FUSSBALL-REGIONALLIGA / Kickers-Präsident bestreitet Steuerschulden
Kullen tritt gegen Klingler nach
Der FC Nöttingen ist der erste Absteiger aus der Fußball-Regionalliga. Der Klub kehrt ohne finanziellen Scherbenhaufen in die Oberliga Baden-Württemberg zurück. Heiko Butscher von den Amateuren des VfB Stuttgart steht vor einem Wechsel zum VfL Bochum.
Nach der 0:1-Niederlage des FC Nöttingen bei den Fußball-Amateuren des VfB Stuttgart sind die Regionalliga-Lichter beim Aufsteiger endgültig erloschen. Er kehrt wieder in die Oberliga Baden-Württemberg zurück. Manager Dirk Steidl: "Die Enttäuschung ist nicht allzu groß. Wir haben uns in den letzten Wochen darauf einstellen können. Du kannst eben nicht in dieser Klasse ohne gewachsene Vollprofistrukturen spielen." Finanziell haben sich die Nöttinger kein Grab geschaufelt. "Wir kommen mit einer schwarzen Null aus der Regionalliga", betont Steidl. Immerhin 14 Akteure haben noch für die Oberliga gültige Verträge. Nur bei Michael Bochtler, der aber mehr enttäuscht als überzeugt hat, hätte der Vertrag nur in der Regionalliga Bestand. Die Zeichen stehen wohl auf Trennung. Torschütze der VfB-Amateure war wieder einmal Heiko Butscher. Der Leistungsträger unterzieht sich heute einer medizinischen Untersuchung bei seinem neuen Verein. Der Wechsel zum designierten Bundesligaabsteiger VfL Bochum steht unmittelbar bevor. "Er hat das Zeug, sich in Bochum durchzusetzen", meint sein Co-Trainer Rainer Widmayer, bereits fünf Jahre in dieser Funktion. Er selbst ist sich über eine Verlängerung seines Vertrages bei den "kleinen Roten" um weitere zwei Jahre als Assistent von Rainer Adrion mit dem Klub einig.
Die Stuttgarter Kickers setzten ihre Erfolgsserie von acht Partien ohne Niederlage mit dem 4:1-Sieg beim SC Pfullendorf fort. Derweil hat Abwehrspieler
Oliver Barth für einen Wermutstropfen gesorgt.
"Ich werde den Verein verlassen", tat er kund. Die Zweitligisten Eintracht Trier und Greuther Fürth buhlen um Barth. Die "Blauen" selbst haben
Torwart Kevin Knödler vom Ligakontrahenten TSG Hoffenheim ins Auge gefasst.
"Wir haben mit ihm gesprochen", bekennt Präsident Hans Kullen. Knödler liegt auch ein Angebot vom Oberligisten SV Sandhausen vor. Richtig in Rage geriet Kullen, weil Präsidiumsmitglied Bernd Klingler behauptete, der Klub habe
140 000 Euro Steuerschulden. "Die Zahl ist falsch. Das ist die Profilierungssucht von einer einzelnen Person. Ich bin nicht bereit, darüber in der Öffentlichkeit zu diskutieren", sagt Kullen.
Der VfR Aalen ist nach einem Zähler aus den letzten drei Spielen auf dem Boden der Tatsachen angelangt. Trainer Slobodan Pajic: "Wir sind jetzt wieder unter Zugzwang." Für den morgendlichen Dienstag hat er eine "Videostrafvorführung" der peinlichen 0:2-Pleite gegen den 1. SC Feucht angesetzt. Die TSG Hoffenheim kann auf die Rückkehr von Christoph Teinert hoffen. Trotz laufenden Vertrages beim Bundesligisten Mainz 05, wo er aber kaum Einsatzzeiten bekam, tendiert er nach Hoffenheim. TSG-Geschäftsführer Dag Heydecker: "Der Mainzer Trainer Jürgen Klopp muss zustimmen. Teinert hat zwar Zweitliga-Angebote vorliegen, würde aber zu uns kommen."
DETLEF GRONINGER
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