Yurdumspor Köln zieht ins Südstadion
Dereli finanziert die Miete
Aus einer völlig missratenen Saison – nur der freiwillige Rückzug von Borussia Freialdenhoven bewahrte die Kölner vor dem sicheren Abstieg – will der PSI Yurdumspor die Lehren ziehen. Die Umstrukturierung des Klubs erhält nun auch Namen.
Mit Ahmed Dereli an der Spitze eines Förderkreises soll Yurdumspor in ruhiges Fahrwasser geraten. Der Geschäftsmann, früher selbst bei der PSI aktiv, wird auf der noch nicht terminierten Jahreshauptversammlung zum Präsidenten gewählt. "Wir wollen den Verein langfristig auf sichere Beine stellen", plant Dereli, der die Miete für das Kölner Südstadion aus eigenen Mitteln finanziert.
Die neue Spielstätte symbolisiert die Aufbruchstimmung: mehr Zuschauer, mehr Sponsoren und nicht zuletzt attraktiven wie erfolgreichen Fußball. Zunächst wird nur die Haupttribüne für 1800 Zuschauer geöffnet. "Mit diesem Umfeld lautet das Ziel eindeutig Regionalliga", verfällt der designierte Präsident schon vor dem offiziellen Amtsantritt in Träumereien. Denn die PSI steht weiterhin ohne Team da, Neuverpflichtungen sind bislang Fehlanzeige. Ändern sollen dies zwei bekannte Größen aus der Türkei, die beide schon bei Yurdumspor arbeiteten. Yilmaz Vural (sportlicher Leiter) und Nurettin Yilmaz ( Trainer) verfügen über hervorragende Kontakte. Yilmaz, gerade beim türkischen Zweitligisten Adana Demirspor entlassen, beerbt seinen Landsmann Yüksel Yesilova. Der Ex-Trainer erfuhr von seiner Demission telefonisch von der Presse. "Es war eine schreckliche Zeit für mich, trotzdem wünsche ich dem Verein alles Gute", beschreibt der Fußball-Lehrer sein halbjähriges Engagement in der Domstadt. Auch mit dem bisherigen Sportdirektor Kurt Maus, der die Geschicke des Vereins sieben Jahre lang erfolgreich führte, wurde noch nicht gesprochen.
Florian Konrad, kicker.de