Frauenfußball SVK
Re: Frauenfußball SVK
Die erste Mannschaft hat nach 40 minütiger Überzahl in der 93.Minute noch ein 1:1 beim Hegauer FV erreicht
https://www.fussball.de/spiel/hegauer-f ... SPHI8RP#!/
Das Spiel der zweiten Mannschaft beim TSV Deizisau wurde abgesagt
https://www.fussball.de/spiel/tsv-deizi ... SSD35NB#!/
https://www.fussball.de/spiel/hegauer-f ... SPHI8RP#!/
Das Spiel der zweiten Mannschaft beim TSV Deizisau wurde abgesagt
https://www.fussball.de/spiel/tsv-deizi ... SSD35NB#!/
Re: Frauenfußball SVK
Die roten Frauen sind mittlerweile in der Bundesliga angekommen. Zeit das die blauen Frauen möglichst weit nachziehen.
Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel.
Re: Frauenfußball SVK
Die werden dann vermutlich im Gazi-Stadion spielen. Das Schlienz-Stadion erfüllt nicht die Voraussetzungen für die Google Pixel-Bundesliga.
Re: Frauenfußball SVK
Die Kickers bekommen eine eigene Abteilung für Mädchen- und Frauenfußball:
https://www.stuttgarter-kickers.de/aktu ... ll-geplant
https://www.stuttgarter-kickers.de/aktu ... ll-geplant
Re: Frauenfußball SVK
ein längst überfälliger schritt
Wer andern eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät
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Re: Frauenfußball SVK
Super.
Re: Frauenfußball SVK
Das wird ein Traum von Dir bleiben.
Der VFB pumpt dort Geld en nasse hinein.
Gehe davon aus, mindestens so viel wie wir für unsere
Herrenmannschaft zur Verfügung haben.
-
Blinky Bill
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Re: Frauenfußball SVK
Die Kickers haben es doch.
Ohne junge Menschen kein Erfolg!
Re: Frauenfußball SVK
Die Frauen haben 6:0 gegen Albersweiler gewonnen und damit Aufstieg in die Regionalliga perfekt!
Re: Frauenfußball SVK
https://www.fussball.de/spiel/fsv-walde ... SPHI8RP#!/
Tabelle
https://www.fussball.de/spieltag/oberli ... LE4BT-G#!/
Die zweite Mannschaft gewinnt mit 3:2 gegen SGM TSV Heumaden/SV Sillenbuch
https://www.fussball.de/spiel/fsv-walde ... SSD35NB#!/
Tabelle
https://www.fussball.de/spieltag/oberli ... LE4BT-G#!/
Die zweite Mannschaft gewinnt mit 3:2 gegen SGM TSV Heumaden/SV Sillenbuch
https://www.fussball.de/spiel/fsv-walde ... SSD35NB#!/
Re: Frauenfußball SVK
Beeindruckender und zu keiner Sekunde gefährdeter Sieg. Glückwünsche zum Aufstieg! Nächste Saison dann u. A. gegen die Zweitvertretung der übermächtigen Bayerndamen.
Re: Frauenfußball SVK
Herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg! Ich hoffe auf eine gemeinsame Feier am kommenden Samstag!
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Re: Frauenfußball SVK
Gratulation!
Erfolgreich zu sein, setzt zwei Dinge voraus: Klare Ziele und den brennenden Wunsch, sie zu erreichen.
- Johann Wolfgang von Goethe -
Die Mehrheit? Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen. Der Staat muß untergehen, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.
- Friedrich Schiller -
Don't argue with idiots. They'll drag you down to their level and beat you with experience.
- empirische Untersuchungen -
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Die Mehrheit? Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen. Der Staat muß untergehen, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.
- Friedrich Schiller -
Don't argue with idiots. They'll drag you down to their level and beat you with experience.
- empirische Untersuchungen -
Re: Frauenfußball SVK
Das müsste die 3. Liga sein, oder? Dann sind wir doch gar nicht so weit weg von den Lamp-innen...
Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel.
Re: Frauenfußball SVK
weiterhin zwei ligen drunterBluebyte hat geschrieben: ↑Montag 18. Mai 2026, 12:02Das müsste die 3. Liga sein, oder? Dann sind wir doch gar nicht so weit weg von den Lamp-innen...![]()
Wer andern eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät
Re: Frauenfußball SVK
Hier die aktuelle RL Süd
https://www.kicker.de/frauen-regionalliga-sued/spieltag
https://www.kicker.de/frauen-regionalliga-sued/spieltag
Re: Frauenfußball SVK
Mehr Chancen für die Frauen, als für die Männer. Und die Regionalliga scheint mir auch machbar...
Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel.
Re: Frauenfußball SVK
Auch wenn ich jetzt vielleicht wieder einen Shitstorm erlebe:
Brauchen die Stuttgarter Kickers in ihrer jetzigen Situation wirklich eine Frauenmannschaft?
Es sollte erst einmal dafür gesorgt werden, daß die Herrenmannschaft wieder erfolgreicheren Zeiten entgegen sieht.
Der Verein jammert über die Finanzen, ganz umsonst wird aber der Frauenfussball in der 3.Liga auch nicht sein.
Da der Vereinsname unter Waldebene Ost geführt wird, hat es in für den Verein auch in der Öffentlichkeit keinen
Publicity Mehrwert.
Brauchen die Stuttgarter Kickers in ihrer jetzigen Situation wirklich eine Frauenmannschaft?
Es sollte erst einmal dafür gesorgt werden, daß die Herrenmannschaft wieder erfolgreicheren Zeiten entgegen sieht.
Der Verein jammert über die Finanzen, ganz umsonst wird aber der Frauenfussball in der 3.Liga auch nicht sein.
Da der Vereinsname unter Waldebene Ost geführt wird, hat es in für den Verein auch in der Öffentlichkeit keinen
Publicity Mehrwert.
Re: Frauenfußball SVK
Der Vereinsname heist ab kommender Saison Kickers und man muss aktuell für die 2.Bundesligalizenz eine Frauenmannschaft haben, das solch sich kurzfristig auf die 3.Liga ausweiten und mittelfristig auch mindestens auf Regional- vllt sogar Oberliga.Thomas L. hat geschrieben: ↑Dienstag 19. Mai 2026, 15:14 Auch wenn ich jetzt vielleicht wieder einen Shitstorm erlebe:
Brauchen die Stuttgarter Kickers in ihrer jetzigen Situation wirklich eine Frauenmannschaft?
Es sollte erst einmal dafür gesorgt werden, daß die Herrenmannschaft wieder erfolgreicheren Zeiten entgegen sieht.
Der Verein jammert über die Finanzen, ganz umsonst wird aber der Frauenfussball in der 3.Liga auch nicht sein.
Da der Vereinsname unter Waldebene Ost geführt wird, hat es in für den Verein auch in der Öffentlichkeit keinen
Publicity Mehrwert.
Folglich musste man den Schritt schon gehen, die Frage ist halt auf welche Art und Weise man das angeht. Wir haben uns dafür entschieden (durch die Überschneidung begünstigt das unser neuer NLZ Leiter auch Abteilungsleiter bei Waldebene Ost ist) einen Verein zu übernehmen. Man hätte auch unten anfangen und sich hochkaufen können oder man fängt unten an und schaut halt wie weit einen der Name in eine höhere Liga spült (das wäre mein Favorit gewesen).
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╚══`. KICKERS
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╚══`. KICKERS
Re: Frauenfußball SVK
„Außen Stuttgarter Kickers, innen 100 Prozent Waldebene“
+ https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... 362bb.html
Im Artikel der Kickers
https://www.stuttgarter-kickers.de/aktu ... ll-geplant
stand
Stuttgarter Kickers und FSV Waldebene Ost wollen nächsten Schritt gehen – eigene Abteilung für Mädchen- und Frauenfußball geplant
...
Die sportliche Heimat der Teams bleibt weiterhin die Waldebene Ost. Dort werden die Mannschaften auch künftig trainieren und ihre Heimspiele austragen. Beide Vereine haben sich auf eine langfristige Vereinbarung zur Nutzung der Platzkapazitäten sowie auf eine enge Zusammenarbeit im Mädchen- und Frauenfußball verständigt.
Vereinschef Ralf Bohlmann der FSV Waldebene Stuttgart-Ost sagt in dem Interview der STN unter anderem
Das ist doch auch interessant eine genau Zeitspanne zu erfahren. Mit der Aussage "langfristige Vereinbarung" kann man schließlich nicht viel anfangen.
+ https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... 362bb.html
Im Artikel der Kickers
https://www.stuttgarter-kickers.de/aktu ... ll-geplant
stand
Stuttgarter Kickers und FSV Waldebene Ost wollen nächsten Schritt gehen – eigene Abteilung für Mädchen- und Frauenfußball geplant
...
Die sportliche Heimat der Teams bleibt weiterhin die Waldebene Ost. Dort werden die Mannschaften auch künftig trainieren und ihre Heimspiele austragen. Beide Vereine haben sich auf eine langfristige Vereinbarung zur Nutzung der Platzkapazitäten sowie auf eine enge Zusammenarbeit im Mädchen- und Frauenfußball verständigt.
Vereinschef Ralf Bohlmann der FSV Waldebene Stuttgart-Ost sagt in dem Interview der STN unter anderem
Der Standort und Spielort Waldebene ist aber auf fünf Jahre mit der Option auf weitere fünf gesichert, die Spiele und das Training finden weiterhin bei uns statt.
Das ist doch auch interessant eine genau Zeitspanne zu erfahren. Mit der Aussage "langfristige Vereinbarung" kann man schließlich nicht viel anfangen.
Zuletzt geändert von Buddy am Dienstag 19. Mai 2026, 20:59, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Frauenfußball SVK
Warum?
Weil es von den Medien hochsterilisert wurde und anscheinend im Trend ist, sich nebenbei eine Frauenmannschaft zuzulegen?
Genauso der Schwachsinn, daß im TV bei einer Spielübertragung der Männer mindestens eine Frau zugegen sein muß.
Darf ja sein, aber anscheinend ist das schon Pflicht in Deutschland.
Es gibt doch genug Frauenmannschaften in und rund um Stuttgart.
Die Regionalliga, selbst im Frauenfussball, gibt es nicht umsonst.
Ich schätzte mit Aufwandsentschädigungen, Fahrtkosten etc. wird man jährlich schnell auf einen sechsstelligen Betrag kommen.
Aber anscheinend scheints uns doch finanziell nicht so schlecht zu gehen.
-
Juergen0711
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Re: Frauenfußball SVK
Wenn man nur die Kosten betrachtet, dann kann man den Verein gleich dicht machen.
Eine Frauenmannschaft und entsprechende Abteilungen können auch für zusätzliche Erträge sorgen. Insofern rate ich davon ab, immer nur die eine Seite zu betrachten.
Eine Frauenmannschaft und entsprechende Abteilungen können auch für zusätzliche Erträge sorgen. Insofern rate ich davon ab, immer nur die eine Seite zu betrachten.
Re: Frauenfußball SVK
Den 1. Satz von Dir müsstest Du mal bei unserer Herrenmannschaft einbringen.Juergen0711 hat geschrieben: ↑Dienstag 19. Mai 2026, 20:02 Wenn man nur die Kosten betrachtet, dann kann man den Verein gleich dicht machen.
Eine Frauenmannschaft und entsprechende Abteilungen können auch für zusätzliche Erträge sorgen. Insofern rate ich davon ab, immer nur die eine Seite zu betrachten.
Zu den Erträgen: Die 30 bis 50 Zuschauer und Mitgliedsbeiträge werden in Gegenrechnung zu den Kosten kaum ins Gewicht fallen.
Re: Frauenfußball SVK
Thomas L. hat geschrieben: ↑Dienstag 19. Mai 2026, 19:53Warum?
Weil es von den Medien hochsterilisert wurde und anscheinend im Trend ist, sich nebenbei eine Frauenmannschaft zuzulegen?
Genauso der Schwachsinn, daß im TV bei einer Spielübertragung der Männer mindestens eine Frau zugegen sein muß.
Darf ja sein, aber anscheinend ist das schon Pflicht in Deutschland.
Es gibt doch genug Frauenmannschaften in und rund um Stuttgart.
Die Regionalliga, selbst im Frauenfussball, gibt es nicht umsonst.
Ich schätzte mit Aufwandsentschädigungen, Fahrtkosten etc. wird man jährlich schnell auf einen sechsstelligen Betrag kommen.
Aber anscheinend scheints uns doch finanziell nicht so schlecht zu gehen.
Weil ich es wichtig finde das auch der Frauenfußball gefördert wird. Und ist doch positiv wenn die Kickers das jetzt endlich auch so sehen.
Und wie bei der Männermannschaft einfach nur das Geld ausgeben das man einnimmt, dann bekommt man auch keine Probleme.
Könntest du mir sagen wo geschrieben steht das es so sein muss ?
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Re: Frauenfußball SVK
Bewundernswert, dass du auf dieses frauenfeindliche Getrolle seriös antwortest, Buddy.
Re: Frauenfußball SVK
Um was unseriöses folgen zu lassen - wenn wir die erste Herrenmannschaft abmelden und das Geld in die Frauenmannschft stecken, dann könnte der Verein noch ganz groß rauskommen. Vielleicht ist es das was Sundermann gesehen hat?kickerssticker hat geschrieben: ↑Dienstag 19. Mai 2026, 21:07 Bewundernswert, dass du auf dieses frauenfeindliche Getrolle seriös antwortest, Buddy.
Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel.
Re: Frauenfußball SVK
Stehst daheim unterm Pantoffel?kickerssticker hat geschrieben: ↑Dienstag 19. Mai 2026, 21:07 Bewundernswert, dass du auf dieses frauenfeindliche Getrolle seriös antwortest, Buddy.
Re: Frauenfußball SVK
Bravo Bluebyte.Bluebyte hat geschrieben: ↑Dienstag 19. Mai 2026, 21:14Um was unseriöses folgen zu lassen - wenn wir die erste Herrenmannschaft abmelden und das Geld in die Frauenmannschft stecken, dann könnte der Verein noch ganz groß rauskommen. Vielleicht ist es das was Sundermann gesehen hat?kickerssticker hat geschrieben: ↑Dienstag 19. Mai 2026, 21:07 Bewundernswert, dass du auf dieses frauenfeindliche Getrolle seriös antwortest, Buddy.
Re: Frauenfußball SVK
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Re: Frauenfußball SVK
Der Frauenfußball wird in diesem Thread oft so diskutiert, als wäre er ein kurzfristiger Trend oder ein künstlich erzeugter Hype. Hab mal etwas recherchiert und für mich lohnte sich ein Blick in die Geschichte – und auf die Entwicklung der letzten Jahrzehnte.
Viele vergessen offenbar, dass Frauenfußball in Deutschland lange Zeit nicht nur belächelt, sondern sogar aktiv unterdrückt wurde. Der DFB verbot Frauenfußball offiziell von 1955 bis 1970. Begründet wurde das damals unter anderem mit Aussagen, Fußball sei „unweiblich“ und schade Körper und Seele der Frau. Vereine durften keine Frauenmannschaften aufnehmen, Schiedsrichter wurden angewiesen, keine Spiele zu leiten. Aus heutiger Sicht wirkt das absurd – damals war es Realität.
Auch nach der Aufhebung des Verbots wurde Frauenfußball jahrzehntelang verächtlich kommentiert. In den 70er- und 80er-Jahren wurde oft gespottet, Frauen könnten keinen „richtigen“ Fußball spielen, niemand interessiere sich dafür und Zuschauerzahlen würden niemals relevant werden. Genau dieselben Argumente hört man teilweise heute noch.
Die Realität entwickelt sich aber seit Jahren in eine andere Richtung. Frauenfußball wächst kontinuierlich – bei Zuschauerzahlen, Medienpräsenz, Nachwuchsarbeit und gesellschaftlicher Akzeptanz. Große Turniere wie EM oder WM erreichen Millionenpublikum. Mädchen spielen heute selbstverständlich Fußball, weil sie endlich Vorbilder und Strukturen haben, die früher bewusst verhindert wurden.
Und genau deshalb ist eine Frauenfußball-Abteilung auch keine Belastung, sondern eine Investition in die Zukunft eines Vereins. Ein moderner Verein besteht nicht nur aus der ersten Herrenmannschaft. Er lebt von Nachwuchsarbeit, Identifikation, gesellschaftlicher Breite und langfristiger Entwicklung. Wer ausschließlich jeden Euro in die erste Mannschaft stecken will, denkt sehr kurzfristig.
Außerdem wird oft behauptet, „die meisten Fans“ würden Frauenfußball ohnehin nicht wertschätzen. Selbst wenn das aktuell teilweise stimmen sollte: Warum sollte das ein Argument gegen Entwicklung sein? Interesse entsteht nicht aus dem Nichts. Männerfußball hatte über 100 Jahre Zeit, Infrastruktur, Medienpräsenz und finanzielle Förderung aufzubauen. Frauenfußball musste dagegen jahrzehntelang gegen Verbote, Vorurteile und fehlende Förderung ankämpfen.
Man kann natürlich über Budgets und Prioritäten diskutieren. Das gehört zu jedem Verein dazu. Aber Frauenfußball pauschal als unnötigen Hype abzutun ignoriert sowohl die historische Benachteiligung als auch die tatsächliche Entwicklung der letzten Jahre.
Ein Verein wie die Stuttgarter Kickers sollte sich nicht darüber definieren, wer ausgeschlossen wird, sondern darüber, welche Bereiche man nachhaltig entwickeln möchte.
Noch eine persönliche Anmerkung: Ich habe mich riesig über den Aufstieg von Waldebene-Ost gefreut und das strahlende Kickerswappen auf dem Zeitungsbild.
Viele vergessen offenbar, dass Frauenfußball in Deutschland lange Zeit nicht nur belächelt, sondern sogar aktiv unterdrückt wurde. Der DFB verbot Frauenfußball offiziell von 1955 bis 1970. Begründet wurde das damals unter anderem mit Aussagen, Fußball sei „unweiblich“ und schade Körper und Seele der Frau. Vereine durften keine Frauenmannschaften aufnehmen, Schiedsrichter wurden angewiesen, keine Spiele zu leiten. Aus heutiger Sicht wirkt das absurd – damals war es Realität.
Auch nach der Aufhebung des Verbots wurde Frauenfußball jahrzehntelang verächtlich kommentiert. In den 70er- und 80er-Jahren wurde oft gespottet, Frauen könnten keinen „richtigen“ Fußball spielen, niemand interessiere sich dafür und Zuschauerzahlen würden niemals relevant werden. Genau dieselben Argumente hört man teilweise heute noch.
Die Realität entwickelt sich aber seit Jahren in eine andere Richtung. Frauenfußball wächst kontinuierlich – bei Zuschauerzahlen, Medienpräsenz, Nachwuchsarbeit und gesellschaftlicher Akzeptanz. Große Turniere wie EM oder WM erreichen Millionenpublikum. Mädchen spielen heute selbstverständlich Fußball, weil sie endlich Vorbilder und Strukturen haben, die früher bewusst verhindert wurden.
Und genau deshalb ist eine Frauenfußball-Abteilung auch keine Belastung, sondern eine Investition in die Zukunft eines Vereins. Ein moderner Verein besteht nicht nur aus der ersten Herrenmannschaft. Er lebt von Nachwuchsarbeit, Identifikation, gesellschaftlicher Breite und langfristiger Entwicklung. Wer ausschließlich jeden Euro in die erste Mannschaft stecken will, denkt sehr kurzfristig.
Außerdem wird oft behauptet, „die meisten Fans“ würden Frauenfußball ohnehin nicht wertschätzen. Selbst wenn das aktuell teilweise stimmen sollte: Warum sollte das ein Argument gegen Entwicklung sein? Interesse entsteht nicht aus dem Nichts. Männerfußball hatte über 100 Jahre Zeit, Infrastruktur, Medienpräsenz und finanzielle Förderung aufzubauen. Frauenfußball musste dagegen jahrzehntelang gegen Verbote, Vorurteile und fehlende Förderung ankämpfen.
Man kann natürlich über Budgets und Prioritäten diskutieren. Das gehört zu jedem Verein dazu. Aber Frauenfußball pauschal als unnötigen Hype abzutun ignoriert sowohl die historische Benachteiligung als auch die tatsächliche Entwicklung der letzten Jahre.
Ein Verein wie die Stuttgarter Kickers sollte sich nicht darüber definieren, wer ausgeschlossen wird, sondern darüber, welche Bereiche man nachhaltig entwickeln möchte.
Noch eine persönliche Anmerkung: Ich habe mich riesig über den Aufstieg von Waldebene-Ost gefreut und das strahlende Kickerswappen auf dem Zeitungsbild.
Forza Italia - Forza Kickers
Re: Frauenfußball SVK
dass man das nicht gemacht hat hinterlässt einen faden beigeschmack und gibt meinungen wie denen von Thomas L. unnötige argumentative munition...
Wer andern eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät
Re: Frauenfußball SVK
Ganz starker Beitrag - kann ich in jedem Wort 100% mitgehen.Italo-Blauer hat geschrieben: ↑Mittwoch 20. Mai 2026, 09:19 Der Frauenfußball wird in diesem Thread oft so diskutiert, als wäre er ein kurzfristiger Trend oder ein künstlich erzeugter Hype. Hab mal etwas recherchiert und für mich lohnte sich ein Blick in die Geschichte – und auf die Entwicklung der letzten Jahrzehnte.
Viele vergessen offenbar, dass Frauenfußball in Deutschland lange Zeit nicht nur belächelt, sondern sogar aktiv unterdrückt wurde. Der DFB verbot Frauenfußball offiziell von 1955 bis 1970. Begründet wurde das damals unter anderem mit Aussagen, Fußball sei „unweiblich“ und schade Körper und Seele der Frau. Vereine durften keine Frauenmannschaften aufnehmen, Schiedsrichter wurden angewiesen, keine Spiele zu leiten. Aus heutiger Sicht wirkt das absurd – damals war es Realität.
Auch nach der Aufhebung des Verbots wurde Frauenfußball jahrzehntelang verächtlich kommentiert. In den 70er- und 80er-Jahren wurde oft gespottet, Frauen könnten keinen „richtigen“ Fußball spielen, niemand interessiere sich dafür und Zuschauerzahlen würden niemals relevant werden. Genau dieselben Argumente hört man teilweise heute noch.
Die Realität entwickelt sich aber seit Jahren in eine andere Richtung. Frauenfußball wächst kontinuierlich – bei Zuschauerzahlen, Medienpräsenz, Nachwuchsarbeit und gesellschaftlicher Akzeptanz. Große Turniere wie EM oder WM erreichen Millionenpublikum. Mädchen spielen heute selbstverständlich Fußball, weil sie endlich Vorbilder und Strukturen haben, die früher bewusst verhindert wurden.
Und genau deshalb ist eine Frauenfußball-Abteilung auch keine Belastung, sondern eine Investition in die Zukunft eines Vereins. Ein moderner Verein besteht nicht nur aus der ersten Herrenmannschaft. Er lebt von Nachwuchsarbeit, Identifikation, gesellschaftlicher Breite und langfristiger Entwicklung. Wer ausschließlich jeden Euro in die erste Mannschaft stecken will, denkt sehr kurzfristig.
Außerdem wird oft behauptet, „die meisten Fans“ würden Frauenfußball ohnehin nicht wertschätzen. Selbst wenn das aktuell teilweise stimmen sollte: Warum sollte das ein Argument gegen Entwicklung sein? Interesse entsteht nicht aus dem Nichts. Männerfußball hatte über 100 Jahre Zeit, Infrastruktur, Medienpräsenz und finanzielle Förderung aufzubauen. Frauenfußball musste dagegen jahrzehntelang gegen Verbote, Vorurteile und fehlende Förderung ankämpfen.
Man kann natürlich über Budgets und Prioritäten diskutieren. Das gehört zu jedem Verein dazu. Aber Frauenfußball pauschal als unnötigen Hype abzutun ignoriert sowohl die historische Benachteiligung als auch die tatsächliche Entwicklung der letzten Jahre.
Ein Verein wie die Stuttgarter Kickers sollte sich nicht darüber definieren, wer ausgeschlossen wird, sondern darüber, welche Bereiche man nachhaltig entwickeln möchte.
Noch eine persönliche Anmerkung: Ich habe mich riesig über den Aufstieg von Waldebene-Ost gefreut und das strahlende Kickerswappen auf dem Zeitungsbild.
Ihr bleibt bei meinem Worte kalt, euch guten Kindern lass ich's gehen;
Bedenkt: der Teufel, der ist alt, so werdet alt, ihn zu verstehen!
- Faust II, Johann Wolfgang von Goethe -
Bedenkt: der Teufel, der ist alt, so werdet alt, ihn zu verstehen!
- Faust II, Johann Wolfgang von Goethe -
Re: Frauenfußball SVK
In einer Familie (auch der blauen Familie
Ich gebäre ein neues Kind oder ich adoptiere eins. Wir haben uns für die Adoption entschieden. Ist weniger charmant, aber legitim.
Ihr bleibt bei meinem Worte kalt, euch guten Kindern lass ich's gehen;
Bedenkt: der Teufel, der ist alt, so werdet alt, ihn zu verstehen!
- Faust II, Johann Wolfgang von Goethe -
Bedenkt: der Teufel, der ist alt, so werdet alt, ihn zu verstehen!
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Re: Frauenfußball SVK
Dann aber bitte nicht über Hoffenheim, RB Leipzig oder Eintracht Frankfurt 2 beschweren!Mephisto hat geschrieben: ↑Mittwoch 20. Mai 2026, 19:41In einer Familie (auch der blauen Familie) gibt es zwei Möglichkeiten:
Ich gebäre ein neues Kind oder ich adoptiere eins. Wir haben uns für die Adoption entschieden. Ist weniger charmant, aber legitim.
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Re: Frauenfußball SVK
Frauenfußball wird zwar mehr wahrgenommen, erfährt aber auch noch eine Menge Anschubunterstützung. Wenn die mal nachlässt, wird sich vieles nicht rechnen. Den Gesetzen der Ökonomie kann man sich nur kurzfristig entziehen. Gilt für Männerfußball, Frauenfußball oder Energiewende. Wird bei ideologisch geführten Diskussionen gerne vergessen.
Ohne junge Menschen kein Erfolg!
Re: Frauenfußball SVK
Und heute sonnt sich der DFB im Erfolg der 8-fachen Europameisterinnen und Weltmeisterinnen von 2003 und 2007. Ich kann mich noch sehr gut an das erste EM-Finale gegen Norwegen in Osnabrück erinnern. Die Hütte war voll, das Spiel wurde live in ARD oder ZDF gezeigt, ging 4-1 aus und ich war begeistert vom Kombinationsfußball, den die Damen damals schon geboten haben. Das berühmte Porzellanservice gab es dafür als Prämie...Italo-Blauer hat geschrieben: ↑Mittwoch 20. Mai 2026, 09:19 Der DFB verbot Frauenfußball offiziell von 1955 bis 1970. Begründet wurde das damals unter anderem mit Aussagen, Fußball sei „unweiblich“ und schade Körper und Seele der Frau. Vereine durften keine Frauenmannschaften aufnehmen, Schiedsrichter wurden angewiesen, keine Spiele zu leiten. Aus heutiger Sicht wirkt das absurd – damals war es Realität.
Re: Frauenfußball SVK
Frauenfußball muss langfristig genauso viel Emotion bieten wie der Männerfußball, sonst bekommt man Interesse wie beim Volleyball.Blinky Bill hat geschrieben: ↑Mittwoch 20. Mai 2026, 20:09 Frauenfußball wird zwar mehr wahrgenommen, erfährt aber auch noch eine Menge Anschubunterstützung. Wenn die mal nachlässt, wird sich vieles nicht rechnen. Den Gesetzen der Ökonomie kann man sich nur kurzfristig entziehen. Gilt für Männerfußball, Frauenfußball oder Energiewende. Wird bei ideologisch geführten Diskussionen gerne vergessen.
Wenn die nationale Spitze ausschliesslich die üblichen Verdächtigen Bayern, Hoppenheim und Wolfsburg sind, dann wirds damit schwierig.
Wenn die Frauennationalmannschft gegen Spanien gewinnt, dann siehts schon viel besser aus.
Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel.
Re: Frauenfußball SVK
Alles völlig richtig was du schreibst. Neben deinen Punkten sollte auch nicht vergessen werden, dass rund die Hälfte der hiesigen Bevölkerung Frauen (nach biologischem Geschlecht) sind. Unter diesen möchte eine zunehmende Zahl kicken und tritt deshalb in ein der in zunehmender Zahl vorhandenen Frauenteams ein. Wenn Mädchen und Frauen nun nicht bei den Kickers kicken können/dürfen, gehen sie halt woanders hin. Warum also sollten nun die Kickers auf dieses Potential der Hälfte der Bevölkerung verzichten? In der sogenannten freien Wirtschaft hat man das schon lange erkannt, auch wenn es sich nicht immer auf dem Lohnzettel widerspiegelt.
Es ist somit nicht nur hinsichtlich gesamtgesellschatlicher Verantwortung wichtig eine entsprechende Abteilung zu haben, sondern auch hinsichtlich Wachstum und lokaler/regionaler Verankerung gerade in der Breite des Vereins. Das Kosten"argument" ist dabei ähnlich irreführend, wie der hier schon angeführte Vergleich mit der Energiewende (AKW sind ja nun nicht gerade für ihre geringen Kosten in Bau und insbes. Betrieb bekannt, weshalb sie ohne Subventionen eigentlich betriebswirtschaftlicher Wahnsinn sind).
Davon abgesehen passt mir persönlich die Entstehungsgeschichte mit der Waldebene-Ost auch nicht so wirklich. Diese Übernahmen mag ich weder im Frauen-, noch im Herrenfußball. Allerdings spricht hier natürlich der männliche Fußballromantiker aus mir. Die Spielerinnen der Waldebene werden es wahrscheinlich anders sehen.
Es ist somit nicht nur hinsichtlich gesamtgesellschatlicher Verantwortung wichtig eine entsprechende Abteilung zu haben, sondern auch hinsichtlich Wachstum und lokaler/regionaler Verankerung gerade in der Breite des Vereins. Das Kosten"argument" ist dabei ähnlich irreführend, wie der hier schon angeführte Vergleich mit der Energiewende (AKW sind ja nun nicht gerade für ihre geringen Kosten in Bau und insbes. Betrieb bekannt, weshalb sie ohne Subventionen eigentlich betriebswirtschaftlicher Wahnsinn sind).
Davon abgesehen passt mir persönlich die Entstehungsgeschichte mit der Waldebene-Ost auch nicht so wirklich. Diese Übernahmen mag ich weder im Frauen-, noch im Herrenfußball. Allerdings spricht hier natürlich der männliche Fußballromantiker aus mir. Die Spielerinnen der Waldebene werden es wahrscheinlich anders sehen.
Italo-Blauer hat geschrieben: ↑Mittwoch 20. Mai 2026, 09:19 Der Frauenfußball wird in diesem Thread oft so diskutiert, als wäre er ein kurzfristiger Trend oder ein künstlich erzeugter Hype. Hab mal etwas recherchiert und für mich lohnte sich ein Blick in die Geschichte – und auf die Entwicklung der letzten Jahrzehnte.
Viele vergessen offenbar, dass Frauenfußball in Deutschland lange Zeit nicht nur belächelt, sondern sogar aktiv unterdrückt wurde. Der DFB verbot Frauenfußball offiziell von 1955 bis 1970. Begründet wurde das damals unter anderem mit Aussagen, Fußball sei „unweiblich“ und schade Körper und Seele der Frau. Vereine durften keine Frauenmannschaften aufnehmen, Schiedsrichter wurden angewiesen, keine Spiele zu leiten. Aus heutiger Sicht wirkt das absurd – damals war es Realität.
Auch nach der Aufhebung des Verbots wurde Frauenfußball jahrzehntelang verächtlich kommentiert. In den 70er- und 80er-Jahren wurde oft gespottet, Frauen könnten keinen „richtigen“ Fußball spielen, niemand interessiere sich dafür und Zuschauerzahlen würden niemals relevant werden. Genau dieselben Argumente hört man teilweise heute noch.
Die Realität entwickelt sich aber seit Jahren in eine andere Richtung. Frauenfußball wächst kontinuierlich – bei Zuschauerzahlen, Medienpräsenz, Nachwuchsarbeit und gesellschaftlicher Akzeptanz. Große Turniere wie EM oder WM erreichen Millionenpublikum. Mädchen spielen heute selbstverständlich Fußball, weil sie endlich Vorbilder und Strukturen haben, die früher bewusst verhindert wurden.
Und genau deshalb ist eine Frauenfußball-Abteilung auch keine Belastung, sondern eine Investition in die Zukunft eines Vereins. Ein moderner Verein besteht nicht nur aus der ersten Herrenmannschaft. Er lebt von Nachwuchsarbeit, Identifikation, gesellschaftlicher Breite und langfristiger Entwicklung. Wer ausschließlich jeden Euro in die erste Mannschaft stecken will, denkt sehr kurzfristig.
Außerdem wird oft behauptet, „die meisten Fans“ würden Frauenfußball ohnehin nicht wertschätzen. Selbst wenn das aktuell teilweise stimmen sollte: Warum sollte das ein Argument gegen Entwicklung sein? Interesse entsteht nicht aus dem Nichts. Männerfußball hatte über 100 Jahre Zeit, Infrastruktur, Medienpräsenz und finanzielle Förderung aufzubauen. Frauenfußball musste dagegen jahrzehntelang gegen Verbote, Vorurteile und fehlende Förderung ankämpfen.
Man kann natürlich über Budgets und Prioritäten diskutieren. Das gehört zu jedem Verein dazu. Aber Frauenfußball pauschal als unnötigen Hype abzutun ignoriert sowohl die historische Benachteiligung als auch die tatsächliche Entwicklung der letzten Jahre.
Ein Verein wie die Stuttgarter Kickers sollte sich nicht darüber definieren, wer ausgeschlossen wird, sondern darüber, welche Bereiche man nachhaltig entwickeln möchte.
Noch eine persönliche Anmerkung: Ich habe mich riesig über den Aufstieg von Waldebene-Ost gefreut und das strahlende Kickerswappen auf dem Zeitungsbild.
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Re: Frauenfußball SVK
Herzlichen Dank für deine Rückmeldung!Cantona hat geschrieben: ↑Freitag 22. Mai 2026, 12:04
Davon abgesehen passt mir persönlich die Entstehungsgeschichte mit der Waldebene-Ost auch nicht so wirklich. Diese Übernahmen mag ich weder im Frauen-, noch im Herrenfußball. Allerdings spricht hier natürlich der männliche Fußballromantiker aus mir. Die Spielerinnen der Waldebene werden es wahrscheinlich anders sehen.
Italo-Blauer hat geschrieben: ↑Mittwoch 20. Mai 2026, 09:19 Der Frauenfußball wird in diesem Thread oft so diskutiert, als wäre er ein kurzfristiger Trend oder ein künstlich erzeugter Hype. Hab mal etwas recherchiert und für mich lohnte sich ein Blick in die Geschichte – und auf die Entwicklung der letzten Jahrzehnte.
... Ich habe mich riesig über den Aufstieg von Waldebene-Ost gefreut und das strahlende Kickerswappen auf dem Zeitungsbild.
Stimme deiner Aussage vollkommen zu! Auch ich trage diese von dir erwähnte "Fußballromatik" in mir. Aber im einzigen Spiel, dem ich dem Frauenteam zugeschaut habe, konnte ich zu diesem Thema den Finger in die Wunde legen, aber das Ergebnis hat auch mich erstaunt. Von den Anwesenden kam seltsam verhaltene Kritik, bis hin zur absoluten Zustimmung für diese Kooperation. Kein/e Zuschauer/in wollte etwas kritisches zu dieser Kooperation erwähnen.
Da mich das sehr überrascht hatte, habe ich weiter recherchiert und vor wenigen Tagen diesen Artikel gefunden:
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... 362bb.html
Deine Aussage mit der Entstehungsgeschichte ist ein spannender Punkt – und der Artikel bestätigt ziemlich genau den Eindruck, den ich vor Ort bekommen habe.
Gerade als „Fußballromantiker“ erwartet man ja fast automatisch Widerstand gegen solche Konstrukte. Vor allem in Deutschland ist die Identifikation mit Vereinsnamen, Farben, Geschichte und Eigenständigkeit tief verankert. Deshalb wirkt es zunächst paradox, dass rund um den Frauenbereich von FSV Waldebene Ost offenbar so wenig offene Kritik an der Kooperation mit den Stuttgarter Kickers existiert. Aber wenn man die Aussagen aus dem Artikel genauer liest, versteht man besser, warum das so ist.
Der entscheidende Satz ist für mich eigentlich dieser Gedanke von Ralf Bohlmann: „Es steht zukünftig zwar Kickers drauf, aber innen ist immer noch 100 Prozent Waldebene Ost drin.“ Das ist fast schon eine Art Kompromissformel zwischen Tradition und Realität. Denn anders als bei vielen „Retortenprojekten“ oder kompletten Übernahmen scheint hier einiges anders zu laufen: Der Standort Waldebene bleibt erhalten. Training und Heimspiele bleiben dort. Ehrenamtliche Strukturen bleiben bestehen.
Die sportliche Arbeit wurde über Jahrzehnte auf der Waldebene aufgebaut.
Die Spielerinnen kommen nicht in ein völlig künstliches Konstrukt, sondern bekommen vor allem bessere Infrastruktur, Reichweite und organisatorische Möglichkeiten.
Und genau da liegt vermutlich der große Unterschied zur Wahrnehmung im Männerfußball.
Im Männerbereich wirken solche Konstrukte oft wie: Markenexpansion, sportliches Abkürzen, Identitätsverlust, oder Investorenlogik.
Hier dagegen scheint es von vielen eher als „notwendiger nächster Schritt“ wahrgenommen zu werden, weil die Waldebene laut eigener Aussage organisatorisch und finanziell an Grenzen gestoßen ist. Das heißt natürlich nicht, dass deine Skepsis unbegründet wäre. Im Gegenteil: Ich finde, du hast völlig recht, wenn du diesen inneren Konflikt spürst. Denn faktisch passiert ja genau das, was Fußballromantiker ungern sehen:
Ein kleiner, eigenständiger Verein verschwindet schrittweise unter der Marke eines größeren Clubs. Und interessant ist ja auch: Die Verantwortlichen betonen in nahezu jedem Artikel auffällig oft Begriffe wie: „auf Augenhöhe“, „Identität bewahren“, „kein Aufgehen“, „100 Prozent Waldebene“.
Allein diese ständige Betonung zeigt eigentlich schon, dass ihnen bewusst ist, wie sensibel das Thema ist. Vielleicht ist das Ergebnis meiner unbequemen Fragerei deshalb so ausgefallen, weil viele Beteiligte den praktischen Nutzen aktuell höher gewichten als die emotionale Ebene, wie: bessere Perspektiven, höhere Liga, professionellere Bedingungen, mehr Aufmerksamkeit, mehr Spielerinnengewinnung.
Ich kann mich zwar täuschen, aber im Frauenfußball ist die Existenzsicherung und strukturelle Entwicklung vielerorts noch wichtiger als die reine Traditionsfrage. Deshalb wird dort pragmatischer gedacht als im Männerbereich.
Und trotzdem: Dass du dabei ein leichtes Unbehagen empfindest, ist aus meiner Sicht absolut nachvollziehbar. Denn langfristig wird man erst sehen, ob wirklich „innen 100 Prozent Waldebene“ bleibt — oder ob die Waldebene am Ende doch nur noch historische Fußnote unter dem Kickers-Logo ist.
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