Ich habe gesagt, dass die Kickers in der 1. Bundesliga heutzutage nicht vor unter 20.000 Zuschauern spielen würden, und nicht, dass wir dann mehr Zuschauer als Hoffenheim hätten und vor über 30.000 spielen würden. Ich habe Hoffenheim als Vergleichswert genommen, weil die zuschauermäßig von 0 auf 100 geschossen sind. Wir sind nicht auf 0 und werden auch nicht auf 100 schießen. Bei uns hieße das eher so in der Art von 20 auf 75. Jedenfalls wäre die Kulisse im Neckarstadion bei Bundesliga-Heimspielen nicht mehr so traurig wie vor 20 Jahren. Darum geht's ja...Thomas L. hat geschrieben:Eigentlich hat das ja alles nichts mit dem Thema Umbau zu tun.Dennoch möchte ich noch einmal Deinen Argumentationen erwidern, denn diese sind schlichtweg paradox.Nach Deinen Aussagen müßten die Kickers, wenn sie in der 1. Liga wären, mehr Zuschauer erwarten können als Hoffenheim mit seinen fast 30.000 im Schnitt.Haben die den VFB vor der Haustüre oder wir?Sind Karlsruhe (3.Liga) und Waldhof(4.Liga) für denen grössere Konkurrenz als für uns der Bundesligist VFB?Zudem würde es dann in Stuttgart jede Woche Bundesliga-Fussball geben, was sich der Großteil der neutralen Zuschauer finanziell auch nicht leisten könnte.Auch damit hätten wir zu knabbern.Und wer will schon 2x im Jahr Underdogs wie z.B. Augsburg,Mainz, Fürth oder Düsseldorf sehen?Und zu Deiner Argumentation Bochum/Wattenscheid:Nicht einmal der VfL Bochum hatte in seiner letzten Bundesliga-Saison vor ein paar Jahren einen Schnitt von über 20.000 Zuschauern.NullSiebenElf hat geschrieben:Richtig, kann man nicht verlgeichen. Denn: Hoffenheim hat einen noch kleineren Kern an Fans als wir, mit Karlsruhe, Mannheim und gewissermaßen dem VfB aber auch Traditionsvereine vor der eigenen Haustür, die Zuschauer abgreifen. Das Argument, warum auch wir vor über 20.000 Zuschauern spielen würden, hast du bereits selbst geliefert: Die Leute sind heiß auf Bundesliga-Fußball. Heißer als vor 20 oder 30 Jahren. Wattenscheid, Homburg, Blau-Weiß Berlin etc. würden in der 1. Bundesliga heutzutage ebenfalls vor über 20.000 Zuschauern spielen, selbst wenn - im Fall Wattenscheid - der VfL Bochum die Champions League gewinnt.Thomas L. hat geschrieben:Du kannst doch Hoffenheim nicht mit uns vergleichen.
Dass der KSC in der 3. Liga und der Waldhof in der 4. Liga spielt ist unerheblich, weil sie selbst dort noch mehr Fans als Hoffenheim in der Bundesliga haben. Es gibt sicherlich einige Waldhof-Fans, die sich die Regionalliga nicht antun wollen. Die gehen deswegen aber trotzdem nicht zu Hoffenheim. Und der VfB hat Fans ins ganz Baden-Württemberg. Den VfB hat jeder direkt vor der Haustür. Da ist es egal, ob wir über Stuttgart, Ulm oder sogar Baden sprechen. Nicht zuletzt Hoffenheim. Ich behaupte mal, 80% deren Zuschauer wollen einfach nur Bundesliga-Fußball sehen und nicht speziell die TSG Hoffenheim. Und genauso wäre das bei uns, bei Ulm oder bei der TSG Balingen. Natürlich ist das nicht erstrebenswert, wenn man zum Großteil Eventpublikum im Stadion hat. Aber das ist inzwischen in der Bundesliga Usus. Das wäre auch bei uns so.
Das Beispiel Bochum/Wattenscheid war insofern unglücklich gewählt, weil der Ruhrpott mit seiner Dichte an Vereinen eine absolute Besonderheit darstellt. Aber trotzdem: In der Saison 1992/93 hat Wattenscheid mal in der 1. Bundesliga vor 4.000 Zuschauern gegen Dynamo Dresden gespielt. Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, dass heutzutage bei irgendeinem Bundesligaspiel - egal wie die Begegnung heißt - nur 4.000 Zuschauer kommen!
