Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Alles, was nicht mit unseren Blauen zu tun hat
Blue Blood
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von Blue Blood »

Dann sollten die Vereine auch auf den "Service" verzichten dürfen.
Franz
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von Franz »

Schwaben Kompanie äußert sich zum schwierigem Verhältnis zwischen Ultras & der Polizei in Stuttgart
https://www.faszination-fankurve.de/new ... -stuttgart
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Buddy
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von Buddy »

Braunschweig distanziert sich von Bannern in der Südkurve
https://www.kicker.de/braunschweig-dist ... 94/artikel

Auf dem Banner standen 4 Buchstaben
Blinky Bill
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von Blinky Bill »

Ich habe die Vermutung, dass auf Anweisung des Bundesinnenministeriums hin ein wesentlich härterer Kurs gegen die Fußballfans gefahren wird. Deswegen die vielen Konfrontationen bundesweit.
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NeckarWache
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von NeckarWache »

Die öffentliche Meinung scheint eindeutig:

Bild

Fast 3700 Befragte sind repräsentativ.
"Sport ist eine eigenständige und einzigartige Art menschlicher Aktivität, die nach eigenen Regeln und Prinzipien funktioniert. Es hat nichts mit der politischen Agenda zu tun und sollte es auch nicht."
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NeckarWache
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von NeckarWache »

Interessant finde ich auch, daß dieses Thema immer wieder aufgegriffen und in Befragungen untersucht wird. Warum? Ist das so wichtig? Summieren sich die Kosten derart? Gibt's keine wichtigeren Themen in Bezug auf die innere Sicherheit und deren Kosten?
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von Bluebyte »

Muss sich der Bauernverband auch an den Kosten randalierender Bauern und dem notwendigen Polizeieinsatz beteiligen?
Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel.
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von kickerssticker »

NeckarWache hat geschrieben: Dienstag 5. März 2024, 13:06 Die öffentliche Meinung scheint eindeutig:

Bild

Fast 3700 Befragte sind repräsentativ.
Repräsentativität? Wurden die Teilnehmer zufällig gezogen, oder wer genau hat teilgenommen? Die reine Stichprobengröße an sich sagt nicht notwendig etwas aus.
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von Stepi »

Die Frage ist auch tendenziös gestellt. Wie der Schaden zustande kommt wird einfach vorweggenommen.
Nazis raus aus den Stadien.
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Re: Augsburger Fans randalieren trotz Sieges im Zug

Beitrag von Der_Welzheimer »

Augsburger Fans randalieren nach 6:0-Sieg im Zug:
https://www.nordbayern.de/region/gunzen ... 1.14105046

Weil die Zuggarnitur dermaßen zerstört war, dass sie in die Werkstatt muss, gibt es nun auf der Linie Würzburg - Treuchtlingen Ausfälle von Verbindungen. (Am Rande erwähnt: Der Streik ist hier irrelevant, da Go Ahead von der GDL nicht bestreikt wird, d.h. ohne den Vandalismus würden sie fahren.)

Da kann man wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln. Kein Wunder, dass Umfragen wie oben auch dementsprechend ausfallen...
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Ford K
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von Ford K »

Bremen reagiert mit drastischen Maßnahmen

https://www.kicker.de/nach-erneuten-gew ... 96/artikel
Im März dachten alle, es geht aufwärts. April April...
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von Buddy »

DFB macht Trainer-Lehrgang zum exklusiven Klub - mit Ausnahme
https://www.sportschau.de/fussball/bund ... g-100.html
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von s-erg42 »

magdeburger fankultur in reinform...
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von Buddy »

Pyrotechnik mit Folgen: Balljunge beim VfB-Spiel von Fackel getroffen
https://www.kicker.de/pyrotechnik-mit-f ... 53/artikel
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von Buddy »

Buddy hat geschrieben: Donnerstag 7. November 2024, 19:18 Pyrotechnik mit Folgen: Balljunge beim VfB-Spiel von Fackel getroffen
https://www.kicker.de/pyrotechnik-mit-f ... 53/artikel

...
der Balljunge – eigentlich ein 25 Jahre alter Mann
...
Wirklich verletzt worden ist er nicht
...
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... 4d145.html
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EliteSued
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von EliteSued »

In diesem Zusammenhang bewerte die Polizei das Abbrennen von Pyrotechnik als „äußerst kritisch“. Zurückliegende Spiele in Stuttgart und an anderen Spielorten mit zum Teil zahlreichen Verletzten verdeutlichten die Gefahr.
Würde mich mal interessieren, welche Spiele (in Deutschland) die Polizei da benennen könnte.. Zahlreiche Verletzte durch Pyrotechnik, wäre mir jetzt weniger präsent als bspw. zahlreiche Verletzte durch den unkontrollierten Einsatz von Pfefferspray durch die Polizei.
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von brublue »

EliteSued hat geschrieben: Samstag 23. November 2024, 11:17
In diesem Zusammenhang bewerte die Polizei das Abbrennen von Pyrotechnik als „äußerst kritisch“. Zurückliegende Spiele in Stuttgart und an anderen Spielorten mit zum Teil zahlreichen Verletzten verdeutlichten die Gefahr.
Würde mich mal interessieren, welche Spiele (in Deutschland) die Polizei da benennen könnte.. Zahlreiche Verletzte durch Pyrotechnik, wäre mir jetzt weniger präsent als bspw. zahlreiche Verletzte durch den unkontrollierten Einsatz von Pfefferspray durch die Polizei.
Ein Verletzter durch Pyrotechnik ist schon zu viel.
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EliteSued
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von EliteSued »

brublue hat geschrieben: Samstag 23. November 2024, 12:21
EliteSued hat geschrieben: Samstag 23. November 2024, 11:17
In diesem Zusammenhang bewerte die Polizei das Abbrennen von Pyrotechnik als „äußerst kritisch“. Zurückliegende Spiele in Stuttgart und an anderen Spielorten mit zum Teil zahlreichen Verletzten verdeutlichten die Gefahr.
Würde mich mal interessieren, welche Spiele (in Deutschland) die Polizei da benennen könnte.. Zahlreiche Verletzte durch Pyrotechnik, wäre mir jetzt weniger präsent als bspw. zahlreiche Verletzte durch den unkontrollierten Einsatz von Pfefferspray durch die Polizei.
Ein Verletzter durch Pyrotechnik ist schon zu viel.
Durch Pfefferspray nicht? Kollateralschäden sind da in Ordnung?
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Blinky Bill
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von Blinky Bill »

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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von Alice Bligga »

Wie wahrscheinlich jeder schon mitbekommen hat, verkündete das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) heute sein Urteil zur Übertragung von Mehrkosten durch Polizeieinsätze bei sog. Hochrisikospielen. Aufgrund der Maßgeblichkeit landesrechtlicher Regelungen ging es hier konkret um § 4 Abs. 4 des Bremischen Gebühren- und Beitragsgesetzes (BremGebBeitrG). Anlass war ein massiver Polizeieinsatz bei einer Bundesligabegegnung zwischen Werder und dem HSV im Jahr 2015.

Das Urteil liegt sowohl in Form einer kürzeren Pressemitteilung als auch im Volltext vor (https://www.bundesverfassungsgericht.de ... 5-002.html). Auf der Seite der Pressemitteilung ermöglicht ein Link den Abruf des Volltextes. Bevor man in Panik um die Existenz des Profifußballs in Deutschland verfällt, sollte man das Urteil zumindest in Form der Pressemitteilung gelesen haben. Es kommen leichte Zweifel auf, ob das z. B. die Freundinnen und Freunde von "Unsere Kurve" getan haben, wenn man die Reaktion in Gestalt ihrer Pressemitteilung liest (https://www.unserekurve.de/blog/urteil- ... -fussball/).

Das BVerfG, um dies klarzustellen, geht in seiner Entscheidung aufgrund der o.g. landesrechtlichen Gebührenregelung von zusätzlichen Kosten bei kommerziellen Veranstaltungen aus, welche verstärkte Polizeieinsätze, die aufgrund eines erhöhten Risikopotentials für die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstärkte Polizeieinsätze erfordern. Es betrifft also nicht jeden Kick, sondern nur Spiele, bei denen ein entsprechendes Gewaltpotential zu erwarten ist. Nicht nur "Unsere Kurve", sondern sogar Leute wie Omid Nouripur in seiner neuen Funktion als Berater des Vorstands der SGE haben so getan, als würden jetzt sämtliche Kosten für Polizeieinsätze rund um Fußballspiele auf die Veranstalter der Wettbewerbe abgewälzt werden. (Die Weitergabe der Kosten an die Vereine bedarf noch einer verbandsrechtlichen Grundlage). Das ist aber nicht der Fall.

Das BVerfG hat in dem Urteil den Eingriff in die nach Art. 12 GG geschützte Berufsfreiheit der DFL durchaus eingeräumt und auch gesehen, dass die Verantwortlichkeit für die Entfaltung von Gewaltpotentialen nicht unmittelbar bei der Veranstalterin (oder den Vereinen) liegt. Es hat aber, wie in den Fällen widerstreitender Rechte üblich, eine Abwägung vorgenommen, die aus meiner Sicht frei von Rechtsfehlern ist.

Wir müssen uns noch einmal vor Augen halten, dass es im öffentlichen Raum kein Recht auf Bambule gibt. Hier müssen sich vor allem die Fans, und hier insbesondere die "aktiven" hinterfragen, wie Aggressionen heruntergefahren werden können, anstatt sich dem Problem mittels populistischer Ignoranz (S. "Unsere Kurve) zu entziehen.
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von Gechinger »

🤔nehmen wir mal an Hoffenheim II verliert die nächten vier Spiele, FSV Frankfurt lässt auch Punkte liegen Offenbach holt min. 10 Punkte Stuttgart 12 Punkte.
Dann kommt es am 25. Spieltag in Degerloch zum Absoluten Spietzenspiel der beiden Zuschauerträchtigsten Vereine der RL SW, über 10 000 Zuschauer werden erwartet. Den Stuttgarter Kickers winkt ein Gewinn von über 100 000€.
Die Polizei stuft das Spiel als Hochrisikospiel ein und schickt, weil keine Bundesliga und viele Polizeikräfte im Land verfügbar, sämtliche Polizeikräfte des Landes zu diesem Spiel.
Die Polizei wertet den hohen Polizeieinsatz als vollen Erfolg. Ein Zusammentreffen von (alten) blauen und roten Kickersfans in sämtilchen Lokalitäten auf der Waldau wurde unter erheblichem Polizeieinsatz (Schlagstöcke und Pfefferspray kamen zum Einsatz) verhindert. Mehrere Festnahmen (darunter der Meenzer und der Gechinger die sich mit Bierflaschen "bewaffnet" gegenüber standen).
Die Stuttgarter Kickers müssen die Mehrkosten des Polizeieinsatzes im sechsstelligen Bereich bezahlen.

Sehr schön dieses Gerichtsurteil.
WELTMEISTER!
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von SVKDave »

Grundlage für die Kostenübernahme sind ja:
...Der Unterschied im daraus erwachsenden Vorteil zwischen gewinnorientierten, einen monetären Vorteil ziehenden Veranstaltungen und nicht gewinnorientierten Veranstaltungen ist so groß, dass er die Nichteinbeziehung der nicht gewinnorientierten Veranstaltungen rechtfertigt.
2. Die Beschränkung auf Veranstaltungen mit voraussichtlich mehr als 5.000 zeitgleich teilnehmenden Personen verfolgt das Ziel, nur diejenigen Veranstaltungen zu erfassen, die einen deutlichen polizeilichen Mehraufwand hervorrufen. ...
Das heißt alle Veranstaltungen bei denen mehr als 5000 Zuschauer/Teilnehmer erwartet werden und die Gewinnorientiert sind, was übrigens auch so Dinge wie kommerzielle Volksfeste, Narrenumzüge oder Konzerte einschließen würde, aber keine Demos oder ähnliches.

Das Urteil klingt vielleicht im ersten Moment logisch, birgt aber schon sehr viele Probleme finde ich.

Gerade in Strukturschwachen Regionen wie im Osten oder Saarland, ebenso in anderen Städten wo es außer dem Fußballclub nicht viel hat (z.b. Offenbach) wird das zu erheblich höheren Kosten ohne Mehreinnahmen führen. Das wird die Vereine in den Bankrot treiben, da sie die Ticketpreise nicht einfach anheben können, weil sonst die Zuschauer ausbleiben werden.
Die "Großen" wird das nicht viel jucken, im Zweifel heben so Clubs wie Dortmund, Bayern, Cannstatt, Köln, Franfurt, usw. Die Preise um 30-50% an, dass Stadion wird weiterhin voll sein. Die Stimmung wird deutlich schlechter und die Gewaltproblematik wird sich nur wo anders hin verschieben.

Interessant wird dann auch wie Clubs wie die eigentlich um die 3-4000 oder weniger Zuschauer haben, aber durch große Anzahl an Auswärtsfans, selten mal das Stadion mit über 5.000 Zuschauern voll bekommen würden. Z.b. bei einem Duell im Osten im Pokal zwischen einem Regionalligisten und Dynamo Dresden oder so. Sagt man dann einfach, wir lassen an dem Tag nur 4999 Zuschauer zu, weil sonst die Polizeikosten die Mehreinnahmen übersteigen würden?
Könnte man ja Gechingers Beispiel ebenso überlegen.
Sobald die Polizei ein Spiel als Hochrisikospiel einstuft, wird der Gästeblock auf 300 und der Heimbereich auf 4699 Tickets beschränkt um den Kostenfaktor Polizeieinsatz zu entgehen.

Ein Schritt weiter gedacht könnte ich mir sogar vorstellen das die Vereine zukünftig darauf hinwirken, das man Gästefans grundsätzlich ausschließt um so garkein risikospiel zu haben.
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kickerssticker
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von kickerssticker »

Die Kickers sind halt u.U. gerade an der Schwelle, wo sie schon betroffen sind aber eigentlich wenig Geld reinkommt. Mal sehen, wie das Urteil dann wirklich umgesetzt wird. Nachher war es außer in Bremen nur ein Sturm im Wasserglas...
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Bluebyte
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von Bluebyte »

Einfach mal ganz ohne Polizei und schauen was passiert....
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von s-erg42 »

oder mal ganz ohne ultras.
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von SVKDave »

s-erg42 hat geschrieben: Mittwoch 15. Januar 2025, 21:58 oder mal ganz ohne ultras.
Also ähnlich wie in Hoffenheim, Wolfsburg oder Leipzig? Stimmt, geiles Stadionerlebniss.

Wozu immer mehr Regressionen führen kann man ja in Italien sehen. Nicht weniger Gewalt, sondern mehr und schlimmer auf der Straße, teilweise leere Stadien (Zuschauerschnitte von 10.000) auch durch viel teurere Tickets und die Probleme verschieben sich an andere Stellen.
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von s-erg42 »

das ist vermutlich eine frage des blickwinkels. werden die regelungen immer strikter und dementsprechend die freiheiten der "aktiven" fans immer kleiner? oder ist es die ultraszene, die sich durch fortwährende und konsequente missachtung bestehender regeln, vereinbarungen und teilweise gesetze selbst kriminalisiert?
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von Blinky Bill »

Wenn alles so kommt, dass die Tickets teurer werden, dann ist Zuhausebleiben die richtige Reaktion. Dieser Staat will den Menschen den letzten Rest an Spaß und Freiheit nehmen, der neben der immer stärker dominierenden Arbeitswelt noch verblieben ist. Das hat sich schon während Corona gezeigt. Die Folgen rollen gerade über unser Land.
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von Alice Bligga »

Blinky Bill hat geschrieben: Donnerstag 16. Januar 2025, 03:16 Dieser Staat will den Menschen den letzten Rest an Spaß und Freiheit nehmen, der neben der immer stärker dominierenden Arbeitswelt noch verblieben ist.
Heißt Spaß und Freiheit, die Gefahr bei Risikospielen hinzunehmen, dass Menschen halbtot geprügelt werden? Ist leider, und das nicht nur einmal, schon passiert. Bei einem Sechzehnjährigen kann ich es noch verstehen, dass er sich auf Kosten anderer ausleben will. (Man muss dem Ganzen eben Grenzen setzen.) Wenn aber Dreißigjährige mental in der Pubertät stecken geblieben sind, und bei ihnen das Hinterfragen von Verhaltensmustern das Kommando auslöst: Arsch an Hirn - Abweisen - Opferrolle einnehmen - Rumjammern - restliche Gehirnfunktionen abschalten, dann haben wir es schlichtweg mit einem pathologischen Zustand zu tun.

(Gilt nicht speziell bezogen auf Dich, Blinky, sondern bezieht sich auf die meisten Reaktionen auf meinen Post mit dem Urteil des BVerfG.)
Franz
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von Franz »

Bayerische Vereine können aufatmen: Söder will aus Polizeikosten „keinen Zwang machen“
DFB sorgt sich um Klubs
https://www.fupa.net/news/bayerische-ve ... en-3074543
Die bayerischen Klubs müssen sich laut Ministerpräsident Söder zunächst keine Sorgen um die Übernahme von Polizeikosten bei Risikospielen machen...
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von WiederZurück »

Blinky Bill hat geschrieben: Donnerstag 16. Januar 2025, 03:16 Wenn alles so kommt, dass die Tickets teurer werden, dann ist Zuhausebleiben die richtige Reaktion. Dieser Staat will den Menschen den letzten Rest an Spaß und Freiheit nehmen, der neben der immer stärker dominierenden Arbeitswelt noch verblieben ist. Das hat sich schon während Corona gezeigt. Die Folgen rollen gerade über unser Land.
Ja, immer dieser böse Staat....
Ich kann es nicht mehr hören.
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von MaKue2711 »

Franz hat geschrieben: Donnerstag 16. Januar 2025, 13:54 Bayerische Vereine können aufatmen: Söder will aus Polizeikosten „keinen Zwang machen“
DFB sorgt sich um Klubs
https://www.fupa.net/news/bayerische-ve ... en-3074543
Die bayerischen Klubs müssen sich laut Ministerpräsident Söder zunächst keine Sorgen um die Übernahme von Polizeikosten bei Risikospielen machen...
Das will ich nicht beurteilen. Aber kann es dann nicht zu extremen Wettbewerbsverzerrungen kommen, wenn die Landesgesetzgeber (die insoweit grundsätzlich die Gesetzgebungskompetenz für Gefahrenabwehrrecht und entsprechende Kostenübernahmen haben) unterschiedlich von ihrer Gesetzgebungskompetenz Gebrauch machen?
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noblesseoblige
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von noblesseoblige »

Ich bin seit 58 Jahren Stadiongänger und begleite meine Blauen seit den Zeiten der Regionalliga Süd (damals noch die zweithöchste Spielklasse nach der Buli). Es gab keine Pyros und keine Hooligans. Wir standen und saßen direkt am Spielfeldrand und es war immer eine tolle Atmosphäre und Stimmung. Auch als Auswärtsfahrer konnte man mit der Familie und seinen Farben ins Stadion gehen. Trotz aller Emotionen während des Spiels gingen wir anschließend friedlich in die Kneipen oder nach Hause.

Ich frage mich schon seit langem, warum das heute nicht mehr möglich ist. Viel zu lange haben wir dem Treiben einer gewaltbereiten Minderheit zu viel Raum gegeben und Aufmerksamkeit geschenkt. Das Urteil des BVerfG war aus meiner Sicht überfällig. Das Gericht hat richtigerweise festgestellt, dass „der Fußball die begrenzten öffentlichen Ressourcen in deutlich übermäßigen Umfang in Anspruch nimmt“! Keine andere Sportart erfordert auch nur annähernd einen solchen Aufwand für die öffentliche Sicherheit.

Vielleicht ist dieses Urteil nun auch Motivation für die Vereine, den gewaltbereiten Teil der Anhängerschaft konsequent von den Spielen fernzuhalten. Dann haben wir im öffentlichen Raum vermutlich auch weniger Kollateralschäden zu verzeichnen, wie z. B. demolierte Züge und Bahnen.
"Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher". (Albert Einstein).
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von SVKDave »

noblesseoblige hat geschrieben: Donnerstag 16. Januar 2025, 16:27 Ich bin seit 58 Jahren Stadiongänger und begleite meine Blauen seit den Zeiten der Regionalliga Süd (damals noch die zweithöchste Spielklasse nach der Buli). Es gab keine Pyros und keine Hooligans. Wir standen und saßen direkt am Spielfeldrand und es war immer eine tolle Atmosphäre und Stimmung. Auch als Auswärtsfahrer konnte man mit der Familie und seinen Farben ins Stadion gehen. Trotz aller Emotionen während des Spiels gingen wir anschließend friedlich in die Kneipen oder nach Hause.

Ich frage mich schon seit langem, warum das heute nicht mehr möglich ist. Viel zu lange haben wir dem Treiben einer gewaltbereiten Minderheit zu viel Raum gegeben und Aufmerksamkeit geschenkt. Das Urteil des BVerfG war aus meiner Sicht überfällig. Das Gericht hat richtigerweise festgestellt, dass „der Fußball die begrenzten öffentlichen Ressourcen in deutlich übermäßigen Umfang in Anspruch nimmt“! Keine andere Sportart erfordert auch nur annähernd einen solchen Aufwand für die öffentliche Sicherheit.

Vielleicht ist dieses Urteil nun auch Motivation für die Vereine, den gewaltbereiten Teil der Anhängerschaft konsequent von den Spielen fernzuhalten. Dann haben wir im öffentlichen Raum vermutlich auch weniger Kollateralschäden zu verzeichnen, wie z. B. demolierte Züge und Bahnen.
Alle fordern die Vereine auf das zu tun, aber bisher hat noch keiner gesagt wie genau die Vereine das machen sollen.
Also was soll z.B. der SV Stuttgarter Kickers tun damit die Leute nicht mehr zu einem Auswärtsspiel fahren?
Benehmen sich Leute im Stadion daneben, bekommen sie ja schon ein Stadionverbot.
Aber was genau sollen Vereine machen, wo die Polizei es schon nicht schafft mit rechtsstaatlichen Mitteln zu reagieren.
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von noblesseoblige »

SVKDave hat geschrieben: Donnerstag 16. Januar 2025, 17:03
noblesseoblige hat geschrieben: Donnerstag 16. Januar 2025, 16:27 Ich bin seit 58 Jahren Stadiongänger und begleite meine Blauen seit den Zeiten der Regionalliga Süd (damals noch die zweithöchste Spielklasse nach der Buli). Es gab keine Pyros und keine Hooligans. Wir standen und saßen direkt am Spielfeldrand und es war immer eine tolle Atmosphäre und Stimmung. Auch als Auswärtsfahrer konnte man mit der Familie und seinen Farben ins Stadion gehen. Trotz aller Emotionen während des Spiels gingen wir anschließend friedlich in die Kneipen oder nach Hause.

Ich frage mich schon seit langem, warum das heute nicht mehr möglich ist. Viel zu lange haben wir dem Treiben einer gewaltbereiten Minderheit zu viel Raum gegeben und Aufmerksamkeit geschenkt. Das Urteil des BVerfG war aus meiner Sicht überfällig. Das Gericht hat richtigerweise festgestellt, dass „der Fußball die begrenzten öffentlichen Ressourcen in deutlich übermäßigen Umfang in Anspruch nimmt“! Keine andere Sportart erfordert auch nur annähernd einen solchen Aufwand für die öffentliche Sicherheit.

Vielleicht ist dieses Urteil nun auch Motivation für die Vereine, den gewaltbereiten Teil der Anhängerschaft konsequent von den Spielen fernzuhalten. Dann haben wir im öffentlichen Raum vermutlich auch weniger Kollateralschäden zu verzeichnen, wie z. B. demolierte Züge und Bahnen.
Alle fordern die Vereine auf das zu tun, aber bisher hat noch keiner gesagt wie genau die Vereine das machen sollen.
Also was soll z.B. der SV Stuttgarter Kickers tun damit die Leute nicht mehr zu einem Auswärtsspiel fahren?
Benehmen sich Leute im Stadion daneben, bekommen sie ja schon ein Stadionverbot.
Aber was genau sollen Vereine machen, wo die Polizei es schon nicht schafft mit rechtsstaatlichen Mitteln zu reagieren.
Was können die Vereine jetzt tun? Eigentlich haben Sie nur drei Möglichkeiten: Erstens zahlen, zweitens die Kosten auf die Tickets umlegen und / oder die sogenannten "Fans" mit Stadionverbot belegen.

Bleibt noch der Vorschlag von Bremens Innensenator Mäurer, dass die Vereine in einen gemeinsamen Topf für Hochrisikospiele einzahlen. Die Einzahlungen müssten nach Liga und nach dem Verursacherprinzip gestaffelt sein. Soll heißen, auffällige Vereine wie etwa Rostock und Dresden müssten dann häufiger und auch mehr einbezahlen.

Ich denke nicht, dass die Richter am Bundesverfassungsgericht etwa einen Verein wie die Stuttgarter Kickers vor Augen hatten. Wann hatten wir und unsere Fans in unserer Historie je ein sogenanntes „Hochrisikospiel“ zu verantworten? Da fällt mir ehrlich gesagt kein Spiel ein. Gemeint sind Spiele, an denen mit und aufgrund Beteiligung des SVK und seiner Fans mehrere Hundertschaften vonnöten waren. Never ever!
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von SVKDave »

noblesseoblige hat geschrieben: Donnerstag 16. Januar 2025, 17:43
SVKDave hat geschrieben: Donnerstag 16. Januar 2025, 17:03
noblesseoblige hat geschrieben: Donnerstag 16. Januar 2025, 16:27 Ich bin seit 58 Jahren Stadiongänger und begleite meine Blauen seit den Zeiten der Regionalliga Süd (damals noch die zweithöchste Spielklasse nach der Buli). Es gab keine Pyros und keine Hooligans. Wir standen und saßen direkt am Spielfeldrand und es war immer eine tolle Atmosphäre und Stimmung. Auch als Auswärtsfahrer konnte man mit der Familie und seinen Farben ins Stadion gehen. Trotz aller Emotionen während des Spiels gingen wir anschließend friedlich in die Kneipen oder nach Hause.

Ich frage mich schon seit langem, warum das heute nicht mehr möglich ist. Viel zu lange haben wir dem Treiben einer gewaltbereiten Minderheit zu viel Raum gegeben und Aufmerksamkeit geschenkt. Das Urteil des BVerfG war aus meiner Sicht überfällig. Das Gericht hat richtigerweise festgestellt, dass „der Fußball die begrenzten öffentlichen Ressourcen in deutlich übermäßigen Umfang in Anspruch nimmt“! Keine andere Sportart erfordert auch nur annähernd einen solchen Aufwand für die öffentliche Sicherheit.

Vielleicht ist dieses Urteil nun auch Motivation für die Vereine, den gewaltbereiten Teil der Anhängerschaft konsequent von den Spielen fernzuhalten. Dann haben wir im öffentlichen Raum vermutlich auch weniger Kollateralschäden zu verzeichnen, wie z. B. demolierte Züge und Bahnen.
Alle fordern die Vereine auf das zu tun, aber bisher hat noch keiner gesagt wie genau die Vereine das machen sollen.
Also was soll z.B. der SV Stuttgarter Kickers tun damit die Leute nicht mehr zu einem Auswärtsspiel fahren?
Benehmen sich Leute im Stadion daneben, bekommen sie ja schon ein Stadionverbot.
Aber was genau sollen Vereine machen, wo die Polizei es schon nicht schafft mit rechtsstaatlichen Mitteln zu reagieren.
Was können die Vereine jetzt tun? Eigentlich haben Sie nur drei Möglichkeiten: Erstens zahlen, zweitens die Kosten auf die Tickets umlegen und / oder die sogenannten "Fans" mit Stadionverbot belegen.

Bleibt noch der Vorschlag von Bremens Innensenator Mäurer, dass die Vereine in einen gemeinsamen Topf für Hochrisikospiele einzahlen. Die Einzahlungen müssten nach Liga und nach dem Verursacherprinzip gestaffelt sein. Soll heißen, auffällige Vereine wie etwa Rostock und Dresden müssten dann häufiger und auch mehr einbezahlen.

Ich denke nicht, dass die Richter am Bundesverfassungsgericht etwa einen Verein wie die Stuttgarter Kickers vor Augen hatten. Wann hatten wir und unsere Fans in unserer Historie je ein sogenanntes „Hochrisikospiel“ zu verantworten? Da fällt mir ehrlich gesagt kein Spiel ein. Gemeint sind Spiele, an denen mit und aufgrund Beteiligung des SVK und seiner Fans mehrere Hundertschaften vonnöten waren. Never ever!
Jedes Spiel von uns gegen Reutlingen, VfB2, Ulm, usw. wird als Hochrisikospiel eingestuft.
Zahlen muss man zukünftig wenn mehr als 5000 Zuschauer erwartet werden und man mehr Polizei als gewöhnlich hinschicken muss. Also werden auf die Kickers (sollte BE dem Urteil folgen), sehr hohe Kosten zukommen.

Die Frage was die Vereine tun sollen um solche Fans davon abzuhalten sowas zu tun, hast du nicht beantwortet. Man kann z.b. im vorraus ja kein stadionverbot verhängen, weil man denkt der Fan könnte etwas machen. Zusätzlich wird dadurch kein Fan davon abgehalten z.b. auswärts zu fahren um dann nicht ins Stadion zu gehen.
Auch die Polizei zu bezahlen hält ja keinen "Fan" davon ab sowas zu machen.
Die Frage ist ja, warum sind die Vereine für Menschen (die keine Vereinsmitglieder sind) verantwortlich und was sollen die Vereine konkret machen um zu verhindern das die Leute sich daneben benehmen?


Wenn ich jetzt morgen entscheide das ich gerne das VfB Spiel anschauen gehe und vorher einem Gast aus Hoffenheim aufs Maul hauen will, wie soll der VfB da im vorhinein drauf reagieren und das unterbinden?

Ich kannte mal eine Gruppe von 6 KSC Fans, die sind gerne zu spielen von Mannheim gegangen um die Gästefans vorher zu bepöbeln, wie soll da bitte der Waldhof darauf einwirken?
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von noblesseoblige »

Natürlich ist ein Verein straf- und haftungsrechtlich nicht für das Tun seiner Anhänger verantwortlich. Im Polizeirecht gibt es da die Rechtsfigur des „Zweckveranlassers“. Als Zweckveranlasser (auch mittelbarer Verursacher genannt) wird im polizei- und ordnungsrechtlichen Sinne eine (natürliche oder juristische) Person bezeichnet, der eine Gefährdung oder Störung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung durch Dritte aufgrund einer eigenen, für sich betrachtet rechtmäßigen bzw. neutralen Handlung, zugerechnet wird.

Jedenfalls hat es das Bundesverfassungsgericht als rechtmäßig erachtet, die Vereine als Zweckveranlasser unter gewissen Voraussetzungen an den dadurch entstandenen höheren Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen zu beteiligen. Das ist nun mal Fakt. Und etwa 90 % einer repräsentativen Umfrage des WDR in der Bevölkerung begrüßen diese Entscheidung.

Ich habe auch keine Patentlösung für das Problem. Wie bereits ausgeführt, wird den Vereinen wohl nichts anderes übrig bleiben, ggf. einen rechtmäßigen Leistungsbescheid der Polizei zu begleichen. Erkannte Gewalttäter und Randalierer müssen aber zugleich konsequent geächtet und ausgeschlossen werden. Im Falle eines Hochrisikospiels wäre es auch denkbar, Gästefans auszuschließen bzw. das Gästeticketkontingent nicht auszugeben. Der eine oder andere Verein wird die erhöhten Kosten evtl. mit einem Aufschlag auf die Eintrittskarten an die Besucher weitergeben. Gebühren für Sicherheit sind nichts Neues (z. B. bei Flugtickets).

Hier muss sicherlich ein dickes Brett gebohrt werden, aber ein „Weiter so“ kann es m. E. auch nicht geben. Es kann doch nicht angehen, dass Woche für Woche Minderheiten ihre Gewaltphantasien bzw. ihren Frust ausleben und die Gesellschaft (Steuerzahler) die Zeche für die Randale und den Polizeieinsatz bezahlt.
"Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher". (Albert Einstein).
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von SVKDave »

Schade, keinerlei Lösungsvorschläge.

Interessant auch noch zu wissen, man rechnet mit 65€ pro Stunde, pro eingesetzter Beamter.
Geschätzt sind bei unseren Risikospielen gegen RT, Ulm, usw. So 200-300 Beamte im Einsatz. So ein Einsatz geht meist 3-4 Stunden vor dem Spiel los und geht bis zu 3 Stunden nach Spielende, man kann eigentlich mit nem 8 Stunden Einsatz rechnen.
Das heißt auf die Kickers würden z.B. pro Risikospiel zwischen ca. 100.000€ und ca. 150.000€ kommen (korrigiert mich gerne wenn die Rechnung falsch ist).

Vermutlich sollten die Vereine zukünftig Risikospiele wirklich auf 4999 Zuschauer begrenzen, ist die gängigste Lösung denke ich.

Im Basketball und Handball wird sich auch schon über das Urteil gedanken gemacht, aber nur von den Vereinen die international vertreten sind. Nationale Spiele werden nie als Risikospiele eingeschätzt. Noch nicht zumindest, kann ja die Polizei, also die Länder die sonst die Polizei bezahlen, selbst entscheiden ob sie das zukünftig ändern wollen.
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Bluebyte
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von Bluebyte »

Zieht sich Polizei nicht auch mal zurück zum Deeskalieren?
Gibt es ohne Polizei nicht weniger Aggression bei den Ultras (ACAB)?
Wozu die Pferdestaffeln und Polizisten in Sternenkrieger-Montur auf der Waldau? Völlig überdimensioniert.
Frieden schaffen ohne Waffen? Mehr Mut wagen!
Wer sich dann bedroht fühlt, bleibt halt einmal zu Hause. Bedeutet erst einmal weniger Zuschauer. Wird kompensiert durch eingesparte Polizeikosten.
Wie wird jetzt ein Spiel gegen Reutlingen auf der Waldau ablaufen? Muss mit Toten und schwer Verletzten gerechnet werden?
Glaube ich nicht und würde es damit versuchen. Ob das juristisch möglich ist kann ich allerdings nicht beurteilen.
Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel.
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Re: Fan- DFB- und polizeiunwürdiges Verhalten (allg. Diskussion)

Beitrag von s-erg42 »

SVKDave hat geschrieben: Donnerstag 16. Januar 2025, 22:35 Schade, keinerlei Lösungsvorschläge.
man könnte auch sagen "schade, keine selbstreflexion seitens der verursacher". warum sollten regelbrechern brücken gebaut werden? sollen sie so motiviert werden, die regeln seltener zu brechen oder weniger intensiv?
Wer andern eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät
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