Regionalliga Reform

Alles, was nicht mit unseren Blauen zu tun hat
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Gechinger
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von Gechinger »

Kickers-Hanns hat geschrieben: ↑Freitag 30. Oktober 2026, 15:58
Buddy hat geschrieben: ↑Freitag 30. Oktober 2026, 15:28
Gechinger hat geschrieben: ↑Freitag 30. Oktober 2026, 14:35

Da der erste Aufsteigt und die Absteiger aus der Dritten nicht erst in die Ligen integriert werden, bleibt es bei der RL Südwest in der Qualisaison bei vier Absteigern und vier Aufsteigern aus den Oberligen, egal wieviele Mannschaften aus dem Gebiet aus der Dritten absteigen. Die Aufstiegsregelung aus den Oberligen bleibt für das Gebiet der Heutigen RL SW beim Kompassmodell auch gleich.
In Anbetracht dass es für die Mannschaften aus dem Gebiet der RL SW, speziell BW, in den neuen Ligen leichter sein wird die Klasse zu halten kann ich mit dieser Regelung leben.
Wie der DFB das, Zitat "Der DFB strebt Lösungen an, die besondere Härtefälle ausschließen oder abmildern sollen.", lösen will bleibt offen.
Auch bei Derbys soll eine Lösung gefunden werden, wer bestimmt denn was ein Derby ist und was nicht?
Da sind einfach zu viele Unwägbarkeiten vorhanden.

Den Begriff Derby finde ich da schwierig. Sonst sagt der Osten, alles ist ein Ost-Derby

Das müsste über eine Kilometer Grenze definiert werden.
So nach dem Motto, Vereine die z.B. maximal 30 Kilometer auseinanderliegen müssen in der gleichen Liga spielen.
Macht das wirklich Sinn? In deinem Beispiel erwischt du auch Spiele die maximal uninteressant sind (z.B. wir letzte Saison gegen Freiberg oder diese Saison Walldorf-Sandhausen), aber unser mögliches Duell mit Reutlingen würde nicht reinfallen. Ein Derby definiert sich ja doch eher über gehobenes Fan-Interesse und eine geschichtliche Verwurzelung. Glaube um eine Einzelfall-Prüfung kommt man da nicht herum - muss halt eine neutrale Instanz drauf achten, dass das nicht ausartet.
Ich finde das eh so eine WischiWaschi-Aussage, durch die Vorgabe kürzeste Entfernung werden knapp Nebeneinander liegenden Mannschaften eh in eine Liga kommen.
Man sollte der KI klare Vorgaben geben und dann das Ergebnis uneingeschränkt akzeptieren.
Ich würde der KI die Vorgabe geben, kürzeste Entfernungen und ein Landesverband darf höchstens in zwei Ligen vertreten sein. Das würde jedes Jahr neue Ligen ergeben und keiner wüsste frühzeitig mit wem man in einer Liga spielt. Das wäre für alle gleich (un)fair :lol:
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Yamashade
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von Yamashade »

Kickers-Hanns hat geschrieben: ↑Freitag 30. Oktober 2026, 11:08 Kann weiterhin nicht nachvollziehen was die hessischen Vereine bewegt, gerade aus Fan-Sicht ist das doch herrlich: jedes Jahr neue Stadien, neue Gegner, nicht immer die gleichen Bolzplätze, vllt sogar mal im Osten mitkicken. Perspektive würde mich ehrlich gesagt sehr reizen im manchmal doch tristen Regionalliga-Alltag.
Mit dieser Meinung stehst Du ziemlich alleine da. Für Kassel z.B. ist es das Spiel des Jahres wenn es im traditionellen hessischen Nord-Süd-Gipfel gegen die Offenbacher Kickers geht. Das gibt es dann vielleicht nur noch alle 3 oder 4 Jahre, weil diese Vereine ständig hin- und herrochiert werden. Im Grunde fühlt sich das an, wie ein Springer, der jede Woche in einem anderen Betrieb eingesetzt wird. Der ist auch nirgendwo richtig zuhause. Da ist der Reiz des Neuen aber mal ganz schnell verflogen. Und auf den immer brauner werdenden Osten hat in Kassel schon mal gar niemand Bock.

In Haiger freuen sie sich bestimmt auch darauf, dass sie zukünftig wahrscheinlich 6 statt nur 4 Zweitvertretungen begrüßen dürfen. Die Auswärtsfahrten werden zwar kürzer, aber die Gästetribüne auf dem Haarwasen bleibt dann noch häufiger leer. Tolle Perspektive.
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von brublue »

Ich sehe das Kompass-Modell äußerst kritisch, da man nicht weiß, wie und von wem die Sache programmiert wird. Vor allem, wer und von wem wird das alles kontrolliert. Da bin ich mal gespannt, ob das überhaupt kommuniziert wird.
uli
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von uli »

Bei den DFB FAQ steht "Der Unterbau der Regionalliga (5. Spielklassenebene) kann unverändert in Struktur und Aufstiegsmodus bestehen bleiben.".
Die aktuelle Anzahl der Aufsteiger in die Regionalligen:
Nord: 3
Nordost; 2
West: 4
Südwest: 4
Bayern: 3

Die RL West und Bayern wären die Gewinner der Regelung, sag ich mal.
Nord und Nordost würden tendenziell wohl ausdünnen.
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Gechinger
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von Gechinger »

uli hat geschrieben: ↑Freitag 30. Oktober 2026, 17:01 Bei den DFB FAQ steht "Der Unterbau der Regionalliga (5. Spielklassenebene) kann unverändert in Struktur und Aufstiegsmodus bestehen bleiben.".
Die aktuelle Anzahl der Aufsteiger in die Regionalligen:
Nord: 3
Nordost; 2
West: 4
Südwest: 4
Bayern: 3

Die RL West und Bayern wären die Gewinner der Regelung, sag ich mal.
Nord und Nordost würden tendenziell wohl ausdünnen.
ich sehe da folgende neue Regelung

4 Teams aus dem Verbandsgebiet der aktuellen Regionalliga West
4 Teams aus dem Verbandsgebiet der aktuellen Regionalliga Südwest
3 Teams aus dem Verbandsgebiet der aktuellen Regionalliga Nord
2,5 Teams aus dem Verbandsgebiet der derzeitigen Regionalliga Bayern
2,5 Aufsteiger aus dem Verbandsgebiet der derzeitigen Regionalliga Nordost
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uli
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von uli »

Gechinger hat geschrieben: ↑Freitag 30. Oktober 2026, 17:29
ich sehe da folgende neue Regelung

4 Teams aus dem Verbandsgebiet der aktuellen Regionalliga West
4 Teams aus dem Verbandsgebiet der aktuellen Regionalliga Südwest
3 Teams aus dem Verbandsgebiet der aktuellen Regionalliga Nord
2,5 Teams aus dem Verbandsgebiet der derzeitigen Regionalliga Bayern
2,5 Aufsteiger aus dem Verbandsgebiet der derzeitigen Regionalliga Nordost

Danke, das hatte ich übersehen. Im Süden bleibt schon ein Überhang von Bayern zu BW mit 2 oder 3 Aufsteigern für Bayern zu 1 oder 2 Aufsteigern für BW. Aber gut.
uli
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von uli »

Finde, mit dem Vorschlag kann man leben. Und es sollte auch gute Chancen für die nötige Zwei-Drittel Mehrheit geben.
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von SVKDave »

Gechinger hat geschrieben: ↑Freitag 30. Oktober 2026, 17:29
uli hat geschrieben: ↑Freitag 30. Oktober 2026, 17:01 Bei den DFB FAQ steht "Der Unterbau der Regionalliga (5. Spielklassenebene) kann unverändert in Struktur und Aufstiegsmodus bestehen bleiben.".
Die aktuelle Anzahl der Aufsteiger in die Regionalligen:
Nord: 3
Nordost; 2
West: 4
Südwest: 4
Bayern: 3

Die RL West und Bayern wären die Gewinner der Regelung, sag ich mal.
Nord und Nordost würden tendenziell wohl ausdünnen.
ich sehe da folgende neue Regelung

4 Teams aus dem Verbandsgebiet der aktuellen Regionalliga West
4 Teams aus dem Verbandsgebiet der aktuellen Regionalliga Südwest
3 Teams aus dem Verbandsgebiet der aktuellen Regionalliga Nord
2,5 Teams aus dem Verbandsgebiet der derzeitigen Regionalliga Bayern
2,5 Aufsteiger aus dem Verbandsgebiet der derzeitigen Regionalliga Nordost
Das klingt zumindest mal gut durchdacht was den Aufstieg aus der Oberliga angeht.
Ist das dem Nordosten auch klar, das sie zu Beginn zumindest immer weniger werden und ihre Auswärtsfahrten dann doch immer weiter gehen?

Die "Ostliga" würde ja vermitlich mit 14 von 20 Ostvereinen starten. Sagen wir es steigen in Saison 1, 3 Ostclubs ab und einer auf, es rücken 3 nach, geht man -1 (das von oben einer der wenigen Ostvereine in Liga 3 runter geht glaub ich jetzt mal nicht).
Saison 2 das selbe Szenario, aber diesmal steigen nur 2 aus dem Osten auf, dann biste schon -3 gegangen und hast nurnoch 11 von 20 Vereinen in der Liga aus der ehemaligen Regionalliga Nordost.

Auch wenn die Clubs der Regio Nordost viele Zuschauer haben, sind die glaube ich finanziell nicht so gut aufgestellt wie die bayrischen Vereine oder die Hessischen Vertreten (zumindest nicht der Großteil davon).

Ich gehe davon aus das nach 5 Jahren, maximal noch 8 "Ostclubs" in der neuen Viertklassigkeit sind und dann das große Gejammere mit der Benachteiligung des Ostens wieder los geht!

Das positive, ganz Hessen dürfte dann vermutlich in der Regionalliga Mitte-Ost spielen, oder die Ostliga wird doch aufgeteilt sein weil die Vereine weit auseinander liegen und eine Hälfte spielt dann doch mit Bayern und Hessen und eine Hälfte mit dem Norden.
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kickerssticker
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von kickerssticker »

Das Kompassmodell ist aus meiner Sicht auf mehreren Ebenen Unfug. Sinnvoll wären vier geradlinige Regionalligen, aber dann müssten sowohl die Ostdeutschen wie auch die Bayern auf ihre historienunterfütterten Extrawürste verzichten, und das wird natürlich nicht passieren.

Ich denke mittlerweile, in vielerlei Hinsicht wäre es besser gewesen, wenn Napoleon und Bismarck nie an Deutschland herumgefummelt hätten. Es gab und gibt letztlich nur Probleme damit. Aber das führt natürlich sehr weit ab vom Thema.
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Gechinger
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von Gechinger »

Das gute am Kompassmodell ist dass auf lange Sicht die sportlich stärksten Mannschaften in der Regionalliga vertreten sein werden, ist im Moment nicht der Fall.
Ob das dann den Nordosten (so wie von Dave beschrieben) oder den Südwesten (Baden-Württemberg) oder sonst wen trifft wird sich zeigen.
Kompassmodell jetzt (Hessen kann sich ja den Osten, Norden, Westen oder Süden holen) :!:
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Ford K
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von Ford K »

kickerssticker hat geschrieben: ↑Samstag 31. Oktober 2026, 00:22 Ich denke mittlerweile, in vielerlei Hinsicht wäre es besser gewesen, wenn Napoleon und Bismarck nie an Deutschland herumgefummelt hätten. Es gab und gibt letztlich nur Probleme damit. Aber das führt natürlich sehr weit ab vom Thema.
Jawoll - zurück zum 300-Einzelstaaten-Flickenteppich mit besonderem Schwerpunkt im Südwesten :idea:
Endlich haben wir "einen Fuchs als Trainer" und es ist absolut "eklig, gegen uns zu spielen" (Einschätzungen von Kickers-Gegnern)
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von WiederZurück »

https://m.bild.de/sport/fussball/knallh ... af0c625a3e

Für die Anschaffung der RL Bayern gäbe es mit Sicherheit eine breite Mehrheit :mrgreen:
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von brublue »

WiederZurück hat geschrieben: ↑Dienstag 3. November 2026, 15:37 https://m.bild.de/sport/fussball/knallh ... af0c625a3e

Für die Anschaffung der RL Bayern gäbe es mit Sicherheit eine breite Mehrheit :mrgreen:
Du meinst sicher für die Abschaffung der RL Bayern, gäbe es mit Sicherheit eine breite Mehrheit.
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Ford K
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von Ford K »

Endlich haben wir "einen Fuchs als Trainer" und es ist absolut "eklig, gegen uns zu spielen" (Einschätzungen von Kickers-Gegnern)
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von WiederZurück »

brublue hat geschrieben: ↑Dienstag 3. November 2026, 15:56
WiederZurück hat geschrieben: ↑Dienstag 3. November 2026, 15:37 https://m.bild.de/sport/fussball/knallh ... af0c625a3e

Für die Anschaffung der RL Bayern gäbe es mit Sicherheit eine breite Mehrheit :mrgreen:
Du meinst sicher für die Abschaffung der RL Bayern, gäbe es mit Sicherheit eine breite Mehrheit.
Ja, klar. Sorry
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von plöps »

die RL Bayern gehört definitiv aufgelös: Da spielen Veeine mit Infrastruktur mit, die sind bei uns in der OL.
Der Gegenplan vom BFV mit Aufstoclung der 3. Liga ist absurd, das wären 42 Spieltage (!) und somit 8 mehr als 1. und 2. Liga.

Egal welches Modell verabschiedet wird, dadurch dass die 2. Mannschaften drin bleiben, ist es keine große Lösung.
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von brublue »

plöps hat geschrieben: ↑Mittwoch 4. November 2026, 12:14 Egal welches Modell verabschiedet wird, dadurch dass die 2. Mannschaften drin bleiben, ist es keine große Lösung.
Da sprichst Du einen wichtigen Punkt an. Beim 4-Staffel-Modell wird die Anzahl der Vereine von 90- auf 80 Mannschaften reduziert. Das heißt, wenn es dumm läuft, wird die Anzahl der Zweitvertretungen prozentual steigen. Das ist sicher nicht im Sinne der etablierten Vereine. Deshalb wird auch diese Reform, sollte sie zustande kommen, wieder nur eine halbe Sache sein. Irgend wann fängt man dann wieder mit einer neuen Reform an. Ehrlich gesagt, habe ich vom DFB nichts anderes erwartet.
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von Italo-Blauer »

Regionalliga-Reform: Wollen wir wirklich, dass alle Meister aufsteigen?

Der ursprüngliche Gedanke der Regionalliga-Reform ist einfach: Meister müssen aufsteigen! Genau deshalb hat der DFB eine Kommission beauftragt, endlich eine gerechte Aufstiegsregelung zu erarbeiten.
Doch angesichts der vielen Diskussionen über unterschiedliche Reformmodelle frage ich mich zunehmend: Wollen wirklich alle Vereine und Verbände, dass künftig jeder Regionalliga-Meister direkt aufsteigt?
Offenbar besteht darüber grundsätzlich Einigkeit. Sobald jedoch konkrete Veränderungen anstehen, rücken regionale Interessen, gewachsene Strukturen, Reisewege, Derbys und wirtschaftliche Bedenken in den Vordergrund. Diese Argumente sind durchaus nachvollziehbar. Aber dürfen sie so weit gehen, dass sie letztlich eine Lösung verhindern?
Natürlich ist nicht jeder, der ein bestimmtes Modell ablehnt, automatisch gegen den direkten Aufstieg aller Meister. Doch wer diesen Grundsatz unterstützt, muss auch bereit sein, dafür Kompromisse einzugehen und eigene Interessen zurückzustellen.
Warum also nicht endlich eine Entscheidung treffen und ein Reformmodell erproben? Die Saison 2027/28 könnte zur Vorbereitung genutzt werden. Nach der Einführung ließen sich Erfahrungen sammeln und an den notwendigen Stellschrauben Verbesserungen vornehmen. Eine Reform muss nicht von Anfang an perfekt sein!
Der direkte Aufstieg aller Meister muss das gemeinsame Ziel bleiben – und nicht den Einzelinteressen von Vereinen und Verbänden untergeordnet werden.
Am Ende bleibt für mich die entscheidende Frage: Wollen wir wirklich, dass alle Meister aufsteigen, oder nur so lange, wie unsere eigenen Interessen davon unberührt bleiben?

Scheitert die Reform erneut an Einzelinteressen, dann ist nicht das Reformmodell gescheitert, sondern der Wille, den Grundsatz „Meister müssen aufsteigen!“ endlich umzusetzen.
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von Ford K »

plöps hat geschrieben: ↑Mittwoch 4. November 2026, 12:14 die RL Bayern gehört definitiv aufgelös: Da spielen Veeine mit Infrastruktur mit, die sind bei uns in der OL.
Der Gegenplan vom BFV mit Aufstoclung der 3. Liga ist absurd, das wären 42 Spieltage (!) und somit 8 mehr als 1. und 2. Liga.

Egal welches Modell verabschiedet wird, dadurch dass die 2. Mannschaften drin bleiben, ist es keine große Lösung.
Man könnte auch die 2. Liga (!) auf 20 Mannschaften aufstocken. Dort wird "nur" Liga- und DFB-Pokal gespielt, keine internationalen Wettbewerbe und keine Landespokale. Die könnte also gut 20 Mannschaften verkraften. Dann lässt sich ggf. auch eine 3. Liga mit 20 Mannschaften und 5 Absteigern verkaufen, wenn man dafür 4 Aufsteiegsplätze von der 3. in die 2. ermöglicht. Dazu DFB-Pokal für die Plätze 5-8 (!) als Trostpreis.
Endlich haben wir "einen Fuchs als Trainer" und es ist absolut "eklig, gegen uns zu spielen" (Einschätzungen von Kickers-Gegnern)
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von Gechinger »

Italo-Blauer hat geschrieben: ↑Samstag 7. November 2026, 11:17 Regionalliga-Reform: Wollen wir wirklich, dass alle Meister aufsteigen?
für mich ganz klar nein, Meister aus Ligen die unbedingt so klein sein wollten dürfen keinen Direktaufsteiger bekommen.
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von Yamashade »

Gechinger hat geschrieben: ↑Sonntag 8. November 2026, 09:36
Italo-Blauer hat geschrieben: ↑Samstag 7. November 2026, 11:17 Regionalliga-Reform: Wollen wir wirklich, dass alle Meister aufsteigen?
für mich ganz klar nein, Meister aus Ligen die unbedingt so klein sein wollten dürfen keinen Direktaufsteiger bekommen.
Wird ja auch seit Jahren so im Norden praktiziert. Bremen und Hamburg spielen lieber OL in der eigenen Stadt und deren Meister spielen gemeinsam mit dem Meister der OL Schleswig-Holstein und dem 2. aus Niedersachsen zwei Aufsteiger in einer 4er-Gruppe aus. Funktioniert beschwerdefrei und ohne Jammern für alle.
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von Gechinger »

Yamashade hat geschrieben: ↑Sonntag 8. November 2026, 10:38
Gechinger hat geschrieben: ↑Sonntag 8. November 2026, 09:36
Italo-Blauer hat geschrieben: ↑Samstag 7. November 2026, 11:17 Regionalliga-Reform: Wollen wir wirklich, dass alle Meister aufsteigen?
für mich ganz klar nein, Meister aus Ligen die unbedingt so klein sein wollten dürfen keinen Direktaufsteiger bekommen.
Wird ja auch seit Jahren so im Norden praktiziert. Bremen und Hamburg spielen lieber OL in der eigenen Stadt und deren Meister spielen gemeinsam mit dem Meister der OL Schleswig-Holstein und dem 2. aus Niedersachsen zwei Aufsteiger in einer 4er-Gruppe aus. Funktioniert beschwerdefrei und ohne Jammern für alle.
Genau und die Regionalligen Nord, Nordost und Bayern haben sich halt auf ein anderes System geeinigt, aber das wird von manchen als größte Ungerechtigkeit im gesamten Fußball tituliert.
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Re: Regionalliga Reform

Beitrag von Italo-Blauer »

Hallo ihr beide, und danke für eure Beiträge!

Beim Aufstieg von der Oberliga in die Regionalliga bin ich durchaus bei euch. Mein ursprünglicher Beitrag bezog sich allerdings ausschließlich auf den direkten Aufstieg der Regionalligameister in die 3. Liga.
Und genau hier sehe ich den Widerspruch: Einerseits wird die Forderung „Meister müssen aufsteigen!“ von zahlreichen Vereinen unterstützt, andererseits scheint die Bereitschaft zu den dafür notwendigen Veränderungen nicht überall besonders groß zu sein.
Interessant ist dabei, dass sich auch Vereine aus der Regionalliga Bayern wie Wacker Burghausen, FV Illertissen, TSV Schwaben Augsburg und die Würzburger Kickers der Initiative angeschlossen haben. Auch der KSV Hessen Kassel gehört zu den Unterstützern.
Den zusätzlichen bayerischen Reformvorschlag fand ich, gerade als sich die Diskussion bereits auf zwei Modelle konzentrierte, eher kontraproduktiv. Auch die Äußerungen von Herrn Mang von 1860 München wirkten auf mich weniger wie ein Beitrag zu einer gemeinsamen Lösung, sondern eher wie eine Unterstützung der Position des bayerischen Verbandes. Gerade deshalb hätte ich mir von ihm mehr Bereitschaft gewünscht, über die Interessen des eigenen Landesverbandes hinauszudenken.
Ich gehöre übrigens auch zu denen, die im Stadion bei „Fußballmafia DFB!“ lautstark mitrufen. Trotzdem finde ich, dass man anerkennen sollte, wenn der DFB konkrete Lösungsvorschläge auf den Tisch legt.
Auch ich verstehe die wirtschaftlichen Bedenken, etwa hinsichtlich längerer Auswärtsfahrten oder wegfallender Derbys. Allerdings bietet der DFB im Rahmen des Kompassmodells finanzielle Unterstützung an: mindestens 40.000 Euro jährlich für jeden berechtigten Verein und zusätzlich mindestens 500.000 Euro pro Regionalverband. Hinzu kommen mögliche Vermarktungserlöse.
Das wird sicherlich nicht alle Nachteile ausgleichen, zeigt aber, dass man nach Lösungen sucht.
Für mich bleibt entscheidend: Wer fordert, dass alle Regionalligameister direkt aufsteigen, muss auch bereit sein, dafür Kompromisse einzugehen.

Sonst bleibt „Meister müssen aufsteigen!“ am Ende nur ein schöner Slogan.
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