Stuttgart - Die neue Führungscrew bei den Stuttgarter Kickers stößt auf die alten Probleme. Und weil sie schon eine Bank überfallen müsste, um die Kasse zu füllen, sucht sie nach ungewöhnlichen Wegen. Womöglich hilft dabei Ex-VfB-Profi Thomas Berthold.
VON GUNTER BARNER
Noch verträgt die Angelegenheit kaum das Schnaufen. Aber die Spekulationen auf der Waldau schießen seit Tagen ins Kraut. Mal wird Thomas Berthold als neuer Sportdirektor gehandelt, mal als prominenter Helfer, der Investoren locken soll. Richtig ist zunächst nur eines: Die neue Kickers-Führungsmannschaft überdenkt offenbar völlig neue Wege der Finanzierung. Dazu zählen auch Anleihen oder Fonds. Doch Investoren lassen sich nur dann locken, wenn die Perspektiven des Clubs überzeugen. Ein prominenter Name könnte dabei wertvolle Dienste leisten. Thomas Berthold selbst dementiert aber jeden Kontakt zum Fußball-Regionalligisten. “Ich weiß noch nicht mal, wie der Präsident bei den Blauen heißt.” Der frühere Profi beim VfB Stuttgart und Weltmeister von 1990 betreibt nach seinem Gastspiel als Manager von Fortuna Düsseldorf inzwischen eine Marketing-Agentur. Seine bisher einzige Beziehung zu den Blauen: Er ist Pate vom Sohn des neuen Aufsichtsratsmitglieds Christian Dinkelacker.
Ganz andere Sorgen hatte dagegen die Mannschaft um Coach Robin Dutt. Schneechaos in Italien: 16 Stunden lang bahnte sich der Bus den Weg zurück vom Trainingslager am Gardasee zum Testspiel beim SC Pfullendorf. Die Blauen siegten dennoch 2:0. Tore: Timo Schlabach, Oliver Stierle.
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Dies ist der erste Barner-Artikel, in dem ich keinen direkten Seitenhieb auf einzelne Personen entdecken kann. Da scheint sich einer mal was zu Herzen gennommen zu haben. Und die neuen Ideen bzgl. der Finanzierung zeigen immerhin, dass sich was tut

