STZ: Interview mit Jürgen Hollenbach

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Blau&Weiß
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STZ: Interview mit Jürgen Hollenbach

Beitrag von Blau&Weiß »

Hollenbach: Mit mir wird es keine Fusion geben

Der Handball-Abteilungsleiter der Stuttgarter Kickers äußert sich zu möglichen Spielgemeinschaften und einer Abspaltung vom Hauptverein

Morgen startet die Handball-Württembergliga in die neue Saison - mit dem Aufsteiger Stuttgarter Kickers, der inzwischen der höchstklassige Handballverein in Stuttgart ist. "Das Ziel ist es, uns zu etablieren", sagt der Abteilungsleiter Jürgen Hollenbach (37) vor dem Auftaktspiel beim TV Altenstadt im Gespräch mit Joachim Klumpp.

Herr Hollenbach. Wie sieht es aus: Wird nach dem Höhenflug der vergangenen Jahre der nächste Aufstieg angestrebt?

Gemach, gemach. Wir haben sicher einen Höhenflug mit sechs Aufstiegen in sechs Jahren gehabt - erste und zweite Mannschaft zusammen, wohlgemerkt. Aber auch in der Vergangenheit haben wir einen Zweijahresrhythmus eingehalten, sodass das Ziel Aufstieg frühestens in der nächsten Saison ansteht. Wir wollen uns erst einmal in der Württembergliga etablieren. Ziel ist Platz fünf, das ist mit dem Trainer so abgestimmt.

Und dieses Ziel ist machbar?

Das ist auf Grund der Neuzugänge als realistisch einzuschätzen.

Mit welchen Verstärkungen können die Kickers denn aufwarten?

Wir haben drei Spieler aus der Regionalliga geholt: Joachim Rieck und Marcel Baumann vom SV Fellbach sowie Tobias Unger von der SG Haslach - und auf der anderen Seite keine Abgänge zu vermelden.

Regelmäßig kommt dafür der Vorwurf, die Kickers betreiben keine Jugendarbeit. Hat sich denn daran etwas geändert?

Auf dieses Thema werden wir in der Tat immer wieder angesprochen. Aber wir haben hier drumherum so viele Vereine, die Nachwuchsarbeit anbieten und dabei gezwungen werden, Spielgemeinschaften einzugehen, um überhaupt eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzubringen. Warum sollen wir auch noch auf dieses Pferd setzen?

Vielleicht, weil dem Nachwuchs im Sport eine wichtige Rolle zukommt.

Auch wir werden den Jugendlichen künftig sicher etwas bieten. Aber nicht hinunter bis zur E-Jugend. Sondern konzentriert und leistungssportorientiert im A- und B-Jugend-Bereich. Die entsprechenden Gespräche mit einem kompetenten Trainer laufen bereits.

Die Kickers gelten als ambitionierter Verein. Gibt es denn Gedankenspiele - auch im Hinblick auf die Ballsporthalle am Wasen - eine Fusion?

Ein klares Nein. Ich habe mit der Spielgemeinschaft tus/Kickers schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht - das reicht. Unter Jürgen Hollenbach wird es keine Fusion oder Ähnliches geben.

Und ein Auftritt der Kickers in der Ballsporthalle reizt Sie nicht?

Ich höre nie auf zu träumen, sonst wäre ich hier am falschen Platz.

Ihren Platz im Präsidium des Vereins haben Sie aufgegeben. Hat es auch Überlegungen gegeben, den Posten als Handball-Abteilungsleiter niederzulegen?

Dazu besteht keinen Anlass, auch wenn ich das dem Präsidium zunächst angeboten hatte. Aber ich bin seit 1985 Mitglied im Verein und mein Herz hängt an den Kickers. Es gibt keinen Grund zurückzutreten, nur weil der Präsident Hans Kullen heißt. Zumal es dann wohl auch keinen Handball mehr bei den Kickers geben würde.

Und wie ist das Verhältnis zum Präsidenten Hans Kullen?

Kein Kommentar.

Ist diese Distanz der Grund für eine mögliche Abspaltung der Handball-Abteilung aus dem Gesamtverein?

Zunächst einmal: es stimmt, wir haben für den 29. September eine Infoveranstaltung unter den rund 90 Mitgliedern der Handball-Abteilung einberufen. Doch das hat gar nichts mit der aktuellen Situation zu tun, sondern ist grundsätzlicher Natur. Als in der Vergangenheit die Insolvenzgerüchte um den Hauptverein gab, habe ich mich beim Deutschen Handball-Bund erkundigt, ob wir in diesem Falle unser Spielrecht in der jeweiligen Liga behalten könnten. Da dies nicht gewährleistet ist, wollen wir jetzt ausloten, inwieweit möglicherweise eine Trennung vom Hauptverein sinnvoll ist. Aber entschieden ist da noch nichts.

Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 24. September 2004
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Jürgen K.
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Beitrag von Jürgen K. »

Ich habe sowas von die Schnauze voll von solchen blabla-Interviews, wenn die Verantwortlichen wüßten was dies für ein vereinschädliches Verhalten darstellt.

Dies gehört vereinsintern geregelt ob Abspaltung oder nicht aber mit Sicherheit nicht über die Medien, verdammt noch einmal !!!

Immer diese Wasserstandsmeldungen und dann von grosser Kickers-Familie labbern.
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