Für mich ist nicht nachvollziehbar (auch wenn ich wohl weiß, was einige hier meinen und denken), warum der Ort des Terminhinweises darüber entscheidet, ob diese Demo "ungesittet" abläuft oder nicht ...
"Interessant" finde ich allerdings wirklich, dass sobald zum exakt gleichen Thema "Polizeirepressionen gegen Fußballfans" eine Demo stattfindet, sich ein Teil unserer Forumstweilnehmer gar nicht mehr inhaltlich zum Thema äußert möchte, obwohl sie sich genau darüber schon in anderen Threads beschwert haben. Und dies offenbar nur, weil diejenigen die sich nun dafür einsetzen, dass das Thema nicht untern Tisch gekehrt wird, eben mutmaßlich politisch anderer Gesinnung sind. Nur sollte das Thema meiner persönlichen Meinung nach eben nicht rein politisch (schon gar nicht tendenziell) sondern rechtstaatlich demokratisch behandelt werden. Wenn sich bei der Demo tatsächlich links gegen rechts (oder gegen die Polizei) kloppt, dann weiß man ja auf beiden Seiten, wer die Unverbesserlichen sind. "Eigentlich" dann eine gute Veranstaltung für die Polizei .-) - ich bin mir aber sicher, dass die Veranstalter dieser Demo einen anderen Zweck sehen, wie auch die Hinweise darauf zeigen (siehe Link unten). Und zumindest vorab gilt auch da die Unschuldsvermutung vor der Pauschalverurteilung.
Vorab muss man sagen, dass die Polizei absolut keinen leichten und oft auch keinen schönen Job hat, für manches leider zu wenig Zeit zur Beschäftigung mit Inhalten bekommt, oft unterbezahlt ist und dass es dort eben (unter Menschen wie überall anders) leider ebenso ein paar schwarze Schafe gibt. Die schwarzen Schafe sind mit Sicherheit auf der anderen Seite der "reinen Anzahl nach" deutlich größer und zu einem sehr hohen Prozentsatz greift die Polizei (oft zum Glück und dankenswerter Weise) auch zurecht und richtig ein.
Da hier aber nicht eine Anzahl auf der einen Seite gegen einen Anzahl auf der anderen Seite weggekürzt werden dürfen (Rechtstaat) und schon gar nicht pauschaliert werden darf, muss man sich mit beiden Seiten befassen, teilweise sogar miteinander. Für manche mag gerade das eine ungeheure Vorstellung sein, dem ist aber so.
An anderer Stelle habe ich schon mal geäußert, dass ich es traurig finde, daß der Sport und die Freude am Fußball von einer immerhin nicht zu vernachlässigenden Minderheit dazu genutzt wird, andere Ziele zu verfolgen, die mit der Sache an sich nichts zu tun hat. Zudem deswegen eine Menge Steuergelder(Polizei) und Vereinsgelder (Ordnungsdienst) dafür
verschwendet werden müssen, die man meiner Meinung nach in die Jugend- (Bund) und Vereinsarbeit (Sportverein, Ortsverein) stecken sollte. Die Polizeigewerkschaft plädiert zudem seit einiger Zeit massiv dafür, dass die Kosten von den Vereinen getragen werden sollen (was bisher noch abgewendet werden konnte, sonst wären einige (vor allem) niederklassige Vereine wegen des Verhalten Ihrer "Fans" schon pleite). Pauschal das Ganze als "Gesellschaftsproblem" simpel abzutun, da machen es sich einige zu einfach. Jeder ist ein Teil der Gesellschaft und kann daran mitwirken, dass es anders und gesittet abläuft, wo es eben nicht so ist - wenn (zugegebenermaßen) leider auch nicht in jeder Situation.
AutorIn "AK Polizeigewalt Karlsruhe" schreibt per Mail in "stattweb.de-News und -Mitteilungen, 11.März 2010" wie folgt:
Karlsruhe: Aufruf zur Demo gegen Polizeigewalt (13.03., 15 Uhr, Kronenplatz)
http://www.stattweb.de/baseportal/NewsD ... ws&Id=6914