Das ist aber ja gewollt, dass nicht alle Pressen oder nachschieben, spekulieren, etc.Legi hat geschrieben: ↑Sonntag 15. September 2024, 00:45 Was mir immer wieder auffällt ist, dass in einigen aussichtsreichen Situationen erst reagiert wird, anstelle sich proaktiv in Position zu sprinten. Damit meine ich Situationen, in denen gerade ein Zweikampf stattfindet, bei dessen gewinn wir offensiv gefährlich werden könnten. Dadurch sind wir meiner Meinung nach häufig einen Schritt zu spät oder verlieren den Ball, weil wir es nicht schaffen einen Spieler "zu schicken".
Beispiele:
- Außen läuft einer mit Ball durch bis zur Grundlinie. Im Strafraum sind maximal 2 Spieler von denen maximal einer sich in günstige Position begibt. Zum Beispiel zum kurzen Pfosten oder sonst eine Position, in der man den Ball durchaus bekommen kann. -> Hier sehe ich manchmal Spieler nach vorne joggen aber nicht schnell und aktiv versuchend immer frei für einen Pass o.ä. zu sein. Bis zu diesem Moment wird zwar manchmal in die richtige Richtung "getrabt" aber dann ist man eben nicht in der richtigen Position um entscheidend eingreifen zu können wenn der Ball doch noch kommen könnte.
- Im Mittelfeld ist jemand im Zweikampf um den Ball -> Spekulierend auf den Ballgewinn müssten sich eigentlich die Offensivspieler in Position bringen, direkt nach vorne hinter die Abwehr zu sprinten sobald der Spieler im Mittelfeld den Ball gewinnt und sich einmal nach vorne dreht. -> Das passiert zwar auch, aber meines Erachtens viel zu selten und häufig auch nur vom aktuellen Stürmer. -> Hier finde ich bringt sich Skenderovic häufig in gute Situationen, sprich ist häufiger auf der Linie der Verteidigung und bereit in eine gute Position zu sprinten sollte sich die Gelegenheit bieten.
- Und mein größtes Ärgernis: Beim hohen Pressing auf den Torwart machen halt nur 2, 3 oder maximal 4 Spieler mit. Das ist eigentlich eine Aufgabe für die komplette Mannschaft, hier den Gegner unter Druck zu setzen. Natürlich geht's auch um Raumdeckung im Mittelfeld um Bälle abzufangen weshalb nicht jeder nach vorne rennt, aber sehr häufig gelingt unser Pressing nur wenn bereits viele Spieler vorne sind und kurze Pässe des Gegner garkeine guten Anspielmöglichkeit haben. Ansonsten kann man es sich schenken.
Das sind natürlich nur Beispiele und das ist auch nicht immer ein Problem. Aber ich habe in den letzten Spielen die ich gesehen habe häufig den Eindruck, dass Spieler den eigenen ballführenden Spieler zunächst beobachten und erst reaktiv versuchen sich in Position zu begeben wenn der ballführende Spieler einen anschaut (also wenn es eigentlich schon zu spät ist).
Vielleicht ist das auch nur so ein persönlicher Eindruck der im großen ganzen nicht stimmt, aber es ist mir zumindest häufiger jetzt aufgefallen, nicht nur im Spiel in Offenbach.
Man möchte die "Restverteidigung" nicht aufgeben. Das hat man eben letzte Saison anders gemacht, hat dadurch in der Hinserie sich einige Tore erarbeitet, in der Rückrunde (als die Gegner das alle geblickt haben und vor allem als dann Kolbe nicht mehr die Gegenangriffe abfangen konnte, weil verletzt), hat man dadurch einige Buden kassiert. Man hat ja jetzt eine "reifere" Spielanlage, dadurch steht die Restverteidigung besser, man gewinnt Bälle halt deutlich weiter hinten, bzw. schiebt mit weniger Spielern nach und ist vorne halt schon vom Prinzip, viel ungefährliche und langsamer.