Tino Köstel hält Niederlage in Grenzen
Die Kickers begannen so, wie es sich ihr Trainer Robin Dutt vorgestellt hatte, forsch und mit Druck nach vorne. Schon in der zweiten Spielminute hatte Mustafa Akcay die Führung auf dem Fuß. Nach Ecke von Mustafa Parmak scheiterte er am Feuchter Keeper Peter Martin. Doch schon zwei Minuten später zeigte der feststehende Absteiger, dass er nach zwei Siegen in Folge auch den dritten vollen Punktgewinn im Visier hatte. Der steilgeschickte Peter Perchtold schob am herausstürzenden Tino Köstel aber auch am Tor vorbei. In der 10. Spielminute war es wieder Mustafa Akcay, der eine Riesenchance hatte. Mirnes Mesic geht auf der rechten Seite durch, mustergültiger Pass auf Mustafa Akcay, der aus kurzer Distanz das Feuchter Gehäuse verfehlte.Danach folgte für einige Zeit ein gefälliges Mittelfeldspiel von beiden Mannschaften, die zu keinen zwingenden Aktionen führte. In der 23. Spielminute Fehler von Markus Haushahn, Kapitän Mirnes Mesic mit wenigen Schritten im gegnerischen Strafraum, doch anstatt in der Mi9tte den mitgelaufenen Bashiru Gambo zu bedienen versuchte er selbst und scheiterte am Torwart. Mustafa Akcay versuchte es mit einem Gewaltschuß, doch auch der wurde eine sichere Beute von Peter Martin. Wenig später mußte Kickers Schlußmann Tino Köstel sein Können beweisen, als er vor Jürgen Schmid rettete. Dann die 28. Spielminute, Mustafa Akcay, der bis dahin ein gutes Spiel ablieferte, rettete per Hand für seinen geschlagenen Torwart auf der Torlinie. Elfmeter für Feucht und Rote Karte für Mustafa Akcay. Den fälligen Strafstoß verwandelte Matthias Schiller sicher zur 0:1 Gästeführung. Doch schon vier Minuten später der Ausgleich für die in Unterzahl spielenden Hausherren. Mit Können und Geschick setzte Bashiru Gambo Oliver Stierle ein, der völlig freistehend dem Gästekeeper keine Chance ließ. Die Freude währte nur fünf Minuten, in der 32. Spielminute Ecke für die Gäste uznd nach einer Kopfballstaffette hieß es 1:2 für Feucht durch Lars Heller. In der 44. Minute Großtat von Tino Köstel, als ihn der allein vor ihm stehende Peter Perchtold nicht überwinden konnnte.
Pech für die Kickers, Neuzugang Bashiru Gambo muss mit einem Muskelriss ausgewechselt werden, für ihn kommt Vincenzo Marchese. Damit fehlt die erhoffte Verstärkung mindestens für 6 - 8 Wochen aus. Nach Wiederanpfiff dauerte es bis zur 51. Spielminute, Tino Köstel hielt einen Freistoß von Tobias Zellner sicher. Eine Minute später hatte Giuseppe Catizone eine Möglichkeit, anstatt aus guter Position abzuziehen, flankte er und dazu noch ungenau auf Mirnes Mesic und die Chance war vertan. In der Folgzeit drängten fast ausschließlich die Gäste aus dem Frankenland, doch Keeper Tino Köstel hielt mit Glanzparaden und Reflexen seine Mannschaft im Spiel, denn in den letzten drei Minuten hatten die Kickers dreimal Riesenausgleichschancen. Der eingewechselte Suat Rahmanovic per Kopf Millimeter am Tor vorbei und seinen Drehschuß aus 10 Metern konnte Peter Martin halten. Ebenso Niko Chatzis, er kam für Daniel Sager, knallte das Leder aus 10 Metern freistehend über den Kasten. Einen Punktgewinn hätten die Kickers allein für ihren Einsatz und Willen verdient gehabt, das meinte auch Kickers Coach Robin Dutt.
-------------------------------------------------------------------------------------
Kickers Aufstellung:
Tino Köstel (Tor), Jens Härter (Abwehr), Moritz Steinle (Abwehr), Michael Zimmermann (Abwehr), Mustafa Akcay (Mittelfeld), Giuseppe Catizone (Mittelfeld), Bashiru Gambo (Mittelfeld), Mustafa Parmak (Mittelfeld), Daniel Sager (Mittelfeld), Oliver Stierle (Mittelfeld), Mirnes Mesic (Sturm)
Auswechslungen:
Vincenzo Marchese für Bashiru Gambo (46.), Nikolaos Chatzis für Daniel Sager (63.), Suad Rahmanovic für Giuseppe Catizone (77.),
Karten:
Rot: Mustafa Akcay (28.)
1.SC Feucht Aufstellung:
Peter Martin (Tor), Markus Haushahn (Abwehr), Lars Heller (Abwehr), Andreas Saur (Abwehr), Matthias Schiller (Abwehr), Jürgen Paul (Mittelfeld), Peter Perchtold (Mittelfeld), Ingo Walther (Mittelfeld), Tobias Zellner (Mittelfeld), Tuukka Salonen (Sturm), Jürgen Schmid (Sturm)
Auswechslungen:
Sebastian Müller für Markus Haushahn (46.), Andreas Nägelein für Matthias Schiller (85.)
Torfolge: 0:1 Matthias Schiller (28.) Handelfmeter, 1:1 Oliver Stierle (32.), 1:2 Lars Heller (37.)
Schiedsrichter: Thorsten Schiffner (Konstanz)
Zuschauer: 2940
Quelle: irsport.de
Spielberichte: Kickers- 1. SC Feucht
-
Überlinger
Kein Geld, viele Punkte
Dritter Sieg hintereinander: Feucht gewinnt 2:1 in Stuttgart
STUTTGART (nn) - Das Geld ist knapp geworden beim von Insolvenz bedrohten 1. Sport-Club Feucht, und so sind Fremdleistungen natürlich willkommen. Die Reise des Regionalliga-Teams zum Spiel nach Stuttgart hat nun tatsächlich der eigene Fan-Club spendiert - eine hübsche Geste. Und wirkungsvolle Motivation: Mit einem 2:1 (2:1)-Erfolg bei den Kickers bedankte sich das mit nur zwei Auswechselspielern angereiste Team bei seinem Anhang. Durch den sensationellen Auftritt - der dritte Sieg hintereinander - kletterten die Feuchter in der Tabelle bis auf Rang acht.
Die Rot-Weißen eröffneten ähnlich flott wie in Hoffenheim, doch wurden die ersten beiden Torchancen noch leichtfertig vergeben. In der 24. Minute scheiterten die Kickers zwei Mal an Keeper Martin. Dieser bügelte zunächst einen Fehler von Haushahn aus, dann meisterte er einen 18-Meter-Schuss. Eine Situation wenig später sollte den weiteren Spielverlauf maßgeblich prägen: Der Stuttgarter Akcay klärte mit der Hand auf der Linie und sah dafür Rot; Schiller verwandelte den Elfmeter zum 1:0 (28.). Den Hausherren gelang in Unterzahl jedoch umgehend der Ausgleich: Stierle nutzte einen Stellungsfehler mit einem Flachschuss (33.).
Die zahlenmäßige Überlegenheit des SC Feucht wirkte mit leichter Verzögerung. Zellner hatte als Vorbereiter mehr Erfolg als mit seinem gefährlichen Flachschuss, seinen Eckball köpfte Heller zum 2:1 in die Maschen. Allein vor der Pause vergab die Feuchter Elf noch vier weitere Torchancen.
Nach dem Seitenwechsel brauchten die Gäste eine Viertelstunde, um ihre Serie verpasster Gelegenheiten wieder aufzunehmen. Nur der eingewechselte Rahmanovic unterbrach das einseitige Geschehen mit einer Torchance.
Auf dem Platz macht der 1. SC Feucht derzeit also eine gute Figur — fehlt nur noch das Geld und ein Trikotsponsor. Bis zum 6. April müssen nun insbesondere die finanziellen Weichen gestellt werden. An diesem Tag entscheidet sich, ob der Verein in Insolvenz geht oder nicht. Zuvor steht am Samstag das Heimspiel gegen die Amateure des FC Bayern München an - ein Besuch dürfte sich lohnen.
Quelle: nn-online.de
Dritter Sieg hintereinander: Feucht gewinnt 2:1 in Stuttgart
STUTTGART (nn) - Das Geld ist knapp geworden beim von Insolvenz bedrohten 1. Sport-Club Feucht, und so sind Fremdleistungen natürlich willkommen. Die Reise des Regionalliga-Teams zum Spiel nach Stuttgart hat nun tatsächlich der eigene Fan-Club spendiert - eine hübsche Geste. Und wirkungsvolle Motivation: Mit einem 2:1 (2:1)-Erfolg bei den Kickers bedankte sich das mit nur zwei Auswechselspielern angereiste Team bei seinem Anhang. Durch den sensationellen Auftritt - der dritte Sieg hintereinander - kletterten die Feuchter in der Tabelle bis auf Rang acht.
Die Rot-Weißen eröffneten ähnlich flott wie in Hoffenheim, doch wurden die ersten beiden Torchancen noch leichtfertig vergeben. In der 24. Minute scheiterten die Kickers zwei Mal an Keeper Martin. Dieser bügelte zunächst einen Fehler von Haushahn aus, dann meisterte er einen 18-Meter-Schuss. Eine Situation wenig später sollte den weiteren Spielverlauf maßgeblich prägen: Der Stuttgarter Akcay klärte mit der Hand auf der Linie und sah dafür Rot; Schiller verwandelte den Elfmeter zum 1:0 (28.). Den Hausherren gelang in Unterzahl jedoch umgehend der Ausgleich: Stierle nutzte einen Stellungsfehler mit einem Flachschuss (33.).
Die zahlenmäßige Überlegenheit des SC Feucht wirkte mit leichter Verzögerung. Zellner hatte als Vorbereiter mehr Erfolg als mit seinem gefährlichen Flachschuss, seinen Eckball köpfte Heller zum 2:1 in die Maschen. Allein vor der Pause vergab die Feuchter Elf noch vier weitere Torchancen.
Nach dem Seitenwechsel brauchten die Gäste eine Viertelstunde, um ihre Serie verpasster Gelegenheiten wieder aufzunehmen. Nur der eingewechselte Rahmanovic unterbrach das einseitige Geschehen mit einer Torchance.
Auf dem Platz macht der 1. SC Feucht derzeit also eine gute Figur — fehlt nur noch das Geld und ein Trikotsponsor. Bis zum 6. April müssen nun insbesondere die finanziellen Weichen gestellt werden. An diesem Tag entscheidet sich, ob der Verein in Insolvenz geht oder nicht. Zuvor steht am Samstag das Heimspiel gegen die Amateure des FC Bayern München an - ein Besuch dürfte sich lohnen.
Quelle: nn-online.de
-
Überlinger
Der dritte Sieg in Serie
Feucht gewinnt weiter
STUTTGART — Für was braucht man eine Regionalliga-Lizenz, wenn man in der Zweiten Liga spielen will? Doch Spaß beiseite: Der SC Feucht, der sich zum Saisonende aus der Fußball-Regionalliga Süd zurückzieht, siegte gestern mit 2:1 (2:1) bei den Stuttgarter Kickers und holte damit seinen dritten „Dreier“ in Folge.
Die Feuchter rollen damit weiter die Tabelle von hinten auf. Nach dem sechsten (!) Auswärtssieg in der laufenden Serie stehen sie nun auf Rang acht. Der Erfolg war hochverdient, weil der SCF - wie schon kürzlich in Hoffenheim (4:2) - erneut furios aufspielte und zahlreiche beste Chancen vergab. Jürgen Schmid etwa hätte sich mit einer ganzen Reihe bester Einschussmöglichkeiten zum Torschützenkönig aufschwingen können, aber ihm fehlte das nötige Glück.
So musste ein Strafstoß für das 1:0 herhalten: Matthias Schiller traf, nachdem Stuttgarts Akcay einen Schuss von Schmid mit der Hand abgewehrt und dafür „Rot“ gesehen hatte. Über den Ausgleich durch Stierle durften sich die Kickers nur kurz freuen. Lars Heller verwertete einen Eckstoß von Tobias Zellner per Kopf zum 2:1.
Nach dem Wechsel hätten neben Schmid auch Jürgen Paul, der gegenüber der Hinserie stark verbesserte Tuuka Salonen und Peter Perchtold die Entscheidung erzwingen können, doch es blieb beim 2:1. Ex-Bundesligist Stuttgart droht mehr denn je der Abstieg, Feucht dagegen spielt weiter höchst erfolgreich um die Ehre.
Quelle: nz-online.de
Feucht gewinnt weiter
STUTTGART — Für was braucht man eine Regionalliga-Lizenz, wenn man in der Zweiten Liga spielen will? Doch Spaß beiseite: Der SC Feucht, der sich zum Saisonende aus der Fußball-Regionalliga Süd zurückzieht, siegte gestern mit 2:1 (2:1) bei den Stuttgarter Kickers und holte damit seinen dritten „Dreier“ in Folge.
Die Feuchter rollen damit weiter die Tabelle von hinten auf. Nach dem sechsten (!) Auswärtssieg in der laufenden Serie stehen sie nun auf Rang acht. Der Erfolg war hochverdient, weil der SCF - wie schon kürzlich in Hoffenheim (4:2) - erneut furios aufspielte und zahlreiche beste Chancen vergab. Jürgen Schmid etwa hätte sich mit einer ganzen Reihe bester Einschussmöglichkeiten zum Torschützenkönig aufschwingen können, aber ihm fehlte das nötige Glück.
So musste ein Strafstoß für das 1:0 herhalten: Matthias Schiller traf, nachdem Stuttgarts Akcay einen Schuss von Schmid mit der Hand abgewehrt und dafür „Rot“ gesehen hatte. Über den Ausgleich durch Stierle durften sich die Kickers nur kurz freuen. Lars Heller verwertete einen Eckstoß von Tobias Zellner per Kopf zum 2:1.
Nach dem Wechsel hätten neben Schmid auch Jürgen Paul, der gegenüber der Hinserie stark verbesserte Tuuka Salonen und Peter Perchtold die Entscheidung erzwingen können, doch es blieb beim 2:1. Ex-Bundesligist Stuttgart droht mehr denn je der Abstieg, Feucht dagegen spielt weiter höchst erfolgreich um die Ehre.
Quelle: nz-online.de
-
Überlinger
Kickers noch gut bedient
STUTTGART — In angespannter Situation mischt der SC Feucht die Regionalliga Süd auf. Mit dem sensationellen Auftritt bei den Stuttgarter Kickers landete die Seitz-Elf, die mit nur zwei Auswechselspielern angereist war, den dritten Sieg in Folge und kletterte in der Tabelle auf Rang 8. Beim 2:1 versäumte es die Mannschaft lediglich, ihr Trefferkonto deutlich auszubauen. Allein Jürgen Schmid hätte sich in der Torschützenliste weit nach vorne schießen können. Die nachlässige Chancenverwertung hätte sich beinahe noch gerächt, als die Gastgeber in der letzten Minute eine Großchance in die Wolken setzten.
Die Feuchter eröffneten ähnlich flott wie in Hoffenheim. Peter Perchtold hatte nach vier Minuten die erste Gelegenheit, sein Schuss aus 15 Metern ging aber daneben. Nicht besser erging es auf der anderen Seite Mustafa Akcay, der aus stark abseitsverdächtiger Position aus fünf Metern vorbei visierte (11.). Stuttgart hatte jetzt eine stärkere Phase, scheiterte aber in der 24. Minute zwei Mal an SC-Keeper Martin. Dieser bügelte zunächst einen Fehler von Haushahn aus, um dann den 18 m-Schuss nach der fälligen Ecke zu meistern.
Schneller Szenenwechsel, als nur zwei Minuten später die Gäste eine ähnliche Großchance vergaben. Jürgen Schmid aus kurzer Entfernung am Keeper, nachdem Saur einen Schiller-Freistoß verlängert hatte. Kurz darauf die Situation, die den weiteren Spielverlauf prägen sollte. Akcay klärte mit der Hand auf der Linie und sah dafür die rote Karte. Schiller verwandelte den Elfmeter zum 1:0 (28.).
Doch den Hausherren gelang in Unterzahl ein schneller Ausgleich. Stierle nutzte einen Stellungsfehler der Feuchter Abwehr mit einem Flachschuss zum 1:1 (33.).
Die numerische Überlegenheit des SC wirkte mit leichter Verzögerung. Zellner probierte es zunächst selbst mit einem gefährlichen Flachschuss (34.), hatte dann aber als Vorbereiter mehr Erfolg. Seinen Eckball köpfte Heller zum 2:1 in die Maschen (37.).
Im Spurt vor der Pause vergab Feucht beste Chancen im Minutentakt. Zellner und Schmid zielten kurz hintereinander drüber und vorbei (40.). Schmid bekam eine weitere Chance, schloss aber erneut zu ungenau ab (43.). Perchtold kam ebenso frei zum Schuss, traf aber genau den Torwart (44.).
Im zweiten Durchgang wechselte Seitz Müller für den stark gelbrot-gefährdeten Haushahn ein. Die Gäste brauchten eine Viertelstunde, um ihre Serie verpasster Gelegenheiten wieder aufzunehmen. Salonen schickte Perchtold, der schob freistehend daneben. Dafür verfehlte Salonen nach einem Eckball von Paul (64.), ehe Jürgen Schmid einmal mehr am Torwart scheiterte. Das gleiche passierte dem Stürmer in der 78. Minute, den Nachschuss setzte Jürgen Paul aus zwölf Metern vorbei.
Eine einsame Chance für den eingewechselten Rahmanovic (81.) unterbrach das einseitige Geschehen. Schließlich tauchte auch der Name Nägelein erstmals in der Regionalliga-Statistik des SC Feucht auf. Der für Jürgen Schmid eingewechselte Rückkehrer vertrat seinen Vorgänger würdig, indem er freistehend den Torwart anschoss (86.).
Quelle: der-bote.de
STUTTGART — In angespannter Situation mischt der SC Feucht die Regionalliga Süd auf. Mit dem sensationellen Auftritt bei den Stuttgarter Kickers landete die Seitz-Elf, die mit nur zwei Auswechselspielern angereist war, den dritten Sieg in Folge und kletterte in der Tabelle auf Rang 8. Beim 2:1 versäumte es die Mannschaft lediglich, ihr Trefferkonto deutlich auszubauen. Allein Jürgen Schmid hätte sich in der Torschützenliste weit nach vorne schießen können. Die nachlässige Chancenverwertung hätte sich beinahe noch gerächt, als die Gastgeber in der letzten Minute eine Großchance in die Wolken setzten.
Die Feuchter eröffneten ähnlich flott wie in Hoffenheim. Peter Perchtold hatte nach vier Minuten die erste Gelegenheit, sein Schuss aus 15 Metern ging aber daneben. Nicht besser erging es auf der anderen Seite Mustafa Akcay, der aus stark abseitsverdächtiger Position aus fünf Metern vorbei visierte (11.). Stuttgart hatte jetzt eine stärkere Phase, scheiterte aber in der 24. Minute zwei Mal an SC-Keeper Martin. Dieser bügelte zunächst einen Fehler von Haushahn aus, um dann den 18 m-Schuss nach der fälligen Ecke zu meistern.
Schneller Szenenwechsel, als nur zwei Minuten später die Gäste eine ähnliche Großchance vergaben. Jürgen Schmid aus kurzer Entfernung am Keeper, nachdem Saur einen Schiller-Freistoß verlängert hatte. Kurz darauf die Situation, die den weiteren Spielverlauf prägen sollte. Akcay klärte mit der Hand auf der Linie und sah dafür die rote Karte. Schiller verwandelte den Elfmeter zum 1:0 (28.).
Doch den Hausherren gelang in Unterzahl ein schneller Ausgleich. Stierle nutzte einen Stellungsfehler der Feuchter Abwehr mit einem Flachschuss zum 1:1 (33.).
Die numerische Überlegenheit des SC wirkte mit leichter Verzögerung. Zellner probierte es zunächst selbst mit einem gefährlichen Flachschuss (34.), hatte dann aber als Vorbereiter mehr Erfolg. Seinen Eckball köpfte Heller zum 2:1 in die Maschen (37.).
Im Spurt vor der Pause vergab Feucht beste Chancen im Minutentakt. Zellner und Schmid zielten kurz hintereinander drüber und vorbei (40.). Schmid bekam eine weitere Chance, schloss aber erneut zu ungenau ab (43.). Perchtold kam ebenso frei zum Schuss, traf aber genau den Torwart (44.).
Im zweiten Durchgang wechselte Seitz Müller für den stark gelbrot-gefährdeten Haushahn ein. Die Gäste brauchten eine Viertelstunde, um ihre Serie verpasster Gelegenheiten wieder aufzunehmen. Salonen schickte Perchtold, der schob freistehend daneben. Dafür verfehlte Salonen nach einem Eckball von Paul (64.), ehe Jürgen Schmid einmal mehr am Torwart scheiterte. Das gleiche passierte dem Stürmer in der 78. Minute, den Nachschuss setzte Jürgen Paul aus zwölf Metern vorbei.
Eine einsame Chance für den eingewechselten Rahmanovic (81.) unterbrach das einseitige Geschehen. Schließlich tauchte auch der Name Nägelein erstmals in der Regionalliga-Statistik des SC Feucht auf. Der für Jürgen Schmid eingewechselte Rückkehrer vertrat seinen Vorgänger würdig, indem er freistehend den Torwart anschoss (86.).
Quelle: der-bote.de
-
Überlinger
Spielbericht
Bis zum 2:1 durch Heller war die Partie ausgeglichen, danach gerieten die Kickers etwas ins Schwimmen. Die verletzungsbedingte Auswechslung von Gambo, der bis zur Pause der beste Mann auf dem Platz war, tat ihr Übriges. Feucht spielte cleverer, hatte nicht nur durch den starken Schmid Chancen, scheiterte aber immer wieder an Köstel. Stuttgart war bemüht, aber zu kopflos.
Sigor Paesler
-------------------------------------------------------------------------------------
...Den Stuttgarter Kickers droht nach dem 1:2 gegen den SC Feucht, die sechste sieglose Partie in Folge, einmal mehr der Fall in die Oberliga. Zudem verloren die Schwaben in der 28. Minute Akcay, der wegen absichtlichen Handspiels im Strafraum die Rote Karte sah. Der SC dagegen spielt befreit auf, nachdem keine Lizenz für die kommende Regionalliga-Saison beantragt wurde. Den Mittelfranken gelang seitdem im dritten Spiel bereits der dritte Sieg...
Quelle: beides kicker.de
Bis zum 2:1 durch Heller war die Partie ausgeglichen, danach gerieten die Kickers etwas ins Schwimmen. Die verletzungsbedingte Auswechslung von Gambo, der bis zur Pause der beste Mann auf dem Platz war, tat ihr Übriges. Feucht spielte cleverer, hatte nicht nur durch den starken Schmid Chancen, scheiterte aber immer wieder an Köstel. Stuttgart war bemüht, aber zu kopflos.
Sigor Paesler
-------------------------------------------------------------------------------------
...Den Stuttgarter Kickers droht nach dem 1:2 gegen den SC Feucht, die sechste sieglose Partie in Folge, einmal mehr der Fall in die Oberliga. Zudem verloren die Schwaben in der 28. Minute Akcay, der wegen absichtlichen Handspiels im Strafraum die Rote Karte sah. Der SC dagegen spielt befreit auf, nachdem keine Lizenz für die kommende Regionalliga-Saison beantragt wurde. Den Mittelfranken gelang seitdem im dritten Spiel bereits der dritte Sieg...
Quelle: beides kicker.de
-
Überlinger
Kickers mit 1:2-Heimniederlage – 60 Minuten in Unterzahl gegen Feucht
Vor einer guten Kulisse von 2940 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau schafften die Kickers nicht den erhofften Heimerfolg. Mit 1:2 (1:2) Toren verloren die Blauen gegen den 1.SC Feucht, die seit dem 1.März 2005 schon als erster Absteiger feststehen. Feuchts Schiller brachte die Gäste per Handelfmeter mit 0:1 in Führung, Mustafa Akcay sah in der Szene zuvor die rote Karte. Dennoch gelang Oliver Stierle in der 32. Spielminute der Ausgleichstreffer, ehe Heller die Feuchter wieder in Führung köpfte (36.). Mit vielen besten Chancen hätten die Gäste das Spiel schon lange entscheiden müssen, doch scheiterten sie immer wieder an Tino Köstel oder an ihren eigenen Nerven. In der Schlussphase vergaben die Kickers hingegen drei Möglichkeiten, um doch noch den Ausgleichstreffer zu erzielen.
Zur Aufstellung:
Gleich zwei Heimdebüts gab es bei den Kickers: Erstmals liefen Daniel Sager und Bashiru Gambo im GAZi-Stadion auf der Waldau auf. Kapitän Oliver Barth konnte verletzungsbedingt nicht auflaufen. Vor Tino Köstel im Tor bildeten die Viererabwehrketten rechts Giuseppe Catizone, zentral Michael Zimmermann und Jens Härter, auf der linken Abwehrseite spielte Oliver Stierle. Im zentralen defensiven Mittelfeld rackerte erneut Moritz Steinle, rechter Flügel Mustafa Parmak und links Daniel Sager. Als Spielmacher hinter den Spitzen lief Mustafa Akcay auf, vorne stürmten Bashiro Gambo und Mirnes Mesic.
Die Gäste aus Feucht agierten mit einem Libero und zwei Manndeckern, davor einem Fünfermittelfeld und drei Stürmer.
Zum Spielverlauf:
Der ersten Warnschuss gab Mustafa Akcay ab, sein Schuss aus 15m nach einer Ecke war jedoch noch leichte Beute für Gästekeeper Martin (2.). Die ersten Möglichkeit für die Gäste war gleich einen 100%ige: Jens Härter verlor zentral sein Kopfballduell, der Ball wurde auf den völlig freistehenden Perchold verlängert, der aber links am Tor vorbei zielte.
Doch die Kickers standen den Feuchtern in nichts nach und hatten in der 9. Spielminute eine Möglichkeit, die man eigentlich machen muss: Mustafa Parmak schickt Mirnes Mesic steil, die Abseitsfalle der Feuchter schnappt nicht zu, so dass Mesic auf die Grundlinie zog, quer auf mitgelaufenen Mustafa Akcay passte, doch der aus drei Meter nur das Aussennetz traf.
In der 25. Minute brachen die Blauen wieder über rechts durch, doch den Querpass von Mirnes Mesic konnte der Gästekeeper abwehren, auch den Nachschuss von Mustafa Akcay hielt Martin super. Auf der Gegenseite konnte sich Tino Köstel auszeichnen, als er einen Schuss von Schmid aus kurzer Distanz abwehren konnte.
Die sicherlich spielentscheidende Szene ereignete sich in der 28. Minute: Nach einer langen Flanke standen drei Feuchter Spieler am langen Pfosten völlig frei, den Schuss des Feuchter Stürmers wehrte Mustafa Akcay auf der Linie reflexartig mit der Hand ab. Schiedsrichter Thorsten Schiffner blieb nichts anderes übrig als Akcay die rote Karte zu zeigen und auf Handelfmeter zu entscheiden, den Matthias Schiller sicher zur Gästeführung verwandelte (0:1 in der 28. Minute).
Nach kurzer Umstellung (Gambo rückte zurück ins Mittelfeld) reagierten die Kickers gleich und erzielten den Ausgleichstreffer: Bashiru Gambo stocherte den Ball in den Lauf von Oliver Stierle, der zog aus 15 Metern halblinks trocken ab und sein Schuss schlug halbhoch im langen Eck ein: Das 1:1 in der 32. Minute. Doch leider hatten die Gäste die passende Anwort: Nach einem Eckball verlängerte Sauer auf Heller, der zum 1:2 einköpfte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten Haushahn und Perchtold nochmals zwei beste Chancen, doch beide verzogen. So blieb es beim 1:2 Rückstand der Kickers zur Halbzeit.
Zur zweite Halbzeit wechselten beide Teams je einmal, für die Kickers musste verletzungsbedingt Bashiru Gambo (Muskelfaserriss) raus, für ihn kam Enzo Marchese. Der Mannschaftskreis vor dem Anpfiff verdeutlichte die Zusammenhalt der Mannschaft, dass sie auch in Unterzahl noch lange nicht aufstecken wollte. So hatten die Kickers auch die erste Chance: Schöner Steilpass von Mustafa Parmak in den Lauf von Giuseppe Catizone, der freistehend vor dem Tor nicht den Abschluß suchte, sondern lieber auf den langen Pfosten flankte, doch sein Ball war leider für Mines Mesic zu hoch (52.).
Doch die Gäste aus Feucht waren nun klar spielbestimmend, ließen den Ball und Gegner laufen. Auf dem tiefen Boden rackerten die Kickers, doch blieben viele gute Möglichkeiten für die Gäste nicht aus: Perchtold verzog nach einem abgefälschten Schuss (60.), Schmid mit zwei guten Einschussmöglichkeiten (65. Und 70.). Doch immer wieder scheiterten die Feuchter an ihren eigenen Nerven oder am gut aufgelegten Tino Köstel, der somit sein Team im Spiel hielt.
Mit der Hereinnahme von Suad Rahmanovic (77.) läutete Trainer Robin Dutt die turbulente Schlußphase ein. In der 80. Spielminute traf Moritz Steinle, doch stand es im abseits. Mustafa Parmak setzte sich rechts gegen drei Mann durch, flankte auf Suad Rahmanovic, der schön hochstieg, aber sein Kopfball leider haarscharf am Pfosten vorbeistrich. Es ging nun hin und her, die Kickers spielten hinten Mann gegen Mann und drängten auf den Ausgleichstreffer. Feucht hatte in der Schlußphase nochmals einen schön ausgespielten Konter, doch Nägelein scheiterte erneut an Tino Köstel (85.). In der Nachspielzeit hatte nochmals Suad Rahmanovic den Ausgleichstreffer auf dem Fuß: Ein Schussversuch von Moritz Steinle landete bei ihm, er nahm schön den Ball an, umspielte noch seinen Gegenspieler doch sein Schuss aus zwölf Metern war leider zu unplatziert, Gästekeeper Martin fing den Ball sicher (90. +1).
Und noch eine gute Möglichkeit für die Kickers: Ein langer Freistoß von Enzo Marchese landete bei Niko Chatzis, der den Ball volley im Strafraum nahm doch leider über das Tor zielte.
Danach pfiff Schiedsrichter Schiffner die Partie ab. Die Feuchter hatten in der zweiten Halbzeit viele beste Möglichkeiten, die sie jedoch alle nicht nutzen konnten. Normalerweise sollte sich das ja rächen, doch schafften es die Blauen nicht, den Ausgleichstreffer in der starken Schlußphase zu erzielen.
Die Trainerstimmen:
Gästetrainer Roland Seitz: „Ich muss meiner Mannschaft wieder großen Respekt zollen. Der sportliche Abstieg ist seit dem 1.März besiegelt und die Spieler und Trainer bekommen seit Wochen kein Gehalt mehr. Deshalb ist es nahezu sensationell in welcher Art und Weise meine Mannschaft die neun Punkte in den letzen drei Spielen geholt hat. Das Team geht auf dem Zahnfleisch, heute hatte ich ganze 13 Spieler noch zur Verfügung. Dennoch denke ich der Sieg war hochverdient. Bis zum Elfmeter war die Partie ausgeglichen, danach kippte es zu unseren Gunsten. Wir ließen ein großes Mass an Torchancen aus und hatten deshalb Glück in der Schlußphase nicht doch noch den Ausgleichstreffer zu kassieren.“
Kickers-Trainer Robin Dutt: „Es war heute ein Spiel mit merkwürdigen Vorzeichen: Feucht hatte nur 13 Spieler auf dem Spielberichtsbogen, es ist und bleibt ungewiss ob Feucht bis zum Saisonende spielen wird, ob nun die Punkte abgezogen werden oder nicht. Nichtsdestotrotz sind wird in der ersten halben Stunde gut ins Spiel gekommen, bis der Elfmeter und der schnelle erneute Rückstand nach dem Ausgleichstreffer uns den Knacks gaben. Wir mussten über eine Stunde auf dem tiefen Boden in Unterzahl spielen, doch der Wille und die Moral stimmen mich sehr positiv. Wir haben die Prüfung heute zum Teil bestanden, denn zum Schluß hätten wir einen Punkt hochverdient gehabt. Jetzt sieht es leider wieder so aus wie in den vergangenen Jahren: Wir stehen weit unten in der Tabelle. Doch in diesem Jahr ist es einen andere Mannschaft, mit Herz und Kampfkraft im Team, das in jedem Training Vollgas gibt.“
--------------------------------------------------------------------------------
SV Stuttgarter Kickers:
Tino Köstel – Giuseppe Catizone (77. Suad Rahmanovic), Michael Zimmermann, Jens Härter, Oliver Stierle - Moritz Steinle, Mustafa Parmak, Mustafa Akcay, Daniel Sager (63. Niko Chatzis) – Bashiru Gambo (46. Vincenzo Marchese), Mirnes Mesic – Trainer Robin Dutt
1.SC Feucht:
Peter Martin – Ingo Walther - Andreas Saur, Markus Haushahn (46. Sebastian Müller) - Lars Heller, Matthias Schiller, Tobias Zellner, Jürgen Paul - Takka Salonen, Peter Perchtold, Jürgen Schmid - Trainer: Rainer Hörgl
Zuschauer: 2940
Schiedsrichter:
Thorsten Schiffner
Gelbe Karten:
- ; Haushahn, Paul, J. Schmid, Müller
Rote Karten:
rot: Mustafa Akcay (Absichtliches Handspiel)
Tore:
0:1 Schiller (28. Handelfmeter)
1:1 Stierle (32.)
1:2 Heller (36.)
Quelle: stuttgarter-kickers.de
Vor einer guten Kulisse von 2940 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau schafften die Kickers nicht den erhofften Heimerfolg. Mit 1:2 (1:2) Toren verloren die Blauen gegen den 1.SC Feucht, die seit dem 1.März 2005 schon als erster Absteiger feststehen. Feuchts Schiller brachte die Gäste per Handelfmeter mit 0:1 in Führung, Mustafa Akcay sah in der Szene zuvor die rote Karte. Dennoch gelang Oliver Stierle in der 32. Spielminute der Ausgleichstreffer, ehe Heller die Feuchter wieder in Führung köpfte (36.). Mit vielen besten Chancen hätten die Gäste das Spiel schon lange entscheiden müssen, doch scheiterten sie immer wieder an Tino Köstel oder an ihren eigenen Nerven. In der Schlussphase vergaben die Kickers hingegen drei Möglichkeiten, um doch noch den Ausgleichstreffer zu erzielen.
Zur Aufstellung:
Gleich zwei Heimdebüts gab es bei den Kickers: Erstmals liefen Daniel Sager und Bashiru Gambo im GAZi-Stadion auf der Waldau auf. Kapitän Oliver Barth konnte verletzungsbedingt nicht auflaufen. Vor Tino Köstel im Tor bildeten die Viererabwehrketten rechts Giuseppe Catizone, zentral Michael Zimmermann und Jens Härter, auf der linken Abwehrseite spielte Oliver Stierle. Im zentralen defensiven Mittelfeld rackerte erneut Moritz Steinle, rechter Flügel Mustafa Parmak und links Daniel Sager. Als Spielmacher hinter den Spitzen lief Mustafa Akcay auf, vorne stürmten Bashiro Gambo und Mirnes Mesic.
Die Gäste aus Feucht agierten mit einem Libero und zwei Manndeckern, davor einem Fünfermittelfeld und drei Stürmer.
Zum Spielverlauf:
Der ersten Warnschuss gab Mustafa Akcay ab, sein Schuss aus 15m nach einer Ecke war jedoch noch leichte Beute für Gästekeeper Martin (2.). Die ersten Möglichkeit für die Gäste war gleich einen 100%ige: Jens Härter verlor zentral sein Kopfballduell, der Ball wurde auf den völlig freistehenden Perchold verlängert, der aber links am Tor vorbei zielte.
Doch die Kickers standen den Feuchtern in nichts nach und hatten in der 9. Spielminute eine Möglichkeit, die man eigentlich machen muss: Mustafa Parmak schickt Mirnes Mesic steil, die Abseitsfalle der Feuchter schnappt nicht zu, so dass Mesic auf die Grundlinie zog, quer auf mitgelaufenen Mustafa Akcay passte, doch der aus drei Meter nur das Aussennetz traf.
In der 25. Minute brachen die Blauen wieder über rechts durch, doch den Querpass von Mirnes Mesic konnte der Gästekeeper abwehren, auch den Nachschuss von Mustafa Akcay hielt Martin super. Auf der Gegenseite konnte sich Tino Köstel auszeichnen, als er einen Schuss von Schmid aus kurzer Distanz abwehren konnte.
Die sicherlich spielentscheidende Szene ereignete sich in der 28. Minute: Nach einer langen Flanke standen drei Feuchter Spieler am langen Pfosten völlig frei, den Schuss des Feuchter Stürmers wehrte Mustafa Akcay auf der Linie reflexartig mit der Hand ab. Schiedsrichter Thorsten Schiffner blieb nichts anderes übrig als Akcay die rote Karte zu zeigen und auf Handelfmeter zu entscheiden, den Matthias Schiller sicher zur Gästeführung verwandelte (0:1 in der 28. Minute).
Nach kurzer Umstellung (Gambo rückte zurück ins Mittelfeld) reagierten die Kickers gleich und erzielten den Ausgleichstreffer: Bashiru Gambo stocherte den Ball in den Lauf von Oliver Stierle, der zog aus 15 Metern halblinks trocken ab und sein Schuss schlug halbhoch im langen Eck ein: Das 1:1 in der 32. Minute. Doch leider hatten die Gäste die passende Anwort: Nach einem Eckball verlängerte Sauer auf Heller, der zum 1:2 einköpfte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten Haushahn und Perchtold nochmals zwei beste Chancen, doch beide verzogen. So blieb es beim 1:2 Rückstand der Kickers zur Halbzeit.
Zur zweite Halbzeit wechselten beide Teams je einmal, für die Kickers musste verletzungsbedingt Bashiru Gambo (Muskelfaserriss) raus, für ihn kam Enzo Marchese. Der Mannschaftskreis vor dem Anpfiff verdeutlichte die Zusammenhalt der Mannschaft, dass sie auch in Unterzahl noch lange nicht aufstecken wollte. So hatten die Kickers auch die erste Chance: Schöner Steilpass von Mustafa Parmak in den Lauf von Giuseppe Catizone, der freistehend vor dem Tor nicht den Abschluß suchte, sondern lieber auf den langen Pfosten flankte, doch sein Ball war leider für Mines Mesic zu hoch (52.).
Doch die Gäste aus Feucht waren nun klar spielbestimmend, ließen den Ball und Gegner laufen. Auf dem tiefen Boden rackerten die Kickers, doch blieben viele gute Möglichkeiten für die Gäste nicht aus: Perchtold verzog nach einem abgefälschten Schuss (60.), Schmid mit zwei guten Einschussmöglichkeiten (65. Und 70.). Doch immer wieder scheiterten die Feuchter an ihren eigenen Nerven oder am gut aufgelegten Tino Köstel, der somit sein Team im Spiel hielt.
Mit der Hereinnahme von Suad Rahmanovic (77.) läutete Trainer Robin Dutt die turbulente Schlußphase ein. In der 80. Spielminute traf Moritz Steinle, doch stand es im abseits. Mustafa Parmak setzte sich rechts gegen drei Mann durch, flankte auf Suad Rahmanovic, der schön hochstieg, aber sein Kopfball leider haarscharf am Pfosten vorbeistrich. Es ging nun hin und her, die Kickers spielten hinten Mann gegen Mann und drängten auf den Ausgleichstreffer. Feucht hatte in der Schlußphase nochmals einen schön ausgespielten Konter, doch Nägelein scheiterte erneut an Tino Köstel (85.). In der Nachspielzeit hatte nochmals Suad Rahmanovic den Ausgleichstreffer auf dem Fuß: Ein Schussversuch von Moritz Steinle landete bei ihm, er nahm schön den Ball an, umspielte noch seinen Gegenspieler doch sein Schuss aus zwölf Metern war leider zu unplatziert, Gästekeeper Martin fing den Ball sicher (90. +1).
Und noch eine gute Möglichkeit für die Kickers: Ein langer Freistoß von Enzo Marchese landete bei Niko Chatzis, der den Ball volley im Strafraum nahm doch leider über das Tor zielte.
Danach pfiff Schiedsrichter Schiffner die Partie ab. Die Feuchter hatten in der zweiten Halbzeit viele beste Möglichkeiten, die sie jedoch alle nicht nutzen konnten. Normalerweise sollte sich das ja rächen, doch schafften es die Blauen nicht, den Ausgleichstreffer in der starken Schlußphase zu erzielen.
Die Trainerstimmen:
Gästetrainer Roland Seitz: „Ich muss meiner Mannschaft wieder großen Respekt zollen. Der sportliche Abstieg ist seit dem 1.März besiegelt und die Spieler und Trainer bekommen seit Wochen kein Gehalt mehr. Deshalb ist es nahezu sensationell in welcher Art und Weise meine Mannschaft die neun Punkte in den letzen drei Spielen geholt hat. Das Team geht auf dem Zahnfleisch, heute hatte ich ganze 13 Spieler noch zur Verfügung. Dennoch denke ich der Sieg war hochverdient. Bis zum Elfmeter war die Partie ausgeglichen, danach kippte es zu unseren Gunsten. Wir ließen ein großes Mass an Torchancen aus und hatten deshalb Glück in der Schlußphase nicht doch noch den Ausgleichstreffer zu kassieren.“
Kickers-Trainer Robin Dutt: „Es war heute ein Spiel mit merkwürdigen Vorzeichen: Feucht hatte nur 13 Spieler auf dem Spielberichtsbogen, es ist und bleibt ungewiss ob Feucht bis zum Saisonende spielen wird, ob nun die Punkte abgezogen werden oder nicht. Nichtsdestotrotz sind wird in der ersten halben Stunde gut ins Spiel gekommen, bis der Elfmeter und der schnelle erneute Rückstand nach dem Ausgleichstreffer uns den Knacks gaben. Wir mussten über eine Stunde auf dem tiefen Boden in Unterzahl spielen, doch der Wille und die Moral stimmen mich sehr positiv. Wir haben die Prüfung heute zum Teil bestanden, denn zum Schluß hätten wir einen Punkt hochverdient gehabt. Jetzt sieht es leider wieder so aus wie in den vergangenen Jahren: Wir stehen weit unten in der Tabelle. Doch in diesem Jahr ist es einen andere Mannschaft, mit Herz und Kampfkraft im Team, das in jedem Training Vollgas gibt.“
--------------------------------------------------------------------------------
SV Stuttgarter Kickers:
Tino Köstel – Giuseppe Catizone (77. Suad Rahmanovic), Michael Zimmermann, Jens Härter, Oliver Stierle - Moritz Steinle, Mustafa Parmak, Mustafa Akcay, Daniel Sager (63. Niko Chatzis) – Bashiru Gambo (46. Vincenzo Marchese), Mirnes Mesic – Trainer Robin Dutt
1.SC Feucht:
Peter Martin – Ingo Walther - Andreas Saur, Markus Haushahn (46. Sebastian Müller) - Lars Heller, Matthias Schiller, Tobias Zellner, Jürgen Paul - Takka Salonen, Peter Perchtold, Jürgen Schmid - Trainer: Rainer Hörgl
Zuschauer: 2940
Schiedsrichter:
Thorsten Schiffner
Gelbe Karten:
- ; Haushahn, Paul, J. Schmid, Müller
Rote Karten:
rot: Mustafa Akcay (Absichtliches Handspiel)
Tore:
0:1 Schiller (28. Handelfmeter)
1:1 Stierle (32.)
1:2 Heller (36.)
Quelle: stuttgarter-kickers.de
- BigB
- Kickers-Fan
- Beiträge: 353
- Registriert: Dienstag 19. August 2003, 10:21
- Wohnort: Stuttgart
- Kontaktdaten:
Fußball-Regionalligist verliert gegen 1. SC Feucht 1:0 - Neuzugang Gambo fällt aus
Kickers kommen nicht aus dem Keller
KNAPPENBERGER
Stuttgart - Die Stuttgarter Kickers stecken weiter tief im Tabellenkeller der Regionalliga. Sie verloren am Ostermontag vor 2940 Zuschauern gegen Feucht mit 1:2 (1:2).
VON DIRK PREISS
Bei den Stuttgarter Kickers schauten sie sich bereits vor dem Spiel etwas ratlos an. Der 1. SC Feucht hatte gerade den Spielberichtsbogen ausgefüllt, und darauf standen gerade mal zwölf Feldspieler. Zwei Ersatzspieler, dazu ein zweiter Torwart - das ist in der Kreisliga durchaus üblich, aber nicht in der dritten Liga. Doch weil für die Feuchter bereits seit Anfang März klar ist, dass sie im kommenden Jahr keine Regionalligalizenz beantragen werden, ist die numerische Unterlegenheit mittlerweile Normalität. "Wir wissen nicht, ob wir die Saison zu Ende spielen können", sagt SC-Coach Roland Seitz, "die Spieler haben seit Monaten kein Geld mehr bekommen." Vermutlich wird in der nächsten Woche das Insolvenzverfahren eröffnet - und alle Spiele der Feuchter werden aus der Tabelle herausgerechnet.
So eine Truppe kann man schon mal locker aus dem Stadion schießen - sollte man zumindest meinen. Doch im Gazistadion wurde am Ostermontag ziemlich schnell klar, dass die Feuchter vor allem eines im Sinn haben: sich ordentlich aus der Liga zu verabschieden. Die Kickers machten es ihnen leicht - weil in der 27. Minute aus der Überzahl auf der Ersatzbank eine Unterzahl auf dem Platz wurde. Mustafa Akcay klärte auf der Torlinie mit der Hand und musste vorzeitig vom Platz. Nachdem Matthias Schiller den fälligen Elfmeter verwandelt hatte, erzielte Oliver Stierle zwar noch den Ausgleich (31.), doch dann wurde es bitter für die Kickers. Zunächst erzielte Lars Heller per Kopf die erneute Führung (37.) für Feucht, kurz vor der Pause kam es noch schlimmer: Bashiru Gambo verletzte sich. Der Neuzugang fällt mit einem Muskelriss im Oberschenkel mehrere Wochen aus.
"Immer wieder solche Rückschläge", klagte Kickers-Trainer Robin Dutt, "diese Saison ist verseucht." Für das Verletzungspech können die Kickers wahrlich nichts. Für die vergebenen Chancen schon. Trotz Unterzahl hätten die Kickers am Ende noch einen Punkt holen können. Doch zweimal Suad Rahmanovic und Niko Chatzis vergaben kurz vor dem Ende beste Möglichkeiten. "Im Abschluss haben wir ein Qualitätsproblem", ärgerte sich Dutt, "in drei Spielen hatten wir jetzt sicher schon 30 gute Torchancen." Für drei Punkte hat es aber nicht gereicht, weshalb die Kickers weiter tief im Tabellenkeller feststecken. Dort herauszukommen, wird nicht leicht. Denn Dutt ahnt: "Die Qualität der Mannschaft ändere ich so schnell nicht." Deshalb setzt er im Kampf gegen den Abstieg auf die Moral seiner Truppe. "Der Teamgeist heute hat gestimmt. Das wird uns noch helfen."
Kickers: Köstel - Catizone (77. Rahmanovic), Zimmermann, Härter, Stierle - Parmak, Steinle, Akcay, Sager (63. Chatzis) - Gambo (46. Marchese), Mesic.
Quelle: SZBZ
http://www.szbz.de/ueberregional/sport/Artikel81218.cfm
Kickers kommen nicht aus dem Keller
KNAPPENBERGER
Stuttgart - Die Stuttgarter Kickers stecken weiter tief im Tabellenkeller der Regionalliga. Sie verloren am Ostermontag vor 2940 Zuschauern gegen Feucht mit 1:2 (1:2).
VON DIRK PREISS
Bei den Stuttgarter Kickers schauten sie sich bereits vor dem Spiel etwas ratlos an. Der 1. SC Feucht hatte gerade den Spielberichtsbogen ausgefüllt, und darauf standen gerade mal zwölf Feldspieler. Zwei Ersatzspieler, dazu ein zweiter Torwart - das ist in der Kreisliga durchaus üblich, aber nicht in der dritten Liga. Doch weil für die Feuchter bereits seit Anfang März klar ist, dass sie im kommenden Jahr keine Regionalligalizenz beantragen werden, ist die numerische Unterlegenheit mittlerweile Normalität. "Wir wissen nicht, ob wir die Saison zu Ende spielen können", sagt SC-Coach Roland Seitz, "die Spieler haben seit Monaten kein Geld mehr bekommen." Vermutlich wird in der nächsten Woche das Insolvenzverfahren eröffnet - und alle Spiele der Feuchter werden aus der Tabelle herausgerechnet.
So eine Truppe kann man schon mal locker aus dem Stadion schießen - sollte man zumindest meinen. Doch im Gazistadion wurde am Ostermontag ziemlich schnell klar, dass die Feuchter vor allem eines im Sinn haben: sich ordentlich aus der Liga zu verabschieden. Die Kickers machten es ihnen leicht - weil in der 27. Minute aus der Überzahl auf der Ersatzbank eine Unterzahl auf dem Platz wurde. Mustafa Akcay klärte auf der Torlinie mit der Hand und musste vorzeitig vom Platz. Nachdem Matthias Schiller den fälligen Elfmeter verwandelt hatte, erzielte Oliver Stierle zwar noch den Ausgleich (31.), doch dann wurde es bitter für die Kickers. Zunächst erzielte Lars Heller per Kopf die erneute Führung (37.) für Feucht, kurz vor der Pause kam es noch schlimmer: Bashiru Gambo verletzte sich. Der Neuzugang fällt mit einem Muskelriss im Oberschenkel mehrere Wochen aus.
"Immer wieder solche Rückschläge", klagte Kickers-Trainer Robin Dutt, "diese Saison ist verseucht." Für das Verletzungspech können die Kickers wahrlich nichts. Für die vergebenen Chancen schon. Trotz Unterzahl hätten die Kickers am Ende noch einen Punkt holen können. Doch zweimal Suad Rahmanovic und Niko Chatzis vergaben kurz vor dem Ende beste Möglichkeiten. "Im Abschluss haben wir ein Qualitätsproblem", ärgerte sich Dutt, "in drei Spielen hatten wir jetzt sicher schon 30 gute Torchancen." Für drei Punkte hat es aber nicht gereicht, weshalb die Kickers weiter tief im Tabellenkeller feststecken. Dort herauszukommen, wird nicht leicht. Denn Dutt ahnt: "Die Qualität der Mannschaft ändere ich so schnell nicht." Deshalb setzt er im Kampf gegen den Abstieg auf die Moral seiner Truppe. "Der Teamgeist heute hat gestimmt. Das wird uns noch helfen."
Kickers: Köstel - Catizone (77. Rahmanovic), Zimmermann, Härter, Stierle - Parmak, Steinle, Akcay, Sager (63. Chatzis) - Gambo (46. Marchese), Mesic.
Quelle: SZBZ
http://www.szbz.de/ueberregional/sport/Artikel81218.cfm
- Jürgen K.
- Kickers-Fan
- Beiträge: 1840
- Registriert: Mittwoch 20. August 2003, 10:08
- Wohnort: Weil der Stadt
- Kontaktdaten:
Sie haben sich bemüht
Die Kickers und ihr alljährlicher Abstiegskampf - 1:2 gegen Feucht - Gambo und Akcay fallen aus
Stuttgart - Die Rückrunde ist bei den Regionalliga-Fußballern der Stuttgarter Kickers die Zeit der Durchhalteparolen. "Es sind wie jedes Jahr die gleichen Sprüche", gab Trainer Robin Dutt zu, nachdem er trotz der 1:2 (1:2)-Niederlage gegen den 1. SC Feucht beteuert hatte, dass es aufwärts gehen werde. Das Geschehen auf dem Platz lässt allerdings Zweifel aufkommen.
Von Sigor Paesler
Hans Kullen sah ratlos aus: "Für jeden Zuschauer war das ernüchternd." Auch den Kickers-Präsidenten schienen Dutts Worte nicht mitgerissen zu haben, der den Grund dafür ausgemacht hatte, warum in diesem Jahr nur die Sprüche an die Vergangenheit erinnern sollten: "Es ist eine andere Mannschaft. Was sie in der zweiten Hälfte vom Willen her gebracht hat, stimmt mich optimistisch." Dabei ist schon manchem Schüler die Versetzung mit der Begründung verweigert worden, dass das Bemühen allein nicht reicht. Am Ende hätte es auch 1:5 heißen können, gute Chancen zum Ausgleich hatten die "Blauen" erst in den Schlussminuten.
Dazu kommt: In Mustafa Akcay und Bashiru Gambo werden in den kommenden Wochen die beiden Spieler fehlen, von denen noch am ehesten spielerische Elemente zu erwarten sind: Akcay sah die Rote Karte wegen absichtlichen Handspiels - Matthias Schiller verwandelte den fälligen Strafstoß zum 1:0 für Feucht (27.). Gambo, bis dahin nicht nur wegen seiner klasse Vorarbeit zu Oliver Stierles Treffer (31.) bester Stuttgarter, musste ausgewechselt werden. Erste Diagnose: Muskelriss im Oberschenkel, sechs bis acht Wochen Pause.
Dutt hat mit seinem Personal derzeit kein Glück. Die Leistungsträger verletzen sich, gestern fehlte kurzfristig Kapitän Oliver Barth. Auf andere kann er sich nicht immer verlassen: Jens Härter und Moritz Steinle beispielsweise hatten in den ersten beiden Spielen nach der Winterpause überzeugt und bekamen wieder das Vertrauen - gegen Feucht spielten sie grausam.
Schicksal hängt auch von Feucht ab
Dass die Kickers ausgerechnet gegen Feucht unterlagen, nahmen ihnen viele Fans übel. Fußballer und Trainer des SC haben seit Monaten kein Geld mehr bekommen und stehen am Saisonende ohne Verein da. Die Auftritte stehen unter dem Motto: Bewerbungsspiele. "Es ist sensationell, was die Spieler leisten", sagte Coach Roland Seitz. Die Bilanz seit der Anmeldung der Insolvenz: Drei Spiele, neun Punkte. Die der Kickers: Drei Spiele, ein Punkt.
Das Schicksal der Stuttgarter hängt nun mit von dem der Feuchter ab: Wird der Insolvenzantrag vor dem Saisonende eröffnet, werden der Hinspielsieg und das gestrige Spiel aus der Wertung genommen. Fest steht bereits: Offiziell ist Platz 15, den die "Blauen" derzeit belegen, ein Abstiegsrang. Aufgrund des Rückzuges der Feuchter am Saisonende bleibt der 15. aber noch drin.
Die Kickers-Verantwortlichen haben sich die Feuchter Akteure jedenfalls genau angeschaut. Wie sagte Präsident Kullen: "Wir müssen in der kommenden Runde eine Mannschaft haben, mit der solche Spiele nicht mehr passieren." Damit es mal neue Sprüche gibt.
Esslinger Zeitung
Die Kickers und ihr alljährlicher Abstiegskampf - 1:2 gegen Feucht - Gambo und Akcay fallen aus
Stuttgart - Die Rückrunde ist bei den Regionalliga-Fußballern der Stuttgarter Kickers die Zeit der Durchhalteparolen. "Es sind wie jedes Jahr die gleichen Sprüche", gab Trainer Robin Dutt zu, nachdem er trotz der 1:2 (1:2)-Niederlage gegen den 1. SC Feucht beteuert hatte, dass es aufwärts gehen werde. Das Geschehen auf dem Platz lässt allerdings Zweifel aufkommen.
Von Sigor Paesler
Hans Kullen sah ratlos aus: "Für jeden Zuschauer war das ernüchternd." Auch den Kickers-Präsidenten schienen Dutts Worte nicht mitgerissen zu haben, der den Grund dafür ausgemacht hatte, warum in diesem Jahr nur die Sprüche an die Vergangenheit erinnern sollten: "Es ist eine andere Mannschaft. Was sie in der zweiten Hälfte vom Willen her gebracht hat, stimmt mich optimistisch." Dabei ist schon manchem Schüler die Versetzung mit der Begründung verweigert worden, dass das Bemühen allein nicht reicht. Am Ende hätte es auch 1:5 heißen können, gute Chancen zum Ausgleich hatten die "Blauen" erst in den Schlussminuten.
Dazu kommt: In Mustafa Akcay und Bashiru Gambo werden in den kommenden Wochen die beiden Spieler fehlen, von denen noch am ehesten spielerische Elemente zu erwarten sind: Akcay sah die Rote Karte wegen absichtlichen Handspiels - Matthias Schiller verwandelte den fälligen Strafstoß zum 1:0 für Feucht (27.). Gambo, bis dahin nicht nur wegen seiner klasse Vorarbeit zu Oliver Stierles Treffer (31.) bester Stuttgarter, musste ausgewechselt werden. Erste Diagnose: Muskelriss im Oberschenkel, sechs bis acht Wochen Pause.
Dutt hat mit seinem Personal derzeit kein Glück. Die Leistungsträger verletzen sich, gestern fehlte kurzfristig Kapitän Oliver Barth. Auf andere kann er sich nicht immer verlassen: Jens Härter und Moritz Steinle beispielsweise hatten in den ersten beiden Spielen nach der Winterpause überzeugt und bekamen wieder das Vertrauen - gegen Feucht spielten sie grausam.
Schicksal hängt auch von Feucht ab
Dass die Kickers ausgerechnet gegen Feucht unterlagen, nahmen ihnen viele Fans übel. Fußballer und Trainer des SC haben seit Monaten kein Geld mehr bekommen und stehen am Saisonende ohne Verein da. Die Auftritte stehen unter dem Motto: Bewerbungsspiele. "Es ist sensationell, was die Spieler leisten", sagte Coach Roland Seitz. Die Bilanz seit der Anmeldung der Insolvenz: Drei Spiele, neun Punkte. Die der Kickers: Drei Spiele, ein Punkt.
Das Schicksal der Stuttgarter hängt nun mit von dem der Feuchter ab: Wird der Insolvenzantrag vor dem Saisonende eröffnet, werden der Hinspielsieg und das gestrige Spiel aus der Wertung genommen. Fest steht bereits: Offiziell ist Platz 15, den die "Blauen" derzeit belegen, ein Abstiegsrang. Aufgrund des Rückzuges der Feuchter am Saisonende bleibt der 15. aber noch drin.
Die Kickers-Verantwortlichen haben sich die Feuchter Akteure jedenfalls genau angeschaut. Wie sagte Präsident Kullen: "Wir müssen in der kommenden Runde eine Mannschaft haben, mit der solche Spiele nicht mehr passieren." Damit es mal neue Sprüche gibt.
Esslinger Zeitung