Turbulenzen in Schweinfurt

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McVillager
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Turbulenzen in Schweinfurt

Beitrag von McVillager »

FC 05 bietet gegen Fürth nochmals eine ordentliche Mannschaft auf - Trainer Ullrich geht

Schweinfurt (22.11.2004) - Unterfränkische Fußballfans, die am nächsten Wochenende ein Bayernligaspiel sehen wollen, müssen noch nicht unbedingt nach Großbardorf fahren, wo der SC Fürstenfeldbruck antritt. Denn für das parallel stattfindende Heimspiel des FC Schweinfurt 05, das erste Match in der Rückrunde gegen die Amateure der Spvgg Greuther Fürth, haben die Schnüdel nochmals eine gute Mannschaft beisammen.

Das wurde am Montagnachmittag endgültig klar, als sich ein Großteil des Kaders mit Notvorstand Dr. Thomas End, mit Edgar Gleinser, dem Leiter des Sanierungsteams, und Interims-Abteilungsleiter Heinz Schröttle im Presseraum des Willy-Sachs-Stadions traf. Um Grundsätzliches zu klären. Lediglich für U 23-Spieler besteht laut Statuten noch ein Versicherungsschutz und die Spielberechtigung. Genauso für diejenigen natürlich, die ihren Vertrag noch nicht kündigten.

Christian Mack, Müjdat Karagöz, Manuel Endres, Pero Skoric, Daniel Rinbergas, Stefan Egger, Waldemar Dutra, Yu Shimamura, Abu Njie und Benjamin Doll werden demzufolge am Samstag wohl zur Verfügung stehen. Den Rest des Kaders werden A-Jugendliche bilden. Ausgerechnet verletzten sich nun am Sonntag beim Spiel der U 19 auf dem Kunstrasen mit Marc Leising und Philipp Kutzenberger die zwei größten Talente, die für einen Einsatz künftig vorgesehen waren. "Wir hangeln uns so aber irgendwie von Spiel zu Spiel", weiß Dr. End noch nicht, wie es dann nach dem Match am Samstag weitergeht.

Genau fünf Tage nach dem letzten Training fällt die Mannschaft seit Montag aber dennoch auseinander. Torwart Michael Rechner, Bernd Winter, Sven Löhner und Andi Nägelein verabschiedeten sich. Janos Pal soll bei St. Pauli Hamburg ein Probetraining bestritten haben. Baldo di Gregorio will nach Aschaffenburg wechseln. Auch Trainer Rainer Ulrich wird den Verein verlassen, leitet Mitte der Woche letztmals das Training. Bis Mittwoch will Schröttle den neuen Coach bekannt geben, der das halbe Jahr überbrücken soll. "Einer aus unseren Reihen mit dem FC 05 im Blut" wird es werden, kündigte der Interims-Abteilungsleiter an.

Längst überregional für Gelächter sorgen derweil mittlerweile die Geschichten rund um Michael Räth. Der Verbindungsmann zu einem angeblichen Großinvestor aus dem Multi-Media-Bereich, der noch am vergangenen Montag zusammen mit Ex-Präsident Gerhard Hertlein die gesamte Mannschaft über einen anstehenden Geldfluss informierte, will am vergangenen Freitag in der Früh in Schweinfurt überfallen worden sein. Ein Koffer mit Geld soll dabei von zwei unbekannten Männern geraubt worden sein. Die Kriminalpolizei ermittelt - anscheinend aber wohl eher in Richtung des immer dubioser erscheinenden 34-Jährigen, dessen Version des Überfalls vermutlich doch eher ein schlimmes Märchen ist.

"Lächerlich" findet Heinz Schröttle das nur noch. "Ich bin froh, dass ich in meiner Haltung konsequent war", blickt Dr. Thomas End auf Gespräche mit Räth zurück, "und dass ich nie mit Koffern arbeiten wollte. Da hätten sich schöne Storys ergeben können..." Konsequenz des ganzen Dilemmas: Sollte Gutachter Bruno Fraas diese Woche noch entscheiden, das Insolvenzverfahren mangels Masse abzulehnen, dann gehört der FC Schweinfurt 05 ohnehin der Vergangenheit an. Mit dem Start der fußballerischen Zukunft in der A-Klasse. Dann wären alle momentanen sportlichen Mühen umsonst.

quelle: www.swex.de
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