Franke entlassen
Zweitligist Dynamo Dresden hat am Donnerstag Trainer Christoph Franke entlassen. Der Verein zog damit die Konsequenzen aus der sportlichen Talfahrt des Zweitligisten, die am Mittwochabend mit einem 1:5 beim bisherigen Schlusslicht 1. FC Saarbrücken ihren Tiefpunkt erreicht hat.
"Aufgrund der anhaltenden Misere blieb uns keine andere Wahl", begründete Dynamo-Geschäftsführer Volkmar Köster die Maßnahme, die dennoch allgemein überrraschte. Kurz zuvor hatte es noch von Kösters Seite geheißen, der Trainer sitze definitiv am Sonntag gegen Rostock noch auf der Bank. Schon nach dem 13. Spieltag war allgemein von einer Demission des Trainers ausgegangen worden, nachdem ein Ultimatum der Geschäftsleitung nicht eingehalten wurde. Doch Franke bekam eine erneute Bewährungschance.
Der bei den Fans beliebte Franke war seit dem 1.7.2001 im Amt und führte Dynamo gleich von der Ober- in die Regionalliga, zwei Jahre später gelang der Aufstieg in die Zweite Liga. Die erste Saison im Unterhaus schloss Dresden als Achter ab.
Interimsweise werden der bisherige Assistent Sven Köhler und Torwarttrainer Werner Friese beim letzten Spiel vor der Winterpause auf der Bank sitzen. Die Dresdner, 16. der Tabelle, warten seit zwölf Partien auf ihren vierten Saisonerfolg und haben sechs Zähler Rückstand zu einem Nichtabstiegsrang.
Ebenfalls am Donnerstag wurden die Geschäftsräume des sächsischen Traditionsvereins von den Behörden der Steuerfahndung durchsucht. Gegenstand dieser Ermittlungen ist laut Dynamo-Pressemitteilung ein Anfangsverdacht von Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Transfergeschäften des Managers Siegmar Menz und von Franke aus Zeiten beim Chemnitzer FC.
Quelle: kicker.de