Der Wahnsinn geht weiter: Gehaltskürzungen um 30 Prozent!!!
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Überlinger
Der Wahnsinn geht weiter: Gehaltskürzungen um 30 Prozent!!!
Weniger Geld für die Angestellten, ansonsten droht die Insolvenz. Etatplanung auf wackligen Beinen
REUTLINGEN. Der SSV Reutlingen will seinen Angestellten an den Geldbeutel gehen. Vom 1. November an sollen 30 Prozent weniger Gehalt ausbezahlt werden. »Wir müssen diese Maßnahme ergreifen, um eine Insolvenz zu vermeiden«, beschreibt SSV-Finanzchef Ernst Kern die dramatische Situation an der Kreuzeiche. Diese Änderungskündigungen würde insgesamt etwa 45 Beschäftigte, darunter die Fußball-Oberliga-Mannschaft, betreffen. Erste Reaktionen der Spieler, die zumindest zum Teil gegen einen solch massiven Einschnitt sind, deuten auf harte Verhandlungsrunden hin (siehe unten stehender Bericht).
Laut Kern sei diese Maßnahme »die einzige Möglichkeit, Schaden vom Verein abzuwenden«. Falls die Klubführung jetzt nicht reagieren würde, so Kern, »wäre spätestens im Frühjahr die Zahlungsunfähigkeit gegeben«.
Gestern vormittag trommelte das Präsidium sämtliche Angestellte des Vereins zusammen und erläuterte ihnen die extrem angespannte finanzielle Situation sowie das 30-Prozent-Modell. Netto würde damit 15 bis 18 Prozent weniger Bares in den Geldbörsen landen. Nachmittags stand das Präsidium mit Kern, Walter Hämmerle, Michael Eitel und Jörg Arnold den Medienvertretern Rede und Antwort. Auffallend: Präsident Wolfgang Moeck wusste offensichtlich nichts von dieser Pressekonferenz.
Der SSV stellte vor der Saison einen Ein-Millionen-Etat auf. In dieser Million Euro enthalten sind auch Zins- und Tilgungsleistungen des hoch verschuldeten Vereins. Die Haushaltsplanung stand, wie sich jetzt herausstellt, auf drei Positionen auf wackligen Beinen.
Sponsorengelder: Anscheinend haben die Verantwortlichen geglaubt, die für die Regionalliga zugesagten Summen würden auch eine Spielklasse tiefer in der Oberliga fließen. Ein Trugschluss. Eine Fehleinschätzung, die nicht hätte passieren dürfen. »Ich finde es sensationell, wie viele Leute selbst in der Oberliga mitmachen«, verdeutlicht Marketingmann Peter Godenrath. Die ursprünglichen Zusagen hätte alle nur für die dritte Liga gegolten. Wer mehr Sponsorengelder erwartet hatte, sei »naiv«. Die 30-Prozent-Gehaltskürzung halte er für den »richtigen Schritt«. Godenrath: »Der SSV kann nicht tun als wäre nichts passiert. Das Umfeld muss begreifen: wir sind in der Oberliga.«
Zuschauer: Vor Beginn der Runde verkündete der Verein, es werde mit 1 500 Fans pro Partie gerechnet. Bislang pilgerten in sechs Heimspielen stattliche 11 767 Besucher ins Kreuzeiche-Stadion - das entspricht einem Schnitt von 1 961. Das Fatale: Nach zwei Spielen, als sich das Ausbleiben von Sponsorengeldern abzeichnete, wurde wegen der positiven Resonanz die Kalkulation nach oben korrigiert. Plötzlich mussten 3 000 Zuschauer pro Spiel her. Und das ist in der jetzigen Lage unrealistisch.
Spielergehälter: Bei diesem Punkt kann dem Präsidium kein Vorwurf gemacht werden. Die Mannschaft musste verstärkt werden und wurde verstärkt. Bitter: Momentan stehen 29 Balltreter auf der Gehaltsliste.
Summa summarum wurde für die laufende Saison ein Fehlbetrag von etwa 220 000 Euro errechnet. Jörg Arnold: »Weil alle übrigen Einsparpotenziale ausgeschöpft sind, haben wir von Spezialisten fünf, sechs Szenarien erstellen lassen.« Das Ergebnis: Es muss an der Gehaltsschraube gedreht werden. Die 30-Prozent-Maßnahme ist gekoppelt mit Besserungsscheinen. Im Klartext: Falls es dem Verein finanziell besser geht, fließen Mehreinnahmen an die Angestellten. Die mehr denn je im Raum stehende Insolvenz möchten die SSV-Verantwortlichen nach wie vor vermeiden, »weil dann das gesamte Geld von Privatleuten weg wäre«, so Kern. Wir wollen am 30. Juni 2004 in unserer Bilanz eine schwarze Null stehen haben.
REUTLINGEN. Der SSV Reutlingen will seinen Angestellten an den Geldbeutel gehen. Vom 1. November an sollen 30 Prozent weniger Gehalt ausbezahlt werden. »Wir müssen diese Maßnahme ergreifen, um eine Insolvenz zu vermeiden«, beschreibt SSV-Finanzchef Ernst Kern die dramatische Situation an der Kreuzeiche. Diese Änderungskündigungen würde insgesamt etwa 45 Beschäftigte, darunter die Fußball-Oberliga-Mannschaft, betreffen. Erste Reaktionen der Spieler, die zumindest zum Teil gegen einen solch massiven Einschnitt sind, deuten auf harte Verhandlungsrunden hin (siehe unten stehender Bericht).
Laut Kern sei diese Maßnahme »die einzige Möglichkeit, Schaden vom Verein abzuwenden«. Falls die Klubführung jetzt nicht reagieren würde, so Kern, »wäre spätestens im Frühjahr die Zahlungsunfähigkeit gegeben«.
Gestern vormittag trommelte das Präsidium sämtliche Angestellte des Vereins zusammen und erläuterte ihnen die extrem angespannte finanzielle Situation sowie das 30-Prozent-Modell. Netto würde damit 15 bis 18 Prozent weniger Bares in den Geldbörsen landen. Nachmittags stand das Präsidium mit Kern, Walter Hämmerle, Michael Eitel und Jörg Arnold den Medienvertretern Rede und Antwort. Auffallend: Präsident Wolfgang Moeck wusste offensichtlich nichts von dieser Pressekonferenz.
Der SSV stellte vor der Saison einen Ein-Millionen-Etat auf. In dieser Million Euro enthalten sind auch Zins- und Tilgungsleistungen des hoch verschuldeten Vereins. Die Haushaltsplanung stand, wie sich jetzt herausstellt, auf drei Positionen auf wackligen Beinen.
Sponsorengelder: Anscheinend haben die Verantwortlichen geglaubt, die für die Regionalliga zugesagten Summen würden auch eine Spielklasse tiefer in der Oberliga fließen. Ein Trugschluss. Eine Fehleinschätzung, die nicht hätte passieren dürfen. »Ich finde es sensationell, wie viele Leute selbst in der Oberliga mitmachen«, verdeutlicht Marketingmann Peter Godenrath. Die ursprünglichen Zusagen hätte alle nur für die dritte Liga gegolten. Wer mehr Sponsorengelder erwartet hatte, sei »naiv«. Die 30-Prozent-Gehaltskürzung halte er für den »richtigen Schritt«. Godenrath: »Der SSV kann nicht tun als wäre nichts passiert. Das Umfeld muss begreifen: wir sind in der Oberliga.«
Zuschauer: Vor Beginn der Runde verkündete der Verein, es werde mit 1 500 Fans pro Partie gerechnet. Bislang pilgerten in sechs Heimspielen stattliche 11 767 Besucher ins Kreuzeiche-Stadion - das entspricht einem Schnitt von 1 961. Das Fatale: Nach zwei Spielen, als sich das Ausbleiben von Sponsorengeldern abzeichnete, wurde wegen der positiven Resonanz die Kalkulation nach oben korrigiert. Plötzlich mussten 3 000 Zuschauer pro Spiel her. Und das ist in der jetzigen Lage unrealistisch.
Spielergehälter: Bei diesem Punkt kann dem Präsidium kein Vorwurf gemacht werden. Die Mannschaft musste verstärkt werden und wurde verstärkt. Bitter: Momentan stehen 29 Balltreter auf der Gehaltsliste.
Summa summarum wurde für die laufende Saison ein Fehlbetrag von etwa 220 000 Euro errechnet. Jörg Arnold: »Weil alle übrigen Einsparpotenziale ausgeschöpft sind, haben wir von Spezialisten fünf, sechs Szenarien erstellen lassen.« Das Ergebnis: Es muss an der Gehaltsschraube gedreht werden. Die 30-Prozent-Maßnahme ist gekoppelt mit Besserungsscheinen. Im Klartext: Falls es dem Verein finanziell besser geht, fließen Mehreinnahmen an die Angestellten. Die mehr denn je im Raum stehende Insolvenz möchten die SSV-Verantwortlichen nach wie vor vermeiden, »weil dann das gesamte Geld von Privatleuten weg wäre«, so Kern. Wir wollen am 30. Juni 2004 in unserer Bilanz eine schwarze Null stehen haben.
Zuletzt geändert von Überlinger am Mittwoch 3. November 2004, 15:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Überlinger
Sorry, ich wohl auch!!! Das muß natürlich Bonladen heißen!GelsenKickers hat geschrieben: Hey Döniz,
ich bin zwar besoffen.
Aber Waldhof verliert gegen Mannheim?
So blau bin ich auch wieder nicht. :wink:
Gerade hab ich auch ausversehen den Pfullendorfbeitrag ins Tippspiel gesetzt!!
Ich hör jetzt besser auf bevor wieder jeder sauer ist... :wink:
Zuletzt geändert von Überlinger am Mittwoch 3. November 2004, 15:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Blaufieber
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