Weissaldo hat geschrieben:Für mich liegt das Problem ganz klar auf der psychologischen Ebene. In der Winterpause wurde zuviel verändert und die Veränderungen wurden gegenüber dem Stamm auch so kommuniziert, dass Druck aus der 2. Reihe entstehen soll.
Beides wurde aus Fan-Sicht durchaus goutiert, was dabei aber vergessen wird ist, wie sich das psychologisch auf ein Mannschaftsgefüge auswirkt.
Dem wurde dann noch die Krone aufgesetzt, dass ausgerechnet Auracher auf die Bank wandert, was an die Mannschaft gerichtet heißt: keiner ist sicher - maximale Verstärkung des Effektes.
Man kann all das tun wenn man dies alles richtig kommuniziert - also sehr eng an der Mannschaft dran ist - offensichtlich war das nicht der Fall, denn anders kann man sich eine Niederlage beim abgeschlagenen Letzten nicht erklären.
Wer da die Schuld bei der Mannschaft sucht und draufhaut liegt meiner Ansicht völlig falsch, dafür sind Manager und Trainer gemeinsam verantwortlich. Ohne Not (man war schließlich Tabellenführer) wurde das Mannschaftsgefüge und die bestehende Dynamik komplett in Frage gestellt.
Verkürzt gesagt: man hat in der Winterpause die Zeyer-Fehler gemacht, zu meinen, wie im Fußballmanager-Computerspiel, ein paar Figuren hin und herschieben zu können und sich damit besser aufzustellen. Was auch nicht per se falsch ist, aber die psychologischen Folgen müssen halt mitbedacht und mitgesteuert werden. Ich hoffe das aktuelle Führungsteam versteht das und lernt daraus.
Ich will es noch mit folgendem Beispiel erläutern: stellt Euch einen Amateuerdorfverein (statt einen abgehalfterten Traditionsverein) vor, der von der Landesliga in die Oberliga aufsteigt und die Regionalliga angreift - solche Beispiele werden immer gern angeführt und man fragt sich, warum da ohne groß zugekauftem Spieler"material" eine erfolgreiche Dynamik über mehrere Jahre entsteht. Weil man eben ein Team bildet, eine verschworene Gemeinschaft über ein paar Jahre, auch in Verein und Fanszene hinein - und das trägt dann eben auch einmal ein paar Jahre und durch Krisenzeiten hindurch.
Ich glaube, dass die Kickers erst wieder in einer Phase hochkommen, in der eine solche Dynamik entsteht. Die üblichen Trainerwechsel und "halbe Mannschaft austauschen"-Reaktionen verhindern das geradezu.
Ich hoffe, dass unser Führungsteam diese Kontinuität bekommt, um ein eingeschworenes Team zu "builden" und dabei aber auch versteht, dass die Mannschaft der Kern eines solchen Teams sein muss. Auracher ist eine Symbolfigur für das richtige Verständnis hierfür. Ich hoffe sehr, dass unser aktuelles Führungsteam diese Fehler schnell versteht und gedreht bekommt.
Uff, ich tue mir mit der Sicht Deiner Dinge etwas schwer, bei Dir wäre ich... das es möglicherweise ein Kopfproblem ist, doch da will ich jetzt näher nicht darauf eingehen, dazu gibt es schon etliche Beiträge... :) Über die Personalie Auracher kann man diskutieren, doch Deine These widerspricht z.B. die Aussagen von Feisthammel das die Mannschaft intakt ist und der die Neuzugänge eher positiv sieht. Und es stand die Mannschaft auf dem Platz die zuletzt in der Vorrunde überzeugt hatte. Und die Mannschaft nun aus der Pflicht zu nehmen , warum ...erschliesst sich mir nicht, ich denke sie wurde von RG dementsprechend eingestellt und ist auch vorgewarnt gewesen, doch wenn sie es nicht umsetzt, dann ist der Trainer wieder die ärmste Sau..Und nun LS mit Zeyer zu vergleichen, ist schon sehr gewagt.. Zeyer hat damals übringens nicht den schlechtesten Job gemacht , vom Ende abgesehen, nur mal erwähnt...LS hat für mich durchaus richtig gehandelt, den Kader beurteilt und versucht Schwachstellen auzumerzen um mehr Qualität zu bekommen und natürlich auch Konkurrenz zu schaffen. Denn ich erinnnere an die letzte Saison als Leistungsträger in der entscheidenen Phase länger ausgefallen sind und das Ende ist ja bekannt. als Alternativen fehlten. Und so macht die jetzige Kaderpolitik für mich Sinn , zudem Balingen es ähnlich gemacht hatte und ist damit aufgestiegen. Natürlich braucht die Mannschaft einen Kern an Spielern , da ist vielleicht das Hauptproblem bei den Blauen es fehlt an überzeugenden Leadern mit Siegermentalität , gerade wenn es einmal nicht läuft. Da ist die Mannschaft zu passiv , zu ruhig, oft auch phlegmatisch und dann kommt es zu solchen Ergebnissen. Und dann darauf hinzuweisen, der Ball ging einfach nicht rein, das Glück kann man auch erzwingen und wenn es eben dreckig ist, egaal... :D ein knapper Sieg hätte es auch getan... :) Und Dein Vergleich ein Amateurverein steigt einfach so mal auf mit seinem vorhandenen Spielermaterial ohne das der Kader gross verstärkt wird, klingt sehr romantisch und wird in den unteren Ligen vielleicht funktionieren, aber dann eben nicht mehr wenn es Richtung Oberliga, RL geht..und was hat ein unbedeutender Amateurverein schon zu verlieren, als ein nun abgehalfteter Traditonsverein, sprich die Blauen da ist eine ganz andere Erwartungshaltung gegeben. Das solltest zu bedenken bei Deiner These.. :D