[Spielberichte] Pfullendorf - Kickers

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Basti
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[Spielberichte] Pfullendorf - Kickers

Beitrag von Basti »

Von Kickers aufs Kreuz gelegt
Unsortierter SC Pfullendorf bleibt in der Fußball-Regionalliga ein heißer Abstiegsaspirant
Der SC Pfullendorf wurde erneut knallhart und höchst unsanft aufs Kreuz gelegt. Nach der 1:4-Heimpleite gegen die Stuttgarter Kickers steht dem von Ex-Profi Marco Kurz betreuten Abstiegsaspiranten das Wasser nun bis zur Kinnspitze.
Pfullendorf
VON JüRGEN WITT

Fußball Regionalliga SC Pfullendorf - Stuttgarter Kickers 1:4 (1:3)
Bis auf den Gelb gesperrten Marcel Rapp, den Christian Deufel in der Vierer-Abwehrkette ersetzte, vertraute Interimscoach Marco Kurz exakt jener Pfullendorfer Elf, die am Mittwoch gegen Villingen aus dem südbadischen Pokal geflogen war. Seine Schützlinge dankten es ihm, indem sie sich zunächst in wesentlich verbesserter Verfassung vorstellten und alle Kraft voraus, gleich Druck und Tempo entwickelten. Was freilich nicht belohnt wurde. So bot sich Sascha Maier bereits nach vier Minuten eine Riesenmöglichkeit, die aber Tino Köstel im Kickers-Tor im Nachfassen bereinigen konnte.

Doch dann sollte sich vor nur 680 registrierten Besuchern die These bestätigen: die seit acht Spielen unbesiegten Kickers in ihrem Lauf, hält ein tief im Abstiegsmorast feststeckender SCP nicht auf. Hart bestraft wurden die kapitalen individuellen Abspielfehler, die allen voran, dem "Oldie" Helgi Kolvidsson im Mittelfeld unterliefen und den Gegner nach zwölf Minuten erstmals auf den Plan und den SCP auf die Verliererstraße brachten. Als Fußball-Turbo mit einem Höchstmaß an Effizienz erwies sich dabei das Angriffsduo der Stuttgarter Kickers mit Mirnes Mesic und dem nie zu stellenden Ägypter Mohamed Abou Shoura. Gleich bei ihrem ersten konzentriert vorgetragenen gemeinsamen Vorstoß setzten sie dem zu den besten zählenden, aber machtlosen Ralf Hermanutz ein freches Ei ins Netz, ließen die SCP-Abwehr fortan wie dünnes Schilf im Sturmwinde wanken. Abou Shoura machte aus abseitsverdächtiger Position das 2:0, dann stand plötzlich Mesic frei vor dem Gehäuse und besorgte den dritten Treffer. Binnen einer Viertelstunde lagen die zum Spielball degradierten und wie gelähmt wirkenden Pfullendorfer heillos im Hintertreffen, so dass der Kommentar einer Zuschauerin "Dieser Fisch ist geputzt!" voll ins Schwarze traf.

Immerhin rappelten sich die Rotweißen gegen die Blauen nochmals hoch. Pech für den von Maier bedienten Alexander Blessin, dass sein mutiger Schuss vom Innenpfosten wieder ins Feld sprang (37.). Kurz darauf schaffte Sascha Maier, der agilste SCP-Angreifer, auf Patrick Haggs Vorlage mit blitzschneller Drehung und mit Rechts ins lange Eck seinem 14. Saisontreffer - 1:3. Und der nun häufiger das Kickers-Tor besuchende Sportclub hätte noch mehr erreichen können, hätte der von einem Querpass Patrick Haggs mustergültig profitierende Gino Hockenjos größere Nervenkraft besessen und den Kickers-Goalie in bester Schussposition überwunden. Dass dieses 2:3 nicht glückte, lag aber auch am Unparteiischen, der viele Gemüter erregte, weil er den von Maier mit viel Schmackes in die Maschen gefeuerten Treffer aus der Nahdistanz nicht anerkannte, sondern einen unredlichen Körpereinsatz gegen Kickers-Kapitän Oliver Barth gesehen haben wollte - zu Unrecht, wie die Fernsehbilder belegten.

Als dann auch noch der Pfullendorfer Kapitän Marco Konrad in der 65. Minute dem davon düsenden Mirnes Mesic auf den Fersen, gegen ihn als letzter Mann zum allerletzten Mittel der Notbremse griff, mussten die Linzgauer fortan mit zehn Mann auskommen - das jähe Ende aller aufkeimenden Pfullendorfer Hoffnungen. Die abgeklärten Kickers nutzen sehr geschickt die Überzahl durch weitere erfolgverheißende Konterschläge, bei denen Abou Shoura mit seinem dritten Treffer alles klar machte.

:arrow: http://www.suedkurier.de/sport/regional ... eca1f219a4

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Durchhalteparolen machen die Runde
P FULLENDORF - Verdammt harte Z eiten für SCP-Fans: Die Stuttgarter Kickers führten den SC Pfullendorf am Samstag in der Alno-Arena phasenweise vor und trafen zu Beginn nach Belieben. Ohne den gesperrten Spielertrainer Marco Kurz wurde deutlich, dass insbesondere der Pfullendorfer Defensivbereich in dieser Zusammensetzung derzeit kaum Regionalliga tauglich ist.

D er Held des Tages hieß Mohamed Aboushoura und spielt normalerweise in der zweiten Mannschaft der Kickers in der Oberliga. Ein ganz besonders feines Näschen musste Kickers-Coach Robin Dutt dafür attestiert werden, dass er den jungen Mann, bislang noch ohne Regionalliga-Einsatz, in Pfullendorf brachte. Und zwar nicht für irgendwen, sondern für Sead Rahmanovic, den mit 13 Saisontoren bislang treffsichersten Torschützen der seit nunmehr acht Spielen ungeschlagenen Kickers. Aboushoura kam also, nahm dreimal Maß und traf. Bei allen drei Toren erfreute er sich der Unterstützung seiner Gegenspieler und einmal auch der des Schiedsrichters: Beim 1:0 nach zwölf Minuten leistete SCP-Außenverteidiger Ralf Zimmermann Schützenhilfe, als er, wie schon beim 0:1 vor 14 Tagen gegen Offenbach, seinen Gegenspieler im Rücken entwischen ließ. Mesic konnte den Ball so ungestört und präzise quer vor den Fuß des Kickers-Shootingstars passen, der die Kugel geschickt über Hermanutz spitzelte. Das 0:2 sah ganz ähnlich aus: Akcay schickte wieder Mesic, der legte wieder für Aboushoura auf und der traf erneut (21.). Allerdings aus stark abseitsverdächtiger Position, doch die Fahne von Schiri-Assi Achmüller blieb unten. Mit seinem dritten Treffer zum 1:4-Endstand (diesmal schaute Hockenjos Akcay bei dessen feiner Vorlage nur zu) in der 78. Minute nahm er dann all jenen die Hoffnung, die noch an ein gutes Ende für die Gastgeber glauben mochten. Denn die hatten nach ordentlichem Beginn zwar die erste Chance durch Maier (4.), wurden dann aber eine halbe Stunde lang sauber vorgeführt. Mesic, bester Mann auf dem Platz, hatte in der 28. Minute zu Aboushouras beiden Führungstreffern noch per Flachschuss aus zehn Metern das 0:3 hinzugefügt. Erst als die Blauen danach selbstgefällig einen Gang zurückschalteten, kam Pfullendorf wieder ins Spiel. Blessin traf aus 18 Metern nur den Pfosten (36.), und als Maier kurz vor der Pause ein schönes Zuspiel von Hagg zum 1:3 (schon sein 14. Saisontreffer !) verwertete, war der SCP zurück.

Maier "beklaut" Maier

Die Viertelstunde nach Wiederanpfiff war dann die beste, die der SCP seit langer Zeit auf den Arena-Rasen legte: Zwei noch harmlosen Blessin-Abschlüssen per Kopf und per Linksschuss (48./50.), folgte die Riesenchance für Gino Hockenjos, der aus kurzer Distanz und völlig frei stehend Kickers-Keeper Köstel anschoss (52.). Es kam sogar noch dicker: Kickers-Abwehr-Lulatsch Bartsch verschätzte sich bei einer Hagg-Flanke und kam zu Fall. Sascha Maier nahm den Ball mit der Brust an und jagte ihn unter die Latte. Doch Schiri Josef Maier, ganz offensichtlich weder verwandt noch verschwägert mit dem SCP-Torjäger, entschied auf Stürmerfoul. Der Torjäger schwor nach dem Schlusspfiff Stein und Bein: "Den Bartsch hab' ich nicht berührt!".

Als Konrad nach einer Notbremse an Mesic dann vom Platz flog, machte der SCP zwar auch mit zehn Mann weiter Dampf, doch die Schwaben nutzten die nun zwangsläufig entstehenden Räume clever aus. Mesic (69./71.) und Aboushoura (73.) scheiterten mit Konterchancen an sich selbst oder an Hermanutz, ehe Aboushoura dann zwölf Minuten vor Schluss doch "den Deckel drauf" machte. Der dreifache Torschütze blieb nach dem Schlusspfiff ganz bescheiden: "Ich bin eben von meinen Mitspielern gut eingesetzt worden."

SCP-Defizite fast ü berall

Das konnte auf der Gegenseite Sasc ha Maier nur einmal sagen, als Hagg ihm das 1:3 auflegte. Sonst war der erneut beste Pfullendorfer mal wieder weitgehend auf sich allein gestellt. Sturmpartner Blessin mühte sich zwar, traf aber wieder nicht ins Tor. Symptomatisch Blessins beste Szene in der 86. Minute, als er sich mit einem herrlichen Dribbling erst in Idealposition brachte, dann aber Köstel anschoss.

Im Mittelfeld hatte Hagg einige lichte Momente, Kolvidsson konnte dagegen kaum Akzente setzen und wurde folgerichtig zur Pause durch Schumacher ersetzt, der etwas mehr brachte. Fast ganz aus dem Spiel war dagegen die Flügelzange mit Hockenjos und Gmünder. Beide blieben weit unter ihren zweifellos vorhandenen Möglichkeiten. Ohne Impulse über die Außen ist aber nicht nur in der Regionalliga kaum ein Spiel zu gewinnen.

Der Abwehr fehlte ohne die gesperrten Marcel Rapp und Marco Kurz jegliche Sicherheit. Mesic, Gambo und Aboushoura schien die Vorfreude jedesmal ins Gesicht geschrieben, wenn sie sich, den Ball eng am Fuß, auf die überforderten SCP-Defensiven stürzten. Zimmermann links draußen ist derzeit nur noch ein Schatten seiner selbst, Konrads Notbremse spricht für sich. Der junge Kiefer und der alte Haudegen Deufel gingen da beide mit unter. Hermanutz hielt, was zu halten war.

Trotz großem Engagements wurde so unterm Strich fast ein Klassenunterschied deutlich. Da bleibt nun nicht mehr viel Hoffnung im Kampf um den Ligaerhalt. Durchhalteparolen machen dafür jetzt umso häufiger die Runde: "Wir werden den Teufel tun, uns aufzugeben", kündigte Marco Kurz kämpferisch an. "Wir brauchen keine Hilfe von oben. Wir schaffen das aus eigene r Kraft", bestärkte ihn Manager Hans-Hermann Krane mit Blick auf den Abstiegskampf in der zweiten Bundesliga. Nach der derzeitigen Konstellation dort (kein Absteiger in die Regionalliga Süd) bliebe der SCP sogar als Vorletzter drin. Aber das Thema "grüner Tisch" ist für Kurz tabu: "Das muss raus aus der Kabine und raus aus den Köpfen."

Fünf Spiele stehen jetzt noch aus. Das nächste steigt a m Freita gabend bei Tabellenschlusslicht FC Nöttingen.
:arrow: http://www.szon.de/lokales/pfullendorf/ ... 90309.html
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Blau&Weiß
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Beitrag von Blau&Weiß »

Große Show des kleinen Ägypters

Mohamed Abou Shoura überzeugt beim 4:1-Sieg der Stuttgarter Kickers in Pfullendorf

PFULLENDORF. Mohamed Abou Shoura hat die Stuttgarter Kickers mit drei Toren beim SC Pfullendorf fast im Alleingang zum 4:1-Sieg geschossen. "Seine Chancen auf einen neuen Vertrag haben sich dadurch nicht verschlechtert", sagt der Manager Joachim Cast.


Von Joachim Klumpp

Das Regionalligaspiel beim SC Pfullendorf muss für Robin Dutt ein Hochgenuss gewesen sein. Zunächst war der 4:1-Sieg natürlich ganz nach dem Geschmack des Kickers-Trainers - danach ließ er sich dann die Linsen mit Spätzle munden, die im Vip-Zelt serviert wurden. Maßgeblichen Anteil an diesem Festtagsmenü hatte Mohamed Abou Shoura, der Stürmer aus der zweiten Mannschaft, der gleich drei Treffer beisteuerte und damit, zumindest am Samstag, nahtlos in die Fußstapfen des etatmäßigen Torjägers Suad Rahmanovic schlüpfte, der auf der Bank saß.
Was in gewisser Weise schon als Testlauf für die nächste Saison zu sehen war, in der Rahmanovic nicht mehr bei den Kickers spielen wird - und für die Abou Shoura bisher noch keinen Vertrag besitzt. "Seine Chancen haben sich bestimmt nicht verschlechtert", sagt der Kickers-Manager Joachim Cast über den kleinen Ägypter, der schnell und quirlig ist und "einen Torriecher besitzt" (Dutt).
Den hat der 22-Jährige ab und zu schonmal in der zweiten Mannschaft bewiesen, doch allein für die Oberliga ist der Fußballprofi auf Dauer zu teuer. Der Spieler selbst, der durch die Heirat mit seiner italienischen Frau Claudia zu einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung kam, scheint sich seiner Situation durchaus bewusst. "Ich möchte gerne bei den Kickers bleiben, wir haben hier eine gute Gruppe", sagt Abou Shoura nach seinem Einsatz über 90 Minuten. Ein Vertrauensbeweis des Trainers, "und dieses Vertrauen habe ich zurückbezahlt", sagt Abou Shoura, den Dutt vor knapp zwei Jahren nach einem gelungenen Auftritt im WFV-Pokalfinale gegen die Kickers vom Verbandsligisten VfL Kirchheim zur zweiten Mannschaft geholt hat - und damit wieder mal ein gutes Näschen für Talente bewies. Doch der Trainer bremst die Euphorie: "Diese Leistung muss er jetzt erst noch bestätigen."
Zumal der Gegner am Samstag vor allem in der Deckung reichlich unorganisiert wirkte und mit einem 0:3 nach einer halben Stunde eine Vorentscheidung längst gefallen war, erst recht, nachdem ein Treffer von Sascha Maier kurz nach der Pause zum vermeintlichen 2:3 aus unerfindlichen Gründen vom Schiedsrichter annulliert wurde und sich die Gastgeber durch den Platzverweis Konrads nach einer Notbremse gegen Mesic auch noch selbst dezimierten.
Mesic erwies sich nicht nur in dieser Szene als Unruheherd, sondern bereitete die beiden ersten Treffer mustergültig vor, markierte den dritten selbst und unterstrich damit seine Bedeutung für das Kickers-Spiel, die der Manager Cast so formuliert: "An seiner Seite hat es fast jeder Spieler leicht."
Umso bedauerlicher wäre es, wenn nach Rahmanovic (nach Wehen) auch noch Mesic (nach Trier?) dem Verein nach Saisonende den Rücken kehren würde. "Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen", sagt Joachim Cast zwar, doch am Samstag konnte er unter den nur 680 Zuschauern schon mal mögliche Alternativen in Augenschein nehmen.
Sollte Pfullendorf den Gang in die Oberliga antreten müssen, könnten ausgerechnet die Kickers daraus Kapital schlagen - in Form von Verstärkungen, zum Beispiel durch Alexander Blessin oder dessen Sturmpartner Sascha Maier. "Der hat mir von den beiden besser gefallen", gab Joachim Cast noch zu, ehe auch er ein Auge auf die Linsen mit Spätzle im Vip-Zelt der Pfullendorfer warf - und es nicht beim Gucken beließ.

Kickers: Köstel - Steinle, Malchow, Barth, Härter - Parmak (64. Schreiber, Sager (64. Gumper), Akcay, Gambo (81. Catizone) - Mesic, Abou Shoura.
Schiedsrichter: Maier (München).
Tore: 0:1 Abou Shoura (12.), 0:2 Abou Shoura (23.), 0:3 Mesic (28.), 1:3 Maier (40.), 1:4 Abou Shoura (77.).
Rote Karte: Konrad (65./Notbremse).

Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 09. Mai 2005
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