LKZ: Für die Note gibt es keinen Aufstieg geschenkt

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GelsenKickers
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LKZ: Für die Note gibt es keinen Aufstieg geschenkt

Beitrag von GelsenKickers »

Für die Note gibt es keinen Aufstieg geschenkt

LEONBERG - Als Bester hat er den Fußballlehrer-Lehrgang in Köln abgeschlossen. Natürlich kann Robin Dutt, der seine Laufbahn als Coach bei der TSG Leonberg begonnen hat und inzwischen bei den Stuttgarter Kickers gelandet ist, darauf stolz sein. Wichtiger wäre ihm jedoch etwas anderes. "Ich wäre dort lieber Letzter und dafür mit meiner Mannschaft Erster.''

Von Andreas Klingbeil

Schon an dieser Aussage wird deutlich: Robin Dutt ist ein Pragmatiker. Das zieht sich wie ein roter Faden durch das Redaktionsgespräch. Und beginnt bei seinem Selbstverständnis über das Berufsbild Profitrainer. "Es muss jeder Trainer damit leben, dass er auf einem Schleuderstuhl sitzt.'' 18 Monate sind in Deutschland der Durchschnitt, in denen ein Übungsleiter an seinem Arbeitsplatz verweilt. Der 40-Jährige, dem anzumerken ist, dass er im für ihn ungewohnten Konferenzzimmer der Leonberger Kreiszeitung in der Runde der Redakteure erst eine gewisse Aufwärmphase braucht, kann sich selbst beglückwünschen. Ende Oktober 2003 hat er die Nachfolge von Rainer Adrion als Cheftrainer bei den "Blauen'' angetreten. Jeder Tag, den er ab jetzt bei dem Regionalligisten verbringen wird, liegt über dem Durchschnitt.

Über dem Durchschnitt lag auch Dutts Lehrgangsnote - eine Eins. "Was heißt eigentlich Lehrgangsbester'', fragt der Hirschlander, der bald ein Haus in Leonberg bezieht. In dem mit Bundesligatrainer Jürgen Klopp (Mainz 05) oder Ex-Nationalspieler Andreas Möller besetzten Lehrgang habe ein Drittel der Ausbildung in den Pausen oder am Abend stattgefunden. "Die Gespräche mit den Ex-Profis zeigen den Fußball von einer ganz, ganz anderen Sicht.'' Und da Robin Dutt diese aus eigener Erfahrung eben nicht kennt, hat er die Gelegenheit zum Austausch - ganz sachorientiert - ausgiebig genutzt. Hierarchien, die zu Beginn des Lehrgangs auf Grund der sportlichen Vergangenheit bestanden haben, wurden schnell abgebaut. "Die so genannten Stars haben sich gut in die Gruppe eingebracht und waren unheimlich selbstkritisch.''

Fußball ist für den Familienvater Berufung, nicht Beruf. Ziel ist das Maximum - ein Trainerposten in der zweiten oder ersten Liga. Aber: "Ich habe immer nur den nächsten Schritt vor Augen.'' Und auch kein Problem damit, einen Ober- oder Verbandsligisten, wie vor vier Jahren die TSF Ditzingen, zu trainieren. Dort hinterließ er genauso seine Handschrift wie schon in der A-Liga bei der TSG Leonberg, mit der er den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft hat. Dutt: "Schon damals haben wir da aktives Forechecking und Pressing gespielt. Generell habe ich den Anspruch, dass ich mir meine Art und Weise selbst erarbeite und nicht irgendeinem Trend hinterherlaufe.'' Der Coach ist selbstbewusst genug, um zu sagen: "Das, was da jetzt beim Confed-Cup als große neue Nummer gepriesen wird, haben wir in der Kreisliga A schon vor zehn Jahren gemacht.''

Die deutsche Nationalmannschaft sieht auch er auf einem guten Weg. Allerdings noch nicht so weit, wie sie in großen Teilen der Öffentlichkeit gehandelt wird. "Deutschland ist weit davon entfernt, als Favorit zur Weltmeisterschaft im nächsten Jahr zu fahren.'' Was die Aufbruchstimmung betrifft, macht er einen guten Teil an seinem Kollegen Jürgen Klinsmann fest. "Im Bereich Emotion und Identifikation geht das zu hundert Prozent auf sein Konto. Rein fachlich gesehen kann ich schwer beurteilen, welchen Anteil er hat.''

Quelle: leonberger-kreiszeitung.de
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Soulfly
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Re: LKZ: Für die Note gibt es keinen Aufstieg geschenkt

Beitrag von Soulfly »

GelsenKickers hat geschrieben: Hierarchien, die zu Beginn des Lehrgangs auf Grund der sportlichen Vergangenheit bestanden haben, wurden schnell abgebaut.
:lol: Nette Formulierung
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