zur Clubhausterrasse.
Dauerkarten und VIP-Lounge-Tickets können ab sofort bei der Geschäftsstelle des FC Nöttingen, Tel. (0 72 32) 31 27 04, täglich außer Mittwoch von 15.00 bis 18.00 Uhr) oder in der Schatzgrube Leonhard, Telefon 0 72 32) 7 82 18 bestellt werden.
stand vor nem Monat, glaub ich, schon mal in der Zeitung, dass
Nöttingen für die "Sicherheitsrisikospiele" (Stuttgarter Kickers, Offenbach und Darmstadt) in ein anderes Stadion "umziehen" muss.
Da war nur vom dem Karlsruher Wildparkstadion die Rede.
Denke nicht, dass die dann ihr "Heimspiel" gegen die Kickers in
Degerloch austragen sondern eben dann in Karlsruhe.
SVK-Micha hat geschrieben:
Denke nicht, dass die dann ihr "Heimspiel" gegen die Kickers in
Degerloch austragen sondern eben dann in Karlsruhe.
naja, wenn's wirklich zu nem Umzug kommen wird, wären sie ziemlich dumm, wenn sie das Spiel nicht in Degerloch austragen würden. Immerhin gehen die Zuschauereinnahmen ja zu 100% an sie und da würden bei nem Spiel in Degerloch sicher mehr kommen, als in Karlsruhe
SVK-Micha hat geschrieben:
Denke nicht, dass die dann ihr "Heimspiel" gegen die Kickers in
Degerloch austragen sondern eben dann in Karlsruhe.
naja, wenn's wirklich zu nem Umzug kommen wird, wären sie ziemlich dumm, wenn sie das Spiel nicht in Degerloch austragen würden. Immerhin gehen die Zuschauereinnahmen ja zu 100% an sie und da würden bei nem Spiel in Degerloch sicher mehr kommen, als in Karlsruhe
Naja, aber dafür die Chance größer, dass sie die Punkte abgeben...
wär aber mal richtig lustig! 3000 Kickers- "Gäste" und ein paar wenige Nöttinger "Heim"-Fans.
Felix B. hat geschrieben:Wir sollen ein Sicherheitsrisiko sein? Dass ich nich lache...
Es geht glaube nicht nur um das Sicherheitsrisiko, sonder auch darum wieviel Fans mitkommen.
Das 10 Leute aus Elversberg oder Feucht in Nöttingen reinpassen ist doch klar.
Aber lass uns mal zu dem Zeitpunkt oben in der Tabelle stehn und 200-300 Leute mitkommen.... soviel Gästefans passen dort einfach nicht rein.