Kleiner Wettskandal in Hoffenheim
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Kleiner Wettskandal in Hoffenheim
Angeblicher Wetteinsatz: TSG Hoffenheim erstattet Anzeige
Wegen eines angeblich verdächtigen Wetteinsatzes hat Regionalligist TSG Hoffenheim Selbstanzeige beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) erstattet. TSG-Präsident Peter Hoffmann bestätigte einen entsprechenden Bericht der «Bild»-Zeitung (Donnerstag-Ausgabe). Kapitän Matthias Örüm soll einem anonymen Anrufer zu Folge beim 1:3 gegen den FC Augsburg am 21. Oktober auf eine Rote Karte gegen einen Mitspieler gewettet haben. Tatsächlich wurde Sahr Senesie wegen einer Tätlichkeit des Feldes verwiesen.
Wegen eines angeblich verdächtigen Wetteinsatzes hat Regionalligist TSG Hoffenheim Selbstanzeige beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) erstattet. TSG-Präsident Peter Hoffmann bestätigte einen entsprechenden Bericht der «Bild»-Zeitung (Donnerstag-Ausgabe). Kapitän Matthias Örüm soll einem anonymen Anrufer zu Folge beim 1:3 gegen den FC Augsburg am 21. Oktober auf eine Rote Karte gegen einen Mitspieler gewettet haben. Tatsächlich wurde Sahr Senesie wegen einer Tätlichkeit des Feldes verwiesen.
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- Tacheles
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Frankfurt/Main (sid) Dem deutschen Fußball droht während des laufenden Verfahrens im Wett- und Manipulationsskandal um Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer ein neuer Eklat. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat Ermittlungen gegen die Spieler Matthias Örüm und Sahr Senesie vom Süd-Regionalligisten TSG Hoffenheim wegen des Verdachts der illegalen Spielbeeinflussung aufgenommen. Örüm soll vor Hoffenheims 1:3-Niederlage vor zwei Wochen gegen den FC Augsburg auf eine Rote Karte eines TSG-Spielers gewettet haben. Tatsächlich wurde der früher bei Bundesligist Borussia Dortmund tätige Senesie nach einer Tätlichkeit von Fifa-Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) vom Platz gestellt. Nach Auskunft des DFB wurden Örüm und Senesie nach einem Hinweis ihres Klubs an den Verband vom Vorsitzenden des DFB-Kontrollausschusses, Horst Hilpert, bereits in der vergangenen Woche vernommen. Zwar habe sich der Verdacht dabei nicht bestätigt, dennoch werde der Fall mit aller Konsequenz weiter verfolgt. Laut Bild-Zeitung soll die TSG von einem anonymen Anrufer über den Vorfall informiert worden sein. Örüm weist die Vorwürfe hingegen zurück. Das sei "totaler Quatsch", wird der Abwehrspieler, der am Mittwoch 30 Jahre alt geworden ist, zitiert. Nach Bild-Angaben hat Örüm Anzeige gegen unbekannt erstattet.
Sehr lustig !!
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Überlinger
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Naja, die Frage ist halt: Hat er nun überhaupt irgendetwas gewettet? Wo soll er denn gewettet haben und insbesondere was für einen Betrag bei welcher Quote? Dann könnte man wahrscheinlich eher sagen, ob die zwei darin verwickelt sein könnten...
Ansonsten denke ich aber auch: Da ist nichts dran.
Abwarten!
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- hiblaupositiv
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Aber echt, hat nicht ein anonymer Anrufer, nennen wir ihn mal G.Regor den Tipp gegeben; drauf zu Wetten dass der Sir beim Paule nicht vom Hocker kippt?Tacheles [reloaded] hat geschrieben:@G.Regor: Das wäre ja ein Skandal!!!
Wir haben immer gesagt,
dass wir das Land hier furchtbar lieben,
Balsam für die Seele,
wie wir euch damit provozieren.
Ihr seid dumm, dumm und naiv,
wenn Ihr denkt, Heimatliebe ist gleich Politik.
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- SIR Andrew
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Hm, da muß sich zudem auch noch irgendein - nennen wir ihn Hoyzer oder vielleicht "Ostrocker" - als Sir ausgegeben haben, denn der "wahre"Sir" ist gar nicht vom Hocker gekippt (der hat höchstens sitzend auf einem Hocker einen gekippt!)!!! Auch da wurde also kräftig manipuliert!!!! Aber ich hörte, dass jetzt die Quote gerade recht gut ist, dass Paule wieder das alte Kickers-Lied anstimmt und den Text nicht auswendig weiß! ;-))) CU Samstag![Tobi] hat geschrieben:Aber echt, hat nicht ein anonymer Anrufer, nennen wir ihn mal G.Regor den Tipp gegeben; drauf zu Wetten dass der Sir beim Paule nicht vom Hocker kippt?Tacheles [reloaded] hat geschrieben:@G.Regor: Das wäre ja ein Skandal!!!
Zuletzt geändert von SIR Andrew am Freitag 4. November 2005, 15:07, insgesamt 1-mal geändert.
- SIR Andrew
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Hoffenheimer Spieler unter Betrugsverdacht - 03.11.2005 12:06
DFB ermittelt gegen Örüm und Senesie
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Die ersten Verdachtsmomente der illegalen Spielbeeinflussung haben sich zwar zunächst nicht bestätigt, dennoch laufen die Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses gegen die Spieler des Süd-Regionalligisten Matthias Örüm und Sahr Senesie weiter.
Durch eine Selbstanzeige der TSG Hoffenheim beim Deutschen Fußball-Bund wurde die Angelegenheit ins Rollen gebracht. Örüm wird vorgeworfen, vor Hoffenheims 1:3-Niederlage vor zwei Wochen gegen den FC Augsburg auf eine Rote Karte eines TSG-Spielers gewettet zu haben. Die erhielt Mitspieler Senesie dann auch auf Grund einer Tätlichkeit beim Stand von 1:1 bereits in der 16. Minute.
Nach Auskunft des DFB sind Örüm und Senesie nach dem Hinweis ihres Klubs vom Vorsitzenden des DFB-Kontrollausschusses, Horst Hilpert, bereits in der vergangenen Woche vernommen worden. Örüm selbst hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
Im Sommer 2004 sorgte Örüm für Aufsehen, als er sich aus seinem bis 2006 laufenden Vertrag bei Wacker Burghausen (67 Spiele, 10 Tore) freikaufte, um zu seinem Ex-Verein zurückzukehren. Senesie war von Borussia Dortmund zunächst an Grasshopper Zürich ausgeliehen und fand nun ebenfalls auf Leihbasis den Weg nach Hoffenheim.
www.kicker.de
Hoffenheimer Spieler unter Betrugsverdacht - 03.11.2005 12:06
DFB ermittelt gegen Örüm und Senesie
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Die ersten Verdachtsmomente der illegalen Spielbeeinflussung haben sich zwar zunächst nicht bestätigt, dennoch laufen die Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses gegen die Spieler des Süd-Regionalligisten Matthias Örüm und Sahr Senesie weiter.
Durch eine Selbstanzeige der TSG Hoffenheim beim Deutschen Fußball-Bund wurde die Angelegenheit ins Rollen gebracht. Örüm wird vorgeworfen, vor Hoffenheims 1:3-Niederlage vor zwei Wochen gegen den FC Augsburg auf eine Rote Karte eines TSG-Spielers gewettet zu haben. Die erhielt Mitspieler Senesie dann auch auf Grund einer Tätlichkeit beim Stand von 1:1 bereits in der 16. Minute.
Nach Auskunft des DFB sind Örüm und Senesie nach dem Hinweis ihres Klubs vom Vorsitzenden des DFB-Kontrollausschusses, Horst Hilpert, bereits in der vergangenen Woche vernommen worden. Örüm selbst hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
Im Sommer 2004 sorgte Örüm für Aufsehen, als er sich aus seinem bis 2006 laufenden Vertrag bei Wacker Burghausen (67 Spiele, 10 Tore) freikaufte, um zu seinem Ex-Verein zurückzukehren. Senesie war von Borussia Dortmund zunächst an Grasshopper Zürich ausgeliehen und fand nun ebenfalls auf Leihbasis den Weg nach Hoffenheim.
www.kicker.de
Quelle: EZBei dem angeblichen Wettskandal um den Hoffenheimer Regionalliga-Fußballer Matthias Örüm handelt es sich möglicherweise um einen persönlichen Racheakt. Der Kapitän der TSG Hoffenheim sagte, er sei von einem Mann beschuldigt worden, der bei seinem Schwager beträchtliche Mietschulden habe. Um eine Zwangsräumung zu verhindern, habe er gedroht, "an die Öffentlichkeit zu gehen."
Hier http://www.main-rheiner.de/sport/objekt ... id=2116621 steht auch ein interessanter Artikel. Vorallem interessant was Örüms Schwager macht.
Und die BILD deckt auch noch was auf
http://www.bild.t-online.de/BTO/sport/a ... nheim.html
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Überlinger
- hiblaupositiv
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Interessant auch, was die Heilbronner Stimme heute zu diesem Thema schreibt:
...Pech für die TSG ist, dass Matthias Örüms Schwager mehrere Wettbüros betreibt. Und dass es Profizocker auf Spiele des Vereins immer wieder abgesehen haben. Der in den Hoyzer-Skandal verwickelte Ante Sapina setzte vergangene Saison in einer Kombi-Wette 44000 Euro - unter anderem auf das Match TSG Hoffenheim - Stuttgarter Kickers, das die TSG nach zwei nicht unumstrittenen Elfmetern mit 2:1 gewann...
wer das damals gesehen hat, kann sich im nachhinein so manches erklären.
Schade, dass das wohl nie aufgeklärt wird, wir sind halt leider nur ein Drittligist.
...Pech für die TSG ist, dass Matthias Örüms Schwager mehrere Wettbüros betreibt. Und dass es Profizocker auf Spiele des Vereins immer wieder abgesehen haben. Der in den Hoyzer-Skandal verwickelte Ante Sapina setzte vergangene Saison in einer Kombi-Wette 44000 Euro - unter anderem auf das Match TSG Hoffenheim - Stuttgarter Kickers, das die TSG nach zwei nicht unumstrittenen Elfmetern mit 2:1 gewann...
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Jean-Luc Girard
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hiblaupositiv hat geschrieben:Interessant auch, was die Heilbronner Stimme heute zu diesem Thema schreibt:
...Pech für die TSG ist, dass Matthias Örüms Schwager mehrere Wettbüros betreibt. Und dass es Profizocker auf Spiele des Vereins immer wieder abgesehen haben. Der in den Hoyzer-Skandal verwickelte Ante Sapina setzte vergangene Saison in einer Kombi-Wette 44000 Euro - unter anderem auf das Match TSG Hoffenheim - Stuttgarter Kickers, das die TSG nach zwei nicht unumstrittenen Elfmetern mit 2:1 gewann...
wer das damals gesehen hat, kann sich im nachhinein so manches erklären.
Schade, dass das wohl nie aufgeklärt wird, wir sind halt leider nur ein Drittligist.
ich war live dabei und was der schiri da geboten hat war unter aller sau. die elfer waren teilweise an den haaren herbei gezogen !
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Die Macht im Schwabenland hat geschrieben:hiblaupositiv hat geschrieben:Interessant auch, was die Heilbronner Stimme heute zu diesem Thema schreibt:
...Pech für die TSG ist, dass Matthias Örüms Schwager mehrere Wettbüros betreibt. Und dass es Profizocker auf Spiele des Vereins immer wieder abgesehen haben. Der in den Hoyzer-Skandal verwickelte Ante Sapina setzte vergangene Saison in einer Kombi-Wette 44000 Euro - unter anderem auf das Match TSG Hoffenheim - Stuttgarter Kickers, das die TSG nach zwei nicht unumstrittenen Elfmetern mit 2:1 gewann...
wer das damals gesehen hat, kann sich im nachhinein so manches erklären.
Schade, dass das wohl nie aufgeklärt wird, wir sind halt leider nur ein Drittligist.
ich war live dabei und was der schiri da geboten hat war unter aller sau. die elfer waren teilweise an den haaren herbei gezogen !
gratuliere dir recht herzlich :wink:
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danke :wink:Martin hat geschrieben:
gratuliere dir recht herzlich :wink:
Hoffenheim nimmt Stellung zu Manipulationsvorwürfe
(tsg-hoffenheim) In Bezug auf die Anschuldigungen gegen den Spielführer der TSG, Matthias Örüm, bezieht die TSG Hoffenheim nun wie folgt Stellung: Aus unser Sicht gelten alle Vorwürfe, welche gegen Matthias Örüm vorgebracht werden, solange als völlig haltlos, bis das Gegenteil bewiesen wäre.
Der gesamte Verein hat nicht den geringsten Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Spielers. Wir hoffen ferner, dass nun durch Ermittlungen schnellst- möglich Klarheit in dieser, für alle Beteiligten mehr als unschönen Angelegenheit, geschaffen wird. Weiterhin stellen wir klar, dass seitens der TSG zwar der DFB umgehend informiert wurde, aber nicht, wie berichtet, eine Selbstanzeige erstattet wurde. Die TSG ist keinerlei Vorwürfen ausgesetzt. Zudem besteht nicht im Geringsten der Verdacht, dass Sahr Senesie mit in diese Angelegenheit verwickelt sein soll. Dies wurde auch seitens des DFB in dieser Form ausdrücklich bekräftigt.

www.irsport.de
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hiblaupositiv hat geschrieben:Interessant auch, was die Heilbronner Stimme heute zu diesem Thema schreibt:
...Pech für die TSG ist, dass Matthias Örüms Schwager mehrere Wettbüros betreibt. Und dass es Profizocker auf Spiele des Vereins immer wieder abgesehen haben. Der in den Hoyzer-Skandal verwickelte Ante Sapina setzte vergangene Saison in einer Kombi-Wette 44000 Euro - unter anderem auf das Match TSG Hoffenheim - Stuttgarter Kickers, das die TSG nach zwei nicht unumstrittenen Elfmetern mit 2:1 gewann...
wer das damals gesehen hat, kann sich im nachhinein so manches erklären.
Schade, dass das wohl nie aufgeklärt wird, wir sind halt leider nur ein Drittligist.
war je schon thema hier im forum:
http://www.dot96.de/clients/onlinefancl ... hoffenheim
wurde doch vom dfb "untersucht" und als "korrekt" bewertet!?
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Jean-Luc Girard
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sag`ich doch. Als Drittligist hast du beim DFB einfach keine Lobby.Jean-Luc Girard hat geschrieben:Wenn ich mich richtig erinnere, hat der Verein damals beim DFB angefragt, ob ermittelt werde. Antwort: es werde nicht ermittelt. Das heißt nicht, dass vom DFB irgendwas geprüft oder für korrekt befunden wurde.
Da wird erst ermittelt, wenn`s gar nicht mehr anders geht!






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Jean-Luc Girard
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Ganz Hoffenheim steht hinter dem Kapitän
Der Präsident, die Fans und die Sponsoren der TSG-Fußballer glauben, dass Matthias Örüm nicht in einen Wettskandal verwickelt ist
HOFFENHEIM. Der Fußball-Regionalligist TSG Hoffenheim steht sportlich als Tabellenvierter gut da. Doch Gerüchte um ein verschobenes Spiel und Anschuldigungen gegen den Kapitän Matthias Örüm, eine illegale Wette platziert zu haben, sorgen bei der TSG für Wirbel.
Von Florian Huber
Samstagabend lief mal wieder Gottschalks "Wetten dass . .?" im Fernsehen. Es ist nicht bekannt, wer sich von den Verantwortlichen der TSG Hoffenheim einen gemütlichen Couchabend genehmigt hat. Denn das Wort "Wetten" wird im Zusammenhang mit dem Fußball-Regionalligisten derzeit inflationär gebraucht. Also hat es viel Aufregung gegeben im Kraichgau, das zwischen Heilbronn und Heidelberg liegt.
Schließlich schafft es der Provinzverein normalerweise nur selten in die überregionale Presse. Die positiven Schlagzeilen, für die der Klubmäzen Dietmar Hopp unlängst mit seinen Bundesligaplänen rund um die TSG Hoffenheim sorgte, sind dabei mittlerweile in den Hintergrund gedrängt worden. Nun beschäftigt die Fans und die Verantwortlichen eine andere Frage: Hat die Wettmafia auch im beschaulichen Hoffenheim ihre Finger im Spiel? Im Mittelpunkt der jüngsten Anschuldigungen steht der TSG-Kapitän Matthias Örüm. Ein anonymer Anrufer hatte den Kapitän des Regionalligisten beim Verein angeschwärzt, auf eine rote Karte des eigenen Mannschaftskameraden Sahr Senesie im Heimspiel gegen Augsburg gewettet zu haben - was dann auch prompt eintraf. Daraufhin hatte die TSG den Deutschen Fußball-Bund (DFB) kontaktiert. "Wir hatten die Pflicht, den DFB zu informieren - und das haben wir auch umgehend getan", sagt der Präsident der TSG Hoffenheim, Peter Hofmann. Nachdenklich fährt er sich durch seine kurzen, schwarzen Haare - und sagt mit Nachdruck: "Wir glauben unserem Kapitän, der beteuert, unschuldig zu sein."
Örüm, dessen Schwager Wettbüros in Heidelberg, Wiesloch und Leimen betreibt, sieht in den Anschuldigungen einen persönlichen Racheakt gegen sich. Dieser hat freilich seit den Enthüllungen um Robert Hoyzer eine besondere Brisanz erhalten. "Ein Racheakt ist auch für mich das Naheliegendste", sagt Hofmann. Und Örüms Anwalt Michael Skordis hat mittlerweile auch einen Mann ausgemacht, der bei Örüms Schwager Mietschulden haben soll. "Der Mann hat acht Monate seine Miete nicht bezahlt. Als die Räumungsklage kam, hat er 10 000 Euro verlangt und gedroht, ansonsten dafür zu sorgen, dass Örüm nie mehr Fußball spielt", sagt Skordis, der Anzeige gegen den Mieter stellen will. "Bei uns ist bisher noch keine Gegenanzeige von Matthias Örüm eingegangen", sagt der Sprecher der Heidelberger Staatsanwaltschaft, Jürgen Gremmelmaier, gegenüber der Stuttgarter Zeitung. "Bislang sind wir unsererseits noch mit der Frage beschäftigt, ob wir Ermittlungen gegen Matthias Örüm aufnehmen sollen."
Im Hoffenheimer Hopp-Stadion ist der angebliche Wettskandal um den Kapitän kein großes Thema. Nach der Regionalligapartie gegen Eschborn sprachen die Fans im Vip-Raum eher über die schwache Mannschaftsleistung als über die Anschuldigungen gegen den gebürtigen Heidelberger. Örüm trat im Spiel gegen den Tabellenletzten routiniert auf. Fast so, als ob nichts vorgefallen sei. Er war gar der beste Mann auf dem Platz und konnte sich am Ende über einen 1:0-Heimsieg nach einem schwachen Spiel freuen.
Der 30-Jährige weiß nicht nur den Verein hinter sich, sondern auch die Fans, die während des Spiels immer wieder die Nummer 28 mit Sprechchören feiern. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Örüm sich für ein paar tausend Euro verkauft", sagt Torsten Hartel, seines Zeichen Vorsitzender des einzigen Fanklubs in Hoffenheim. Denn wer setzt schon, das fragen sich die TSG-Anhänger, für eine vergleichsweise geringe Summe leichtfertig seinen Anteil an einer Aufstiegsprämie aufs Spiel, die insgesamt eine halbe Million Euro betragen würde?
Emil Bärfelder ist ein Hoffenheimer Fußballfan. Er schaute sich das Spiel gegen Eschborn von der Haupttribüne aus an. "Der Örüm is an guude Bub, des kann i mir net vorstellen", sagt der Rentner in bestem kurpfälzischen Dialekt. Doch er betont, dass es gefährlich sei, nach dem Fall Hoyzer für einen Fußballer die Hand ins Feuer zu legen.
Der Hauptsponsor, der Mannheimer Energiekonzern MVV, steht unterdessen in engem Kontakt mit den Hoffenheimer Verantwortlichen. "Wir hoffen natürlich, dass die Vorwürfe haltlos sind", sagt Christian Land, der bei der MVV fürs Sponsoring zuständig ist. Dann ergänzt er: "Wir stehen voll hinter der TSG und werden über das Vorgehen immer rechtzeitig vom Verein informiert." Der Trainer Hansi Flick fürchtet derweil, dass die Unruhe um den Kapitän Örüm zu einem Nachteil im Aufstiegsrennen werden könnte. Schließlich haben die ambitionierten Nordbadener nur fünf Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsrang. "Wir müssen jetzt endlich wieder Ruhe in den Verein bekommen", sagt der ehemalige Profi von Bayern München.
Am vergangenen Wochenende legte die "Bild"-Zeitung noch einmal nach. Sie wollte von Verbindungen der Wettmafia nach Hoffenheim wissen. Dabei ist schon seit längerer Zeit bekannt, dass Ante Sapina auch Hoffenheim-Spiele auf seinem Wettzettel stehen hatte - und zwar rein zufällig, wie sich herausstellte. Eines ist sicher: In den nächsten Tagen wird es noch häufiger Schlagzeilen aus Hoffenheim geben. Wetten, dass . . .?
Quelle: STZ
Der Präsident, die Fans und die Sponsoren der TSG-Fußballer glauben, dass Matthias Örüm nicht in einen Wettskandal verwickelt ist
HOFFENHEIM. Der Fußball-Regionalligist TSG Hoffenheim steht sportlich als Tabellenvierter gut da. Doch Gerüchte um ein verschobenes Spiel und Anschuldigungen gegen den Kapitän Matthias Örüm, eine illegale Wette platziert zu haben, sorgen bei der TSG für Wirbel.
Von Florian Huber
Samstagabend lief mal wieder Gottschalks "Wetten dass . .?" im Fernsehen. Es ist nicht bekannt, wer sich von den Verantwortlichen der TSG Hoffenheim einen gemütlichen Couchabend genehmigt hat. Denn das Wort "Wetten" wird im Zusammenhang mit dem Fußball-Regionalligisten derzeit inflationär gebraucht. Also hat es viel Aufregung gegeben im Kraichgau, das zwischen Heilbronn und Heidelberg liegt.
Schließlich schafft es der Provinzverein normalerweise nur selten in die überregionale Presse. Die positiven Schlagzeilen, für die der Klubmäzen Dietmar Hopp unlängst mit seinen Bundesligaplänen rund um die TSG Hoffenheim sorgte, sind dabei mittlerweile in den Hintergrund gedrängt worden. Nun beschäftigt die Fans und die Verantwortlichen eine andere Frage: Hat die Wettmafia auch im beschaulichen Hoffenheim ihre Finger im Spiel? Im Mittelpunkt der jüngsten Anschuldigungen steht der TSG-Kapitän Matthias Örüm. Ein anonymer Anrufer hatte den Kapitän des Regionalligisten beim Verein angeschwärzt, auf eine rote Karte des eigenen Mannschaftskameraden Sahr Senesie im Heimspiel gegen Augsburg gewettet zu haben - was dann auch prompt eintraf. Daraufhin hatte die TSG den Deutschen Fußball-Bund (DFB) kontaktiert. "Wir hatten die Pflicht, den DFB zu informieren - und das haben wir auch umgehend getan", sagt der Präsident der TSG Hoffenheim, Peter Hofmann. Nachdenklich fährt er sich durch seine kurzen, schwarzen Haare - und sagt mit Nachdruck: "Wir glauben unserem Kapitän, der beteuert, unschuldig zu sein."
Örüm, dessen Schwager Wettbüros in Heidelberg, Wiesloch und Leimen betreibt, sieht in den Anschuldigungen einen persönlichen Racheakt gegen sich. Dieser hat freilich seit den Enthüllungen um Robert Hoyzer eine besondere Brisanz erhalten. "Ein Racheakt ist auch für mich das Naheliegendste", sagt Hofmann. Und Örüms Anwalt Michael Skordis hat mittlerweile auch einen Mann ausgemacht, der bei Örüms Schwager Mietschulden haben soll. "Der Mann hat acht Monate seine Miete nicht bezahlt. Als die Räumungsklage kam, hat er 10 000 Euro verlangt und gedroht, ansonsten dafür zu sorgen, dass Örüm nie mehr Fußball spielt", sagt Skordis, der Anzeige gegen den Mieter stellen will. "Bei uns ist bisher noch keine Gegenanzeige von Matthias Örüm eingegangen", sagt der Sprecher der Heidelberger Staatsanwaltschaft, Jürgen Gremmelmaier, gegenüber der Stuttgarter Zeitung. "Bislang sind wir unsererseits noch mit der Frage beschäftigt, ob wir Ermittlungen gegen Matthias Örüm aufnehmen sollen."
Im Hoffenheimer Hopp-Stadion ist der angebliche Wettskandal um den Kapitän kein großes Thema. Nach der Regionalligapartie gegen Eschborn sprachen die Fans im Vip-Raum eher über die schwache Mannschaftsleistung als über die Anschuldigungen gegen den gebürtigen Heidelberger. Örüm trat im Spiel gegen den Tabellenletzten routiniert auf. Fast so, als ob nichts vorgefallen sei. Er war gar der beste Mann auf dem Platz und konnte sich am Ende über einen 1:0-Heimsieg nach einem schwachen Spiel freuen.
Der 30-Jährige weiß nicht nur den Verein hinter sich, sondern auch die Fans, die während des Spiels immer wieder die Nummer 28 mit Sprechchören feiern. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Örüm sich für ein paar tausend Euro verkauft", sagt Torsten Hartel, seines Zeichen Vorsitzender des einzigen Fanklubs in Hoffenheim. Denn wer setzt schon, das fragen sich die TSG-Anhänger, für eine vergleichsweise geringe Summe leichtfertig seinen Anteil an einer Aufstiegsprämie aufs Spiel, die insgesamt eine halbe Million Euro betragen würde?
Emil Bärfelder ist ein Hoffenheimer Fußballfan. Er schaute sich das Spiel gegen Eschborn von der Haupttribüne aus an. "Der Örüm is an guude Bub, des kann i mir net vorstellen", sagt der Rentner in bestem kurpfälzischen Dialekt. Doch er betont, dass es gefährlich sei, nach dem Fall Hoyzer für einen Fußballer die Hand ins Feuer zu legen.
Der Hauptsponsor, der Mannheimer Energiekonzern MVV, steht unterdessen in engem Kontakt mit den Hoffenheimer Verantwortlichen. "Wir hoffen natürlich, dass die Vorwürfe haltlos sind", sagt Christian Land, der bei der MVV fürs Sponsoring zuständig ist. Dann ergänzt er: "Wir stehen voll hinter der TSG und werden über das Vorgehen immer rechtzeitig vom Verein informiert." Der Trainer Hansi Flick fürchtet derweil, dass die Unruhe um den Kapitän Örüm zu einem Nachteil im Aufstiegsrennen werden könnte. Schließlich haben die ambitionierten Nordbadener nur fünf Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsrang. "Wir müssen jetzt endlich wieder Ruhe in den Verein bekommen", sagt der ehemalige Profi von Bayern München.
Am vergangenen Wochenende legte die "Bild"-Zeitung noch einmal nach. Sie wollte von Verbindungen der Wettmafia nach Hoffenheim wissen. Dabei ist schon seit längerer Zeit bekannt, dass Ante Sapina auch Hoffenheim-Spiele auf seinem Wettzettel stehen hatte - und zwar rein zufällig, wie sich herausstellte. Eines ist sicher: In den nächsten Tagen wird es noch häufiger Schlagzeilen aus Hoffenheim geben. Wetten, dass . . .?
Quelle: STZ