Kickersspieler in "Das Wunder von Bern"

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Bianca
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Kickersspieler in "Das Wunder von Bern"

Beitrag von Bianca »

Stuttgarter Nachrichten vom 17.10.03:

Das Wunder fesselt noch immer

Kickers bei Vorpremiere des neuen Wortmann-Films

"Aus, aus, aus! Das Spiel ist aus. Deutschland ist Weltmeister!", brüllt Rundfunkreporter Herbert Zimmermann. Gänsehaut im Kino, 49 Jahre nach dem Sieg, der zum Mythos wurde. Nein, sagt Regisseur Sönke Wortmann immer wieder, "Das Wunder von Bern" sei kein Fußballfilm. Und doch lockt er Fußballer an, die Regionalliga-Mannschaft der Stuttgarter Kickers besuchte am Mittwoch die Vorpremiere im Cinemaxx.

VON DIRK SONNTAG

Er wäre gern dabei gewesen damals, verrät Mittelfeldspieler Christoph Kunze vor dem Film. Damals, 1954, nicht erst 1974 oder 1990, als Deutschland erneut den Titel gewann. "Die einen waren nur Weltmeister", sagt Kunze, "die anderen waren Helden."

Fritz Walter, Helmut Rahn, Torwart Toni Turek - live hat er sie gesehen, damals im Berner Wankdorfstadion - jetzt sitzt Günter Weise gebannt vor der Leinwand, sieht die Spielszenen, mal im Originalmitschnitt, mal nachgestellt. Weise arbeitete 1954 in einem Hotel im Südschwarzwald, in dem einige der Spieler öfters mal abstiegen. "Man kannte sie. Es war nicht wie heute, da die Stars alle abgeschottet werden. Man kam sehr leicht an sie heran."

Wortmanns Inszenierung beeindruckt ihn, obwohl einiges nicht so ganz stimme und anderes weggelassen worden sei, das nicht gegebene Tor der Ungarn etwa. "Aber der Film vermittelt dennoch gut die Dramatik." Ein Fußballereignis, von dessen Dimension er damals im Stadion noch nichts ahnte. "Wir in Bern haben alle nicht mitbekommen, was dieser Sieg in Deutschland ausgelöst hat."

Ein Fußballwunder als Teil, gar als Ausgangspunkt des Wirtschaftswunders? Die Weltmeisterschaft bildet im Film nur den Rahmen für die Geschichte einer Essener Familie. Der Vater kehrt nach elf Jahren aus der Kriegsgefangenschaft zurück, findet sich nicht mehr zurecht in der ihm so fremd gewordenen Welt . Die Familie leidet darunter, ein deutsches Nachkriegsdrama. Bis ein fußballbegeisterter Pfarrer dem Vater mit den richtigen Worten den Weg weist, der ihn über den Fußball zu seinem Sohn führt.

Tatsächlich: nicht nur ein Fußballfilm. Und so zeigt sich Kickers-Trainer Rainer Adrion etwas enttäuscht. "Es hätte mich mehr interessiert, wie es in der Mannschaft zuging. Aber der Abend wird unserem Team wohl dennoch in Erinnerung bleiben." Da könnte er Recht behalten. Christoph Kunze jedenfalls hat Wortmanns Werk gefesselt. Eine "tolle Inszenierung" sei es, "ich kann mir jetzt vorstellen, wie sich heimgekehrte Kriegsgefangene gefühlt haben", sagt der 22-Jährige.

Ja, jetzt könne die junge Generation verstehen, "warum dieses das Spiel des Jahrhunderts war", sagt Günter Weise. Es geht um mehr als um Fußball - wie damals.
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svk4ever
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Re: Kickersspieler in "Das Wunder von Bern"

Beitrag von svk4ever »

Bianca hat geschrieben:Er wäre gern dabei gewesen damals, verrät Mittelfeldspieler Christoph Kunze vor dem Film. Damals, 1954, nicht erst 1974 oder 1990, als Deutschland erneut den Titel gewann. "Die einen waren nur Weltmeister", sagt Kunze, "die anderen waren Helden."
Spielt einfach guten Fussball und bringt den Verein nach oben - dann seid ihr auch Helden!
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Re: Kickersspieler in "Das Wunder von Bern"

Beitrag von Die Macht im Schwabenland »

svk4ever hat geschrieben:
Bianca hat geschrieben:Er wäre gern dabei gewesen damals, verrät Mittelfeldspieler Christoph Kunze vor dem Film. Damals, 1954, nicht erst 1974 oder 1990, als Deutschland erneut den Titel gewann. "Die einen waren nur Weltmeister", sagt Kunze, "die anderen waren Helden."
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um ein held zu werden muss man auch was dafür tun...
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