Horschdi hat geschrieben:Hey, schaut mal auf die angegebene Zuschauerzahl im Spielbericht auf der offiziellen Kickers-Homepage! :wink:
Der Stadionausbau ging aber schnell!

Ich muss hier wohl mal aufklären. Da stand für kurze Zeit, als erst nur 'ne Statistik zum Spiel auf der Kickers-Homepage zu finden war (also noch net der ausführliche Spielbericht), dass
21415 Zuschauer den Kick gesehen haben! :wink:
Hier der Spielbericht:
0:1 im Derby gegen Aalen - Kickers-Serie reisst nach schlechtem Spiel
Es war kein gutes Regionalligaspiel, und zudem ein ganz schlechtes von den Kickers. Nach den tollen Leistungen und Spielen den letzten Wochen ist die Serie von acht ungeschlagenen Partien in Folge am Nachmittag vor 2415 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau gerissen. Mit 0:1 verloren die Blauen gegen den VfR Aalen durch den späten Siegtreffer von Ünal Demirkiran.
Zur Aufstellung:
Kickers-Trainer Robin Dutt ließ im Derby folgende Elf auflaufen: Im Tor Stammkeeper Tino Köstel, in der Viererabwehrkette von rechts Moritz Steinle, Alexander Malchow, Jens Härter und der wiedergenesene Oliver Stierle. Im defensiven Mittelfeld spielte Oliver Barth mit Heiko Gumper, auf den Flügeln Marcel Schreiber rechts und Bashiru Gambo links. Vorne wieder das Sturmduo mit Mirnes Mesic und Suad Rahmanovic. Robin Dutt musste auf die kranken Mustafa Parmak und Mustafa Akcay verzichten, Mohamed Abou Shoura spielte in der zweiten Mannschaft in Heidenheim.
Die Mannschaft von Trainer Slobodan Pajic spielte mit derselben Taktik wie die Kickers: Hinten mit einer Viererkette, einem Vierermittelfeld und zwei Spitzen.
Zum Spielverlauf:
In der Anfangsviertelstunde versuchten beide Mannschaften doch vergeblich ins Spiel zu kommen. Viele ungenaue Pässe und Ballverluste waren an der Tagesordnung, Torraumszenen gab es eigentlich keine. So herrschte bis zur 16. Minute lange Leerlauf bei beiden Mannschaften, bis der erste ernst zunehmende Schuss von Alexander Malchow aus 25 Meter knapp über das Tor der Aalener strich, Bashiru Gambo hatte schon vorgelegt.
Die erste nennenswerte Möglichkeit für die Gäste in der 21. Spielminute: Nach ein schnellen Konter über Okic, der den Ball durch das Mittelfeld trieb, konnte Alexander Malchow gerade noch die Hereingabe vor dem einschussbereiten Coulibaly im Fünfmeterraum entschärfen (21.). Nur drei Minuten später dann eine weitere gute Chance für den VfR: Hillebrand setzte sich auf der rechten Seite durch, passte gut in den Rücken der Kickers-Abwehr, wo Sailer völlig frei stand, doch der verzog aus 16 Metern links am Tor vorbei (24.)
Von den Kickers war in der ersten Hälfte kaum was zu sehen, nach vorne ging fast gar nichts. Nach einem Ballverlust im Kickers-Mittelfeld kurz vor dem Halbzeitpfiff dann nochmals die Chance zur Führung für die Aalener. Hillenbrand schlug den Ball schnell in die Spitze, wo die aufgerückte Kickers-Abwehr viel zu unsortiert stand. Doch erneut Coulibaly schaffte es tatsächlich den Ball aus fünf Metern halbrechter Position frei vor Kickers-Keeper Tino Köstel ans Außennetz zu schießen anstatt ins Tor zu versenken. Nach diesen drei vergebenen Chancen für Aalen wechselten die Kickers mit dem doch glücklichen 0:0-Unentschieden die Seiten.
Zur 2. Halbzeit reagierte Robin Dutt auf das schlechte Spiel seiner Mannschaft und stellte um: Für Marcel Schreiber kam Giuseppe Catizone in die Mannschaft, Oliver Barth ging zurück in der Abwehrkette, Jens Härter nach links, Oliver Stierle dafür ins linke Mittelfeld, Bashi Gambo fortan als zentraler Spielmacher. Noch das Kickers-Spiel wurde leider nicht viel besser, die Blauen schafften es heute nicht überhaupt gefährlich vor das Tor von Aalens-Keeper Linse zu kommen. Als Oliver Barth in der 55. Minute als letzter Mann den Ball verlor, zog Sailer allein Richtung Kickers-Tor, doch der Kickers-Mannschaftskapitän konnte seinen Fehler wieder wettmachen und in letzter Sekunde mit dem Fuß zur Ecke klären.
Ansonsten stand die Kickers-Abwehr in der zweiten Hälfte wesentlich besser und ließ den Aalenern auch keine Chance mehr zu. Doch nach vorne ging heute leider gar nicht viel. Keine Kombinationen oder auch die ansonsten gefährlichen, langen Bälle auf die Kickers-Stürmer brachten heute fast überhaupt keine Gefahr. Einzig in der 65. Minute, als Suad Rahmanovic einen solchen Ball in den Lauf bekam, doch Aalens-Keeper Linse spielte mit und konnte auf Höhe der Strafraumgrenze mit der Hand den Ball wegspitzeln.
Eine Viertelstunde vor Schluß köpfte Oliver Barth nach einem Freistoß von Härter knapp am rechten Torpfosten vorbei. Nach einem Hackenzuspiel von Heiko Gumper zog Giuseppe Catizone direkt mit seinem linken Fuß aus gut 20 Meter halbrechter Position ab, doch schnellte der Ball knapp am langen Pfosten vorbei (85.). Als sich alle Zuschauer schon mit dem torlosen Unentschieden zufrieden gaben, hatten es die letzten zwei Minuten des Spiel dann noch einmal richtig in sich. Nach einem unnötigen Foul an der Strafraumgrenze lag der Ball für Aalens Hillenbrand bereit, doch sein Schussversuch vor Tino Köstels Tor blieb zunächst in der Mauer hängen. Doch Hillebrand nahm den Ball nochmals volley und seine Schuss senkte sich ans rechts Lattenkreuz. Die Kugel prallte zurück an den Fünfmeterraum, wo der eingewechselte Demirkiran völlig freistehnd den Ball mit der Brust annehmen konnte und ins linke Torecke zimmerte. Keine Chance für Tino Köstel und somit die 1:0-Führung für den VfR.
Doch die Kickers gaben gleich mit einen Pfostenschuss die Antwort. Die Aalener Abwehr bekam den Ball nicht geklärt, bis Mirnes Mesic das Leder aus 18 Metern an den rechten Pfosten zimmerte. In der Nachspielzeit nochmals eine gute Möglichkeit für die Blauen: Nach einer Flanke von Jens Härter kam Daniel Sager im Fünfmeterraum zum Kopfball, doch Aalens-Keeper Linse konnte den Versuch gerade noch mit der Hand abwehren. Das war es dann aber auch, denn Schiedsrichter Sahler pfiff die Partie ab.
Die Trainerstimmen:
Aalens-Trainer Slobodan Pajic: „Ich möchte meiner Mannschaft zu der tollen Leistung gratulieren. Mein Team hat heute gezeigt, dass es stark genug ist und die Niederlage gegen Feucht weggesteckt hat. Wir haben spielerisch, läuferisch und kämpferisch überzeugt und verdient gewonnen. Mit diesem Sieg müssen wir nicht mehr auf die Konkurrenz schauen. Wir haben jetzt eine hervorragende Ausgangsposition für die letzten Spiele. Es war heute ein wichtiger Schritt in Richtung rettendes Ufer."
Robin Dutt: Ich weiß zwar nicht was mein Trainerkollege für ein Spiel gesehen hat, aber ich fand das Spiel katastrophal, insbesondere das unsere. Es war eines der schlechtesten Spiele meiner Mannschaft in dieser Saison. Ich habe auch keine Erklärung und wüsste nicht wo ich anfangen oder aufhören soll.“
Zeugwart Kresimir Ban, den alle nur „Krescho“ rufen, war beim heutigen Heimspiel gegen den VfR Aalen zum letzten Mal für seine Kickers tätig und wurde von Kickers-Präsident Hans Kullen und Präsidiumsmitglied Michael Hofstetter vor der Partie verbaschiedet. Der gebürtige Kroate wird die Blauen nach mehr als 18 Jahren verlassen und zu Eintracht Trier wechseln. In seinen fast zwei Jahrzehnten als Kickers-Zeugwart hat er wohl so alle Höhen und Tiefen in der Geschichte der Stuttgarter Kickers miterlebt: Aufstieg in die 1.Bundesliga, der sofortige Wiederabstieg, den Absturz in die Regionalliga, der Wiederaufstieg in die 2.Bundesliga, das Pokalhalbfinale in Bremen und der erneute Abstieg in die Regionalliga. Krescho Ban, der Ehemann von Anna und Vater zweier Kinder, hat in seiner Zeit bei den Kickers so einige Trainer und Spieler kommen und gehen sehn: Von Fredi Bobic bis Wolfgang Wolf, von Jonny Akpoborie bis Tomislav Maric. Dabei „überlebte“ er sage und schreibe 16 verschiedene Kickers-Trainer. Und genau einer von Ihnen, nämlich Paul Linz, holt Krescho und seine Familie jetzt nach Trier. Wünschen wir unserem Krescho und seiner Familie für die Zukunft alles Gute, Gesundheit und viel Erfolg.
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